Erwerbslose: + 480.000 in einem Monat

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eröffnet am: 31.03.05 11:32 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 10
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31.03.05 11:32

21799 Postings, 7559 Tage Karlchen_IErwerbslose: + 480.000 in einem Monat

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Statistisches Bundesamt


Pressemitteilung vom 31. März 2005

 

 

ILO-Arbeitsmarktstatistik Februar 2005

 

WIESBADEN ? Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist die Zahl der Erwerbstätigen im Februar 2005 gegenüber dem Vormonat um 45 000 Personen (+ 0,1%) gestiegen. Die Zahl der Erwerbslosen nahm um rund 480 000 Personen (+ 12,1%) zu. Damit standen dem Arbeitsmarkt im Februar 2005 über eine halbe Million mehr (+ 1,2%) Erwerbspersonen zur Verfügung als im Vormonat.

 

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutsch­land im Februar 2005 bei 38,54 Mill. Personen, das waren gut 200 000 Arbeitskräfte mehr als im Februar 2004. Die Erwerbstätigenquote, der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren, lag bei 67,6% und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

 

Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, waren im Februar 2005 in Deutschland 9 000 Personen mehr erwerbstätig als einen Monat zuvor, nach einem saisonbereinigten Zuwachs um 15 000 Erwerbstätige im Januar 2005.

 

Hinter dem leichten Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen insgesamt verbergen sich anhal­tende Verschiebungen in der Beschäftigungsstruktur. Während Mini-Jobs und die durch die ?Hartz-Gesetze? geförderten Ich-AGs und Zusatzjobs auch im Berichtsmonat Februar 2005 zunahmen, ist die Zahl konventioneller sozialversicherungspflichtiger Beschäfti­gungen nach wie vor rückläufig.

 

Nach Ergebnissen der Telefonerhebung des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbslosen im Februar 2005 bei rund 4,47 Mill. Personen und somit um 480 000 Per­sonen über dem Ergebnis des Vormonats. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, stieg gegenüber Januar 2005 um einen Prozentpunkt auf 10,4%.

 

Der deutliche Anstieg der Erwerbslosigkeit betrifft alle betrachteten Bevölkerungsgrup­pen, besonders jedoch die Frauen. Deren Erwerbslosenquote stieg um 1,4 Prozent­punkte auf 10,5% und lag im Berichtsmonat höher als die der Männer (10,3%). In Ost­deutsch­land stieg die Erwerbslosigkeit weniger stark als in Westdeutschland, bewegt sich aber nach wie vor auf deutlich höherem Niveau.

 

Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Ver­änderungen der ILO-Arbeitsmarktzahlen konjunkturbedingt wären. Ein großer Teil des im Februar 2005 beobachteten Anstiegs der Erwerbslosigkeit in Deutschland insgesamt erklärt sich durch die üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen. Jedoch ist auch die saisonbereinigte Zahl der Erwerbslosen, die nach geschätzten Ergebnissen ermittelt wurde, gegenüber dem Vormonat um 60 000 Personen gestiegen.

 

Dafür kann zum einen das in diesem Februar außergewöhnlich kalte Wetter verantwort­lich gemacht werden, durch das in einigen Branchen weniger Arbeitskräfte benötigt wur­den als es üblicherweise im Februar der Fall ist.

 

Zum anderen dürfte die Arbeitsmarktpolitik mit der Hartz IV-Reform Verhaltensänderun­gen bei direkt oder indirekt betroffenen Personen bewirkt haben. Insbesondere wurden Personen, die im Vormonat noch nicht auf dem Arbeitsmarkt aktiv waren, durch die ver­änderten Rahmenbedingungen aktiviert. Viele von ihnen suchen nun aktiv nach einer Erwerbstätigkeit und stehen auch unmittelbar für eine Tätigkeit zur Verfügung. Gemäß dem ILO-Konzept werden diese Personen als Erwerbslose gezählt.

 

31.03.05 11:37

16568 Postings, 6603 Tage MadChartDen ersten Absatz versteh ich nicht o. T.

31.03.05 11:39

21799 Postings, 7559 Tage Karlchen_IGanz einfach.

Bei vielen ist der Winterschlaf zu Ende.  

