Einführung der Wehrpflicht oder Abzug aus Irak?

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 21.12.06 10:01
eröffnet am: 19.12.06 10:26 von: denkidee Anzahl Beiträge: 13
neuester Beitrag: 21.12.06 10:01 von: denkidee Leser gesamt: 371
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

19.12.06 10:26
3

112127 Postings, 6302 Tage denkideeEinführung der Wehrpflicht oder Abzug aus Irak?

Zweifel an Stärke der US-Armee

"Wochenendsoldaten" an der FrontUnterbesetzt und überfordert - in den USA mehren sich Zweifel an der wahren Stärke der US-Armee. Weder personell noch strategisch sei das Militär der Aufgabe im Irak gewachsen, klagen Experten. Die Soldaten seien schlecht organisiert, schlecht ausgebildet und schlecht ausgerüstet.

Von Carsten Schmiester, NDR-Hörfunkstudio Washington

 Grafik: US-Soldaten auf Patrouille im Irak]
Knapp eine Viertelmillion Soldaten haben die USA in rund 120 Ländern der Welt stationiert, die meisten davon im Irak und in Afghanistan. Viele von ihnen sind Angehörige der Nationalgarde oder Reserve und schon zum zweiten oder dritten, einige sogar zum vierten Mal "auf Tour" im Kampfgebiet. Nahezu 3000 gefallene GI?s, zunehmende Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung - das ist die Situation der US-Armee im Irak. Deshalb regen sich Zweifel, wenn General Peter Schoomaker, Stabschef des US-Heeres, mehr Geld und mehr Rekruten fordert, um den Herausforderungen auch in Zukunft gewachsen zu sein.

Der Umkehrschluss macht die Schlagzeile - so wie bisher geht es nach seiner Überzeugung offenbar nicht weiter, die Armee ist unterbesetzt und überfordert: "Dieses Land muss endlich begreifen, dass wir in gefährlichen Zeiten leben und dass wir näher am Beginn als am Ende eines langen Krieges sind."

Kämpfer müssen immer öfter an die Front
Ein Krieg, auf den die USA nach Meinung Schoomakers nicht gut vorbereitet sind. Der Dauereinsatz von Nationalgardisten und Reservisten, die vor den Anschlägen des 11. September als nebenberufliche "Wochenendsoldaten" nur wenige Male im Jahr Uniform tragen mussten, und große Probleme bei der Werbung neuer Rekruten für den aktiven Dienst führen dazu, dass immer weniger Kämpfer immer öfter an die Front müssen. Und das in Zeiten des "asymmetrischen" Guerillakrieges, in dem Fronten als solche gar nicht mehr zu erkennen sind.

Fachleute bringt dies zur Doppelkritik: Weder personell noch strategisch ist das US-Militär danach der neuen Herausforderung gewachsen. Vor allem pensionierte Generäle wie Colin Powell, der zudem auch noch Ex-Außenminister ist und Republikaner wie Präsident Bush, nehmen immer seltener ein Blatt vor den Mund. Zuviel ist zuviel, selbst für die größte Militärmacht der Welt. "Man muss sich fragen, können wir bestimmte Missionen erfolgreich abschließen? Bagdad sichern zum Beispiel - das geht einfach nicht", so Powell.

"Flickenteppich" aus Reservisten und Aktiven
 Grafik: Die Särge gefallener US-Soldaten während der Überführung in die Heimat]
Schon gar nicht mit aus purer Personalnot bunt zusammengewürfelten Einheiten. Ein paar Reservisten von hier, ein paar Aktive von dort - und ab ins Gefecht? General Arnold Punaro ist Vorsitzender der Kommission für Nationalgarde und Reservisten. Er hält diese Trupps schlicht für nicht einsatzfähig: "Ich würde keine Einheit ins Gefecht schicken, die wie ein Flickenteppich zusammengesetzt ist. Diese Leute sind schlecht organisiert, schlecht ausgebildet, schlecht ausgerüstet und nicht optimal geführt".

