EUR/USD shorten oder USD/CHF long!

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neuester Beitrag: 30.03.05 18:49
eröffnet am: 26.11.04 09:00 von: cashflash25 Anzahl Beiträge: 51
neuester Beitrag: 30.03.05 18:49 von: lancerevo7 Leser gesamt: 3604
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26.11.04 09:00

1998 Postings, 5951 Tage cashflash25EUR/USD shorten oder USD/CHF long!

Habe mir langfristige Charts vom Dollar gegen Euro und Schweizer Franken angeschaut. Der Dollar befindet sich bei beiden Währungen in der Nähe des Allzeittiefst! Dieses wird wohl nicht gleich durchbrochen (da starke Unterstützung auf überverkaufte Situation). Deshalb rate ich schon bald Positionen aufzubauen (wer starke Nerven hat, wartet bis sich der Markt noch näher den entscheidenden Marken nähert, starke Nerven deshalb, weil es dadurch möglich ist, die Gegenbewegung zu verpassen).

Stop-Loss würde ich bei 1.35 EUR/USD und 1.1125 USD/CHF festlegen.

Allzeithöchst vom Euro gegen Dollar war 1.3477 (28.07.1995)
PS: Natürlich hiess es dort noch ECU

Allzeittiefst vom Dollar gegen Franken war 1.117 (19.04.1995)

 
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28.11.04 14:53

6383 Postings, 6443 Tage SchwachmatDollar-Crash?

What The Dollar's Collapse
Will Mean To The World
11-26-4

Over the last few days, there has been a number of articles in the media about the steady decline of the $US against the Euro. While many economists have forecasted the possiblity of the dollar declining against the Euro for sometime, most do not comprehend the significance of this. Some believe that the decline of the dollar against the currencies of American's trading partners will help correct the USA's trade deficit, and the dollar will stop falling when the trade imbalance is corrected. However, the evidence is that the opposite is happening - the $US has declined 40% against the Euro over the last 2 years, and during this time America's trade deficit has continues to deteriorate.
 
There is now nothing the USA can do to prevent the collapse of its currency, and its economy. It has no reserves to support its value, and has the most indebted country in the world, is dependant of the credit from America's former enemies. Over the last couple of days, both Russia and China have said they will be switching their considerable dollar reserves into Euro. This will only hasten the lack of confidence in the dollar, creating a global lack of confidence in the currency, and setting into free-fall. It will soon bring about the total collapse of the dollar, and the American economy.
 
The collapse of the dollar will throw the world into a global depression. Those nations with large external debts will not be able to trade sufficiently to earn the income to service their debts, and will slide into bankruptcy. The economies of New Zealand, Australia, Canada and the UK will also totally collapse, as a result of their indebtedness and not being able to service their borrowings. It will result in the Anglo-Saxon nations facing abject poverty, our people facing starvation, and a total break-down in society. Crime will become rampant. Law and order will cease to exist. Disease will become widespread.
 
The Asian economies, which have depended upon American trade, will also be severely affected. However, they will recover after a period, but only after considerable political and economic turmoil.
 
The EU will be in a much better position to survive the coming economic chaos. An influx of capital into the Euro zone by those selling dollars will provide the funding for rebuilding the economies of the new United States of Europe. However, the collapse of the $US will still severely affect the already depressed German and French economies. The resulting economic turmoil will create the need for the acceptance of a strong EU leader, who will be able to make the necessary political and economic reforms to enable Europe revive their economies. Those nations that accept the new EU Constitution will come under the control of this new leader, creating Europe as the world's new Super Power.
 
The Euro will become the world's only reserve currency, creating the means for the new United States of Europe to become the dominant economic power in the world. The new Europe will be able to dictate the terms on how the global economy should be run. They will take over the administration of America and Britain, placing the Anglo-Saxon people in bondage for repayment of their debts.
 
Americans do not appear to comprehend the bitterness that has grown around the world as a result of their illegal invasion of Iraq. While once Europeans looked up to, and admired America; today it is held in utter contempt for its arrogance and warmongering. Anti-European comments in the American media have only added to this hostility towards the US. America's attempt to impose its version of government on the world, its hypocrisy in claiming to be the moral leader of the world, while flooding the media with degenerate filth and garbage, has bought upon it disgust and contempt that few Americans can comprehend.


