Euro aus Slowenien ab Januar 2007

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neuester Beitrag: 01.02.07 19:03
eröffnet am: 25.12.06 21:20 von: Knappschaft. Anzahl Beiträge: 6
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25.12.06 21:20
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8451 Postings, 6045 Tage KnappschaftskassenEuro aus Slowenien ab Januar 2007

Euro-Ausweitung: Slowenien führt im Januar 2007 den Euro ein

Die EU-Staats-und Regierungschefs haben auf dem EU-Gipfel vergangene Woche die Aufnahme Sloweniens in die Eurozone gebilligt. Sie folgen damit einer Empfehlung der EU-Kommission und der EZB. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik führt damit als erster der mittel- und osteuropäischen Staaten, die im Mai 2004 in die EU eintraten, den Euro ein. Der Euro-Beitritt Litauens wurde hingegen abgelehnt.

Hindernis für den Euro-Beitritt Litauens ist offenbar die zu hohe Inflation in dem baltischen Land. Unterstützt von Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Lettland wollte die litauische Regierung erklären, am 1. Januar 2007 für den Euro bereit zu sein. Dieses Vorhaben wurde aber offenbar wegen der für Litauen nicht erreichbaren Maastricht-Kriterien aufgegeben.

Nach den im damaligen Vertrag von Maastricht festgelegten Euro-Konvergenzkriterien darf ein Staat nur den Euro einführen, wenn fünf Stabilitätskriterien erfüllt sind:

  1. Das Haushaltsdefizit darf nicht mehr als drei Prozent des Brutto-Inlandsproduktes betragen (Slowenien: 2,1%),
  2. die Staatsverschuldung darf nicht mehr als über 60% des Brutto-Inlandsproduktes betragen (Slowenien: 29,8%),
  3. die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5% über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder liegen (Slowenien: 2,4% bei einer Vorgabe von 2,6%),
  4. die langfristige Zinsen dürfen nicht mehr als zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei EU-Länder mit den niedrigsten Zinssätzen sein (Slowenien: 3,8% bei einer Vorgabe von 5,3%) und
  5. die Währung muß sich zuvor zwei Jahre lang spannungsfrei im EWS bewegt haben.

Das Europäische Währungssystem (EWS) ist eigentlich der Vorläufer des Euros mit der damaligen Recheneinheit "ECU" gewesen; einige mittel- und osteuropäische Beitrittsstaaten haben jedoch ein "EWS II" begründet, an dem auch Slowenien seit 2004 teilgenommen hat.

Schon jetzt müssen Preisauszeichnungen in Slowenien neben der Landeswährung Tolar auch auf Euro lauten. Da der endgültige Umtauschkurs noch nicht feststeht, wird derzeit ein Kurs von 239,64 Tolar für einen Euro verwendet. Die Übergangsfrist Anfang Januar soll nur 14 Tage betragen, d.h. ab dem 14.01.2007 soll der Euro in Slowenien alleiniges Zahlungsmittel sein. Faktisch kann man schon jetzt längst in Euro bezahlen - wie fast güberall im ehemaligen Jugoslawien.

Wie auch andernorts fand der Euro-Beschluß ohne Beteiligung der Bevölkerung statt. Eine Volksabstimmung wurde, wie in der demokratischen EU üblich, nicht durchgeführt.

 

25.12.06 21:37
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8451 Postings, 6045 Tage KnappschaftskassenAussehen der Münzen aus Slowenien

Slowenien

Slowenien gibt ab dem 1.1.2007 eigene Euro-Münzen aus.

Auf der nationalen Rückseite der Münzen ist folgendes abgebildet:

  • 1 Cent: Ein Storch
  • 2 Cent: Der Fürstenstein
  • 5 Cent: ?Sejalec? von Ivan Grohar
  • 10 Cent: Entwurf für ein Parlamentsgebäude
  • 20 Cent: Zwei Lipizzaner
  • 50 Cent: Der Berg Triglav und das Sternbild des Krebses
  • 1 Euro: Primo? Trubar
  • 2 Euro: France Pre?eren

Entwurf der Euro-Münzen Slowenien - Mehr darüber

NominaleJahr / MünzbuchstabeAuflage 
1 Cent2007 
2 Cent2007   
5 Cent2007   
10 Cent2007   
20 Cent2007   
50 Cent2007   
1 EURO2007   
2 EURO2007   

Bewertungen der losen Serien und Kursmünzensätze - Starterkit Slowenien 2007

 

 

01.01.07 20:35
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5497 Postings, 5368 Tage ostseebrise.Slowenien ist 13. Euro-Land

Ljubljana/Brüssel (dpa) - Mit Beginn des neuen Jahres ist Slowenien zum 13. Mitglied der Euro-Zone geworden. Die ersten Stunden des Übergangs von der bisherigen Nationalwährung, dem Tolar, auf den Euro verliefen ohne Probleme.

