Ferienjobs - "So schlimm war's noch nie"

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eröffnet am: 19.08.03 19:57 von: JoBar Anzahl Beiträge: 7
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19.08.03 19:57

3010 Postings, 6414 Tage JoBarFerienjobs - "So schlimm war's noch nie"

19.08.2003   08:47 Uhr  


Ferienjobs - "So schlimm war's noch nie"

Die Massenarbeitslosigkeit erreicht die Ferienjobber: Studenten finden in den Semesterferien kaum noch Arbeit. Von Olaf Przybilla
 
 
(SZ vom 19.8.2003) Manchmal weiß Friedlinde Zitzmann wirklich nicht mehr, ob sie sich da den richtigen Beruf ausgesucht hat. Früher hat ihr die Vermittlung von Studentenjobs in Würzburg ja noch richtig Spaß gemacht. So vor fünf Jahren, da konnte sie sogar sämtlichen Ägyptologie-Studenten einen Job am Bau, am Tresen oder doch wenigstens am Fließband anbieten.

Heute bekommt sie nicht mal mehr den studierenden Betriebswirt im sechsten Semester unter. Und da nutzte es auch nichts, dass sie vor den Semesterferien eine Annonce in die örtliche Zeitung gesetzt hat, um auf die Not der Würzburger Studierenden hinzuweisen. Zwei Jobs hat sie derzeit zu vergeben: Einer davon in den Weinbergen Würzburgs, aber erst für Mitte September. Und für den anderen, da ist eine Krankenpflegeausbildung erforderlich.


„So schlimm war es noch nie“, stöhnt Zitzmann. Permanent diese Telefongespräche, „wo du wieder nur deinen Text aufsagen kannst“. Und zwar, dass wieder kein Angebot rein gekommen ist. Das macht mürbe. Dass Würzburger Firmen ihr vor den Ferien einen Schlag Jobs anbieten, die sie dann unter studentische Volk verteilen darf, gehört unlängst der Vergangenheit an.

Flaute am Fließband

Mittlerweile kommen sogar auch diejenigen zu ihr, die sich früher auf die sichere Vermittlung von Papa verlassen konnten. Zum Beispiel in die Würzburger Firma König & Bauer: Die hat sonst immer sechzig Studierenden, Kindern von Angestellten, Lohn und Brot gegeben – in diesem Jahr aber keinem einzigen. Des Betriebsfriedens wegen, erklärt Personalreferent Alfred Reitzenstein. Der drittgrößte Druckmaschinen-Hersteller der Welt arbeitete bis Juni kurz. Kündigungen stehen auch ins Haus, da sind Ferienjobber einfach „innerbetrieblich nicht darstellbar“. Man habe sich darauf geeinigt, einfach keinen Studenten zu beschäftigen.


» Die Studenten sind nun mal das letzte Glied in der Ernährungskette. «

„Die Studenten“, erklärt Würzburgs IHK-Geschäftsführer Rudolf Trunk, „sind nun mal das letzte Glied in der Ernährungskette.“ Und ihnen geht die Nahrung aus. Das weiß auch Hans Schreyegg, Studenten-Vermittler im Arbeitsamt München. Grund für die Flaute sei die immer effektivere Lagerhaltung und eine zunehmende Automatisierung in den Betrieben. Helfer-Jobs an Gabelstapler und Fließband werden da einfach knapp.

Der Trend ist in München aber nicht so gravierend wie in Würzburg, jedoch ebenfalls unverkennbar. Seit fünf Jahren nimmt die Zahl der Vermittlungen kontinuierlich ab, in diesem Jahr sind es wieder zehn Prozent weniger als im Vorjahr. „So schlimm wie heuer war es noch nie“, sagt Hans Schreyegg.


60 Bewerber für eine Stelle

Diesen Satz bekommt man im Original genauso vom Kollegen Hans-Christian Litzenberger in Augsburg zu hören. Sechzig Bewerber zählt er derzeit für einen Job. Auf 800 Vermittlungen kam Litzenberger im Juli vor zwei Jahren - heuer waren es genau 300. Die Maschinenbauer und Elektrotechniker bekommt er noch irgendwie unter.

