"Economist" bejubelt deutsche Wirtschaft

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neuester Beitrag: 20.08.05 11:52
eröffnet am: 18.08.05 16:24 von: bammie Anzahl Beiträge: 57
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18.08.05 16:24
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8970 Postings, 6215 Tage bammie"Economist" bejubelt deutsche Wirtschaft

So etwas gab es seit Jahren nicht mehr: Der "Economist", das einflussreichste Wirtschaftsmagazin der Welt, bejubelt den Standort Deutschland. Den Aufschwung vermasseln, so mahnt das Blatt, könnten nur noch die deutschen Politiker.

Hamburg - "Deutschlands überraschende Wirtschaft" titelt der "Economist" auf seinem morgigen Cover. In der Titelgeschichte seiner internationalen Ausgabe lobt das wirtschaftsliberale Magazin die Reformen der vergangenen Jahre. Der deutsche Bundesadler, heißt es in einem Kommentar "spreizt seine Flügel".

Wenn das Leitmedium der globalen Wirtschaft eine derartige Prognose abgibt, sorgt das in der Regel für Aufsehen. Und der "Economist" spart nicht mit Lob: Deutsche Arbeitnehmer und Gewerkschaften hätten in den vergangenen Jahren ein hohes Maß an Flexibilität bewiesen. Deutschlands Konzerne seien erfolgreich restrukturiert worden und hätten ihre Kosten gesenkt.

"Deutschland, lange der teuerste Wirtschaftsstandort Europas, hat in den vergangen Jahren einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Frankreich, Italien, den Niederlanden und sogar Großbritannien aufgebaut", schreibt das Blatt. Deutschlands Lohnstückkosten, einer der wichtigsten Vergleichszahlen, seien seit Ende der neunziger Jahre um mehr als zehn Prozent gefallen.

Ebenfalls bedeutsam für die wirtschaftliche Gesundung des Landes sei, dass der über Jahre kränkelnde Bankensektor "seine Kosten und Bilanzen unter Kontrolle" gebracht habe. Das Vertrauen deutscher Manager in die eigene Wirtschaft steige in Folge der verbesserten Aussichten wieder.

Lob für die Agenda 2010

Positiv beurteilt der "Economist" die Sozialreformen der rot-grünen Regierung (Agenda 2010). Vor allem die umstrittene Hartz-IV-Reform habe dazu geführt, dass für 1,8 Millionen Langzeitarbeitlose "weniger kuschelig" zugehe. Zudem hätten die verschärften Bedingungen die Angst deutscher Arbeitnehmer vor dem Verlust ihres Jobs erhöht. "Das hat die Verhandlungsposition der Firmen bei neuen Tarifabschlüssen gestärkt und die Macht der Gewerkschaften geschmälert."

Sobald die schwache Nachfrage in Deutschland anspringe, könne die Wirtschaft zu alter Stärke zurückfinden. Das daniederliegende Verbrauchervertrauen sei zurzeit der größte konjunkturelle Hemmfaktor. Zunichte gemacht werden könne der sich abzeichnende Aufschwung allenfalls noch von der Politik.

Das Blatt kritisiert die Pläne von Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU), die Mehrwertsteuer nach der Wahl um zwei Prozentpunkte zu erhöhen. "Deutschlands öffentliche Finanzen sehen grässlich aus, doch es ist zu früh, von Steuererhöhungen als Problemlösung zu reden. Unternehmens- und Einkommenssteuer müssen gesenkt und nicht angehoben werden."

Thomas Hillenbrand, spiegel.de  
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31 Postings ausgeblendet.

18.08.05 19:14
1

15130 Postings, 6945 Tage Pate100???

ein paar stellen verwirren mich...

"Positiv beurteilt der "Economist" die Sozialreformen der rot-grünen Regierung (Agenda 2010). Vor allem die umstrittene Hartz-IV-Reform habe dazu geführt, dass für 1,8 Millionen Langzeitarbeitlose "weniger kuschelig" zugehe. Zudem hätten die verschärften Bedingungen die Angst deutscher Arbeitnehmer vor dem Verlust ihres Jobs erhöht. "Das hat die Verhandlungsposition der Firmen bei neuen Tarifabschlüssen gestärkt und die Macht der Gewerkschaften geschmälert."

Und im nächsten Absatz geht es so weiter....

"Sobald die schwache Nachfrage in Deutschland anspringe, könne die Wirtschaft zu alter Stärke zurückfinden. Das daniederliegende Verbrauchervertrauen sei zurzeit der größte konjunkturelle Hemmfaktor. "

Jetzt frage ich mich, was ist wohl der Grund für das schwache Verbrauchervertrauen?
Vielleicht "die Angst deutscher Arbeitnehmer vor dem Verlust ihres Jobs " ?
Irgendwie passt das meiner Meinung nach nicht ganz zusammen...

