EU-Beitritt für Schweizer Wirtschaft uninteressant

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 04.03.06 09:00
eröffnet am: 28.02.06 11:03 von: quantas Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 04.03.06 09:00 von: quantas Leser gesamt: 167
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

28.02.06 11:03
1

15282 Postings, 5644 Tage quantasEU-Beitritt für Schweizer Wirtschaft uninteressant


EU-Beitritt laut economiesuisse für Wirtschaft uninteressant

Für die Schweizer Wirtschaft ist ein EU-Beitritt nicht interessant und erst noch mit Nachteilen verbunden. Die auf dem bilateralen Weg ausgehandelten Abkommen genügten, heisst es in einer Studie des Wirtschaftsdachverbandes economiesuisse.
[sda] - Dank dem konsequent verfolgtem bilateralem Weg verfüge die Schweiz über viele gute Abkommen mit der EU, welche die meisten Anliegen der Wirtschaft abdecken, heisst es in der Studie. Die offenen Probleme mit der EU sollen im gegenseitigen Interesse und auf pragmatische Weise gelöst werden.

Im Hinblick auf die geplante Veröffentlichung einer neuen europapolitischen Standortbestimmung des Bundesrates Mitte dieses Jahres hat economiesuisse die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU analysiert. Die entsprechenden Überlegungen sind in einem Positionspapier festgehalten.

In dieser Auslegeordnung werden verschiedene Zukunftsszenarien des Verhältnisses zur EU ausgeleuchtet. Nach Ansicht von economiesuisse ist ein EU-Beitritt keine Option. Nach den beiden europapolitischen Volksabstimmungen von 2005 verfüge die Schweizer Wirtschaft über einen weitgehend diskriminierungsfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt.

Dem Effizienzgewinn bei einem Beitritt stünden zahlreiche institutionelle und wirtschaftspolitische Probleme gegenüber. Ein Beitritt hätte nicht nur kaum lösbare staatspolitische Auswirkungen, sondern würde auch die Geld- und Währungspolitik negativ tangieren.

Der gut funktionierende schweizerische Arbeitsmarkt würde mit Auflagen belastet, die nachteilige Auswirkungen auf die Beschäftigung haben würden. Ähnliches gelte für die Sozialpolitik.  

02.03.06 10:44

15282 Postings, 5644 Tage quantasSchweizer Wirtschaft expandiert auf breiter Front

Schweizer Bruttoinlandprodukt wächst 2005 um 1,9 Prozent

Die Schweizer Wirtschaft ist im vergangenen Jahr stärker gewachsen als erwartet. Mit einem vorläufigen Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,9 Prozent zeigt sich die Konjunktur in einer robusten Verfassung. Und die Zeichen für 2006 stehen weiterhin gut.  

uhg. Die hohen Erdölpreise haben das Wachstum der Schweizer Wirtschaft entgegen Befürchtungen zahlreicher Ökonomen nicht nachhaltig gedämpft. Im Gegenteil: während die meisten Prognosen noch im Herbst mit einem BIP-Wachstum von lediglich 1,2 bis 1,5% rechneten, zeigen die vorläufigen Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) ein Wachstum von 1,9 Prozent.

Damit hat die Schweiz auch die grossen Nachbarländer und den Schnitt der Euroländer übertroffen. Für diese gehen die Schätzungen von einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent aus. Gemäss den provisorischen Zahlen ist die deutsche Wirtschaft 2005 lediglich um 0,9% gewachsen, die italienische sogar nur um 0,1 Prozent.  

Breit abgestütztes Wachstum

Im Gegensatz zu Deutschland, wo das schwache Wachstum in erster Linie vom Export getragen wird, ist im Schweizer Binnenmarkt eine breit abgestützte Erholung zu beobachten. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen gemäss den Schätzungen des Seco 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent. Der private Konsum nahm um 1,6% zu. Die beiden Werte sind auch ein wichtiges Indiz dafür, wie die Unternehmen und die privaten Haushalte die Zukunft einschätzen.

Im vierten Quartal wuchs das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,5%, verglichen mit dem Vorjahresquartal sogar um 2,7 Prozent. Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen dabei um 1,4 Prozent, lediglich auf dem Bau war ? auf hohem Niveau ? ein Rückgang von 0,5% gegenüber dem Vorquartal zu beobachten.

Starke Zunahme der Importe

Stark zugelegt um 2,9% haben im Vergleich zum dritten Quartal 2005 die Importe, während das Wachstum der Exporte mit 1,2% in etwa dem des Vorquartals entsprach. Verglichen mit dem ganzen Jahr 2004 wuchsen die Exporte im 2005 um 4,5 Prozent, während die Importe um 5,3% zulegten.