Auf dem Weg zum Dollar-Crash?
   http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18902/1.html






 

28.11.04 14:57

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingReiner Zufall

Ich hab im Frühjahr 1995 bei USD = 1,35 DM meine gesamten damaligen DM-Bestände gegen Dollar verkauft und hab sogar noch die Abrechnung. Dieser Kurs hielt sich ca. zwei Wochen, das Tief war sogar 1,34 + etwas. Kann sein, dass der obige Chart diese Spitze "weg-nivelliert". Auch jetzt bin ich komplett aus dem Euro in den Dollar gegangen.  

28.11.04 15:27

57270 Postings, 5616 Tage Anti Lemming@Schwachmat

Solche Doomsday-Artikel, die den Zusammenbruch Amerikas verkünden und das Ende der Welt nahen sehen, betrachte ich als perfekten Kontraindikator. Dann ist die Dollar-Wende nicht mehr fern (zumal wenn die US-Zinsen bereits anziehen).

Auch ist der Artikel teilweise sachlich falsch. Die Verschuldung pro Kopf der Bevölkerung ist in Japan doppelt so hoch wie in den USA: Sie liegt bei 38,89 Euro pro Kopf gegenüber 19,38 Euro in den USA (Stand: 2003). Gemessen an der US-Wirtschaftsleistung (3,5 % Wachstum) halte ich die Gesamtverschuldung in den USA für akzeptabel. In Japan und Deutschland mit Wachstumsraten zwischen 1 bis 1,5 % ist die Gesamtverschuldung zwar niedriger, aber im gleichen Maße ist auch die Wirtschaft schwächer.

Die jetzigen US-Schulden kommen auch vom Irak-Krieg - und da könnte sich nach der Regierungsübergabe an die Iraker eine Entlastung ergeben.

Im übrigen sorgt der schwache Dollar "automatisch" dafür, dass sich die schwache US-Handelsbilanz - der Hauptgrund für die jetzigen Dollar-Ängste - verbessert. Denn die Amerikaner werden bei dem billigen Dollar mehr exportieren können, während Import immer teurer werden, was den Hunger danach dämpft.

FAZIT: Viel Geschrei um Nichts, und in zwei Jahren steht der EUR/USD wieder bei 1,10 - auch weil es auf den Dollar wieder 4 % Zinsen gibt.


 
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28.11.04 19:28

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingAufwertung des Renminbi hilft Europa nicht

Aus der FTD vom 29.11.2004 www.ftd.de/kapital
Das Kapital: Eine Aufwertung des Renminbi hilft Europa nicht

Nehmen wir nur einmal an, China würde seine Währung tatsächlich gegenüber dem Dollar aufwerten (lassen). Würde das den Aufwertungsdruck, unter dem Euro und Yen stehen, tatsächlich spürbar mindern?


Um das US-Handelsbilanzdefizit gegenüber China von 114,3 Mrd. $ in den letzten drei Quartalen deutlich zu senken, müsste der Renminbi jedenfalls recht heftig aufwerten.

Wer darauf hofft, übersieht zwei Aspekte. Die 114,3 Mrd. $ entsprechen rund einem Zehntel des chinesischen BIP zu Dollarmarktpreisen, aber gerade mal 1,3 Prozent des US-BIP. Und nach den eigenen Statistiken weist China bis zum Oktober nur einen Handelsbilanzüberschuss von insgesamt 11 Mrd. $ aus. Lässt man die USA außen vor, hat das Land also ein Handelsbilanzdefizit, vor allem gegenüber Asien - inklusive Japan. Wenn aber nun bei einer Aufwertung des Renminbi der Yen gegenüber dem Dollar nicht weiter aufwerten würde, dann würde sich die Wettbewerbsposition Chinas gegenüber den USA und dem Rest Asiens gleichzeitig verschlechtern. Das wäre so, als ob Peking auf den Knopf Deflation drücken würde. Eine Aufwertung ist für China deshalb vermutlich nur dann akzeptabel, wenn die anderen asiatischen Währungen mitziehen.

Würde aber auch der Yen kräftig gegenüber dem Dollar aufwerten, stiege in Japan der Druck auf die Preise weiter. Immerhin ist der Yen an der Kaufkraftparität gemessen gegenüber dem Dollar jetzt schon um fast ein Drittel zu teuer. Für Tokio kommt das überhaupt nur dann in Frage, wenn die Europäer ebenfalls mitmachen würden. Ansonsten würde sich die japanische Wettbewerbssituation vor allem gegenüber deutschen Maschinenbauern erheblich verschlechtern. Deutschland aber steht ohnehin am Rande der Deflation, denn während die Lohnstückkosten fallen und die Nachfragelücke hoch ist, liegt die Kaufkraftparität zwischen Deutschland und den USA bei 1,03 $/Euro.