Was ihm fehlt, sind die einfachen Jobs in der Wäscherei, wo er früher den Altphilologen im ersten Semester hingeschickt hat. Und am schwierigsten, sagt Litzenberger, sind die Bewerber vom Akademischen Austauschdienst. Wo er einen Germanisten schon mal drei Abende beim Stadtteil-Event zum Bierbringen unterbringt, scheitert dies bei den ausländischen Stundenten oft an mangelnden Sprachkenntnissen. Genauso ist das bei Gerhard Kien, dem Vermittler am Arbeitsamt in Regensburg. Er ist gerade den allerersten Tag auf seinem Platz, aber eines hat er jetzt schon nach drei Stunden mitbekommen: „Es wird verdammt schwer.“

Positives meldet dagegen Jasmin Faltin aus Nürnberg: Auch bei ihr ist die Lage angespannt, aber immerhin besser als im vergangenen Jahr. 25 Stellen hat sie zu vergeben. Ihr Problem: So etwas spricht sich in diesen Tagen schnell herum und deshalb kommen jetzt immer mehr Bewerber aus den benachbarten Unis, vor allem aus Thüringen.

Michael Gerdschwager, der privat unter www.studenten-vermittlung24.de bundesweit Jobs vermittelt, klagt nicht: Immerhin 100 sind es derzeit pro Monat. Aus Würzburg oder Regensburg sollte man allerdings nicht unbedingt kommen - da hat auch Gerdschwager momentan leider auch nichts im Angebot.
 

19.08.03 20:04

176446 Postings, 6760 Tage GrinchJa. Kann man sogar sehen.

Die Kneipen sind nicht so voll wie früher. Traurig aber war.  

19.08.03 20:07

3010 Postings, 6414 Tage JoBarOh, ein sinnvolles Posting vom Grinch :) o. T.

19.08.03 20:11

176446 Postings, 6760 Tage GrinchNa weil es halt grad mal die Frankenmetropole

betrifft.

Ich überleg mal was man da tun könnte... vielleicht ein Gewinnspiel. Zum Beispiel:

Aus allen Firmen die einen Sudie einstellen, zieht man 10 Stück. Denen wird dann der Studie bezahlt und sie bekommen einen Werbeetat von ca. 5000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Werbefirma an die der Auftrag für die Werbedingens vergeben wird, soll aber auch einen Studie beschäftigen.

Im übrigen liegt es daran, dass die Stadt pleite ist und deshalb die Investitionen zurück gefahren hat.  

19.08.03 20:16

3010 Postings, 6414 Tage JoBarWenn die Stamm-Manschaft schon Däummchen

dreht bzw. geschrumpft wird, dann lockt dieses Angebot kaum :(

J

PS Kannst Du Dir eine Zweit-ID für sinnvolle Postings zulegen :)  

19.08.03 20:21

176446 Postings, 6760 Tage GrinchWenn man da noch ne Feier mit dran hängt.

Das ganze in der Mainpost breittritt etc. dann finden sich da sicher Unternehmen. Ausserdem stellen die Studenten einen nicht unerheblichen Teil der Einwohner da. Würzburg ist nunmal Universitätsstadt. Vielleicht mach ich da auch gleich morgen mal was. Such eine Tagesmutter für meine Nichte. Da wär ne Pädagogikstudentin oder ein ebensolcher Student doch nicht schlecht... denk ich mir mal.

Über KöBau sag ich mal nix... Kenn zu viele die da jetzt seeeehr wenig arbeit haben.

Und ich werde mir garantiert keine 2 ID zulegen. Komm schon mit dieser einen kaum klar.  

19.08.03 20:35

16448 Postings, 7074 Tage chrismitz*ggg* einmal witzig bitte! o. T.

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