Solange in Deutschland alles teurer wird,  die Menschen immer weniger verdienen und die Angst vor
dem Verlustes des eigenen Jobs so groß ist wie momentan, wird sich meiner Meinung nach nicht viel beim
Verbrauchervertrauen tun.  Mit den ganzen billigen Jobs wird das jedenfalls nix!!!
Zum Glück sind wir nicht ganz so bescheuert wie die amerikanischen Verbraucher und verschulten uns so gigantisch wie die. 

Wieso haben die eigentlich kein Beispiel genannt wie man das Verbrauchervertrauen hier stimulieren kann?
Vielleicht durch ein Wunder? Oder durch das lockern des Kündigungsschutzes? Oder durch weitere
Nullrunden?

 

18.08.05 19:32
4

9045 Postings, 7248 Tage taosDeutschland ist ein reiches Land!

Nur die Ausgaben sind zu hoch. Der größte Posten dabei ist die Sozialhilfe - dort muss gespart werden.

Mag sein das manche Leute danach Deutschland nicht mehr als Traumland ansehen, wir sollten keinen halten, der in seine Heimat zurück möchte.

Taos

 

18.08.05 19:37

7114 Postings, 6997 Tage Kritiker@ Pate100 & Co., ist doch ganz einfach!

Fast alle Wirtschafts-Journalisten gehen davon aus, daß ab 18.9.05 die CDU & Co. regiert.
Damit bekommt die Wirtschaft mehr Freiraum und gibt ihre ideologische Zurückhaltung auf. Neue Arbeitsplätze sind doch längst in der Schublade.
Vereinfachte Steuergesetze bringen mehr Rentabilität.
Verhinderungsgesetze werden gelockert usw. . .

Es ist doch nicht entscheidend, ob Merkel regieren kann, sondern daß das strenge "Hinein-Regieren" entfällt.
Jeder neue Arbeitsplatz zieht doch weitere nach.

Der bisherige Fehler Eichels war auch die ständige GEGENFinanzierung.
Mit steigender Wirtschaft gesundet der Staat ganz alleine.
Deshalb hat auch der Finanzplan der FDP wenig Gegenrechnung!
Sz/Gelb hat andere Voraussetzungen, sie darf anders rechnen als Rot/Grün.

Beim Beschleunigen gelten doch andere Regeln als beim Bremsen.
Mit Kaputt-Sparen wurde noch selten was gesund! - Kritiker.  

18.08.05 19:40

4048 Postings, 6036 Tage Heimatloser@Pate

Exakt.
siehe auch #23  

18.08.05 19:41

12570 Postings, 6139 Tage Eichi@taos, wenn du Geld hast

ist Deutschland ein reiches Land.  

18.08.05 19:44

13436 Postings, 7411 Tage blindfishvöllig richtig, pate...

und taos macht wieder einen auf "hauptsache ihm geht's gut" - dann hoffe mal, daß es nicht auch bei dir mal schlecht läuft. das kann nämlich schneller gehen, als man so denkt...  

18.08.05 19:45

9045 Postings, 7248 Tage taos@Eichi

Ich wüsste nicht, was ich ohne Geld an einem Börsenboard soll.

Taos
 

18.08.05 20:03

15130 Postings, 6945 Tage Pate100@Kritiker

"Fast alle Wirtschafts-Journalisten gehen davon aus, dasßab 18.9.05 die CDU & Co. regiert.
Damit bekommt die Wirtschaft mehr Freiraum und gibt ihre ideologische Zurückhaltung auf. Neue Arbeitsplätze sind doch längst in der Schublade.
Vereinfachte Steuergesetze bringen mehr Rentabilität.
Verhinderungsgesetze werden gelockert usw. . . "

Ah OK, die Unternehmen warten also nur bis die CDU an der Macht ist und es wird
dann wieder kräftig eingestellt. Klar somit lösen sich viele Probleme von alleine!
Es wird dann ein riesiger Ruck nach der Machtübergabe an die CDU durchs Land gehen.

Nun gut auch ne Meinung, ich glaub zwar nicht daran aber vielleicht kommt es ja so.
Jedenfalls wird der Thread gespeichert und in einem oder zwei Jahren
Hoch geholt. :-))

"Vereinfachte Steuergesetze bringen mehr Rentabilität."
Stimmt die Gewinne unserer Top Unternehmen schrumpfen und schrumpfen wie man
ja an den letzten Zahlen sehen konnte. Man hat die SPD unsere Unternehmen
abgezockt und ständig die Steuern für Unternehmen erhöht.