Zu allem Überfluss haben die USA - zumindest derzeit - weder die industriellen Kapazitäten noch die Produkte, um das Warenhandelsbilanzdefizit rasch zu verringern. Es hilft also nichts: Um das US-Handelsbilanzdefizit auszugleichen, muss die Nachfrage im Rest der Welt steigen und/oder die Nachfrage in den USA gedrosselt werden. Letzteres indes wäre ebenfalls deflationär - und zwar nicht nur für die USA selbst, sondern auch für den Rest der Welt. Vielleicht beruht die Zuversicht an den Aktienmärkten auf der Hoffnung, dass Europa und Japan unvermittelt in die Bresche springen werden. Das indes wäre eine verwegene Hoffnung.  

29.11.04 18:39

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7Bald: 1 $ = 1 CHF ?

Anfang Oktober 2004 bezahlte man für einen US-Dollar rund 1.2850 Schweizerfranken. Zur Zeit notiert die US-Valuta um 1.1450. Der Wertverlust betrug somit in einem Zeitraum von knapp 2 Monaten über 12%!
Was sind die Gründe für diesen Währungszerfall? Wird sich die US-Währung noch weiter abschwächen? Oder sehen wir mittelfristig wieder eine Erholung?
Seit dem Beginn der eigentlichen Abschwächungsphase zeichnete sich immer deutlicher ab, dass die hohen Energiepreise einen globalen Wachstumsrückgang im Allgemeinen, und eine BIP-Abschwächung in den USA im Speziellen zur Folge haben würden. Der Dämpfer für das US-Wachstum findet demzufolge seinen Niederschlag auch am Arbeitsmarkt: Das Tempo der neu geschaffenen Stellen nimmt nicht mehr zu, die Arbeitslosenquote verringert sich nicht mehr weiter. Die vergrösserte Unsicherheit der US-Bürgerinnen und Bürger wird durch einen Rückgang der verfügbaren Einkommen noch verstärkt. Der private Konsum ist damit nicht mehr, wie im Verlaufe der letzten Jahre, der primäre Wachstumstreiber. Entsprechend sind auch die Wachstumserwartungen für die USA im kommenden Jahr nach unten korrigiert worden.
Mangelnde Haushaltsdisziplin, anhaltend hohe Ausgabe für die Kriegshandlungen im Nahen Osten und die bestehenden Finanzierungslücken bei der Altersvorsorge sind zusätzliche Themenkreise, die das Haushaltsdefizit der USA weiter ansteigen lassen. Das deswegen ständig wachsende Zwillingsdefizit (Haushalts- und Ertragsbilanzdefizit) rückt immer mehr in den Fokus der Finanzmärkte. Dessen Finanzierung lässt sich am Besten über einen schwachen Aussenwert der eigenen Währung bewerkstelligen, da dadurch die Exporte verbilligt werden und damit weiter zunehmen dürften. Die US-Notenbank und der Finanzminister werden daher auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass ein schwacher US-Dollar ganz nach ihrem Geschmack ist und dieser Trend sich ruhig noch verstärken kann.
Leidtragende dieser Entwicklung sind vor allem die europäischen Staaten. Für sie werden die Exporte in die USA verteuert. Zudem führt die starre Anbindung der chinesischen Währung an den US-Dollar dazu, dass auch die Ausfuhren nach Asien erschwert werden, da sich die übrigen asiatischen Währungen stabil zu derjenigen Chinas verhalten.
Die jetzige US-Regierung befürwortet also einen schwachen US-Dollar. Sie steht weder für Sparbemühungen beim Haushalt noch wird sie sich neue Einnahmequellen erschliessen. Es ist also zu befürchten, dass die jetzt eingeschlagene Richtung des US-Dollar-Kurses auch weiterhin Bestand haben wird. Aufgrund des grossen Rückgangs in sehr kurzer Zeit ist mit einer kurzfristigen Gegenbewegung zu rechnen. Nichtsdestotrotz rechnen wir in den nächsten Monaten mit Tests der historischen Tiefstmarke, welche bei ca. 1.11 CHF je USD liegt. Und bis zum Ende des kommenden Jahres würde es nicht weiter erstaunen, wenn man für 1 Schweizerfranken 1 US-Dollar erhalten würde.  

