Drei Revolutionen

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neuester Beitrag: 28.08.05 11:35
eröffnet am: 27.08.05 20:49 von: Pate100 Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 28.08.05 11:35 von: Pate100 Leser gesamt: 778
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27.08.05 20:49

15130 Postings, 6942 Tage Pate100Drei Revolutionen

sehr interessanter Artikel!
Seine Schlussfolgerungen decken sich im großen und ganzen mit meinen eigenen Einschätzungen.
Nur denke und hoffe ich das uns noch ein paar Jahre bis zum endgültigen
Kollaps bleiben. Denke Ende des Jahrzehnts ist es soweit.

Ich werde jedenfalls langfristig einen Großteil meines Geldes in Gold, Silber
und Öl stecken. Auch in Russland!!!!, Asien und Südamerika sollte man
mittel bis langfristig investiert sein.
Mein Favorit ist dabei ganz klar Russland! Dieses unglaublich reiche Land wird
mittelfristig wieder Weltmacht Nummer eins werden.

Für die USA und Europa sehe ich schwarz. Der Dollar wird wertlos werden, das
Finanzsystem zusammenbrechen. Meine Befürchtung dabei ist, dass die USA bei
ihren Untergang die Welt mit Kriegen überziehen wird.
Einen kleinen Vorgeschmack gabs ja leider schon.

Mein Fazit: kauft Gold und Silber! Die Welt wird sich verändern.
Und um ehrlich zu sein, ich habe Angst vor der Zukunft.

Gruß Pate


Drei Revolutionen

Die Rede von Ferdinand Lips anlässlich der Konferenz "Goldrush 21" in Dawson City (Kanada) vom 8.-9. August 2005


"Der Goldstandard des 19. Jahrhunderts ist die größte monetäre Errungenschaft der zivilisierten Welt"
- Ferdinand Lips-



Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist mir eine Ehre und Freunde, zu Ihnen am Ort der größten Goldentdeckung in der Geschichte sprechen zu dürfen. Wir befinden uns in Dawson City, dem Schauplatz des Klondike Goldrausches von 1896. Als ein junger Mann verbrachte ich zwei Jahres meines Lebens in Toronto. Fast 50 Jahre später schaffte ich es, dieses legendäre Gebiet des Yukon zu besuchen. In dieser Wildnis spielte das Schicksal in den Leben von tausenden Menschen eine unglaublich dramatische Rolle. Es gibt kein Fieber wie das Goldfieber.

Diesen Juni hat Gold einen dramatischen Anstieg gegenüber allen bedeutenden Währungen hinter sich gebracht. Es scheint ein weiterer Zyklus in diesem Goldmarkt zu beginnen. Der Vorhang des sich heute abspielenden Dramas wird in Kürze gelüftet werden, indem alle Investoren weltweit bemerken werden, was vor sich geht.

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich Ihnen erklären, wie ich die Situation von Gold und der Welt von Dawson City aus sehe. Kurzgefaßt: Weil die Welt die monetäre Rolle des Goldes vergessen hat, befindet sich unsere Welt in ernsten, sehr, sehr ernsten Schwierigkeiten. Das ist ein wichtiger Grund für die aktuell besorgniserregende Lage der Welt. Die Aufgabe von Gold als Geld, von der Disziplin des Goldes, ist der wichtigste Grund, wenn nicht nur die einzige Begründung dafür, warum unsere Welt ein sehr gefährlicher Ort geworden ist. Meiner Meinung nach, ist es die größte Tragödie in der Geschichte der Welt.

Vor einigen Jahren hörte ich, daß der Kalender der Maya am 23. Dezember 2012 endet. Es gibt danach keinen Mayakalender mehr. Das ist in nur sieben Jahren entfernt! Die Mayas waren ein Volk von großer Kultur und sie liebten das Gold. Sie müssen ernstgenommen werden.

Was könnte das bedeuten? Was wird passieren? Ist es dann das Ende der Welt? Nein, das kann es nicht sein. Wir hoffen nicht. Jedoch stehen wir einer wirtschaftlichen Situation gegenüber, die leicht in einem Debakel von geschichtlichem Ausmaß enden könnte. Wird es einen Weltkrieg geben? Nun, das ist gut möglich. Es finden bereits so viele Kriege statt. Im 20. Jahrhundert gab es zwei Weltkriege, tausende von kleineren Kriegen, sogar einen Goldkrieg und einen Währungskrieg. Das wäre niemals unter einem Goldstandard geschehen. Unmöglich!

Was könnte es sonst sein?

Ich bin zu einigen Schlußfolgerungen gekommen. Schlußfolgerungen kommen gewöhnlich am Ende einer Rede. Aber ich werde Sie nicht warten lassen. George Bernard Shaw sagte einmal: "Es ist schwer, eine Vorhersage zu machen, vor allem über die Zukunft." Aber ich werde es trotzdem versuchen.

Ich erzähle Ihnen meine Schlußfolgerungen genau jetzt ...