Gruss Pate
 

18.08.05 20:13

15130 Postings, 6945 Tage Pate100@taos

"Nur die Ausgaben sind zu hoch. Der größte Posten dabei ist
die Sozialhilfe - dort muss gespart werden."

Ich würde eher sagen die Ausgaben für die Bürokratie sind zu hoch!!
Da sollte man mal ansetzten. Mich würde mal interessieren wie viele Leute
beschäftigt werden um diese Bürokratiemonster aufrechtzuerhalten und wieviel
Prozent von den gesamten Einnahmen dafür drauf gehen.
Wie war das bei den Krankenkassen? Über 50% der Einnahmen gehen für die
Verwaltung drauf?
Was man als Unternehmen an Vorschriften und Regeln beachten muss ist einfach krank!


Was ist mit den Pensionen für unsere Politiker? Ein normaler Arbeiter müsste wohl
tausend Jahre arbeiten um das rauszubekommen.



 

18.08.05 20:16

13436 Postings, 7411 Tage blindfishpate...

gib es auf... du hast mit jedem satz recht, den du schreibst - aber die dumpfbacken kapieren es nicht. die scheuklappen bleiben einfach auf, bis sie selber mal in eine wirtschaftlich schlechte situation kommen oder bis der sargdeckel zuklappt...  

18.08.05 20:43

15130 Postings, 6945 Tage Pate100hi blindfish!

bei manchen (aus meiner Sicht haarsträubenden) Postings kann ich mich einfach
nicht zurückhalten und muß meinen Senf dazugeben!

Ich muß gestehen, das ich einige unserer "Parteisoldaten" echt "witzig" finde!
Werden die eigentlich dafür bezahlt jeden Scheiß der "heiligen Partei" zu
verteidigen bzw. zu rechtzufertigen?
Kann denn die eigene Meinung immer die Meinung der geliebten Partei sein?
Oder haben hier einige einfach keine eigene Meinung?



Gruss Pate
 

18.08.05 20:49

15130 Postings, 6945 Tage Pate100ach ja, würde Dir am liebsten

nen grünen für P.42 geben...:-)
Aber das lassen wir mal lieber...*g*


Grüsse Pate

 

18.08.05 20:50

13436 Postings, 7411 Tage blindfish*ggg*

18.08.05 21:09

7336 Postings, 6477 Tage 54reabdie wirtschaftlichkeit unserer

großen konzerne hat sich die vergangenen jahre erheblich gebessert. war allerdings keine leistung der regierung sondern von diesen konzernen und deren belegschaften, die uns trotz explodierendem euro zum exportweltmeister gemacht haben.

die jetzige regierung hat die letzten jahre die richtigen maßnahmen eingeleitet, maßnahmen  die sich die union nicht zu machen getraut hat - allerdings alle wesentlichen mit unterstützung der union. dabei wurden sicherlich auch handwerkliche fehler gemacht, sowohl von der union wie von der regierung. die richtung stimmte allerdings. dann hat schröder den büttel hingeworfen, weil seine eigene partei nach der verlorenen nrw-wahl ihm auf dem eingeschlagenen weg nicht mehr folgen wollte. es ist allerdings nicht sichtbar, dass anderes spd-personal nach der wahl in den bundestag einziehen wird (she. landeslisten), nur weniger. also auch nach der wahl wird die spd den eingeschlagenen weg nicht wieder aufnehmen. für diejenigen, die diesen weg richtig finden, bleibt nur die wahl der union und der fdp. weil zwischenzeitlich der anfang gemacht ist, trauen die sich wahrscheinlich auf dem eingeschlagenen weg weiter. konsequenterweise müsste schröder die union wählen.


 
 

18.08.05 21:16

1145 Postings, 5928 Tage Brokersince1994Den Aufschwung vermasseln?

Den Aufschwung vermasseln, so mahnt das Blatt, könnten nur noch die deutschen Politiker.

Nicht nur die Deutschen Politiker, sondern auch das Volk mit der Entscheidung Schröder vs. Merkel .

Nach Adenauer und Brandt müßte man den Namen Schröder in Zukunft auch erwehnen.