29.11.04 19:45

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7was haltet ihr von diesem call ?

http://optionsscheine.onvista.de/...ml?ID_OSI=9258184&MONTHS=12#chart  

29.11.04 21:14

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingEuro-Zinssenkung könnte Dollar stärken

Kommentar: Im letzten Absatz des FTD-Artikels (unten, Hervorhebungen von mir) steht, dass die EU zur Belebung des Wachstums auch die Zinsen auf den Euro senken könnte. Das würde dem Dollar Auftrieb geben, zumal in den USA die Zinsen steigen - bestimmt noch bis 3,5 %, denn das entspricht dem dortigen Wirtschaftswachstum. In Euro-Land beträgt das Wachstum jetzt wohl nur noch 1,7 %, so dass eine Zinssenkung beim Euro auf 1,75 % angemessen wäre.

1995, als der Dollar bis auf 1,35 DM fiel, lagen die Zinsen in Deutschlang übrigens bei 8 %, in den USA bei ca. 6 %. Dies zeigt, dass auch der damalige Zinsvorteil in Deutschland die Mark stärkte. Würden jetzt die Zinsen in den USA wieder deutlich höher als in Euroland, würde der Dollar mit ziemlicher Sicherheit schnell wieder erstarken und sich das EUR/DOLLAR-Kaufpreisparität von ca. 1,09 EUR/USD nähern.

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Aus der FTD vom 30.11.2004
Kolumne: Dollar und Euro - beide zu teuer
Von Lucas Zeise

Amerika braucht eine etwas restriktivere, Europa dagegen eine expansive Fiskal- und Geldpolitik.

Da stimmt doch was nicht: Der Dollar muss nach allgemeiner Meinung abwerten, und der Euro ist auch zu teuer.

Nur über einen billigeren Dollar können die USA hoffen, die immer größer werdende Verschuldung gegenüber dem Ausland einzudämmen. Das ist die überzeugende und weltweit heute akzeptierte Sicht. Auf der anderen Seite ist der Euro mit 1,32 $ ebenfalls zu teuer. Ein so hoher Wechselkurs macht nach allgemeiner Ansicht in Euroland hergestellte Waren konkurrenzunfähig und würgt das ohnehin kümmerliche Wachstum vollends ab.

Die Argumente gegen beide Währungen sind gut, sie sind allgemein akzeptiert und haben sogar den höchsten Segen der Chefs der für beide Währungen zuständigen Notenbanken. Aber die schlichteste Logik besagt, dass beide Währungen im Verhältnis zueinander nicht zu teuer sein können.

Einem solchen intellektuellen Widerspruch weicht man am besten dadurch aus, dass man in die triviale Beobachtung flüchtet, dass Qualitätsurteile wie "zu teuer" eine Frage des Standpunkts sind. Dann wundert man sich auch nicht, dass Fed-Chef Alan Greenspan und US-Finanzminister John Snow den Dollar herunterreden. Und es erstaunt ebenso wenig, dass EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Euro-Anstieg als "brutal" bezeichnet. Wenn aber dem Wirken der freien Marktkräfte verpflichtete Ökonomen wie Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut und Klaus Zimmermann vom DIW Markteingriffe der EZB zur Verbilligung des Euro fordern, dann kommen Zweifel auf, ob das die richtige Strategie ist.

Clement will abgestimmt vorgehen

Sogar Wolfgang Clement rief am Wochenende zu international abgestimmten Gegenmaßnahmen gegen die Euro-Stärke auf. Wir kennen den Minister und wissen, er würde so etwas nicht sagen, wenn er nicht sicher wäre, dass die Mehrheit der Manager der deutschen Groß- und Mittelunternehmen ähnlich denkt.

Nur weil Clement die Forderung erhebt, muss sie ja nicht unbedingt falsch sein. Wenn die Interessen beim Verhältnis der beiden wichtigsten Währungen der Welt zueinander gegensätzlich sind, sollte man das miteinander besprechen, einen Kompromiss diplomatisch aushandeln und dieses Ergebnis dann abgestimmt den Devisenmärkten aufoktroyieren. Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus. Als sich die Finanzminister und Notenbanker vor zehn Tagen in Berlin trafen, war ein Kompromiss überhaupt nicht in Sicht, geschweige denn abgestimmte gemeinsame Maßnahmen. Die europäische Seite war noch nicht einmal in der Lage, den eigenen Standpunkt zu formulieren.