Erste Schlußfolgerung

Es wird keine FED mehr geben. Ja, es wird keine FED mehr geben, glauben Sie mir! Es mag so manchem von Ihnen überraschend vorkommen, zu hören, daß das Federal Reserve System bereits die vierte amerikanische Zentralbank ist. Es gab zuvor drei andere und das Ergebnis war immer das gleiche - ein Desaster. Wir hatten die FED 100 Jahre lang und das ist genug. Warum? Weil diese Organisation tragisch versagt hat. Sie wurde Eingerichtet um den US-Dollar stark zu halten und das Finanzsystem in Schwung zu halten. Sie wurde von mächtigen und angeblich sehr intelligenten Männern gegründet. Innerhalb von 100 Jahren haben Sie den US-Dollar erfolgreich auf 5% seines Wertes von 1913 gedrückt. Vielleicht sogar darunter. Die FED hat Aktienmarktblasen erzeugt. Genau jetzt erzeugt sie die größte Immobilienblase der Geschichte. Dies wird möglicherweise zu einem wirtschaftlichen Kollaps führen. Ich erwarte, daß eines Tages eine Revolution gegen die FED stattfinden wird. Sie muss abgeschafft werden. Alles in allem waren ihre Gründer nicht so intelligent sondern eher dumme Männer. Oder waren sie Teufel? Es ist eine Tragödie. Nicht nur das: Es ist die größte Tragödie in der Geschichte der Welt, sogar noch schlimmer als Kriege. Schlimmer als Kriege. Es machte die meisten Menschen arm. Es zerstörte Amerika. Es verursachte Kriege und half dann diese zu finanzieren.


Zweite Schlußfolgerung

Die meisten anderen Zentralbanken werden ebenfalls verschwinden. Die Zentralbanken erfanden dieses schreckliche Monster des "lender of last resort", der den verantwortungslosen Banken und den reichen Finanzleuten erlaubt, ohne reales Risiko für sich selbst, zu spekulieren. Es führte zu einem unglaublichen Gebäude von finanziellen Hebeleffekten. Um am Ende läßt es gewöhnliche Menschen dafür geradestehen. Nichts davon würde geschehen, wenn wir eine ehrliche Geldstruktur hätten. Wir benötigen keine Zentralbanken. Die ehemalige mächtige Bundesbank, die Bank, die Europa regierte, hat bereits ihre gesamte Macht verloren. Alle Zentralbanken müssen und werden abgeschafft werden. Warum? Weil sie so dumm und betrügerisch das Gold ihrer Staatsbürger verkauft haben und stattdessen Papiergeld, großteils US-Dollar, erwarben. Sie wissen, dass diese Dollars 95% ihres Wertes in den letzten 100 Jahren verloren haben. In Ordnung, es gibt jetzt den EURO. Aber ist dieser Währungscocktail irgendwie besser? Irgendjemand nannte ihn die ESPERANTO WÄHRUNG, den Hoffnungsvollen meinend. Vor der Kreation des Euro hielten alle Zentralbanken der Welt ihre Währungsreserven in US-Dollar. Einen US-Dollar, der mit nichts gedeckt ist. Nachdem der Dollar in den letzten Jahren gekracht ist, schichteten sie ihre Papierdollars in Euros um. Wie geschickt, sie verkauften Gold am Tiefspunkt und sie verkauften den Dollar auf dem Tiefpunkt. Ich hoffe, daß noch nicht alles verloren ist. Ich vermute, daß einige Zentralbanker beginnen aufzuwachen und herausfinden, daß Gold das einzige wirkliche Geld ist - die einzige Alternative zu wertlosen Papiergeldreserven.

Meine Vorhersage: Anfang 2006, werden die gleichen Zentralbanker, die Gold zu viel niedrigeren Preisen verscherbelt haben, dieses Gold zu weit höheren Preisen zurückkaufen.


Dritte Schlußfolgerung

Die Vereinigten Staaten verfügen über lateinamerikanische Verhältnisse, jedoch ohne deren Reiz. Ich bin sehr besorgt über die Zukunft dieses Landes. Seine verarbeitende Industrie stirbt. Die Vereinigten Staaten bluten sich mit diesen endlosen Kriegen zu Tode. Soweit ich weiß, hat Amerika keine Feinde von Außen, die sie bedrohen. Meiner Ansicht nach, kommt der Feind von innen. Es wird einem wirtschaftlichen Kollaps und der vollständigen Zerstörung seiner Währungen gegenüberstehen. Aber das Volk ist nicht darüber informiert, was vor sich geht. Ich höre ebenfalls, daß sein Volk seine Freiheit verliert. Das ist natürlich die Konsequenz. Die Amerikaner sollten sich ihres Erbes bewußt werden. Sie sollten sich an die Prinzipien ihrer Gründungsväter erinnern. Diese wundervollen Männer erzeugten einen großartigen und erfolgreichen Staat, der von der gesamten Welt bewundert wurde. Dies ist alles vergangen. Ihre Regierungen denken nur noch darüber nach, jeden zu lehren, was Demokratie ist. Sie wollen die Welt regieren, die sie nicht verstehen. Sie wollen die Märkte lenken, die sie nicht länger beherrschen und greifen dann als Ausweg zum Krieg , wenn nichts anders mehr hilft.


