Düstere Aussichten....

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eröffnet am: 27.12.01 16:30 von: Kabler Anzahl Beiträge: 1
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27.12.01 16:30

834 Postings, 7400 Tage KablerDüstere Aussichten....

hoffe doch sehr, dass sich die Wirtschaft im nächsten Jahr einigermassen fangen kann...

KÖLN (AFX-CH) - Die deutsche Wirtschaft blickt so pessimistisch ins neue Jahr wie seit der Rezession von 1992/93 nicht mehr. Dies ergab eine heute veröffentlichte Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bei 44 Branchenverbänden.

Demnach rechnen 19 Branchen 2002 mit sinkenden Produktions- und Umsatzzahlen und zwölf mit stagnierenden Daten. Der verbreitete Pessimismus wird zu weiteren Stellenkürzungen führen: Rund zwei Drittel der Branchen planen der Umfrage
zufolge einen Personalabbau.

Auch die traditionell positiv gestimmten exportstarken Sparten schätzten die Perspektiven für das kommende Jahr eher ungünstig ein, erklärte das Institut.
Grund sei, dass die Folgen der Terroranschläge vom 11. September die Weltwirtschaft offenbar länger beeinträchtigten als zunächst vermutet.

In 35 Wirtschaftssektoren herrscht der Befragung zufolge derzeit gedrücktere Stimmung als vor Jahresfrist. Lediglich die Ernährungsindustrie, die vor einem Jahr starke Einbussen durch die BSE-Krise hinnehmen musste, sei etwas
zuversichtlicher als Ende 2000.

Nur zwölf der 44 Branchen rechneten mit besseren Geschäften als in diesem Jahr. Geringere Umsätze erwarten vor allem Industriezweige wie Bergbau, Stahl und Maschinenbau. Mit wesentlich niedrigeren Einnahmen rechnen Stahl- und
Metallverarbeitung, die Autobranche, das Baugewerbe und die
Entsorgungswirtschaft.

Stellenstreichungen halten laut IW 28 Branchenverbände für unausweichlich. Lediglich Versicherungen, die Telekommunikations- und die Leasingbranche wollten
ihre Beschäftigungszahlen 2002 erhöhen.

Auch der Einzelhandel gehört der Befragung zufolge zu den Pessimisten und plant einen weiteren Abbau von Stellen. Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) erklärte, nach hohen Umsätzen zwischen den Jahren und in den
ersten Januartagen werde das Klima wieder rauer. Für 2002 gehe die Branche von einem Umsatzrückgang von 0,25 Prozent aus.

Lichtblicke sind laut IW erst Mitte 2002 in Sicht. Viele Beschaffungs- und Investitionsvorhaben seien lediglich aufgeschoben, aber nicht storniert worden.
Würden diese umgesetzt, könne es ab Sommer zu einem zügigen Aufschwung kommen.

Voraussetzung sei aber, dass sich das weltweite Wirtschaftsklima aufhelle und die anstehende Lohnrunde «mit wachstums- und beschäftigungsfreunlichen Abschlüssen endet», heisst es in der Umfrage.

 

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