Europa und die Globalisierung

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 26.11.05 19:06
eröffnet am: 14.09.05 15:32 von: Müder Joe Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 26.11.05 19:06 von: zorroc Leser gesamt: 290
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

14.09.05 15:32

2683 Postings, 6273 Tage Müder JoeEuropa und die Globalisierung

Herauforderung für die Linke:

Es gewinnt der, der vereint, nicht der, der die Teilung propagiert.


In einer globalisierten Welt muss man die Rechnung aufmachen, mit einem Weltmarkt.

Wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt schon sagte: ?Die Probleme, die wir heute haben, sind hausgemacht. Die Globalisierung hat uns noch nicht erreicht.?

Die Globalisierung würde Milliarden von Menschen Zugang zu Gütern und Lebensmitteln verschaffen, während wir gleichzeitig Hunderte von Millionen verhungern lassen.

Die Globalisierung ist in unseren täglichen Wortschatz getreten wie das Amen in der Kirche. Das Amen hat noch keinem geholfen, vor dem Verhungern gerettet zu werden, und ähnlich ist es mit dem Unwort des Jahrtausends: Globalisierung.

Was jedoch wichtig ist, ist folgendes:

Alles ist global: Produktion, Handel, Mobilität, Kommunikation, Bekanntschaften ? und die Regierungen, was machen die? Die argumentieren lokal, national. Das ist irrelevant.

Die Frage für mich ist:

Halten die uns alle für blöd, oder sind die selbst bescheuert?


Egal, was geantwortet wird: es ist einfach so, dass nur der gewinnt, der zu vereinen weiß, und nicht der, der teilt mit einer Mauer.

Ich habe heute mit einigen Ex-Kollegen von Arthur Andersen gesprochen (das war die WP-Gesellschaft, in der ich tätig war), und alle waren schockiert über den Zustand Deutschtlands: die sog. "Heuschrecken" wurden ja nachgerade hereingelassen von Herrn Müntefering, der die Steuerfreiheit der Beteiligungsverkäufe zugelassen hat. Die Hedgefonds stürzen sich auf unser Land und machen den absoluten Ausverkauf. Über FASB 141 und 142 zahlen die keinen Cent, die Börse in US zahlt das. Und wenn ein Steuerberater in einem mittelständischem Unternehmen eine sog. "endgültige" Aussage für irgendeinen Sachverhalt treffen soll, pinkelt er sich vor Angst in die Hosen.

Das ist Dtld, abgesehen von den Russen und Türken, die an Hauptbahnhöfen oder sonstwo herumlungern.

Ich bin ein Linker, ich war immmer links, aber den Ankündiger "Gerd 'der Maröder' Schröder", den habe ich nie gewählt. Mitsamt seiner Spaßcombo namens Fischer und Buhlman.

Weg damit, egal, was kommt. Lieber ne ehrliche Merkel-Ferkel und nen Schmerz-Herz als diese ANKÜNDIGER.  

14.09.05 15:48

2683 Postings, 6273 Tage Müder JoeMerz, pardon

irgendwie kann ich den Typ nicht ausstehen ... das war ein freudscher Fehler. Er ist nu mal da, so wie das Brandenburger Tor, die Ossis, die Amis und Geschmacksverstärker E 511: alles tut einem nicht gut, aber man muß damit leben.  

26.11.05 14:50

64714 Postings, 7699 Tage Kickydie wandernden Globalisierungsprofiteure

wie Nike,Adidas,Puma lassen in Subunternehmen produzieren und ziehen weiter,wenn es anderswo billiger geht.Zuerst Japan,dann Südkorea,jetzt China...Müller-Wipperfürth war das in den 60er Jahren schon in Marokko...
über Nike,die mittlerweile in Vietnam produzieren,(mit entsprechenden Folgen für die Qualität)habe ich gerade einen interessanten Artikel gefunden
http://www.umwaelzung.de/nike.html  (sollte man lesen!)
1993 lag der Stundenlohn in der Schuhindustrie in den USA zwischen 7 und 8Dollar, in Südkorea etwas über 2 Dollar, in Indonesien zwischen 16 und 20 Cents, in China zwischen 10 und 14 Cents. In einem Paar Nike Pegasus für $70 stecken $1.66 an Arbeitskosten. Nike bezahlt dem Subunternehmer $15, schlägt $23 für sich selbst drauf und verkauft für $38 an den Großhandel

aber auch hier streiken Arbeiter und lassen sich nicht mehr alles gefallen
http://www.umwaelzung.de/aaktuell.html  

26.11.05 16:09

564 Postings, 5504 Tage zorroczu 3

man könnte doch auch frohlocken, dass der Arbeiter in den Produktionsländern überhaupt Arbeit hat und dafür einen Entlohnung erhält, anstatt wie in der Vergangenheit ohne beides da zu stehen. Und warum sollte eine industrieller Prozess anders beginnen (also zu den gleichen Bedingungen stattfinden, wie es alle Industrienationen einst selbst erlebten)?