Das zu tun und mit den Amerikanern einen Kompromiss auszuhandeln wäre eigentlich Sache von Jean-Claude Juncker. Der luxemburgische Premier wurde im September zum "Mr. Euro" gewählt. Nur leider beginnt seine Amtszeit erst am 1. Januar 2005. Eigentlich sind sein volkswirtschaftliches Verständnis und diplomatisches Geschick gerade jetzt gefragt. Bis Januar kann der Euro schon wieder um 5 oder 10 US-Cent gestiegen sein.

Am merkwürdigen Widerspruch, dass beide Währungen, Dollar und Euro, ihren jeweils heimischen Nutzern als zu teuer erscheinen, könnte auch Juncker nicht vorbei. Vielleicht sollten die Europäer es zunächst einmal begrüßen, dass in den USA endlich Realismus Einzug gehalten hat. Wenn Greenspan und Snow den Dollar schwach reden, erkennen sie damit an, dass die Wettbewerbsfähigkeit der USA hinter der Konkurrenz zurückbleibt. Das Land muss in der Tat künftig mehr exportieren als bisher und weniger importieren. Es braucht eine restriktivere Politik.

Japanische Krankheit droht

Die Europäer haben dieses Problem nicht. Ihre Industrie ist weltweit durchaus wettbewerbsfähig, die Leistungsbilanz Eurolands ist positiv. Was Europa fehlt, ist ein blühender, wachsender Binnenmarkt. Besonders das größte Land Deutschland scheint von der japanischen Stagnationskrankheit erfasst. Die Europäer haben vor einem teuren Euro Angst, weil schon der kleinste Rückschlag im Außenhandel das magere Wachstum ihrer Volkswirtschaften zum Erliegen bringen kann. Auf die Investitionsneigung der Unternehmer hat ein teurer Euro eine deprimierende Wirkung.

So wird sogar die notorisch optimistische Europäische Zentralbank diese Woche vermutlich ihre Wachstumsschätzung für das BIP Eurolands 2005 reduzieren. Bisher rechnete die EZB mit 2,3 Prozent Wachstum. Es zeichnet sich ab, dass sich in Europa das Wachstum verlangsamt, ehe die Konjunktur überhaupt richtig in Fahrt gekommen ist.

In einer solchen Situation könnte ein Schuss amerikanischer Konjunkturpolitik gut tun. Europa muss schneller wachsen. Die Situation in Deutschland ähnelt bereits sehr der Japans zu Beginn der 90er Jahre. Wenn nichts geschieht, droht ganz Euroland in Stagnation zu verfallen. Ideal wäre ein abgestimmtes und zeitlich begrenztes Hochfahren der staatlichen Defizite. Zur Stärkung des Konsums wäre eine glaubhaft verkündete Pause beim Zurückschneiden der sozialen Leistungen nützlich. Beides wird nicht geschehen. Die politische Landschaft ist nicht danach.

Einfacher ist es, eine expansivere Geldpolitik durchzusetzen. Eine Zinssenkung bereits am kommenden Donnerstag kann man nicht erwarten. Nützlich wäre es bereits, wenn Trichet sie in den Bereich der möglichen Handlungsalternativen rückt. Nebenbei würde das auch den Euro-Auftrieb dämpfen.  

29.11.04 22:41

2385 Postings, 5721 Tage xpfutureAnti Lemming gut analysiert

Posting 21 wäre auf jeden Fall einen grünen wert!

Ein sehr interessanter Thread!!!

xpfuture  

29.11.04 22:43

2385 Postings, 5721 Tage xpfutureWerd mal bei Gelegenheit einen

Chart reinstellen und analysieren! Hab leider erst morgen Zeit!

xpfuture  

29.11.04 23:46

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingXP Future

Den "grünen Stern" gab es für Posting 25 - trotz der falschen Aussage, dass der Dollar  1995 nur auf 1,39 DM/USD gefallen wäre (der dort gezeigte Chart ist einfach zu grob). Der Dollar fiel 1995 tatsächlich auf knapp unter 1,35 DM. Ich weiß es, da ich damals für 1,35 DM eine größere Menge Dollar in Cash gekauft hatte.

Wenn ich jetzt auch noch sage, dass ich im November 2000 bei 2,29 DM/USD diese Dollars in Euro (war damals schon Konto-Währung) zurückgetauscht habe (exakt bei EUR/USD = 0,855), glaubt mir das hier sowieso keiner. Aber es ist die Wahrheit. Der Tiefpunkt war EUR/USD = 0,82 (entsprechend 2,38 DM/USD).

