Fernsehstrahlung macht frühreif

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neuester Beitrag: 29.06.04 10:38
eröffnet am: 29.06.04 10:37 von: chrismitz Anzahl Beiträge: 2
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29.06.04 10:37

16591 Postings, 7366 Tage chrismitzFernsehstrahlung macht frühreif

Dass zu viel Fernsehen die Entwicklung von Kindern beeinträchtigt, ist schon lange bekannt. Nun zeigt eine neue Studie der Universität Florenz, dass langes Sitzen vor dem Bildschirm - unabhängig von den Inhalten - Kinder schneller in die Pubertät bringen kann. Nach der Untersuchung produzieren Kinder, die keinem TV, Computer und Video ausgesetzt sind, weitaus größere Mengen des Hormons Melatonin. Eine der Funktionen des Hormons dürfte die Verlangsamung der sexuellen Entwicklung von Kindern sein. Dies würde erklären, warum Kinder seit einigen Jahrzehnten durchschnittlich früher in die Pubertät kommen. Verantwortlich für diesen Effekt ist vermutlich nicht der Inhalt, sondern das Licht und die Strahlung, die von den Geräten abgegeben wird.

Fernsehstrahlung hat körperliche Auswirkungen
Die Mehrzahl der bisherigen Studien untersuchte vor allem die psychologischen Auswirkungen des Fernsehens und nicht die körperlichen. Die aktuelle Untersuchung wurde an 74 Kindern im Alter zwischen sechs und 12 Jahren durchgeführt, wobei von einem durchschnittlichen Fernsehkonsum von drei Stunden pro Tag ausgegangen wurde. In der Untersuchungswoche wurde sie aufgefordert, mehr zu konsumieren. Dann folgte eine Woche lang der Entzug von Fernseher, Computer und Videospielen und die Eltern wurden gebeten, die Verwendung von künstlichem Licht zu reduzieren.


Fernsehentzug verändert Hormonspiegel
Am Ende der Untersuchung lag der Melatonin-Spiegel um 30 Prozent über dem am Anfang gemessenen Wert. Ein markanter Anstieg zeigte sich vor allem bei ganz jungen Kindern. Andere US-Studien haben bereits einen Zusammenhang von vermehrtem Fernsehkonsum und der Zahl der frühen sexuellen Erfahrungen und Teenager-Schwangerschaften bewiesen. Melatonin ist auch bekannt für Auswirkungen auf das Schlafverhalten. Die jetzige Untersuchung in der Toskana könnte auch Aufschlüsse über Schlafstörungen bei Kindern geben, da eine mögliche Verbindung zu Medienkonsum bestehen könnte.


Ersatzprogramm für kleine Fernsehgucker
Zu Beginn der Studie hatten Eltern und Großeltern der Probanden jedoch mit Nebenwirkungen zu kämpfen, nämlich wie sie die Kinder ganz ohne Fernsehen beschäftigen können. Vereinzelt sollen kleinere Kinder ohne Fernseher sofort zu weinen begonnen haben. Ein Ersatzprogramm mit Lesen, Brettspielen und Outdoor-Aktivitäten konnte dagegen aber bald Abhilfe schaffen. Eltern ermunterten ihre Kinder zusätzlich, vermehrt Radio zu hören und organisierten Lesungen.

 

29.06.04 10:38

16591 Postings, 7366 Tage chrismitzbilanz, solltest vielleicht öfters TV schauen?!

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