Familienwahnsinn zu Weihnachten, mir reichts

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eröffnet am: 29.12.01 17:26 von: vega2000 Anzahl Beiträge: 1
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29.12.01 17:26

Clubmitglied, 44303 Postings, 7314 Tage vega2000Familienwahnsinn zu Weihnachten, mir reichts

Mannomann, mein Kopf, dieser verdammte Glühwein schon wieder, oder war?s Sekt? Wo war ich eigentlich gestern Abend? Ach ja, bei den Obermaiers, es gab Fondue und dazu den selbst mitgebrachten Prosecco ? Geschenk vom Michi, den wir vorgestern zum Fondue eingeladen hatten. Wobei der Michi, der alte Geizkragen, den teuren Prosecco nie und nimmer selber gekauft hat. Ich hab?s genau gesehen, dass er bei der Karin, wo wir am Samstag waren (ich glaube, es gab Fondue), vom Robbi ein flaschenförmiges Präsent überreicht bekam. Aber ist ja auch wurscht, viel mehr beschäftigt mich die Frage, was ich heute Abend zur Geburtstagsparty vom Frank mitbringen soll ? einer von diesen Kerlen, die schon alles haben. Im Geschenkeshop in der Sendlinger Straße gibt es so einen Korkenzieher aus Titansilber, der in der Weltraumforschung gründlich getestet wurde ? vielleicht wär der was. Wahrscheinlich beteilige ich mich doch am Geschenk der anderen Freunde, einem Fondue-Gerät mit neun beweglichen Saucenschalen.

So geht das nun schon seit zwei Wochen, jeden Tag woanders hin, vom Familien-Wahnsinn an Weihnachten nicht zu reden. Haben wir eigentlich schon bei Katrin und Heinz vorbeigeschaut zum Hallo sagen & Geschenke abgeben (Designer-Obstschale aus blauem Acryl, Krawatte mit Nilpferdmuster, beides unbrauchbare Geschenke von Stephan)? Die beiden sind übrigens richtig langweilig geworden, seitdem sie Kinder haben, wie heißen die gleich wieder? Ach ja, Lea und Loris, schreckliche Nervensägen, aber seit Weihnachten wunderbarerweise total still, weil sie täglich 16 Stunden Gameboy spielen. Anne hat neulich Zwillinge zur Welt gebracht, und trotzdem will sie übermorgen schnell bei Kai reinschauen ? ?ich glaube, er macht Fondue, ihr kommt auch, oder??

Klar kommen wir, alle kommen überall hin, alle überreichen allen originelle Geschenke, jede begrüßt jeden mit Bussis und schrankenloser Begeisterung (?toooooll?) über neue Outfits, neue Babys und andere wichtige Errungenschaften. Es ist, als seien zwischen Weihnachten und Neujahr die Menschen von einem aggressiven Gefühlsvirus befallen, der sie dazu bringt, sich gegenseitig zu besuchen, einander in die Arme zu fallen und Nettigkeiten auszustoßen. Das Ganze kulminiert an Silvester in einer Knutsch-Orgie, in deren Verlauf sich auch wildfremde Leute unter dem Friedensengel und auf den Isarbrücken küssen.

Am 1. Januar wird mit dem Kater die alte Distanz erwachen. Aber vorher essen wir noch ein kleines Silvester-Fondue.
 

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