Ebenso ist es die Wahrheit, dass ich jetzt, bei EUR/USD 1,325, wieder KOMPLETT in den Dollar gegangen bin (auf Cash-Basis) und sogar ein CHF-Konto zum Kaufen weiterer Dollars überzogen habe. Und ich bin mir ziemlich sicher, damit - wie schon 1995 und 2000 - Geld zu verdienen. Wenn EUR/USD noch auf 1,40 fällt, werde ich nachkaufen.
 

30.11.04 11:49

1998 Postings, 5951 Tage cashflash25Habe mir einen USD/CHF Call zugelegt

Grund: siehe Chart + zusätzliche Unterstützung bei 1.117 (Allzeittiefst vom 19.04.1995)

 
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30.11.04 12:03

1011 Postings, 5775 Tage michelb@cashflash25

Hallo zusammen
@cash welchen Schein hast du?
Danke im voraus

Gruß michelb
 

30.11.04 17:44

2385 Postings, 5721 Tage xpfutureHier mal ein Chart EUR/CHF

Sieht sehr stark nach puten aus! Wenn die Marke um 0,693 fällt klar nächstes Ziel 0,686. Nach oben scheint die 0,703 ein starker Wiederstand zu sein, den wir bis jetzt nicht durchbrechen konnten. ROC zeigt deutlich negative Differgenz. RSI auch weiter down.

xpfuture  
Angehängte Grafik:
EUR-GBP.png (verkleinert auf 85%) vergrößern
EUR-GBP.png

30.11.04 17:50

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7meine strategie aufgrund von charttechnischen

analysen lautet derzeit:

EUR/CHF long
USD/CHF long  

30.11.04 17:57

2385 Postings, 5721 Tage xpfutureWürd ich eher noch

den USD/CHF long bevorzugen!

xpfuture  

30.11.04 18:03

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingFür USD-CHF long

spricht auch die heute erstmalig ausgesprochene Androhung der Schweizer Notenbank, bei weiterer CHF-Stärke an den Devisenmärkten zu intervenieren, um den Franken zu schwächen (siehe Artikel in der heutigen FTD - online Ausgabe).  

30.11.04 18:09

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7@xp

habe mir vor 2 minuten nochmals den eur/chf chart reingezogen. habe mir nochmals überlegt, jetzt schon long einzusteigen. meine entscheidung lautet nein. der kurs ist bei 1,514. ich würde ab 1,503 long gehen. also noch 0,70% abwärtspotenzial. danach klar long meines erachtens falls die 1,5 hält.

 

30.11.04 18:16

2385 Postings, 5721 Tage xpfutureUSD/CHF nach Tagestief bei

1,1325 bereits wieder auf 1,1424 hinauf. Und das nur innerhalb 2 Stunden!

Ist das schon das Reversel????    Wir werden seh´n!

xpfuture  

30.11.04 18:23

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7ich denke, der dollar wird das tief bei 1,13 chf

noch markieren. das liegt auch noch im abwärtskanal drin. danach kursziel 1,20  

30.11.04 18:27

57270 Postings, 5616 Tage Anti LemmingDas ist die Interventionsandrohung

der Schweizer Notenbank zur Schwächung des Franken (analog zu
den Yen-Verkäufen bzw. Dollar-Käufen der Japaner).

Derzeit versuchen viele Amerikaner, sich durch CHF-Käufe
(und Gold-Käufe) vor dem US-Dollar-Verfall zu schützen. Das
treibt den Franken in Sphären, die fundamental nicht mehr
begründet sind. Der über-starke Franken gefährdet zunehmend die
Schweizer Exportwirtschaft. Damit haben die Schweizer ein
ähnliches Problem wie der Japaner - und lösen es auf ähnliche
Weise, nämlich durch Devisenmarkt-Intervention.  

30.11.04 21:33

6685 Postings, 6028 Tage geldschneiderGefahr für den Euro!

Nervosität ist kein Zeichen für ein Top

von Jochen Steffens

Gestern war nach anfänglichen Gewinnen ab ca. 17.00 Uhr ein zwar kleiner, aber deutlicher Einbruch bei den amerikanischen Indizes zu erkennen. Was hatte dazu geführt? Es waren unter anderem Gerüchte, dass ausländische Zentralbanken weniger US-Anleihen kaufen oder sogar Anteile an den US-Schulden abstoßen könnten. Ausgangspunkt für diese Gerüchte war die geringe Nachfrage nach zehnjährigen Staatsanleihen in den USA.