Vierte Schlußfolgerung

China wird möglicherweise die größte Wirtschaftsmacht der Welt werden. China verfügt über einen lange Geschichte. Der zeitlose Wert des Wissens des Konfuzius, das fast 3000 Jahre alt ist, wird wieder in Erinnerung gerufen. Glauben Sie mir, dies ist Disney Land weit überlegen. China wird das wichtigste Land der Welt werden. China wird eine großartige Zukunft haben, solange es die Geschwindigkeit mit der es sich verändert und wächst, meistern kann. Das wird schwierig sein. Der wirtschaftliche Fortschritt Chinas erzeugt nicht nur Wohlstand, sondern auch Spannungen. Es sollte nicht auf den amerikanischen Konsumenten aufgebaut werden, die nur so stark konsumieren, weil sie glauben, dass der Immobilienboom sie reich macht. Somit werden China und die anderen asiatischen Ländern eines Tages über ihren eigenen Binnenmarkt verfügen müssen. Sie werden nicht länger so stark von den amerikanischen Konsumenten abhängig sein, die in Schulden ertrinken. Wenn die politischen Spannungen zu stark werden, könnte sich das Land in drei Chinas aufspalten. Es ist früher schon in ihren Dynastien geschehen. Das würde nicht allzu schlimm sein. Kleine Länder können besser verwaltet werden. Na ja, im Fall von China würden diese drei Länder immer noch groß genug sein.


Fünfte Schlußfolgerung

Indien wird wohlhabender und erfolgreicher mit der Zeit. Aber ich frage mich, ob ein Land wirklich erfolgreich ist, wenn es über so viele arme Menschen verfügt. Der wichtigste Einblick: Trotz aller Vorhersagen, wird Indien mehr und mehr Gold kaufen. Die Inder werden sich niemals verändern. Sie haben viele Geschichtsabschnitte und Erfahrungen mit Papiergeld. Im Mittelalter gab es eine "Seidenstraße" von der Türkei nach Kasachstan. Nun beobachten wir den Aufbau einer "Goldstraße". Sie beginnt in Dubai. Dubai baut die größte Goldraffinerie der Welt. Sie kaufen und raffinieren das Gold, das nachher über die "Goldstraße" nach Indian und ganz Asien fließt.


Sechste Schlußfolgerung

Rußland könnte die größte Weltmacht werden. Rußland verfügt möglicherweise über die größten Goldreserven. Im Jahr 1917, unter dem Zar, verfügte die Bank von Rußland über die größten Goldreserven aller Zentralbanken, inklusive der Bank von England. Rußland hat viele gut ausgebildete, hart arbeitende, anstände Leute. Sie müssen nur ihre enorme Bürokratie abbauen, ihren marxistischen Alptraum vergessen und die Prinzipien der freien Marktwirtschaft lernen. Es ist ein sagenhaft reiches Land mit enormen Ressourcen, einer Menge guter Menschen und einer großen Kultur.


Siebte Schlußfolgerung

Zusammen mit Rußland könnten EUROPA wieder das Zentrum der Welt werden. Aber dies ist noch lange nicht sicher. Es kann nur erreicht werden, wenn wir den Sozialismus und den Wohlfahrtsstaat über Bord werfen. Wir sollten von den Chinesen lernen. Hart arbeiten und wenig Wohlfahrtsstaat. Aber um erfolgreich zu sein, benötigt der Euro eine Verlinkung zum Gold. Das Wunder kann nur vervollständigt werden, falls die Europäer Keynes durch die Gedanken von Männern wie Röpke, von Mises, von Hayek, etc. austauschen. Röpke, Eucken und Erhard waren die Väter des deutschen Wunders. Diese Politiker könnten wieder eine Quelle für ein europäisches Wunder sein. Die EU von Brüssel, die EU in ihrer heutigen Form, sollte abgeschafft werden. Die Brüssler Bürokratie von ungewählten Beamten ist ein Monster. Die Franzosen und die Niederländer stimmten gerade erst dagegen. Die EU in ihrer heutigen Form wird versagen und möglicherweise wird der Euro ebenso versagen. Das wäre nicht das Ende von Europa. Wie General Charles de Gaulle empfahl, würde das Ideal sein: Das Europa der Nationen. Ein Europa in dem die Individualität jeder Nation respektiert wird. Ein Europa vom Atlantik bis zum Ural. Ein bisschen mehr Religion würde auch behilflich sein. Das Wort Gott steht nicht einmal in der neuen Verfassung. Die nicht gewählten Meister von Europa möchten es ohne Gott machen. Es ist vorbestimmt, daß sie versagen.