Gruß

C.O  

18.08.05 21:48

36725 Postings, 6223 Tage TaliskerIrgendwas muss in der Luft liegen

Irgendein Pheromon oder sonstewas, was den Gehirnen einflüstert: "Mach es groß! Mach es drastisch! Keine Zahl ist zu hoch! Gib alles!"
Neuster Coup, zu dem ich aber sowas von Stellung nehmen muss:
Ich glaube ja, die Krankenkassen verprassen 100% der Einnahmen. Und die medizinischen Leistungen werden von den 10? Gebühr bestritten. So sieht das mal aus.
Gruß
Talisker  

18.08.05 21:55

69017 Postings, 6175 Tage BarCodeIst mir auch aufgefallen

Verwaltungskosten
Die öffentliche Diskussion über die Entwicklung der Verwaltungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen hat sich verstärkt, da diese in letzter Zeit überproportional angestiegen sind. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wurde schon für 2003 gesetzlich festgelegt, dass sich die Verwaltungsausgaben der einzelnen Krankenkassen gegenüber dem Jahr 2002 grundsätzlich nicht erhöhen dürfen. Insgesamt betrugen die Verwaltungskosten im Jahr 2004 rund 8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von etwa 5,7 Prozent an den Gesamtkosten.

http://www.die-gesundheitsreform.de/glossar/verwaltungskosten.html

Trotzdem: Die Blanke Zahl von 8 Mrd. ist schon heftig. Aber 50% sinds halt nicht...:-)

Gruß BarCode

 

18.08.05 22:28

15130 Postings, 6945 Tage Pate100hab auch grad gesucht

sorry dann hatte ich das falsch in Erinnerung.
Hätte mich vorher vergewissern sollen!

8 Mrd. sind wohl korrekt!

Macht für jeden Beitragszahler 157 Euro.
Bei den privaten sind wir weit unter 100 Euro!

Außerdem habe ich ein Fragezeichen benutzt...:)
"...gehen für die Verwaltung drauf?"  



Gruss Pate
 

19.08.05 00:16

9045 Postings, 7248 Tage taos@blindfish

Ich hab schon alle Höhen und Tiefen mitgemacht ? ja ich bin auch schon hungrig ins Bett gegangen, weil ich kein Geld  hatte. Du kannst also Deine Wünsche für Dich behalten. Ich wünsch Dir auch kein Aids oder Krebs. Mir hat nie jemand geholfen ? hätte ich mir nicht selbst geholfen, ich wäre schon lange tot.

Wenn ich Deine Beiträge so lese ? hast Du auch nur einen Tag in Deinem Leben von selbst verdientem Geld gelebt? Aber beschimpf mich ruhig, ich möchte nicht immer für die Sozialschmarotzer zahlen.

Taos

 

19.08.05 08:33

13436 Postings, 7411 Tage blindfishtaos...

lies nochmal genau: ich wünsche dir es eben genau NICHT! und mit beschimpfen hat es nichts zu tun, ich mag nur so eine arrogante art nicht...  

19.08.05 21:52

95440 Postings, 7207 Tage Happy EndLob für den Standort Deutschland

SPIEGEL ONLINE - 19. August 2005, 14:24
URL: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,370464,00.html

Standortdebatte
 
Ende der Geiz-Zeit

Lob für den Standort Deutschland: Ausländische Investoren, Analysten und Wirtschaftsjournalisten preisen das lange verspottete Germany immer häufiger als einen der attraktivsten Märkte der Welt. Die Geiz-Zeit geht zu Ende, die Unternehmen ordern bereits mehr.

DPABrandenburger Tor: Neuer Optimismus
Hamburg/Frankfurt am Main - Auf dem Titelblatt des einflussreichen britischen "Economist" lässt der Bundesadler bereits wieder seine Muskeln spielen. "Deutschlands überraschende Wirtschaft", titelt das Magazin. "Deutschland, lange der teuerste Wirtschaftsstandort Europas, hat ... einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Frankreich, Italien, den Niederlanden und sogar Großbritannien aufgebaut", konstatiert die Wochenzeitschrift.

Mit dieser Meinung steht der "Economist" nicht allein. Viele internationale Investoren und Ökonomen halten die deutsche Wirtschaft für unterschätzt. So genannte Private-Equity-Gesellschaften kaufen seit Monaten in großem Stil Immobilien und Firmen in Deutschland auf, weil sie diese für unterbewertet halten.

Auch für andere ausländische Unternehmen gehört Deutschland wieder zu den attraktivsten Standorten des Globus. Nach einer Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young unter 670 ausländischen Firmen belegt Deutschland in diesem Jahr den fünften Platz in der Welt. In Europa erfreue sich nur Polen größerer Beliebtheit.

Gute Noten geben Investoren der Infrastruktur, der Ausbildung von Arbeitskräften und der Rechtssicherheit. "Viele dieser Vorteile werden in Deutschland als selbstverständlich betrachtet. Da ist man betriebsblind", sagt Peter Englisch von Ernst & Young.