Und so kommen immer mehr Experten wie Ex-Verteidigungsminister William Perry zur nüchternen Erkenntnis: "Die Armee, deren Brigaden bei Kriegsbeginn alle gefechtsbereit waren, ist dem Zusammenbruch gefährlich nahe. Die Gefechtsbereitschaft ist auf ein Drittel geschrumpft, da darf nichts Unvorhergesehenes passieren".

Neuer Pentagon-Bericht:  Zahl der Anschläge im Irak auf Höchststand


Einführung der Wehrpflicht oder Abzug aus Irak?
Deshalb will General Schoomaker mehr Geld und mehr Soldaten. Doch der demnächst von den Demokraten beherrschte Kongress dürfte dem nicht so leicht zustimmen und erst Recht nicht einer Wiedereinführung der Wehrpflicht. Sie ist nach Ansicht vieler Fachleute die einzig realistische Alternative zum schnellstmöglichen Ende des Irakeinsatzes. Bush dagegen lehnt beides strikt ab, will weder Wehrpflicht noch Truppenabzug - und sitzt damit in der Zwickmühle.
 
Angehängte Grafik:
0,,OID2000644_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID2000644_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

19.12.06 10:32

112127 Postings, 6302 Tage denkideeNeuer Pentagon-Bericht

Neuer Pentagon-Bericht
Stand: 19.12.2006 08:10 Uhr

Zahl der Anschläge im Irak auf Höchststand
Die Sicherheitslage im Irak hat sich nach einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums weiter verschlechtert. Von Mitte August bis Mitte November sei die Zahl der Anschläge im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten um 22 Prozent gestiegen, hieß es in einem gestern dem Kongress in Washington übergebenen Bericht des Pentagon.

 [Bildunterschrift: Zerstörtes Auto nach einem Anschlag in Bagdad am 13.12.06]
 
Ein Grund dafür sei der übliche Anstieg der Gewalttaten während des Fastenmonats Ramadan. Die meisten Angriffe richteten sich gegen die US-Truppen, die "überwältigende Mehrheit" der Opfer seien jedoch Iraker. Seit Beginn des Krieges im März 2003 kamen auch fast 3000 US-Soldaten ums Leben.

Zu wenig Fortschritte der irakischen Regierung
Obwohl im vergangenen Vierteljahr weitere 45.000 irakische Sicherheitskräfte ausgebildet worden seien, habe es nur wenig Fortschritte bei den Bemühungen des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki gegeben, die zunehmende Gewalt zwischen den Religionsgruppen der Sunniten und Schiiten einzudämmen, heißt es in dem Pentagon-Bericht an den Kongress.

 
Angehängte Grafik:
0,,OID6191156_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID6191156_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

19.12.06 10:37

112127 Postings, 6302 Tage denkideeGates warnt vor Fehlschlag im Irak

Als neuer Pentagon-Chef vereidigt

Gates warnt vor Fehlschlag im Irak
Der neue US-Verteidigungsminister Robert Gates hat zu seinem Amtsantritt vor einem Scheitern der Irak-Politik seines Landes gewarnt. "Ein Fehlschlag im Irak wäre ein Unglück, das unsere Nation verfolgen würde, das unserer Glaubwürdigkeit schaden würde und das Amerikaner für Jahrzehnte in Gefahr bringen würde", sagte Gates bei einer Zeremonie zu seiner Amtseinführung im Pentagon. Er übernehme die Aufgabe in einem "kritischen Augenblick in der Geschichte der Nation".

 Grafik: Der neue US-Verteidigungsminister Robert Gates bei seiner Amtseinführung]
Die USA dürften trotz des weit verbreiteten Wunsches nach einem schnellen Ende des schwierigen Irak-Einsatzes ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren. "Wir alle wollen einen Weg finden, wie wir Amerikas Söhne und Töchter heimbringen können", sagte Gates. "Ein Scheitern im Nahen Osten können wir uns allerdings nicht erlauben." Der neue Minister kündigte an, US-Präsident George W. Bush mit "Aufrichtigkeit und ehrlichem Rat" zur Seite zu stehen.

Bush hofft auf "neue Perspektive"
Bush sagte bei der Zeremonie, dass er sich von Gates "eine neue Perspektive" für das Verteidigungsministerium wünsche. "Als Verteidigungsminister wird er unserem Land helfen, im Irak einen neuen Weg nach vorne zu beschreiten", sagte Bush.