Achte Schlußfolgerung

Die Gold- und Silberpreise werden viel, viel höher sein. Die Ölpreise ebenfalls. Es gibt nicht genug Gold. Wer möchte Gold und Silber produzieren, solange die Preise künstlich niedrig gehalten werden? Diese gesamte Manipulation des Goldmarktes muß enden. Sie wird enden, wie der Goldpool im Jahr 1968. Einfach zusammenbrechen. Der Goldpool wurde 1960 von den Zentralbanken geschaffen, um den Goldpreis auf 35,00 USD zu halten. Es konnte nicht weitergehen. Das Gold war stärker als die Zentralbanken. Und Gold wird wieder stärker sein als die Jungs von den Hedge Fonds, die auf kriminelle Weise Aktien von kleinen goldreichen Explorern ausleihen und shorten, nur um diese in die Knie zu zwingen. Nur wird die Explosion des Goldpreises dieses Mal viel spektakulärer sein. Die Preise werden auf den Mond schießen. Und die Manipulatoren werden von einem realen Boomerang erschlagen. Auch die Zentralbanken werden 2006 anfangen zu kaufen. Niemand wird fähig sein, diesen zukünftigen Goldrausch zu stoppen. Gold wird sich rächen.


Neunte Schlußfolgerung

Wenn der Preis von Gold und Silber dem freien Markt überlassen werden würde, dann würde wirklich jeder davon profitieren. Südamerika. Die meisten Länder Afrikas. Südafrika würde am meisten davon profitieren. Sogar die Vereinigten Staaten würden großartig davon profitieren, weil es der drittgrößte Goldproduzent der Welt ist. Es würde eine Renaissance des Bergbaus im allgemeinen stattfinden, mit all seinen nützlichen Auswirkungen auf die Wirtschaft als ganzes.


Zehnte Schlußfolgerung

Meine wichtigste Vorhersage ist die folgende: Ich sage eine Rückkehr des Goldstandards voraus. Ohne eine Rückkehr des GOLDSTANDARDS können Sie es vergessen, ich wiederhole - alles vergessen. Dann wird sich der Kalender der Maya und ihr Wissen großartiger als Nostradamus erweisen.

Wenn wir zum Goldstandard zurückkehren ... Dann könnte ich das beste Szenario für die Zukunft der Menschheit sehen. Jeder würde von gesundem Geld profitieren, Südamerika, Afrika. Die Vereinigten Staaten könnten wieder die großartigste wirtschaftliche Macht und Nation werden. Das goldreiche Asien würde möglicherweise am meisten profitieren. Die Weltwirtschaft würde auf vollen Touren laufen. Es würde überall Vollbeschäftigung geben. Die Jungen könnten wieder einen Job finden. Frieden würde wieder auf die Welt zurückkehren.Wie kann das erreicht werden?

Durch drei Revolutionen! ...


1. Die GATA Revolution

Ich bin an diesen historischen Ort gekommen, um Ihnen zu sagen wie wir Europäer die Arbeit von GATA bewundern. Seit sieben Jahren kämpft die GATA unter Führung von Bill Murphy und Chris Powell für freie Märkte, für einen freien Goldmarkt. Bills Courage ist ohne Beispiel. Es ist ein Kampf David gegen Goliath. Tag für Tag schleudert er seine wahrhaftigen Botschaften heraus. Täglich informiert er wie ehrliche Leute durch arrogante Regierungen, Bürokraten, nutzlose Zentralbanken und das allmächtige Bankensystem bestohlen werden. Es ist ein Verbrechen, wenn man die Märkte manipuliert, die Preise der Anlagen anderer Leute drückt, die Wirtschaft ganzer Nationen (hauptsächlich in Afrika) zerstört und hunderte Millionen in Armut treibt. Es ist ein Verbrechen.

GATA kämpft engagiert für freie Märkte, bessere Märkte, Ehrlichkeit und eine bessere Welt. Dafür verdient GATA volle Unterstützung. Die Bergbauindustrie wurde oft von GATA kritisiert und das war richtig. GATA kritisierte sie dafür, daß sie nicht gegen die offenkundige Manipulation auftraten. Die Bergbau-Leute realisieren nicht, was mit ihrem Produkt und ihren Aktionären gemacht wird. Sie sind meistens Ingenieure und verstehen nicht, was einige dunkle Charaktere an der COMEX mit ihnen machen. Oder sie verschließen einfach ihre Augen. Wenn Ihnen klar wird, wie viel Arbeit es macht, ein paar Gramm Gold aus der Erde zu holen, dann wird offensichtlich, daß es sich hier um ein großes Verbrechen handelt.

Es kann nur im Interesse der Bergbau-Leute sein, GATA zu unterstützen. Es wäre der Job des World Gold Councils gewesen, doch sie haben versagt. Das ist eine der komischsten Organisationen, die ich je kennengelernt habe. Auf jeden Fall sind sie keine Freunde der Goldminenindustrie. Eher vertreten sie die Interessen ihrer größten Sponsoren, die wiederum die größten Hedger sind. Diese Sponsoren diktieren das Verhalten des WGC´s.