Tatsächlich haben die Reformen der vergangenen Jahre die Bundesrepublik attraktiver gemacht. Lange Zeit war Deutschland der teuerste Produktionsstandort Europas. "Deutschland hat im Vergleich zu anderen europäischen Ländern aufgeholt und einen Wettbewerbsvorteil erzielt", sagt der Chefvolkswirt der amerikanischen Citigroup , Jürgen Michels.

Viel zur Verbesserung der Lage beigetragen hat nach Ansicht wirtschaftsliberaler Experten die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre. Die umstrittenen Hartz-IV-Reformen hätten den Druck auf die Arbeitnehmer erhöht. "Das hat die Verhandlungsposition der Firmen bei neuen Tarifabschlüssen gestärkt und die Macht der Gewerkschaften geschmälert", schreibt der "Economist". Die Lohnstückkosten, eine der wichtigsten Vergleichszahlen, seien seit Ende der neunziger Jahre um mehr als zehn Prozent gefallen.

Einige Ökonomen warnen allerdings vor zu viel Euphorie. "Der Patient Deutschland ist auf dem Weg der Genesung, aber er ist immer noch Krank", sagt der Europa-Chefvolkswirt der Bank of America, Holger Schmieding. "Deutschland muss noch lange die Medizin nehmen, um wirklich gesund zu werden."

Notwendig sei ein zweiter kräftiger Reformschub. Die Löhne müssten weiter niedrig bleiben. Auf der Wunschliste stehen auch eine Lockerung des Arbeitsrechts, Öffnungsklauseln für Tarifverträge und eine Steuerreform.

Deutsche, gebt mehr Geld aus!

Sorge macht Beobachtern die nach wie vor schwächelnde Binnennachfrage. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage konsumierten die Deutschen zuwenig. "Die Firmen würden stärker in Deutschland investieren, wenn die Binnennachfrage anspringen würde", so Chefvolkswirt Michels. Der private Konsum bleibt aber im vierten Jahr in Folge schwach.

Ein Hoffnungsschimmer: Das Bundesfinanzministerium sieht Anzeichen für eine wirtschaftliche Belebung im zweiten Halbjahr. Die aktuellen Indikatoren zeigten "wieder eine dynamischere Gangart der Konjunktur, insbesondere auch der Binnennachfrage an", schreibt das Ministerium in seinem heute veröffentlichten Monatsbericht. Als "Hoffnungsschimmer für die Binnenkonjunktur" bezeichnete das Ministerium den jüngsten Anstieg der inländischen Industrieaufträge um 1,5 Prozent.

Als große Gefahr für den Standort sehen Ökonomen die Pläne der Unionsparteien, die Mehrwertsteuer im Fall eines Wahlsieges von 16 auf 18 Prozent zu erhöhen. "Eine isolierte Anhebung würde den Konsum dämpfen und die Preise erhöhen - das wäre rein kontraproduktiv", sagt der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater.

Das sieht auch der "Economist" so: "Die Story aus Deutschland könnte überraschend gut werden, vorausgesetzt die Politiker vermasseln es nicht nach der Wahl im nächsten Monat."

 

19.08.05 21:54

129861 Postings, 6162 Tage kiiwiiSchmelingMosiPapstIgelraser

MfG
kiiwii
ariva.de
Wo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?
 

19.08.05 22:22

7114 Postings, 6997 Tage KritikerJetzt mal ganz ernst!

Der neue Gerechtigkeitswahn macht uns kaputt.
Wenn man für jeden Bürger eine eigene Gesetzeslage will, braucht jedes 84 Millionen Ausführungen - und dazu braucht es Verwaltungen in Regimentsstärke.
Doch diese abzubauen - ist zwar äußerst nötig - jedoch nur sinnvoll, wenn die Wirtschaft diese aufnehmen kann, sonst gibt es nur Arbeitslose oder Sozial-Hi-Empf.
Die Geister, die man rief . . werden uns ersticken! - Kritiker.  

19.08.05 22:28

129861 Postings, 6162 Tage kiiwiiäh Kritiker: wir ham doch schon 5 mio im ÖD

willste wirklich noch mehr davon ?

Bei grade mal 8 mio (noch) gewerblich Tätigen (plus noch 2 mio auf'm Bau).

Von 40 mio Erwerbstätigen arbeiten 30 mio schon als Dienstleister, dh., sie produzieren
N I C H T S.



MfG
kiiwii
ariva.de
Wo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?
 

20.08.05 11:52

95440 Postings, 7207 Tage Happy Endup für die Lügner

(um mal Pantani zu zitieren...)  

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