Porträt:  Robert Gates

Wer ist Bushs neuer Mann im Pentagon? [mehr]
Der 63-jährige frühere CIA-Chef Gates hatte am Morgen im Weißen Haus seinen Amtseid abgeleistet. Er trat die Nachfolge von Donald Rumsfeld an, der fast sechs Jahre lang an der Spitze des Pentagon stand. Der neue Pentagon-Chef will in Kürze in den Irak reisen, um mit den Militärkommandeuren vor Ort über den Fortgang des Einsatzes zu beraten. Die US-Regierung steht unter dem wachsenden Druck der Öffentlichkeit, die Truppen abzuziehen. Rumsfeld hatte sein Amt nach der schweren Schlappe der regierenden Republikaner bei den Kongresswahlen Anfang November aufgegeben. Der Wahlausgang war weithin als Abrechnung mit der Irak-Politik interpretiert worden.

Warten auf die neue Strategie
Gates, der von 1991 bis 1993 Chef des US-Geheimdienstes CIA war, war zuvor mit deutlicher Mehrheit vom Kongress bestätigt worden. Er hatte angekündigt, den Irak zu seinem wichtigsten Thema zu machen und schon kurz nach seiner Vereidigung dorthin zu reisen.

Der US-Präsident will im kommenden Jahr erläutern, welche neue Strategie er für den Irak vorsieht. Grundlage sollen unter anderem die Empfehlungen der so genannten Iraq Study Group sein, einer überparteilichen Kommission unter dem Vorsitz des früheren Außenministers James Baker. Dieser Kommission hatte auch Gates angehört. Was er konkret ändern will, ist aber noch unklar.  
Video:  Irakische Flüchtlinge in Jordanien

tagesthemen 22:15 Uhr
[Golineh Atai, ARD Kairo]

Gates hatte bei der Senatsanhörung gesagt, er werde nicht als Erfüllungsgehilfe irgendeiner Politik sein Amt antreten. Die Senatoren hatte er vor allem beeindruckt, als er auf die Frage, ob die USA den Krieg im Irak im Moment gewinnen würden, mit "Nein" antwortete.

 
Angehängte Grafik:
0,,OID6212594_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID6212594_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

19.12.06 20:07

25551 Postings, 7139 Tage Depothalbiererkann gar nicht sejn, sind doch die besten der welt

insbesondere die marines.

schlect ausgebildet und ausgerüstet, pah!

noch nie full metal jacket gesehen??  

19.12.06 20:13

2142 Postings, 6183 Tage andreHannibalSoll doch das Arschloch Bush

sich mal freiwillig melden! Der hat doch dem nächst nix mehr zu tun! kann seine beiden Töchter und seine scheiße alte direkt mit nehmen!

André  

19.12.06 20:16

2142 Postings, 6183 Tage andreHannibalwenn der Bushclan nicht als Kanonenfutter

reicht, dann soll er alle Amerikanischen kiiwiis mit nehmen!

André  

19.12.06 21:15

10765 Postings, 5353 Tage gate4shareAmis lass machen, aber wir Deutschen bitte nicht

Der Amerikaner an sich, ist wohl irgendwie auch nicht für jeden nachvollziehbar.

Sicher gibt es auch Bevölkerungsgruppen, Menschen, die man durchaus verstehen kann. Dohc ein Land, welches dem Urteil von  Todesstrafen zujubelt, was sich als der Herr der Welt versteht, das überall wo es Interessen hat, Kriege anfängt, kann wohl kein Vorbeild für irgendjemanden, aber ganz bestimmt nicht für uns Deutsche sein!

Mir ist es da wirklich ein Rätsel, dass wir Deutschen in immer mehr Kriesengebiete gehen! Klar  mag jeder Einsatz der Bundeswehr gute Gründe haben, mag eine sinnvolle Hilfe sein. Doch ist das wirklich unsere Aufgabe?
Ist das der Sinn einer Verteidigungsarme?
Sollte ein Volk, ein Land, was Frieden als erstes Ziel auf der Welt sieht, wirklich bei jeder kriegerischen Sache mitmachen?    