Auch die Umstellung der Bankautomaten machte keine Schwierigkeiten. "Dies ist ein wichtiger Tag für Slowenien, das als erstes Land seit der EU-Erweiterung im Jahr 2004 den Euro einführt", sagte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia in Brüssel. Die Menschen sollten nun besonders auf versteckte Preiserhöhungen achten. "Da die Slowenen beginnen, mit Euros zu bezahlen und Wechselgeld zu erhalten, möchte ich sie daran erinnern, in den nächsten Tagen und Wochen vorsichtig zu sein und auch auf die Preise zu achten."

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) begrüßte Slowenien in der Euro-Zone. Die slowenische Regierung und Zentralbank hätten sich hervorragend auf den Euro-Beitritt vorbereitet. Die EU-Staaten Zypern und Malta planten die Einführung der Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2008. Die Slowakei wolle den Euro am 1. Januar 2009 übernehmen. "Die deutsche Ratspräsidentschaft wird alle EU- Mitgliedstaaten im kommenden Halbjahr in ihren umfassenden Vorbereitungen zur Annahme des Euro eingehend unterstützen", betonte Steinbrück.

Einer der ersten, der erfolgreich das Funktionieren eines Bankautomaten in Ljubljana erprobte, war Finanzminister Andrej Bajuk. Mitja Gaspari, Gouverneur der Nationalbank, betonte, der Tolar sei eine gute Währung gewesen, der Euro aber sei noch besser.

Slowenien ist als erster der zehn neuen EU-Mitglieder in die Euro-Zone aufgenommen worden. In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik feierten zehntausende Menschen in der Silvestersternacht auf den Straßen. In Ljubljana wurde der Beginn des Euro-Zeitalters mit tausenden blauen und gelben Luftballons gefeiert. Mit den zwei Millionen Slowenen wächst die Eurozone auf eine Bevölkerung von insgesamt 316,6 Millionen Menschen.

Der Tolar wird parallel mit dem Euro noch bis 15. Januar bei Barzahlungen akzeptiert, danach gilt nur noch die europäische Gemeinschaftswährung. Das Umtauschverhältnis von 239,64 Tolar für einen Euro wurde bereits vor zwei Jahren festgesetzt.

Vier Stunden nach Mitternacht waren knapp drei Viertel aller Bankautomaten auf Euro umgestellt. Auf den Tankstellen konnten die Kunden schon wenige Minuten nach Euro-Einführung den Treibstoff in der neuen Währung bezahlen. Auch die Umstellung an den Autobahn- Mautstellen erfolgte schnell. Slowenische Banken legten am Neujahrstag Sonderschichten ein, um der Bevölkerung zusätzliche Möglichkeiten zum Umtausch der scheidenden Nationalwährung Tolar in Euro zu ermöglichen.


 

01.02.07 14:07
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8451 Postings, 6045 Tage KnappschaftskassenÄrger um Sloweniens Zwei-Cent-Münze

31. Januar 2007 - Ärger um Sloweniens Zwei-Cent-Münze
Haider sei Dank! Gäbe es den strammen Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider nicht, dann wäre die Euro-Einführung im Nachbarland Slowenien ganz und gar reibungslos über die Bühne gegangen. Doch so gab es Ärger. Grund: die slowenische Zwei-Cent-Münze.

LJUBLJANA. Fast hätte im restlichen Europa womöglich niemand bemerkt, dass die Slowenen die ersten Osteuropäer sind, die nun auch ganz offiziell mit dem Euro einkaufen gehen können. Schließlich benötigten die zwei Millionen Slowenen für den Anfang das überschaubare Sümmchen von 2,28 Milliarden Euro. So etwas erzeugt selbst bei den Währungshütern der Europäischen Zentralbank keine hektischen Flecken im Gesicht.

