Endlich: Spielplätze für kiiwii, bilanz & Co

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eröffnet am: 14.12.06 23:12 von: Happy End Anzahl Beiträge: 7
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95440 Postings, 7267 Tage Happy EndEndlich: Spielplätze für kiiwii, bilanz & Co

SPIEGEL ONLINE - 08. Dezember 2006, 09:43
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,453052,00.html

SPIELPLÄTZE FÜR RENTNER

"Senioren wollen gern mal schaukeln"

Spielplätze für Senioren will Nürnbergs 2. Bürgermeister Horst Förther (SPD) ab 2007 in der Frankenmetropole bauen lassen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über Hexenschuss auf dem Kinderspielplatz, Federball für Alte und die Angst vorm Schaukeln.

SPIEGEL ONLINE: Herr Förther, Deutschland hat Nachwuchssorgen, die Politik müht sich um Anreize fürs Kinderkriegen und zahlt Elterngeld, kostenlose Kita-Plätze werden diskutiert. Und Sie fordern Seniorenspielplätze. Was ist denn da los in Nürnberg?

'Nürnbergs Stadt Nürnberg

Nürnbergs 2. Bürgermeister Förther: "Habe Angebote aus China vorliegen"

Förther: Natürlich müssen wir ein besonderes Augenmerk auf die Kinder legen, das ist klar. Aber wir haben eine sehr stark wachsende Bevölkerungsgruppe: die Senioren. Zum einen haben sie viel Freizeit, zum anderen wollen und sollen sie sich ihre Gesundheit erhalten. Und für beides eignet sich ein Seniorenspielplatz.

SPIEGEL ONLINE: Was verstehen Sie unter einem solchen Spielplatz?

Förther: Im Innenstadtraum kann das ein kleiner Platz sein mit zwei, drei Trimmgeräten. Vielleicht mit einer Ecke, wo man Schach oder Karten spielen kann. In den Außenzonen einer großen Stadt wie Nürnberg könnte man auch richtige Sportplätze schaffen, wo sich die Senioren warmlaufen und dann Federball oder auch Boccia spielen können. Allerdings plädiere ich eher für die Innenstadt, Senioren brauchen kurze Wege.

SPIEGEL ONLINE: Rutschen und Schaukeln für die alten Herrschaften haben Sie jetzt nicht genannt. Warum nicht?

Förther: Ursprünglich wollte ich diese Geräte ausschließen. Ich dachte, so etwas wäre den Älteren eh zu kindlich. Aber jetzt haben mich doch schon einige Senioren angerufen, die sagen, sie wollten gerne mal schaukeln, würden sich das aber auf den Kinderschaukeln nicht trauen. Das hat mir zu denken gegeben.

SPIEGEL ONLINE: Sie denken an so eine Art altersgerechte Schaukel?

Förther: So ist es. Die müssen natürlich auch gewichtsgerecht sein. Ich hab auch immer Angst, dass ich die Verankerungen rausbreche, wenn ich mich mit meiner Enkelin mal draufsetze.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind Sie denn überhaupt auf die Idee für Seniorenspielplätze gekommen?

Förther: Ich war bei der Vorbereitung der Landesgartenschau in Neu-Ulm, und dort berichtete eine Landschaftsarchitektin von ihren Überlegungen zu Freigelände und generationenübergreifendem Sport. Und da ist mir die Idee gekommen.

SPIEGEL ONLINE: Wie geht es jetzt weiter?

Förther: Vor zwei Wochen habe ich in der Sportkommission über meine Pläne berichtet. Doch von der Idee zur Verwirklichung dauert es naturgemäß bei den Kommunen etwas länger: Wir entwickeln jetzt ein Konzept. Dann brauchen wir Stadtratsbeschlüsse und das Ganze muss auch noch in den Haushalt eingestellt werden. Das ist ein Zeithorizont von rund einem Jahr. Aber bis dorthin hoffen wir, schon einige Projekte auf die Bahn gebracht zu haben.

SPIEGEL ONLINE: Wie viele Spielplätze stellen Sie sich vor?

Förther: Man muss mit ein oder zwei Plätzen beginnen. In Nürnberg werden pro Jahr etwa drei Spielplätze für Kinder neu gebaut. Wenn man darüber einen Einstieg finden könnte, dann wäre ich schon sehr zufrieden. Und wenn es gut angenommen wird, kann man über mehr nachdenken.

