Erheblich mehr Aufträge für die deutsche Industrie

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neuester Beitrag: 07.02.05 21:56
eröffnet am: 07.02.05 21:32 von: Happy End Anzahl Beiträge: 2
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07.02.05 21:32

95440 Postings, 7079 Tage Happy EndErheblich mehr Aufträge für die deutsche Industrie



Die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe haben im Dezember erheblich mehr Bestellungen erhalten als im November. Das preisbereinigte Auftragsvolumen stieg um 7,1 Prozent. Einen so starken Anstieg hat es nach den Statistiken der Deutschen Bundesbank seit Februar 1991 nicht gegeben.


Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit erhielten die Unternehmen im Dezember überdurchschnittlich viele Großaufträge vor allem für Investitionsgüter, die den Auftragseingang nach oben verzerren. Dabei kamen die Aufträge aus dem Inland (plus 8,8 Prozent) und aus dem Ausland (plus 5,3 Prozent).

Eine stärkere Binnennachfrage?

Volkswirte sehen in den guten Daten ein Indiz für eine stärkere Belebung der Binnennachfrage. Der Miniabschwung, in den Deutschland und der Euro-Raum im zweiten Halbjahr 2004 gerutscht seien, nähere sich dem Ende, sagte Thomas Hueck von der Hypovereinsbank. Die Bankvolkswirte warnten indes, die Daten zu optimistisch zu sehen. Im Umfragedurchschnitt hatten sie nur 1,5 Prozent Zuwachs erwartet.

Neben den Großaufträgen hat zu dem starken Auftragszuwachs beigetragen, daß die Unternehmen im November deutlich weniger Bestellungen erhalten hatten. Eine positive Gegenbewegung wurde deshalb für Dezember erwartet. Ebenso wird nun für den Januar eine negative Gegenbewegung bei den Bestellungen erwartet, auch weil in vielen Unternehmen wegen der Lage der Feiertage zwischen Weihnachten und Neujahr womöglich durchgearbeitet wurde. Dieser Kalendereffekt wird durch die Saisonbereinigung der Daten nicht ausgeglichen.

Großaufträge in Westdeutschland

Vor allem die Hersteller von Investitionsgütern erzielten im Dezember erheblich mehr Bestellungen. Das Auftragsvolumen aus dem Inland stieg um 17,8 Prozent gegenüber November, das aus dem Ausland um 8,9 Prozent. Die dahinterstehenden Großaufträge erhielten westdeutsche Unternehmen; sie lassen vermuten, daß die Industrieproduktion im ersten Vierteljahr 2005 einen Schub erhält. Das starke Plus der inländischen Bestellungen ist nicht durch Airbus-Großaufträge oder durch die China-Reise des Bundeskanzlers zu erklären. Ökonomen vermerkten zudem als positiv, daß die Nachfrage nach Konsumgütern den vierten Monat nacheinander zulegte. Im Zweimonatsdurchschnitt November/Dezember zu September/Oktober ergab sich ein Plus von 4,6 Prozent.

Allgemein wurden die Daten als Zeichen einer sich belebenden Binnennachfrage interpretiert. Deutlich wird dies auch am Auftragseingang im vierten Quartal. Die inländischen Bestellungen stiegen um 3,1 Prozent, während die Auslandsaufträge stagnierten. Geschäftsklimaumfragen im verarbeitenden Gewerbe, die bis Januar vorliegen, weisen auf eine andauernde bis leicht beschleunigte wirtschaftliche Belebung hin. Das Bundeswirtschaftsministerium sprach am Freitag von einer robusten Industriekonjunktur.

Quelle: < ahref=http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E4E2ABD6E953B4E90A374E7DE67875BEB~ATpl~Ecommon~Scontent.html>faz.de  

07.02.05 21:56

5698 Postings, 6528 Tage bilanzEs wird ja auch höchste Zeit!


Aus der FAZ ist ja eine rennomierte Zeitung.
Finde ich gut, es wird wirklich höchste Zeit, dass sich die Deutschen
auch wieder einmal etwas leisten.
Ein Silberstreif - dank Rot/Grün?
Gerd und Clemens - sie haben einfach alles im Griff.
 

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