 

19.12.06 21:20

25551 Postings, 7139 Tage Depothalbiererfrieden als erstes ziel auf der welt?

sicherheit, absatzmärkte und rohstoffe für die industrieländer trifft es wohl eher.

aber lds funktioniert.  

20.12.06 10:19

112127 Postings, 6302 Tage denkideeBush nicht mehr siegessicher

Krieg im Irak

Bush nicht mehr siegessicher
 [Bildunterschrift: Spricht erstmals nicht von Sieg: George W. Bush]
US-Präsident George W. Bush hat erstmals eingeräumt, dass die USA den Krieg im Irak möglicherweise nicht gewinnen werden. "Wir gewinnen nicht, wir verlieren nicht", sagte er in einem Interview mit der "Washington Post". Vor den Wahlen im November hatte er jegliche Zweifel an einem Sieg der US-geführten Truppen in dem Golfstaat vehement zurückgewiesen.

Bush übernimmt damit die neue Sprachregelung seines am Montag vereidigten Verteidigungsminister Robert Gates. In einer Anhörung des US-Senats hatte dieser kürzlich auf die Frage nach einem schnellen Sieg im Irak mit einem klaren "Nein" beantwortet. Gestern hatte ein Bericht des US-Verteidigungsministeriums die Sicherheitslage im Irak als so schlimm bezeichnet wie seit Monaten nicht mehr. Seit Beginn der Kämpfe sind mehr als 50.000 Iraker und fast 3000 US-Soldaten getötet worden.

Neue Irak-Strategie im Januar
Bush wird voraussichtlich im Januar die neue Strategie seiner Regierung für den Irak präsentieren. Seine Republikanische Partei hatte bei den Wahlen im November unter anderem wegen des US-Einsatzes im Irak Einbußen hinnehmen müssen.

 [Bildunterschrift: Die US-Truppen im Irak haben hohe Verluste zu verkraften]
Ungeachtet der überraschenden neuen Töne zum Irak-Einsatz und der immer lauter werdenden Forderungen nach einem Truppenrückzug kündigte Bush in dem Interview an, die Truppenstärke der US-Armee überprüfen zu wollen. Auch eine Erhöhung der Soldaten schloss er nicht aus. Die jetzigen Streitkräfte seien wegen des Einsatzes im Irak und in Afghanistan überfordert, so Bush.

Überraschende Ankündigung:  Bush erwägt Aufstockung der US-Armee

[mehr]

Tote bei Anschlag in Bagdad
In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Selbstmordanschlag elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Der Attentäter lenkte sein Fahrzeug in einen Kontrollposten im Stadtteil Dschadrija, wie die Polizei mitteilte. Dort hatten sich Pilger versammelt, um gemeinsam eine Reise nach Mekka anzutreten. Als Sicherheitskräfte versuchten, den Wagen zu stoppen, zündete der Attentäter eine Bombe.

 
Angehängte Grafik:
0,,OID5927132_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID5927132_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

20.12.06 10:43

112127 Postings, 6302 Tage denkideeBush erwägt Aufstockung der US-Armee

Interview mit "Washington Post"

 [Bildunterschrift: US-Soldaten beziehen Stellung in einem Haus im Westteil von Falludscha (Archiv)]

Bush erwägt Aufstockung der US-Armee
US-Präsident Bush erwägt offenbar eine Vergrößerung der Streitkräfte. Die Vereinigten Staaten müssten besser auf einen langen Krieg gegen den Terrorismus vorbereitet sein, sagte Bush in einem Interview mit der "Washington Post". Mit dieser Ankündigung sorgte er für eine Überraschung.

Von Klaus Kastan, BR-Hörfunkstudio Washington

Mehr US-Soldaten für den Irak oder doch lieber einen Truppenabzug? Während die Experten in Washington über dieses Thema streiten, verkündete Präsident George W. Bush gestern Abend einen ganz anderen Plan. In einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Washington Post" meinte er: "Auf dem Weg nach vorne im Irak und im ideologischen Kampf tendiere ich dazu, dass wir unsere gesamte Truppenstärke, der Armee und der Marines, erhöhen müssen." Die jetzigen Streitkräfte seien wegen des Krieges im Irak und des Einsatzes in Afghanistan überfordert, sie bräuchten mehr Soldaten, damit sie die Herausforderungen in der Zukunft bestehen können.