31.03.05 11:47
1

1380 Postings, 7587 Tage volvicganz einfach

im februar sind 480k plus 45k leute in die gruppe der "erwerbsfähigen" hinzugekommen. die mehrheit dieser leute hat keinen job - daher zusätzliche arbeitslose. eine minderheit hat aber einen job, daher 45k neue mit job.

lies den ganzen artikel mal durch, dann geht dir auch das licht auf zu welchen logischen verschiebungen es aktuell kommt.

kurzum: das schiff sinkt weiter, aber die panikzahlen in bildzeitung und co sind natürlich überzeichnet, viel ist eine reine verschiebund aus der sozialhilfe.

volvic  

31.03.05 11:49

4056 Postings, 7215 Tage Nobody IIDer Staat schafft Arbeit

Kommunismus wir kommen.

Gruß
Nobody II  

31.03.05 11:59

Clubmitglied, 44112 Postings, 7274 Tage vega2000Verlogene Politik

Schwarz/Schwarz kann es nicht mehr erwarten die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Um den Druck auf die Regierenden zu erhöhen werden weiterhin arbeitsunfähige Sozialempfänger in die Statistik geschoben. Bis zur endgültigen Klärung dieser Methode werden Angie & ihre Komplizen mit ausgestreckten Zeigefinger auf Rot/Grün zeigen. Der Normalbürger blickt die Hintergründe nicht & wird den Schuldzuweisungen von Schwarz/Schwarz beipflichten.
Die Tatsache, dass sich die Parteien immer mehr mit sich selbst beschäftigen wird durch dieses handeln manifestiert.

Saubande  

31.03.05 12:01
1

33545 Postings, 7285 Tage DarkKnightWas wohl Jennifer Lopez dazu sagen würde? o. T.

31.03.05 12:06

1380 Postings, 7587 Tage volvicwieso erst jetzt?

das machen die banden doch schon EWIG so - sich mit sich selbst beschäftigen und den wähler umgarnen.

davon ab - hartz4 hat die rot/grüne regierung beschlossen. die verschiebungen von sozi zu arbeitlos SOLL so sein, das war gewollt. was nicht gewollt war ist zigtausende arbeitsunfähgie in ALG2 zu verschieben, um auf kommunaler ebene geld zu sparen. aber diesen trick wenden rote wie schwarze kommunen genauso an.

ich find das eh alles albern, linke tasche rechte tasche. viel labern, wenig fortschritt, wenig veränderung. und der kann sinkt weiter. langsam aber stetig. wie gut, dass ich auf sozialtransfers nicht angwiesen bin. wenn dieser staat am ende ist, gehen ich und andere mobile leistungsträger einfach woanders hin (ausland). zurück bleiben vielleicht 20 mio leute die auf sozialtransfers anderer angewiesen sind. die werden dann ein ganz neues leben entdecken. da gehts nicht mehr darum ob pro monat 300, 400 oder 500 euro zum leben reichen, sondern wie man diese woche nochmal ein bischen reiss in die schüssel bekommt.

für alle die mal einen augenöffner brauchen, geht mal nach afrika, bspw. ägypten, eigentlich egal. DORT kann man sehen was wirklich eine deutliche SCHERE zwischen ARM und REICH ist. der eine, hat gerademal noch einen zahn, kaum was zu beissen und lebt auf der gosse im dreck. der andere hat  dutzende autos und häuser ... sowas gibts!

volvic  

31.03.05 12:18

21799 Postings, 7559 Tage Karlchen_INur 20 Mio.? o. T.

31.03.05 13:10

741 Postings, 5961 Tage rotfrontDer Arbeitsmarkt auf einen Blick

Der Arbeitsmarkt auf einen Blick

Nürnberg - Die wichtigsten Zahlen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt auf einen Blick:

Aktuell ++ Vormonat ++ Veränderung
(März 05) (Feb. 05) zum Vorjahr

Arbeitslose absolut 5 175 577 ++

5 216 434 ++ + 13,8 %

Arbeitslosenquote 12,5 % ++ 12,6 % ++ (Vorj. 10,9 %)

Jüngere unter 25 Jahren 664 540 ++ 679 903 ++ + 27,9 %

Ältere über 55 Jahren 584 104 ++ 580 471 ++ + 19,5 %

Langzeitarbeitslose 1 818 233 ++

1 808 401 ++ + 9,7 %

Offene Stellen 393 591 ++ 333 311 ++ + 21,8 %

Arbeitslose West 3 395 932 ++

 3 421 208 ++ +18,3 %
Quote 10,3 % ++ 10,4 % ++

 (Vorj. 8,7 %)

Arbeitslose Ost 1 779 645 ++

1 779 226 ++ + 6,2 %
Quote 20,6 % ++ 20,7 % ++

(Vorj. 19,2 %)

 Welt.de


Artikel erschienen am Do, 31. März 2005

WELT.de 1995 - 2005
 

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