Echt falsch: Globales Geschäft mit Fälschungen

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eröffnet am: 22.08.05 13:40 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24466 Postings, 5841 Tage EinsamerSamariterEcht falsch: Globales Geschäft mit Fälschungen

Echt falsch

Globales Geschäft mit Fälschungen


Eine Rolex aus Thailand, eine Prada-Tasche vom fliegenden Händler am Strand von Rimini oder ein Paar Nike-Turnschuhe vom Vietnamesen-Markt hinter der tschechischen Grenze ? warum viel Geld für ein Original ausgegeben, wenn es überall die Fälschung zum Schnäppchenpreis gibt?

Nicht nur in der Urlaubszeit brummt das Geschäft mit nachgemachten Produkten. Der Handel mit illegalen Kopien ist längst ein weltweiter Wirtschaftszweig mit gigantischen Umsätzen geworden.

Der rote Puma prangt leuchtend auf der Spitze des weißen Sportschuhs, die Seite ziert ein schwungvoller Streifen. Täuschend echt sehen die Puma-Sneaker aus, die Zöllner im Hamburger Hafen aus dem geöffneten Übersee-Container gefischt haben.

Zwei Drittel kommt aus China

Wäre da nicht ein kleiner Unterschied: ?Ruma? prangt als Markenname auf den Damenschuhen. Die Lieferung stammt aus China und sollte via Hamburg nach Russland befördert werden. ?Typisch?, sagen die Zöllner. Typisch, dass die Fälschungen aus Asien kommen und typisch, dass es Turnschuhe sind. Zwei Drittel der weltweit gehandelten Plagiate werden in China gefertigt.

70 Prozent der in Deutschland sichergestellten Waren sind Sportartikel und Accessoires. Doch längst werden nicht mehr nur Schuhe und T-Shirts kopiert. Aus Russland und Pakistan stammen gefälschte Medikamente, Banden aus Paraguay beliefern ganz Südamerika mit nachgemachten Kosmetika, Jeans und Spielwaren. Bulgaren fälschen nicht nur erfolgreich Euro-Noten, sondern auch amerikanischen Whiskey. Jedes Jahr, so klagt allein die deutsche Wirtschaft, entstünde ihr ein Schaden von 25 Milliarden Euro, jedes Jahr gingen hier zu lande 50 000 Jobs verloren.

Mit Privatdetektiven in Schanghai

Die Unternehmen versuchen nach Kräften ihr Eigentum zu schützen: Sie beschäftigen Privatdetektive und Juristen, kontrollieren in Schanghai und Istanbul, auf deutschen Flohmärkten und im Internet. Der Kampf gegen Produktpiraterie ähnelt einer Suche im Heuhaufen. Die Fälscher nutzen die weltweiten Handelsströme, tarnen ihre Lieferungen mit falschen Frachtpapieren oder vermischen Kopien mit echten Produkten.

Dennoch gelingen immer wieder erfolgreiche Aktionen gegen Markenpiraterie: Allein im vergangenen jahr beschlagnahmte der deutsche Zoll Plagiate im Wert von 145 Millionen Euro. Die ertappten Händler landen vor Gericht, die Waren dort, wo sie ihrem wahren Wert nach hingehören: auf dem Müll.

Quelle: focus.de

P.S.: Ich hab ne Rollecks-Uhr und eine Kälvin Klain-Sonnenbrille... ;)

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 

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