Eltern müssen uneheliche Kinder nicht sehen

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neuester Beitrag: 01.04.08 19:49
eröffnet am: 01.04.08 18:45 von: sacrifice Anzahl Beiträge: 15
neuester Beitrag: 01.04.08 19:49 von: Luki2 Leser gesamt: 370
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01.04.08 18:45
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29429 Postings, 5149 Tage sacrificeEltern müssen uneheliche Kinder nicht sehen

VERFASSUNGSGERICHT

Eltern müssen uneheliche Kinder nicht sehen - Experten begrüßen Urteil

Von Annette Langer

Ein Vater klagte sich bis vors Bundesverfassungsgericht, weil er endlich wissen wollte: Darf der Staat ihn zwingen, sich mit seinem unehelichen Kind zu beschäftigen? Nein, lautet das Urteil. Der Kinderschutzbund ist überrascht - und wertet den Richterspruch als Erfolg.

       

Hamburg - Man stelle sich vor: Ein Neunjähriger trifft sich mit einem Mann, den er noch nie gesehen hat. Er rutscht auf einem fremden Sofa herum, nestelt an seinem Anorak und schaut in ein ihm völlig unbekanntes Gesicht. Bleiernes Schweigen hängt in der Luft, am liebsten würde der Junge weglaufen.

 

CORBIS

Vater, Sohn: "Bin ich schlecht? Bin ich unerwünscht?"

 

Dem Mann ihm gegenüber geht es nicht anders. Auch er will nicht hier sein, mit diesem Kind, das zwar seins ist, aber nicht seins sein soll. Die Frucht einer außerehelichen Beziehung, die immerhin zehn Jahre dauerte. Dennoch wurde er vom Gesetz zu diesem Treffen verdonnert - unter Androhung eines Zwangsgeldes von immerhin 25.000 Euro.

Eine Horrorvision, könnte man denken, und die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts lebhaft begrüßen: Eltern dürften grundsätzlich nicht per Zwangsgeld zum Umgang mit einem nichtehelichen Kind gezwungen werden, heißt es im Urteil der Karlsruher Richter. (mehr...)

Der Vater eines unehelichen Kindes aus Brandenburg an der Havel hatte vor dem Ersten Senat Verfassungsbeschwerde eingereicht, nachdem ihm das Oberlandesgericht Brandenburg ein Zwangsgeld in oben genannter Höhe angedroht hatte. Zwar erkannte der Mann - nach einem Labortest (mehr...) - die Vaterschaft für den Jungen an. Er zahlte auch Unterhalt. Aber sehen wollte er sein Kind auf keinen Fall.

Ein solches Treffen würde den Fortbestand seiner Ehe gefährden, ließ er verlauten. Laut seiner Anwältin empfindet der Mann keine Bindung zu dem Jungen und fühlt sich durch die Androhung des Zwangsgeldes in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt. Das Verfassungsgericht entschied nun zu seinen Gunsten und befand: Nur in Ausnahmefällen dürfe das Recht des Kindes auf Umgang mit seinen Eltern per Zwangsgeldandrohung durchgesetzt werden. Voraussetzung sei aber, dass dies dem Wohl des Kindes diene, so die Richter.

Elternrecht über Kinderrecht?

"Das Wohl des Kindes ist ein sehr schillernder und komplexer Begriff", sagt die ehemalige Hamburger Familienrichterin und Justizsenatorin Lore Peschel-Gutszeit SPIEGEL ONLINE. Natürlich könne man denken, dass bei einem gesetzlich verordneten Treffen Vater und Kind stumpf voreinander säßen und sich nichts zu sagen hätten. "Das ist aber nicht die ganze Wahrheit", so die Familierechtsexpertin.

 

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Die Vorschrift, um die es in dem aktuellen Fall geht, ist der Paragraf 1684 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Der besagt in Anlehnung an die Uno-Kinderkonvention, dass jeder Elternteil zum Umgang mit dem Kind berechtigt, aber auch verpflichtet ist. "Damit wollte man dafür Sorge tragen, dass beide Eltern genau verfolgen, wie sich ihr Kind entwickelt - und das können sie nicht, wenn sie es nicht sehen", sagt Peschel-Gutzeit. Wenn man eine solche Entscheidung nur am Kindeswohl aufhänge, greife dies zu kurz. "Das wäre ein Freibrief für alle uninteressierten Elternteile."

