Ein neuer kniffliger Fall für Miss Merkel

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eröffnet am: 11.12.06 21:55 von: Happy End Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 11.12.06 22:01 von: vega2000 Leser gesamt: 491
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11.12.06 21:55
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95440 Postings, 7021 Tage Happy EndEin neuer kniffliger Fall für Miss Merkel

16 Uhr 51 ab Paddington

Ein neuer kniffliger Fall für Miss Merkel: Unsere wackere Kanzlerin hat sich nun endlich persönlich in die Ermittlungen um den Mordfall Litwinenko eingeschaltet. Zu Gast bei Herrn Beckmann verkündete sie: "Ich hoffe, dass das aufgeklärt wird."

Die tut alles, um nicht mit Putin in die Sauna zu müssen.

Zudem konnte sie sich nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass es schließlich noch andere ungeklärte Morde in Russland gebe. Immerhin sind erste Aspekte der rätselhaften Vorgänge bereits geklärt.

So steht außer Zweifel, dass Frau Merkel nach dem Bockmist um Rauchverbot und Verbraucherinformations- Gesetz dringend nach risikoärmeren Betätigungsfeldern sucht.

Da traf es sich gut, dass am selben Abend Russlands Botschafter in Deutschland, Wladimir Kotenew, bei Christiane Sabinsen auf'm Sofa hockte und postwendend erklären konnte, seine Regierung sei selbst daran interessiert, die Wahrheit zu erfahren.

Zumindest wäre es mal interessant zu erfahren, wer da so gottserbärmlich rumgestümpert hat, dass die ganze Geschichte öffentlich geworden ist.

Derweil ermittelt die deutsche Staatsanwaltschaft gegen den Russen Dimitri Kowtun, der wohl in Hamburg mit Polonium 210 rumgefummelt hat.

Ich bin da ja nicht so der Experte, aber das Zeug scheint inzwischen populärer zu sein, als jene rätselhafte gelbliche Substanz, die McDonalds als Käse auf die Cheeseburger klebt.

Auch Unions- Innenexperte Wolfgang Bosbach macht sich so seine Sorgen, die er der Berliner Zeitung anvertraute: "Wenn ausländische Kräfte planmäßig in Deutschland operieren, ist das in erheblichem Maße beunruhigend für die innere Sicherheit des Landes."

Natürlich sollte man auch die heitere Seite der Angelegenheit betrachten:
 
Besser die innere Sicherheit des Landes ist beunruhigt als wir.

Hintergrund: Wie die Berliner Morgenpost berichtet, hatte der Kontaktmann in der Hansestadt und in Pinneberg Strahlen- Spuren hinterlassen und "sogar ein Formular bei der Ausländer- Behörde" verstrahlt.

Menschen, Flugzeuge, Wohnzimmer - schön und gut.

Aber bei Formularen hört in Deutschland der Spaß auf.

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Weißer Rauch

Wo Frau Merkel schon mal so nett mit Herrn Beckmann plauderte (die Sendung wird übrigens heute Abend um 22.15 Uhr übertragen),?

Reservieren Sie sich also rechtzeitig einen Platz in Ihrer Kneipe.

?erzählte Sie auch gleich von ihren Plänen zum Nichtraucherschutz: Natürlich werde es da keine rasche Einigung geben, befand sie. Zwar wolle sie einen Flickenteppich verhindern, doch glaube sei nicht, dass es bei ihrem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch zu einer einheitlichen Regelung kommen werde.

Oder - wie mein Hausarzt immer so schön sagt:
 
"Woll'n hoffen, das Siechtum währt nicht so lange."

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Teppichflicker

Auf diese Ansage der mächtigsten Merkelin aller Zeiten haben die Unions- Landesfürsten offenbar nur gewartet. So verkündete Christian "Hallo Herr Kaiser" Wulff aus Hannover, er sei gegen ein gesetzliches Rauchverbot in Gaststätten, weil: Wo Menschen sich freiwillig aufhielten, sollte es freiwillige Selbstverpflichtungen geben.

Wie lange mag der arme Mensch wohl darauf gewartet haben, die altehrwürdige konservative Parole "Geh doch nach drüben, wenn's dir hier nicht passt!" selbst mal vortragen zu dürfen.

Dagegen gibt NRW- Landesvater Jürgen Rüttgers derzeit ausnahmsweise mal den braven Musterschüler und will das Rauchen zwar in Restaurants, nicht jedoch in Kneipen und Bars verbieten.

Wobei ich fürchte, dass die Unterscheidung zwischen Restaurant und Kneipe arg haarig wird, wenn man sie auf Steh- und Sitzgriechen anwenden muss.

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11.12.06 22:01

Clubmitglied, 43191 Postings, 7139 Tage vega2000Hape Kerkeling

"Witzischkeit kennt keine Grenzen"


 

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