Zur Zeit zählen die US-Armee und die Marines rund 510.000 Soldaten. Bereits in den vergangenen fünf Jahren wurden knapp 30.000 Männer und Frauen zusätzlich eingestellt. Allein im Irak absolvieren momentan rund 145.000 Soldaten ihren Dienst.

 [Bildunterschrift: Ex-US-Außenminister Colin Powell ]
Schon in den vergangenen Tagen und Wochen berichteten viele Experten von einer überdurchschnittlichen Belastung der Streitkräfte. Der frühere Außenminister und einstige Oberbefehlshaber der US-Armee, Colin Powell, warnte am vergangenen Sonntag davor, dass die Truppen wegen der physischen und psychischen Belastung auseinander brechen könnten. Soweit ging Bush in seinem Interview nicht. Aber auch er gestand ein, dass die Soldaten "gestresst" seien.

Überraschender Vorschlag
Der jetzige Vorschlag des Präsidenten, die gesamte Truppenstärke aufzustocken, kommt überraschend. Denn momentan überdenkt Bush ganz generell die Irak-Strategie. Anfang des nächsten Jahres will er seine Pläne der Öffentlichkeit vorstellen.

In diesem Zusammenhang deutete der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, an, dass auch eine kurzfristige Erhöhung der Truppen im Irak erwogen und geprüft werde. Doch solche Pläne sind selbst im US-Verteidigungsministerium höchst umstritten. Nach Medienberichten lehnen die Militärchefs im Pentagon eine Aufstockung der Truppen im Irak strikt ab. Regierungssprecher Snow bestritt dies allerdings. Die Gegner einer Truppenverstärkung befürchten, dass mehr amerikanische Soldaten für die irakischen Untergrundkämpfer auch mehr Ziele abgeben würden.

 
Angehängte Grafik:
0,,OID3796592_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID3796592_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

20.12.06 11:10

15130 Postings, 7007 Tage Pate100Mangel am Kanonenfutter?

die haben doch hunderttausende Mexikaner und Co. die ins gelobte Land wollen.
Also wo ist das Problem?

Die wollten den Krieg, also sollen sie auch sterben wie Männer und nicht andauernd
rumheulen.
Und das soll nun die Weltmacht Nummer 1 sein? was ein erbärmliches Bild!!
Außer aus tausenden Meter Bomben abwerfen können die wohl gar nichts.


 

21.12.06 08:18

112127 Postings, 6302 Tage denkidee"Bis zu den nächsten Wahlen durchwursteln"

Experte bezweifelt Erfolg von Änderungen in Bushs Irak-Politik
"Bis zu den nächsten Wahlen durchwursteln"


Berlin - Kenner der US-Politik sind skeptisch, ob die Änderungen in der Irak-Politik, wie sie das Weiße Haus angedeutet hat, zu einem Erfolg werden. "Eine kurzfristige Verstärkung der Truppen um 15 000 bis 30 000 Mann wird wenig bringen", sagt der Direktor des Hamburger Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Michael Brzoska, der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Es ist ein Versuch, die Lage im Irak halbwegs erträglich zu halten. Im Weißen Haus hofft man immer noch, sich bis zu den nächsten Wahlen durchwursteln zu können." (AFP)

21.12.06, 04:21 Uhr
 

21.12.06 10:01

112127 Postings, 6302 Tage denkideeBush steuert einen Zickzack-Kurs

Bush will Truppen aufstocken

Der neue Irak-Kurs bleibt unklar
Zuerst verkündet US-Präsident George W. Bush, die Streitkräfte aufstocken zu wollen. Dann wird den amerikanischen Steuerzahlern klargemacht, dass sie für das Militär noch tiefer in die Tasche greifen sollen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, will das US-Verteidigungsministerium weitere 99,7 Milliarden Dollar (76 Milliarden Euro) für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan beantragen. Stimmen Bush und der Kongress zu, stiege der Gesamtetat für die Kriege allein in diesem Jahr auf 170 Milliarden Dollar. Bush propagiert Ideen, aber welche Strategie verfolgt er wirklich?