Alle Gold- und Silberminen der Welt sollten GATA freiwillig einen jährlichen Betrag geben. Nicht auf ihrer Produktion basierend, sondern soviel wie sie selbst denken. Alle Investoren, besonders die in Gold- und Silberminen, müssen sich bei GATA anmelden. Sie bekommen täglich ehrliche und erstklassige Informationen. GATA ist die einzige Organisation, die für Minengesellschaften und Investoren kämpft. Sie kämpfen für Ihre Rechte und Ihr Geld.

GATA und LeMetropoleCafe sollten jetzt auf eine breitere Basis gestellt werden. Eine Gruppe von Freunden sollte sich mit ihnen treffen und einen Plan ausarbeiten wie GATA institutionalisiert und strukturiert werden kann. Eine geordnetes Unternehmen sollte entstehen. Die Vorteile für alle Beteiligten wären enorm, nicht nur für einige Aktiengewinne, sondern für die ganze Wirtschaft, für Länder, die Minen, die Aktionäre und für die Arbeiter der Freiheit.

Ist das möglich? Ja, es ist. Es ist notwendig, weil die Betrügerbande nicht endlos uns Geld stehlen darf. GATA muß leben und wachsen. Laßt uns aus GATA eine machtvolle Organisation machen. Bill verdient das, er ist ein Pionier. GATA muß ein geordnetes Unternehmen werden.


Eine historische Parallele

Das erinnert mich an die Gründung der Schweiz. Im Jahre 1291 versammelten sich 30 Männer aus den Schweizer Bergen auf einer Wiese am Luzerner See. Sie wollten frei sein. Zu dieser Zeit war Europa von Königen, Fürsten und Adeligen regiert, die mit dem Volk nicht immer gut umgingen. Der einfache Mann mußte Steuern (10%) zahlen und auf dem Felde für die Glorie seines Königs kämpfen. Die Bergbauern entschieden, daß sie ihr Schicksal selber in die Hand nehmen könnten. Es war ihnen bestimmt, sich nicht irgendwelchen Unterdrückern zu beugen oder in Ketten zu liegen. Aber sie mußten in den Krieg ziehen. In drei entscheidenden Schlachten besiegten sie die Armee des Habsburger-Reiches. Aber bevor sie in die Schlacht zogen gingen sie auf die Knie und beteten zu Gott, dem Allmächtigen, um Hilfe. Andere Kantone schlossen sich den ersten drei an. Heute ist die Schweiz, ein Land ohne natürlich Ressourcen, das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt.

Die Schweiz ist immer noch die einzige direkte Demokratie in der Welt. Das, meine Freunde, ist meine erste Botschaft. Jetzt die zweite:



2. Die Bildungsrevolution

Wenn wir erfolgreich das derzeitige Währungs(un)system ändern wollen, müssen wir einen Plan haben. Wir müssen einen Plan haben, um die Leute über gutes Geld zu informieren. Seit einem Jahrhundert wurden die Leute erfolgreich gehirngewaschen, daß Gold am Ende ist und Papiergeld unangefochten sei. Die Politiker und die Medien lügen. Es gibt keine Universität mehr auf der Erde, wo Geldgeschichte und -wissenschaft gelehrt würde. Aus der Geschichte wissen wir wie Papiergeld endet. Zum ersten Mal in der Geschichte ist alles Geld auf der Welt von nichts mehr gedeckt. Das ist das übelste System, das jemals vom Menschen erfunden wurde. Es ist ein Turm vom Babel des Geldes.

Lassen Sie mich Prof. Antal Fekete zitiere, der in meinem Buch "Gold Wars" (dt. Titel: Die Gold Verschwörung) schrieb:

"Dieses Buch "Gold Wars" ist mehr als eine Chronologie der Goldkriege. Es ist auch eine Abrechnung mit dem historischen Versagen des "Esperanto Geldes". Vor über hundert Jahren schuf ein polnischer Physiker namens Ludovik Lazarus Zamenhof (1859 - 1917) eine künstliche Sprache mit der Hoffnung, den Fluch von Babel zu brechen. Nach der Bibel waren die Menschen so überheblich geworden, Gott mit dem Bau eines Turmes herauszufordern, der bis in den Himmel reichen sollte. Der Turm konnte niemals fertiggestellt werden wegen der Konfusion, die wegen der unterschiedlichen Sprachen herrschte. Zamenhof nannte seine neue Sprache "Esperanto", was "hoffnungsvoll" bedeutet. Die Hoffnung war aber vergeblich mit dem Aufkommen anderer künstlicher Sprachen wie "Ido". Damit blieb die Sprachverwirrung und der Fluch von Babel.