Zuversicht für das laufende Jahr

Auch für das laufende Jahr sind die Ökonomen des Bundes sehr zuversichtlich. Sollte es sich bei der Wachstumsschwäche der Eurozone im vierten Quartal nur um ein vorübergehendes Phänomen handeln, befindet sich die Schweiz laut Seco in einer ausgezeichneten Ausgangslage. Bis jetzt geht das Seco für das laufende Jahr von einem Wachstum von 1,8% aus. Neue Prognosen werden Ende März veröffentlicht.   

 
 

 
 

http://www.nzz.ch/2006/03/02/wi/newzzEKAR264X-12.html

 
 

04.03.06 09:00

15282 Postings, 5644 Tage quantasInvestionsschub in der Schweiz

 

4. März 2006,   02:04, NZZ Online

Investitionsschub in der Schweiz

Firmen bauen wegen der anziehenden Nachfrage die Kapazitäten aus

Die Schweizer Wirtschaft kommt dank der Konjunkturerholung auf Touren. Immer mehr Firmen planen jetzt Investitionen in Gebäude und Produktionsanlagen. Dabei setzen sie neben Rationalisierungen und Erneuerungen auch vermehrt auf den Ausbau ihrer Kapazitäten. Besonders investitionsfreudig ist die Industrie, allen voran die Pharma- und Chemiebranche.

tsf. Nach einer vorübergehenden Schwäche in der ersten Jahreshälfte 2005 wächst die Schweizer Wirtschaft jetzt wieder stärker. Dank der anziehenden Nachfrage haben viele Firmen ihre Produktion erhöht. Da auch die Prognosen günstig sind, wird die Investitionslust der Firmen grösser.

Die grössten Erneuerungspläne hat die Industrie. Wie die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH am Freitag mitteilte, planen 54,4% (Vorjahr: 47,5%) der Industrieunternehmen im laufenden Jahr eine Aufstockung ihrer Investitionen in Maschinen oder Gebäude. Weil nur 16,2% der Industriebetriebe ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr redimensionieren wollen, beträgt der Investitionssaldo unter dem Strich 38,1 Punkte. Ein derart hoher Wert ist letztmals 1995 erreicht worden ist.

Mangel an Arbeitskräften

Die Firmen, die ihre Investitionen zurückschrauben wollen, nannten meist zu geringe Erträge und eine unsichere Absatzentwicklung als Gründe. In einzelnen Branchen wurde aber bereits ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften als Investitionshemmnis genannt.

Im Dienstleistungssektor ist der Optimismus ebenfalls gross: Hier sehen 46,5% (i.V. 40,1%) der Firmen Investitionen vor. Allein im Baugewerbe besteht noch eine gewisse Zurückhaltung. Nur 15,8% (i.V. 24,6%) der Bauunternehmen wollen 2006 mehr investieren als im Vorjahr.

Kapazitätsausbau gewinnt an Bedeutung

Bei den Erneuerungsplänen der Firmen handelt es sich in erster Linie um Ersatz bisheriger Produktionsanlagen oder um Rationalisierungsvorhaben. Im Einklang mit den guten Konjunkturaussichten haben aber auch Investitionen in einen Produktionsausbau an Bedeutung gewonnen.

Pharma und Chemiebranche an der Spitze

In der Industrie ist die Pharma- und Chemiebranche besonders expansionsfreudig. Hier beträgt der Saldo zwischen investitionsfreudigen Firmen und solchen, die weniger investieren wollen, bemerkenswerte 54,5 Punkte. Dahinter folgt der Bereich Präzisionsinstrumente und Elektrotechnik mit 44,6 Punkten. Zur Hauptsache geht es dabei um Rationalisierungen (77,8%) und Ersatz von Anlagen (72,9%). Den Ausbau der Produktionskapazitäten nannten immerhin 46,8% der Firmen als Beweggrund. Das sind 3,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Zurückhaltender Detailhandel

Im Dienstleistungssektor nehmen die Branchen Nachrichtenübermittlung (Saldo 93,9), Grosshandel (62,8), Banken (19,4) und Versicherungen (18,3) die Spitzenpositionen bei den Investitionen ein. Der Detailhandel zeigt sich nach sechs Expansionsjahren (1999-2004) mit einem Saldo von minus 26,6 hingegen sehr zurückhaltend. Bei Dienstleistungsfirmen ist der Ersatz von Anlagen ebenfalls das wichtigste Motiv (78,7%). Rationalisierungen spielen für 72,9% eine entscheidende Rolle. Immerhin 70,4% investieren, um die Kapazitäten zu erweitern.

Weniger Auslagerungen ins Ausland

Die Direktinvestitionen im Ausland dürften sich gemäss der Umfrage 2006 etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Als Gründe wurden meist die Sicherung von Marktpräsenz oder das Ausnützen von Kostenunterschieden genannt. Trotzdem handelt es sich mehr um Ergänzungen zu den Investitionen im Inland. Die Auslagerung der Produktion ins Ausland habe deutlich an Bedeutung eingebüsst, schreibt die KOF.

 

   Antwort einfügen - nach oben

  1 Nutzer wurde vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: yurx