Von Carsten Schmiester, NDR-Hörfunkstudio Washington

 [Bildunterschrift: US-Präsident George W.Bush (Archiv)]
George Bush steuert einen Zickzack-Kurs: Erst zitiert er der "Washington Post" gegenüber seinen Generalstabschef Peter Pace mit den Worten "weder gewinnen, noch verlieren wir". Dann findet er vor der Presse vorsichtig zurück zur Zuversicht, wenn auch mit Einschränkungen: "Wir machen nicht annähernd so schnell Forschritte, wie ich mir das gewünscht hätte. Deshalb arbeiten wir an einer neuen Strategie, mit der wir unser Ziel erreichen werden: Eine stabilen Irak, der sich selbst verteidigt."

Wie genau diese Strategie aussieht, lässt Bush weiter offen. Aber er denkt über die kurzfristige Entsendung zusätzlicher Truppen in den Irak nach und ganz allgemein über eine größere Armee für den - wie er es sagt - langwierigen und opferreichen "Krieg der Ideologien". Während führende Militärs angeblich gegen mehr Soldaten im Irak sind, stößt die Idee eines grundsätzlich verstärkten Heeres auf Zustimmung. Es wird höchste Zeit, so General Richard Cody: "Ich denke, das ist ein guter Schritt. Nach dem ersten Golfkrieg haben wir unser Heer verkleinert. Viele haben das als 'Friedensdividende' betrachtet. Den Irak-Krieg haben wir dann mit nur 482.000 aktiven Soldaten begonnen."

Mehr Militär ist offenbar die Devise

Zuwenig nach Ansicht der Experten, die von Anfang an gegen den Plan des Ex-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld waren, das Land mit sowenig Soldaten wie möglich zu "befreien". Unter Rumsfeld-Nachfolger Gates soll sich der Wind nun drehen: Mehr Militär ist offenbar die Devise. Die Generäle nicken mit den Köpfen und auch die Demokraten, die demnächst im Kongress den Geldhahn kontrollieren, signalisieren Zustimmung. "Wenn es sein muss, dann sollten wir es tun", so Senator Carl Levin, dessen Partei allerdings weiter gegen die kurzfristige Aufstockung des Irak-Kontigents ist.

Trauma Vietnam
Dennoch - die Demokraten sind offenbar nicht Bushs größtes Problem. Das ist die zunehmende Kriegsmüdigkeit der Amerikaner, von denen inzwischen zwei Drittel gegen den Irak-Einsatz sind. Daher ist es fraglich, ob sich genug Freiwillige melden für die Verstärkung der Armee. Wenn nicht, wäre die Wiedereinführung der Wehrpflicht nur eine theoretische Alternative, sie ist nach dem Vietnam-Trauma politisch nicht durchsetzbar.

Apropos Vietnam, immer öfter wird die Lage im Irak mit dem amerikanischen Desaster in Indochina verglichen. Mitte der 70er Jahre mussten sich die USA geschlagen zurückziehen. Heute halten viele Militärexperten auch den Irak-Krieg für nicht mehr zu gewinnen. Ganz gleich, was sich Bush als neue Strategie ausdenkt, so Ken Pollack vom angesehenen Brookings-Institut: "Die Entwicklung im Irak ist sehr gefährlich. Der Bürgerkrieg dort wird immer schlimmer und könnte am Ende wie in Bosnien, im Libanon oder im Kongo das ganze Land erfassen."

"Geduld und Einsatzbereitschaft sind gefragt"
Und dennoch will Army-General Cody nichts vom Vietnam-Vergleich wissen. Der Krieg gegen den Terror, sagt er düster, hat eine ganz andere Dimension: "Geduld und Einsatzbereitschaft sind gefragt, nicht nur von den Soldaten an der Front, sondern von der ganzen Nation. Denn der Kampf wird lange dauern und nicht nur auf den Irak und Afghanistan beschränkt bleiben."

 
Angehängte Grafik:
0,,OID5927132_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg
0,,OID5927132_HGT283_SCTsmooth_WTH378,....jpg

   Antwort einfügen - nach oben