Eine nicht einlösbare Währung "Esperanto Geld" zu nennen, ist angemessen. Die biblische Geschichte kann man allegorisch als eine Warnung interpretieren, Gott nicht herauszufordern mit dem Bau eines Turmes von nicht gedeckten Schulden, um so den Himmel zu erreichen. Aber die Warnung stößt auf taube Ohren. Jetzt steht uns Gottes Strafe bevor. Die Währungen der Nationen sind in Unordnung. Der Turm zu Babel ist nutzlos. Andere künstliche Währungen wie SDR (Sonderziehungsrechte), der Euro etc. kamen auf. Die Konfusion der Währungen und der Fluch von Babel bleiben."

Wie konnte dieser Turm nicht gedeckten Papiergeldes entstehen? Weil es keinen Goldstandard mehr gibt. Weil die Leute nicht wissen, was Geld ist und was gutes Geld ist und bedeutet. Die Lektionen der Vergangenheit sind vergessen. Im 19. Jahrhundert wußte jeder, was Geld ist. Also müssen wir jetzt die Leute wieder aufklären. Wie kann das geschehen? Sie schaffen ein weltweites Geldinstitut. Wir organisieren systematisch Konferenzen. Sie laden junge Leute ein, jeden, der zu lernen bereit ist. Sie haben drei Jahre umfassende Kurse über Geldgeschichte, Bergbau, den Einfluß guten Geldes auf die Wirtschaft in Vergangenheit und Zukunft. Eine Organisation wie FAME (www.Fame.org) könnte dabei eine wichtige Rolle spielen. Ich bin ein Treuhänder dieser Organisation und ein Freund des Direktors Dr. Larry Parks.

Sie brauchen dafür keine Gebäude. Sie können das alles an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Ländern organisieren: Die Schweiz, Toronto, Singapur, Dubai, Kyoto, Shanghai, Kapstadt, Buenos Aires. Jeden Ort, den Sie sich vorstellen können. Es wird eine Frage weniger Jahre sein und Millionen von Menschen werden wissen, was gutes Geld ist und werden den Goldstandard zurückhaben wollen. Und Millionen Leute werden Gold kaufen. Der freie Markt wird die Manipulation überwinden und den Preis des Goldes festlegen.

Dank des Internets wird sich diese Botschaft schnell verbreiten. Ich sage Ihnen, innerhalb von drei Jahren wäre die Welt bereit für einen neuen Goldstandard, für gutes Geld, Recht und Ordnung, Freiheit und gegen Kriege. Mag sein, daß es länger dauert. Mögen es 7 Jahre bis 2012 sein, wenn der alte Kalender der Mayas endet und ein neuer beginnt.

Es ist möglich. Wie kann es erreicht werden?

Das erinnert mich an ein anderes Beispiel aus der Historie.


Der Sieg des Christentums über das Römische Reich

Sie, die Missionare, taten es ohne Geld, ohne Internet. Sie ritten auf Eseln und sprachen zu den Massen, sprachen über Gott, überzeugten sie von der Wichtigkeit der Liebe und des Friedens. Und sie gewannen. Es ist die jüdisch-christliche Philosophie, die an den einen Gott glaubt, der das Römische Reich ohne Waffen bezwang.

Deshalb ist es möglich. Es kann schnell erreicht werden. Wir haben das Internet.


Meine Tochter Barbara und ich haben an einem Plan für ein Geldinstitut gearbeitet. Es war einfach. Ich habe den Plan an 10 Leute geschickt, die ich für geeignet erachtete. Als ich sie um ihre Meinung fragte, fanden sie die Idee hervorragend. Bis jetzt ist der Plan noch in der Schublade in der Schweiz aber er wartet darauf, zum Nutzen der Menschheit hervorgeholt zu werden.

Aber wer wird das umsetzen? Wer hat den Enthusiasmus, ein solches Geldinstitut zu schaffen? Es kann nicht Ferdinand Lips sein. Ich bin über 74 Jahre alt. Aber es sollte genügend Kandidaten geben. Im Mai war ich im mittleren Osten, wo ich in Dubai eine Rede vor dem Gulf Research Center hielt. Letztes Jahr war ich in Bahrein und sprach in der örtlichen Universität. Sie waren dort alle so interessiert und baten mich, ein Programm für die arabischen Universitäten auszuarbeiten, das "Gold Wars" zur Grundlage hat. Heute ist es leicht, die Botschaft mit Hilfe des Computers zu verbreiten.



3. Die Bergbaurevolution

Bevor ich schließe möchte ich zu Ihnen noch als Vertreter der Goldminenindustrie sprechen. Die Goldminenindustrie steht unter großem Druck, sie ist in Schwierigkeiten. Es ist ein Wunder, daß es sie überhaupt noch gibt. Derzeit sollte sie große Gewinne machen und hohe Dividenden auszahlen. Vor 30 Jahren war es üblich, daß Minengesellschaften Dividenden zahlten. Heute tun sie es nicht und können es nicht. Warum? Weil der niedrige Goldpreis das nicht zuläßt. Wir brauchen eine gesunde Minenindustrie, das wäre gesund für die ganze Wirtschaft. Per heute sollte der Goldpreis um 50% höher sein. Die Bergwerke, die Aktionäre und die Arbeiter würden profitieren. Aber es ist nicht nur der niedrige Goldpreis, der sie trifft. Es ist auch ein Währungskrieg im Gange, der große Schwankungen produziert. Die Energiekosten steigen, die Vorprodukte verteuern sich, die Arbeitskosten steigen und die Gehalte sinken.

