Eingeölt und angeschmiert

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neuester Beitrag: 03.07.06 12:38
eröffnet am: 03.07.06 12:25 von: Herzbube Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 03.07.06 12:38 von: Herzbube Leser gesamt: 519
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03.07.06 12:25
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585 Postings, 5529 Tage HerzbubeEingeölt und angeschmiert

Auf Spiegel Online fand sich ein lustiger Artikel über den italienischen Einzug in das Viertelfinale von Achim Achilles. Leider hat der Internetableger der "Speerspitze der Meinungsfreiheit und der Demokratie" die politische Korrektheit für sich entdeckt und den Artikel aus dem Netz genommen.

Glücklicherweise gibt es eine Kopie auf

http://politik.germanblogs.de/

Und der Einfachheit halber hier der Text:

?Der italienische Mann, nennen wir in Luigi Forello, ist eine parasitäre Lebensform. Er ist nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe zu überleben. Irgendwo saugt er sich immer fest. Und dann lässt er sich fallen. Gern auch auf dem Fußballplatz. Luigi Forello ist fortgesetzt damit beschäftigt, seine Hilflosigkeit zu zeigen. Das fängt schon beim Namen an. Wer nicht Luigi heißt, hört auf "Andrea" oder "Luca".

Luigis vorrangiges Lebensziel ist das Vermeiden von Anstrengung. Liebstes Wirtstier ist "La Mama", seine großbrüstige Erzeugerin, die ihm seine halbseidenen Socken wäscht und jeden Tag Nudeln kocht, mit dick Soße drauf. Wenn er ungefähr 30 Jahre alt ist, wechselt der italienische Mann die Köchin. Er heiratet, um sich fortzupflanzen. Die Folgen sind grausam. Eine ehemals strahlend schöne Italienerin verwandelt sich binnen weniger Monate in eine breithüftige Küchenmaschine - eine neue Mama. Das ist ihm aber egal, denn Luigi ist mit der Teilnahme an einem Autokorso beschäftigt, sofern sein klappriger Fiat es bis dahin schafft. Zum Essen ist er aber wieder da.

Beim Sport ist unser Luigi besonders tückisch, wie man jedes Jahr millionenfach an den Stränden der Adria beobachten kann. Er braucht Stunden, um seinen schmächtigen Körper und das Haupthaar einzuölen, seinen Rücken von Fellresten zu befreien und sein wenig spektakuläres Gemächt in eine viel zu enge Badehose zu stopfen. Dann stolziert er stundenlang umher, um schließlich maximal fünf Minuten beim Strandfußball mitzumachen. Er springt wie ein Wahnsinniger umher, imitiert brüllend Gesten, die er im Fernsehen gesehen hat, trifft den Ball höchst selten, die Knochen der anderen dafür umso härter.

Weil er schnell erschöpft ist, genügt ihm die leiseste Berührung eines Gegners, um melodramatisch zu Boden zu gehen. Noch im Stürzen wirft er einen Blick ringsum, ob im Publikum genügend Menschen sind, insbesondere Frauen, die ihn bemitleiden und wieder aufpäppeln. Schmachtende Blicke deutscher Urlauberinnen sind die Lebensgrundlage des italienischen Mannes.
Insofern geschah gestern nicht Ungewöhnliches. Fabio Grosso fiel im Strafraum und grinste noch im Fallen. Der nicht minder ölige Francesco Totti verwandelte dann den Elfmeter gegen Australien. Danach lutschte er am Daumen. Das ist normal bei italienischen Männern. Es war wie immer. Am Freitag werden die kickenden Holzfäller aus der Ukraine eingeölt und angeschmiert. So schlawinern sich die Italiener mal wieder bis ins Halbfinale. Dann, liebe Luigis, ist allerdings Feierabend. Wir haben da noch ein paar Rechnungen vom letzten Italien-Urlaub offen.?

Ich finde, diese Ode an das Mediterrane darf der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden.

Auf die politische Korrektheit, freiwillige Selbstzensur, Vorurteile und ein schönes Halbfinale!

Viele Grüße

Herzbube
 

03.07.06 12:26

18637 Postings, 6732 Tage jungchensiehe auch

http://www.ariva.de/board/259138?pnr=2640465#jump2640465  

03.07.06 12:38

585 Postings, 5529 Tage HerzbubeVielen Dank für den Verweis...

... gleichwohl halte ich den Thread nicht für doppelt gemoppelt

1. ist dort bereits die zensierte Fassung des Artikels gepostet und
2. geht es mit weniger um Fußball, als um die Frage, ob SPON korrekt gehandelt hat.

Meines Erachtens nicht.

Viele Grüße

Herzbube  

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