Aber viel wichtiger ist doch erst einmal die Frage zu beantworten was denn Globalisierung überhaupt ist. Und wer dies mit einfachen Worten erklären und allgemeinverständlich rüberbringen kann, der darf dies auch für so kleine Begriffe wie die Agenda 2010 tun.

Bisher sind das für mich alles nur Begriffe ohne wirklichen Inhalt, die rational erklärbare wirtschaftliche Veränderungen (ausgelöst durch demokratisch gefällte Entscheidungen globale Handelshemmnisse (man könnte aber auch Schutzfunktionen sagen) abzubauen) in eine undurchsichtige Hülle packen, um die negativen Folgen für die Hochlohnländer zu verschleiern und so den politischen Anpassungsprozess nach unten mit s.g. Reformen umsetzen zu können.

Der Abbau von Handelshemmnissen bedeutet nichts anderes, als der Weg in eine globale freie Marktwirtschaft. Die Folgen davon hat der interessierte Schüler im Wirtschaftlehreunterricht der 7. Klasse erklärt bekommen.

So nebenbei muss man sich daher auch nicht wundern, wenn die Rezepte der Wirtschaftsexperten (und in deren Folge die Politiker) nun reihenweise versagen. Diese haben nämlich auch nur gelernt, wie die wirtschaftliche Lage in abgegrenzten Räumen zu bewerten und (bedingt) zu steuern ist.  

26.11.05 16:26

129861 Postings, 6217 Tage kiiwiialso, unter Bismarck war man erkenntnistheoretisch

schon weiter....

....damals wurden zum Schutz der ostelbischen Junker Getreide-Importzölle eingeführt...



MfG
kiiwii

 

26.11.05 18:36

2683 Postings, 6273 Tage Müder Joeuups. soviele Experten.

Muß ich jetzt wirklich soweit nachdenken, daß ich ein Posting verfassen darf, daß auch der letzte Depp kapiert oder sollte ich lieber kotzen. Im vorauseilendem Gehorsam an das Schicksal, das mich eh ereilt?

Ich kotze jetzt einfach.

Bis nachher.  

26.11.05 18:41

129861 Postings, 6217 Tage kiiwiidann hoffen wir mal, daß Du zuvor genügend E 511

Geschmacksverstärker zu Dir genommen hast zwecks Erhöhung des Genusses...

MfG
kiiwii
 

26.11.05 18:46

2683 Postings, 6273 Tage Müder Joe@kiwii: wenn Du mehr weißt als ich,

bitte ich freundlicherweise um Aufklärung.

Ich bin für jede Aussage dankbar, die mir den letzten Rest an Überlebenswillen nimmt.

Im großen Arschlochuniversum namens Deutschland gibt es viel Platz für Kleinscheißer.  

26.11.05 18:50

129861 Postings, 6217 Tage kiiwii"Im großen Arschlochuniversum namens Deutschland

gibt es viel Platz für Kleinscheißer."

Scheinst auch ein warmes Plätzchen gefunden zu haben.
Kannst froh sein. Bukarest ist kälter.


MfG
kiiwii

 

26.11.05 18:58

21799 Postings, 7665 Tage Karlchen_IOlle Kamellen o. T.

26.11.05 19:06

564 Postings, 5504 Tage zorrocDa fragt man sich, wie man mit einer

derart destruktiven Ader, wie Müder Joe sie stellenweise an den Tag legt, bei seinen beruflichen Tätigkeiten glücklich werden konnte. Da war auch wohl eher der helle Schein der Anstoss für sein damaliges Tun. Wohl solange bis die Angelsachsen ihm zeigten, das der Haifisch Zähne und der Mecki ein Messer hat, welches man zwar nie sieht, aber um so deutlicher spürt wenn es im eigenen Rücken steckt.

Naja, Wissen ist Macht und nicht Wissen macht auch nichts, solange man sich noch gut verkaufen kann. Nur das mit dem Links sein kann ich noch nicht ganz nachvollziehen. Das wird man doch nur wenn man unter Minderwertigkeitskomplexen leidet oder jemand einem ganz ordentlich ans Bein gepinkelt hat.  

   Antwort einfügen - nach oben