Die Folgerung daraus ist, daß die Goldminenindustrie einen höheren Goldpreis braucht. Ich bin seit über 10 Jahren in der Goldindustrie von Südafrika und Kanada aktiv, habe nie eine Industrie kennengelernt, die ihr eigenes Produkt so schlecht vermarktet. Weder die südafrikanische Regierung, noch ihr Finanzminister erheben je die Stimme. Sie sehen einfach zu wie ihre Minenindustrie zerstört wird. Und die Gewerkschaften denken, daß die Unternehmen einen schlechten Job machen. Warum? Nun, sie sehen einfach zu wie ihr eigenes Produkt zerstört wird. Die Aktionäre der Minengesellschaften sollten das Management dafür verantwortlich machen, daß es Gold 300 US$ unter Wert verkauft und damit harte Assets verschleudert. Bedauerlicherweise wissen die meisten Aktionäre nicht, was vorgeht.

Fast alle Manager im Bergbau sind Ingenieure. Die meisten wissen nicht einmal, daß der Goldpreis gesteuert ist. Das ist, meiner Meinung nach, unverantwortlich. Jeder Käseproduzent tut mehr für sein Produkt. Was aber können die Minen-Leute tun? Sie haben genug Kosten gesenkt, unwirtschaftliche Minen geschlossen und Arbeiter entlassen.

Sie sollten einfach 10% ihrer Produktion vom Markt fernhalten. Das wären ca. 200 to pro Jahr und nur die Hälfte dessen, was die Zentralbanken unter dem "Washington Agreement" pro Jahr verkaufen. Nur die Hälfte dessen, was die Zentralbanken verkaufen, um den Preis niedrig zu halten. Wenn den Zentralbanken gestattet wird, öffentlich alles zu tun, um die Minenindustrie zu zerstören, dann hat die Minenindustrie das Recht zurückzuschlagen. Es ist jetzt an der Zeit, aufzustehen und 200 to zurückzuhalten. 200 to sind nicht viel, doch sie würden sofort großen Einfluß haben.



Die finalen Schlußfolgerungen

1. Wir brauchen eine starke und mächtige GATA. Das ist notwendig. Eine GATA, die strukturiert, organisiert und institutionalisiert ist.
2. Wir müssen den Leuten überall auf der Welt sagen, was Gold ist. Gold ist Geld, das einzige Geld, das beste Geld und die Versicherung dafür, daß unsere Welt wieder ein prosperierender Ort wird. Wir brauchen ein Geldinstitut auf weltweiter Basis.
3. Die Minenindustrie muß wieder aufsteigen. Sie muß Gold vom Markt zurückhalten bis die Zentralbanken ihre Verkäufe beenden.
4. Es ist von größter Bedeutung, die Restriktionen des IWF loszuwerden, die den Mitgliedsländern verbieten, ihre Währung an Gold zu koppeln. Andernfalls müssen die Länder den IWF verlassen.
5. In seinem Essay "Können Goldproduzenten durch Vermarktung von Schmuck überleben" sagt Larry Parks von FAME: Am Ende wird es, um das Vermögen der Goldproduzenten wiederherzustellen, notwendig sein, Gold als freies Gut freier Menschen überall auf der Welt wiederherzustellen. Geld, das nicht abwertet, weder zu Hause, noch im Ausland. Geld, das stabil ist wie die Sterne und so treu wie die Gezeiten. Wie die "American Federation of Labor" am Wechsel des letzten Jahrhunderts sagte: "Gold ist der Standard einer jeden großen Zivilisation". Das ist die Erlösung der Goldminenindustrie: Gold als Standard einer jeden großen Zivilisation!


Das ist meine Botschaft. Überwindet das Papiergeldsystem durch Wissen. Genau so wie das Christentum das Römische Weltreich bezwang. Erobert es mit Gold. Wenn wir das tun, wird bis zum 23. Dezember 2012 ein neuer goldenen Maya-Kalender geboren und die Welt wird eine Renaissance und Wohlstand für alle erleben.

Wenn wir es aber nicht tun sollten, wird der Maya-Kalender prophetische Bedeutung haben und wir werden Zeugen des weltweiten Zusammenbruchs und glauben Sie mir, des Endes der Welt wie wir sie kennen.


© Ferdinand Lips
Chairman Top-Gold AG  

27.08.05 21:04

15130 Postings, 6942 Tage Pate100Gold

passend zum ersten Artikel.  Auch beim Gold befinden wir uns momentan in einen aussergewöhlichen Situation.