SPIEGEL ONLINE: Das heißt, es gibt erstmal gemeinsame Plätze für Kinder und Senioren?

Förther: Wir prüfen das. Man könnte zusätzliche Trimmgeräte für Senioren auf Kinderspielplätzen aufstellen. Also wenn ich mit meiner Enkelin auf den Spielplatz gehe, dann kann ich sie höchstens mal die Rutsche hochheben oder kann sie schaukeln. Wenn ich selber was machen könnte, hätten wir beide unseren Spaß.

SPIEGEL ONLINE: Auf Spielplätzen gilt oft eine Altersbegrenzung. Würden Sie vor reine Seniorenspielplätze ein Schild stellen: "Unter 60-Jährigen ist der Zutritt verboten"?

Förther: Nein, wir wollen da keine Altersgrenze setzen. Jeder, der sich als Senior fühlt, der kann natürlich auf einen solchen Platz gehen. Vielleicht könnte man ja auf den gemischten Spielplätzen verfügen, dass das Betreten nur in Begleitung der unter 14-jährigen Kinder erlaubt ist (lacht).

SPIEGEL ONLINE: Wo wollen Sie die seniorengerechten Spielgeräte eigentlich herbekommen?

Förther: Ach, da gibt es eine ganze Menge Hersteller. Einige haben sich schon bei mir gemeldet. Ich habe sogar diverse Angebote per Fax aus China vorliegen. Gerade was Seniorensport angeht, hat China scheinbar eine ganz andere Tradition, es gibt dort viele Geräte. Ich selbst war vor zehn Jahren in Hongkong, da wird jener Sport teilweise öffentlich getrieben, der bei uns im Verein angeboten wird: Tai Chi oder Chi Gong zum Beispiel. Deshalb ist es auch denkbar, dass wir Sportlehrer mit entsprechender Ausbildung auf unsere Seniorenspielplätze schicken könnten.

SPIEGEL ONLINE: Können Sie sich auch medizinische Betreuung vorstellen? Denken Sie einmal: Der Enkel rutscht, Opa macht parallel eine Dehnübung, kriegt einen Hexenschuss und wird zum Gespött des Spielplatzes.

Förther: Wahrscheinlich bekommt er eher einen Hexenschuss, wenn er den Enkel auf die Rutsche hebt. Diese Bewegung mache ich öfter, die ist tatsächlich sehr gefährlich. Wir wollen für die Senioren aber Geräte einsetzen, die Gelenke und Muskeln schonen, die langsame und kontrollierte Bewegungen fordern. Da hab' ich keine Angst, dass etwas passiert.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie schon einmal getestet, wie ihre Idee bei den alten Herrschaften in Nürnberg ankommt?

Förther: Natürlich, momentan habe ich dazu viele Gelegenheiten, ich bin auf diversen Weihnachtsfeiern. Da präsentiere ich dann immer meine Idee - am Anfang gibt's ein heftiges Raunen, denn beim Wort "Spielplatz" assoziieren die Senioren etwas anderes. An den Begriff müssen sie sich erstmal gewöhnen. Wenn ich es dann genauer erkläre, ernte ich Staunen und schließlich Zustimmung. Ich werfe jetzt das Steinchen, bereite den Boden und Anfang nächsten Jahres werden wir eine große Umfrage unter Senioren machen.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind jetzt 56 Jahre alt. Werden Sie sich selbst auch auf den künftigen Nürnberger Seniorenspielplätzen fit halten?

Förther: Selbstverständlich, ich warte schon drauf. Direkt vor meiner Haustür habe ich einen Kinderspielplatz, der viele Erweiterungsmöglichkeiten bietet.

Das Interview führte Sebastian Fischer

 

15.12.06 13:50

95440 Postings, 7267 Tage Happy EndKatharina das Große

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15.12.06 14:39

61594 Postings, 6250 Tage lassmichreinNürnberg baut Spielplätze für Renter

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15.12.06 14:43
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15327 Postings, 5716 Tage quantasDer Jimpser vom Dienst!

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und Copy Pasta.

MfG

quantas

 

15.12.06 14:46

95440 Postings, 7267 Tage Happy End@LMR

Du bist seit gestern für JIMPS-Meldungen disqualifiziert! :-p  

15.12.06 14:47

36808 Postings, 6283 Tage TaliskerNackten, Nackten, Nackten

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15.12.06 14:48

95440 Postings, 7267 Tage Happy End@bilanz

Muss man Deinen Link verstehen? *g*  

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