Der starke Verfall des Dollars führt dazu, dass die Renditen ausländischer Investoren zusammenschrumpfen. Warum also das Geld in US-Staatsanleihen anlegen? Sinkt die Nachfrage, steigen natürlich die Zinsen, so die Überlegung.

Nun sind allerdings die Sorgen völlig übertrieben, dass nun China und Japan ihre US-Staatsanleihen verkaufen werden. Eher das Gegenteil wird der Fall sein. China, dessen Währung an den Dollar gekoppelt ist, braucht sich sowieso keine Gedanken zu machen. China ist Dollar-neutral und damit ist die Rendite im Innenverhältnis sicher. Allerdings wird China auch tunlichst alles verhindern, was dazu führen könnte, dass die USA als Käufer chinesischer Waren wegfallen. China wird eher fleißig weiter den Amis Geld leihen, damit diese durch ihre Warenkäufe auch künftig brav das Wirtschaftswachstum in China fördern.

Bleibt Japan. Japan kämpft immer noch mit deflationären Tendenzen und einer schwachen Wirtschaft ? doch auch Japan wird darum bemüht sein, weiterhin die US-Wirtschaft zu stützen, um die eigenen Wirtschaftsentwicklung nicht zu gefährden. Das gleiche gilt eigentlich für den gesamten Rest der Welt.

Und genau das ist wohl auch die Taktik der USA: Den Dollar abwerten, damit den Schuldendruck abschwächen und sich gleichzeitig die Defizite von der Welt finanzieren lassen.

Ich glaube jedoch, die meisten Analysten vertun sich mit der Prognose zum Dollar ganz gehörig. Ich sehe eher Gefahren für den Euro. Selbst charttechnisch entwickelt sich im Euro/Dollar Verhältnis etwas, das nicht gerade für die Fortsetzung des großen Trends spricht (langfristig). Es könnte eine große SKS oder eine große Seitwärtsbewegung entstehen. Das bedeutet, dass der Euro nicht mehr allzu viel Potenzial nach oben hat. Unerheblich ist dabei, ob er auf dem aktuellen Niveau oder erst bei 1,40 Dollar sein Hoch findet. Ich schätze jedoch, dass wir im Laufe des nächsten Jahres zunächst einen fallenden Euro sehen werden, der dann noch ein letztes Mal aufbegehrt.

Und es gibt auch fundamentale Hinweise darauf ? die Zinserhöhungen der Fed sollte eigentlich den Dollar stützen. Wenn sich das Wirtschaftswachstum fortsetzt, die Inflation zulegt, dann werden die Zinsschritte auch deutlicher anziehen. Das aber nur einmal als grober Überblick.

Zurück zum Markt: Natürlich hat auch der wieder zulegende Ölpreis den Markt belastet. Nachdem der Ölpreis jedoch deutlich gefallen war, sollte man diesen Anstieg im Moment noch als "technische" Reaktion betrachten.

Wechseln Sie einmal ein wenig die Perspektive:

Nach diesem unglaublichen Anstieg, den die Börsen nun hinter sich haben, halten sich die internationalen Indizes auf hohem Niveau trotz des wieder steigenden Ölpreises erstaunlich stabil! Wenn das kein positives Zeichen ist, was dann?

Normalerweise würde eine heftige Konsolidierung anstehen, mit stark sinkenden Kursen. Aber offenbar will keiner verkaufen, bzw. die Gewinnmitnahmen werden aufgekauft.

Also meine lieben Bären: Vorsicht auf der Short-Seite!

Im Ganzen stehen wir an nahezu allen wichtigen internationalen Indizes an den Jahreshochs. Es gilt nun ? werden diese nachhaltig gebrochen, dann wird eine ziemlich heftige Aufwärtsbewegung die Folge sein. Sollte die Konsolidierung sich jedoch in die Länge ziehen, wird es schwierig ...

Ein kleiner Kommentar zu dem "Shooting Star" oder dem "Inverted Hammer" der sich im Dax gestern ausgebildet haben soll (zumindest einigen Kommentatoren nach). Ein Shooting Star (eine Kerze im Kerzenchart mit kleinem Körper und langem Docht nach oben, der wesentlich länger als der Körper ist) ist ein Anzeichen einer euphorischen Übertreibung. Dazu MUSS es im Vorfeld bereits zu stark steigenden Kursen unter starkem Umsatzanstieg gekommen sein. Dann sollte sich ein solcher Shooting Star unterhalb einer markanten Widerstandszone ausbilden. Erst dann gilt eine solche Kerze als Umkehrsignal.