Beim Verband der Alleinerziehenden stieß das Urteil hingegen auf heftige Kritik. Der Richterspruch höhle das gesetzlich verankerte Recht von Kindern aus, mit Mutter und Vater in Kontakt zu sein, sagte Sabina Schutter vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter in Berlin. "Das Urteil stellt eindeutig Elternrecht über Kinderrecht."

"Deutlich, dass das Kindeswohl im Mittelpunkt steht"

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) begrüßte das Urteil ausdrücklich: "Es macht deutlich, dass das Kindeswohl im Mittelpunkt steht", sagte sie in Karlsruhe. Die gesetzliche Regelung sei bestätigt worden. Nun müssten die Familiengerichte - im Gespräch mit Kindern, Eltern und Sachverständigen - sorgfältig prüfen, ob im Einzelfall ein Umgangszwang für das Kind förderlich sei.

"Ich bin froh und überrascht, dass das Urteil sehr klar Bezug auf den konkreten Einzelfall nimmt und die Eltern weiterhin in die Pflicht nimmt", sagt Friedhelm Güthoff vom Kinderschutzbund Nordrhein-Westfalen SPIEGEL ONLINE. Man müsse nun nicht mehr befürchten, den Rechtsanspruch des Kindes auf Umgang mit den Eltern noch einmal neu definieren zu müssen.

"Das Kind braucht einen Vater, der lebendig ist"

 

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Uneheliche Kinder - welche Pflichten sollten Eltern haben?

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72 Beiträge
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von Frisal

Aus der sozialpädagogischen Praxis weiß Güthoff, dass die Interessen des Kindes mit Zwang allein nicht verfolgt werden könnten - und genau darauf ziele auch das Urteil ab: "Das Kind braucht einen Vater, der lebendig ist, der Lust hat, über die Vergangenheit zu sprechen und die Gegenwart zu beleuchten."

Kinder, die mit der ablehnenden Haltung eines Elternteils konfrontiert werden, würden dies schnell auf ihre eigene Persönlichkeit übertragen. "Bin ich schlecht? Bin ich unerwünscht?", lauteten ihre Fragen - laut Güthoff keine gute Voraussetzung für eine Eltern-Kind-Beziehung.

Die scheint im aktuellen Fall auch zwischen Mutter und Kind nicht ideal zu laufen. Der uneheliche Sohn, um den es bei dem Urteil ging, lebt derzeit in einer Kinderhilfeeinrichtung der Stadt Brandenburg und hat nur gelegentlich Kontakt zu seiner Mutter. Die Frau hatte im Namen des Sohnes auf Umgang mit dem Kindesvater geklagt. Jetzt wurden Vorwürfe laut, sie komme ihren Erziehungspflichten nicht nach. Sie selbst hatte im Gespräch mit dem SPIEGEL im November erklärt, sie habe das Kind aus finanziellen Gründen ins Heim geben müssen und sehe es zweimal wöchentlich. (mehr...)

mit Material von dpa

 

www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,544646,00.html

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sac .....))

01.04.08 18:51
5

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n eist doch quatsch

den kontakt zum vater zu erzwingen ist doch quatsch und wenn der "erzeuger" vater ist da ja als begriff dann übertrieben, das kind nicht sehen will, was soll das dem kind dann bringen? in meinen augen eine demütigung für das kind und auch völlig unverständlich.

unterhaltszahlungen zu erwingen finde ich okay, wer beim poppen nicht ans verhüten denkt, muss sich nicht wundern wenn er zahlen muss.
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01.04.08 18:55
3

29429 Postings, 5149 Tage sacrificeSeh ich nicht ganz so

Ich kenn einige Fälle, wo es die Frau mehr als offensichtlich drauf angelegt hat schwanger zu werden (Beziehung, Pille, Unterhalt..). Unterhaltszahlungen sind nur dann zu zahlen, wenn die Frau samt Kind davon abhängig sind. Wird langsam zur Masche..
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sac .....))

01.04.08 18:59
1

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n edann war's 'ne scheiß-beziehung

entweder war die frau eine linke titte weil sie gesagt hat sie verhütet und hat's nicht getan oder der mann war dämlich weil er ohne gummi wollte.

auf jeden fall kann MANN sich schon sicher vor ungewollten schwangerschaften schützen - verhüterli übergezogen und nix ist mit nachwuchs und nix ist mit tripper
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01.04.08 19:01
1

29429 Postings, 5149 Tage sacrificeegal wie und welche Frau...

ich hab praktisch noch keine Frau getroffen die darauf bestand das mit Kondom zu machen..im gegenteil, lass mal ohne Gummi...aber klar, die Männer sind die bösen, ihr müsst die Kinder ja kriegen und seid somit von jeder Schuld befreit, ach was red ich, raus aus meinem Thread
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sac .....))