Dank Haider gibt es aber wenigstens eine kleine Unstimmigkeit am Rande ? und die geht so: Die Zwei-Cent-Münze, die sich die Slowenen gegeben haben, trägt auf ihrer Rückseite die Abbildung des Karnburger Fürstensteins. Das ist der Kopf einer ehemals römischen Säule, auf der im siebten Jahrhundert jene Fürsten zu hocken hatten, die Karantanien regieren wollten.

Das Land hat geographisch viel mit dem heutigen Kärnten gemeinsam, weswegen Haider den Stein zum Nationalheiligtum erklärte, ihn aus einem abseitigen Platz im Museum in den Eingang des Klagenfurter Landtags verfrachten ließ und vermutlich am liebsten auch seinen Amtseid darauf hockend abgelegt hätte.

Dass ausgerechnet dieses Symbol Kärtner Nationalgeschichte nun die Slowenen auf ihre Münze prägen, hängt mit dem Umstand zusammen, dass die Fürsten damals in slawischer Sprache vereidigt wurden. Karantanien stand unter slawischem Einfluss, bevor es später an Bayern fiel, weswegen das bröckelige Säulenfragment eben auch von den Slowenen als ein früher Beweis ihrer Eigenstaatlichkeit verehrt wird. ?Und Grenzen?, so legte das slowenische Parlament in einer Replik auf Haider nach, ?sind schließlich zum Überwinden da.?

Damit ist die Episode vorbei, die den Slowenen mehr europäisches Bewusstsein attestiert als dem Kärtner Spitzenmann. In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana konnte in der Neujahrsnacht die Euro-Party ungestört ihren Lauf nehmen. Die Geldautomaten legten für zwei, drei Stunden eine Pause ein, dann spukten sie gegen viertel nach eins brav die druckfrischen Euro-Noten aus. ?Geh mit Gott, Tolar?, hatte die größte slowenische Zeitung am Tag zuvor getitelt und damit freundlich von jener Währung Abschied genommen, die das Land als Symbol seiner Unabhängigkeit vom zerfallenden Jugoslawien im Oktober 1991 eingeführt hatte.

Viel Trauerarbeit war nicht nötig: ?Behalten Sie ihn als Souvenir?, lacht der Mann hinter dem Schalter, der kurz hinter der österreichisch-slowenischen Grenze am Tag vor dem Jahreswechsel die Autobahngebühr kassiert und ein Zehn-Tolar-Stück als Wechselgeld herausrückt.

Tonnenweise ist das neue Geld in den vergangenen Wochen per Flugzeug aus Wien herbeigeschafft worden. Die Nationalbank dort ist stolz, zur ?Drehscheibe für die Euro-Versorgung in Osteuropa? zu werden, wie der zuständige Direktor sagt. Slowenien war ein Testfall, andere werden ? allerdings nicht allzu bald ? folgen.

In den Geschäften der slowenischen Hauptstadt gibt es längst zwei Währungen, die an der Kasse akzeptiert werden. Alle Preisschilder nennen zuerst die Euro- und dann etwas kleiner die Tolarsumme. Ansonsten wären gute Kopfrechner gefragt, denn der Kurs von 239,64 Tolar, die einen Euro ergeben, ist alles andere als rund.

?Der Tolar?, sagt Damjan Kozamernik, Chefvolkswirt der slowenischen Nationalbank, dem Handelsblatt, ?hat sich ordentlich entwickelt.? Nun aber hätten die Slowenen begriffen, dass ihre Wirtschaft stabil genug sei, um ins Euro-System integriert zu werden. Sie wollten es auch, fügt er hinzu und zitiert Umfragen, in denen sich rund zwei Drittel der Slowenen für die Einführung des Euros ausgesprochen haben.

Nicht ohne Stolz stellt Kozamernik fest, dass die Slowenen ein Beispiel abgäben, das zum Nachahmen anregt. ?Slowenien zeigt, dass es durch eine glaubwürdige und zielgerichtet Wirtschaftspolitik möglich ist, die Kriterien für die Euro-Einführung zu erfüllen.?

Quelle: www.handelsblatt.com
 

01.02.07 14:15

14478 Postings, 5219 Tage NurmalsoDass die den echten Euro eingeführt haben,

sieht man daran, dass dort sofort die Preise in den Kneipen gestiegen sind.  

01.02.07 19:03

9046 Postings, 7309 Tage taos2 Euro Stücke gibt es auch

in der Türkei günstig. Da versuchen die Kinder immer zu wechseln.


Taos

The Web killed the radio Star
 

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