Wenn so eine Kerze sich nach einer Konsolidierungsphase ausbildet, bei der es unter sinkenden Umsätzen zu kleinen Kursrückgängen kommt (wie aktuell im Dax), und der lange Docht des Shooting Stars dabei eine wichtige Widerstandslinie deutlich durchbricht (hier das Jahreshoch), dann ist eher davon auszugehen, dass es sich um ein Vorzeichen für weiter steigende Kurse handelt (siehe z.B. 15.12.03 im Dax). Im letzten Fall ist die Prognosewahrscheinlichkeit allerdings deutlich geringer!

Also, immer noch bleibt die Frage im Raum: Rallye oder nicht ... Die nächsten Tage werden es endgültig entscheiden. Vielleicht fällt diese Entscheidung schon heute. Die gestrige Kerze zeigt, wie unglaublich nervös die Anleger zurzeit sind. Kaum gibt es leicht negative Nachrichten, springen alle aus dem Fenster und rufen dabei: "Ich, nein ich zuerst ..."

In der Nähe von Hochs sieht das meistens anders aus. Da werden "schlechte" Nachrichten selbstgefällig ignoriert! Schließlich sind sich am Top meistens alle sicher, dass es nur einen Weg an der Börse gibt: Aufwärts. Schlechte Nachrichten werden wie gesagt ignoriert und eine dicke gefräßige Selbstgefälligkeit macht sich breit. Eine solche Nervosität, wie zurzeit, ist also eher ein Hinweis darauf, dass es noch weiter nach oben geht ...

Aber mal abwarten.

 

03.12.04 19:32

57827 Postings, 7268 Tage Kickynoch ca 14 Tage höher?

finanztreff.de

Ein Analyst von Dresdner Kleinwort Wasserstein meinte bei bloomberg TV , zwischen Weihnachten und Neujahr sei eine gute Zeit ,den Euro wieder etwas runterzuholen von seinem Höhenflug  

13.12.04 08:37

1998 Postings, 5951 Tage cashflash25Update USD/CHF

Noch ein kleines Update USD/CHF

Mein erstes Ziel ist die 1.21+


 
Angehängte Grafik:
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04.02.05 11:28

1998 Postings, 5951 Tage cashflash25Bin draussen! o. T.

 
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30.03.05 18:49

3186 Postings, 5693 Tage lancerevo7.

Spekulationen über höhere Zinsen treiben den Dollar

Der Trend zu einem stärkeren US-Dollar setzte sich in den vergangenen Tagen fort. Gestern Abend markierte die US-Währung bei 1.2080 Franken den bisherigen Höhepunkt der jüngsten Dollar-Hausse. Impulse verliehen dem Greenback Spekulationen darüber, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Zinspolitik ein höheres Tempo anschlagen könnte.

Grössere Zinsschritte erwartet

Vergangene Woche hob die Fed ihre Leitzinsen wie erwartet um 25 Prozentpunkte an. Die Entwicklung der Konsumentenpreise legt weitere Zinserhöhungen in den kommenden Monaten nahe. Im Februar sind die Preise nämlich stärker als erwartet gestiegen. Anders als bisher halten Beobachter daher auch Zinserhöhungen von 50 Basispunkten für möglich, um die drohende Inflationsgefahr zu bannen.

Das dürfte den US-Dollar weiter stärken, da höhere Zinsen wieder vermehrt Vermögenswerte in den US-Raum ziehen dürften. Im Gegenzug leiden exotische Währungen, die während der Niedrigzinspolitik der USA gesucht waren, unter sinkenden Kursen. Dazu gehören der mexikanische Peso sowie der neuseeländische und der australische Dollar.

1.26 Franken liegen drin

Die Aussichten auf steigende US-Zinsen dürfte den US-Dollar also weiterhin stützen. Gemäss der ZKB konsolidiert der US-Dollars derzeit bei 1.20 Franken. «Ein Anstieg über 1.2265 würde weiteres Aufwärtspotenzial bis 1.2450 signalisieren», so die ZKB. «Mittelfristig erwarten wir den Dollar bei 1.25 bis 1.26 Franken», sagt Markus Allenspach von der Privatbank Ehinger & Armand von Ernst. Es dürfte allerdings nicht schnurstracks nach oben gehen. Viel eher dürfte das derzeit aktuelle Muster «Zwei-Schritte-vor-ein-Schritt-zurück» anhalten. (fhm)

 


lg lance

 

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