01.04.08 19:02
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326160 Postings, 4444 Tage Holgixy@elaine... sicher ist gar nix ;-)

frag mal meinen nachbarn, die hatten 2 kinder,
dann urlaub ohne die kiddies... gummi peng,
dann war folgendes:

annika, weils in der türkei geschah :-)

war echt bitter vor ein paar jahren.  

01.04.08 19:02
3

3785 Postings, 5389 Tage astrid isenbergsac, ich stimme dir zu, wir weibsen

können sehr berechnend sein, der mann mit seinem stengel wird manches mal zum stengelchen...auf dauer unterträglich...wir frauen müssen uns da ändern.....wir wollen doch alle spass haben, aber die regeln müssen für weib und mann taugen.....  

01.04.08 19:03

15130 Postings, 6628 Tage Pate100stimmt zustimmung bei elaine

nur für den ersten Satz.

Für das Kind zahlen ist natürlich selbstverständlich aber das ich was für meine
Ex partnerin zahlen soll sehe ich überhaupt nicht ein. Warum sollte man das tun?
Nach ner Trennung lebt die Frau wieder ihr Leben und der Mann seins. Warum soll
er dann für die FRAU noch zahlen???? ABer mit dem neuen Gesetz ist das ja
hinfällig und nur noch in Ausnahmefällen nötig.(wenn ich das richtig verstanden hab)
 

01.04.08 19:32

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n esac,

jetzt stell dich mal nicht blöd. ob die frau mit oder ohne gummi will ist doch zweitrangig.
willst du KEINE kinder und du willst SICHER sein, dann MUSST du ein kondom benutzen.

alles andere ist naiv, besonders wenn du die schnitte noch nichtmal näher kennst.

wenn irgendeine perle sagt spring vom turm, tut nicht weh, springst du doch auch nicht, oder?
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01.04.08 19:36

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n e#6 ist zwar ungünstig

wenn ungeplant aber in einer intakten beziehung sollte annika ein geschenk sein.

abgesehen davon haben kondome aber einen prima pearl-index, man sollte sie natürlich nicht mit den zähnen anziehen, dat gibt löcher und dann ist die sicherheit dahin..
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01.04.08 19:41
1

29429 Postings, 5149 Tage sacrificeelaine...

ich rede hier nicht von Eventualitäten, sondern von einer zu verbessernden Rechtslage. Der Einfachheit halber: Beziehung+Pille+ungewolltes Kind+finanziell abgesicherte Frau=keine Unterhaltspflicht.

Hab ehrlich gesagt auch nicht wirklich lust das näher auszudiskutieren, bin übrigens auch gleich off
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sac .....))

01.04.08 19:43

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n eaber mann zahlt doch nur für's kind

soweit ich weiß. es seie denn du bist 100 jahre verheiratet gewesen und hast kleine kinder.
aber die sind ja irgendwann auch wieder so groß, dass frau arbeiten gehen kann.
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01.04.08 19:44
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326160 Postings, 4444 Tage Holgixy#10... na ich weiss nicht... intakt hin oder her

wenn man zwei kinder hat ( damals 11 und 8 jahre alt ),
dann ist das " annika - geschenk " doch eher nicht so
prickelnd.
aber dieses ereignis hat mich zur sterilisation " überredet " .

 

01.04.08 19:47

5335 Postings, 4507 Tage e l a i n eist auch sicher nicht prickelnd

so'n kleiner schreihals wenn man schon wieder eine gewisse unabhängikeit genossen hat.
aber ich gehe dochmal davon aus, als annika da war, waren dann doch alle einigermaßen glücklich - hoffe ich jedenfalls für annika.
und wer überhaupt gar nicht damit klar kommt hat ja die möglichkeit das kindchen zur adoption freizugeben.
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01.04.08 19:49
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7538 Postings, 6829 Tage Luki2heute Vormittag

haben sie die Meldung noch für einen Aprilscherz gehalten! *ggg*

http://www.ariva.de/Verfassungsgericht_hat_entschieden_t325212

Gr.  

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