Gold/Öl-Ratio Extreme (Teil 3)

 

Rohöl ist dieses Jahr genauso gestiegen, wie zornige Pendler in ganz Amerika gejammert haben. Seit Januar ist es von 42 USD auf 67 USD pro Fass gestiegen, im Jahresvergleich sogar um enorme 60%. Das Jahr 2005 hat bereits bewiesen, dass es die faszinierendste Episode im Ölmarkt der letzten 25 Jahre ist. Wirklich beachtlich.

Während ich verstehen kann warum die Benzinpreise das Volk irritieren, verbleibe ich als Investor in Ehrfurcht vor den wundersamen Chancen, die uns diese säkulare Rohstoffhause bietet. Öl ist nur eine Facette, obgleich eine außerordentlich wichtige, eines breit angelegten Anstieges von wesentlichen Rohstoffen allen Arten.

Einige der erstaunlichsten Möglichkeiten dieses großen Rohstoffbullenmarktes existieren, weil einige dieser Rohstoffe in einer Wechselbeziehung stehen. Zusammenhänge am Aktienmarkt sind gut erforscht und bekannt, wie beispielsweise die Korrelation eines Sektors zu einem anderen. Wenn Sektor A und B über eine hohe historische Korrelation verfügen, und A nach oben geht, aber B nicht, dann kaufen schlaue Investoren Aktien aus dem Sektor B und warten bis sich das Verhältnis zu ihrem gewöhnlichen Verhalten umkehrt und parallel zu laufen beginnt. Schließlich wird B den Vorsprung von A aufholen.

Da unglücklicherweise seit der letzten großen Rohstoffhausse einige Jahrzehnte vergangen sind, ignorieren die heutigen Investoren diese Lektionen. Interessanterweise gibt es jede Menge von starken historischen Verhältnissen zwischen Rohstoffen, zusammengeleimt durch ähnliche Angebots- und Nachfrageprofile, Empfindlichkeit auf ähnliche wirtschaftliche Zustände und andere fundamentale Faktoren inklusive Geldmengenexpansion und Geopolitik.

Ein der mächtigsten historischen Rohstoffverhältnisse existiert zwischen Öl und Gold. Das passt. Öl ist der wichtigste Rohstoff auf der Erde da fast alles angreifbare, dass wir physikalisch bewegen, bei seinem Betrieb Öl verbrennt. Und Gold war die ultimative Form von Geld durch sechs Jahrtausende der menschlichen Geschichte, völlig immun gegen die unvermeidliche Minderung und Inflation die alle Papierwährungen schließlich erleiden.

Diese Schlüsselbeziehung ist am einfachsten zu verstehen wenn man sie als Ratio ausdrückt, die Gold/Öl-Ratio oder GOR. Es nimmt einfach den Marktpreis von Gold dividiert durch den Marktpreis von Öl und das Resultat wird über die Zeitachse aufgezeichnet. Das wirklich faszinierende an dieser Ratio ist, dass es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, für gut 60 Jahre, in einer gutdefinierten Range gehandelt wurde. Jeder Trend der über solch eine lange Zeit anhält muss von ernsthaften Investoren beachtet werden.

Das Forschungsmaterial über die GOR ist das Neueste in einer langen Reihe von Analysen, die ich im Juni 2000 begann. Damals notierte Gold bei 292 USD und Rohöl kostet nur 32 USD je Fass. Zu dieser Zeit war die GOR niedrig aber trotzdem über den historischen Extremen. Aber in den letzten paar Monaten hat sich die GOR auf neue Allzeitrekordtiefs bewegt, dass möglicherweise schillernde Gelegenheiten für Investoren bietet, die sich selbst positionieren die GOR zurück in normale Gebiete zu reiten.

Bevor wir uns in der mathematischen Abstraktion des Gold/Öl-Ratios vergraben, ist es wichtig eine strategische Perspektive seine Komponenten zu gewinnen. Der folgende Chart zeigt die monatlichen Öl und Goldpreise seit 1965, um den amerikanischen Konsumentenpreisindex bereinigt. Visuell ist der Zusammenhang zwischen den beiden Eliterohstoffen wirklich erstaunlich. Im Allgemeinen folgt eines dem anderen.


Mit den beachtlichen Ausnahme von 1975 auf 1976, 1998 auf 2001 und 2004 bis heute. Öl und Gold tendieren dazu, sich in einer unbestreitbaren Symmetrie zu bewegen. Während es gewiss temporäre Ausreißer nach oben oder unten in dem einen Rohstoff geben kann, verlaufen die säkularen Trends im langen strategischen Zeitfenster unglaublich synchron. Temporäre Anomalien in einem, die nicht vom andere widergespiegelt werden, werden schließlich durch die hohe Korrelation von selbst ausgelöscht.

Zurück im Jahr 1975 bewegte sich Öl in heutigen Dollars stetig nahe 40 USD pro Fass, Gold jedoch fiel in realen Dollars schnell von 700 USD auf weniger als 375 USD. Diese Anomalie verursachte das erste große Extremtief der Gold/Öl-Ratio, von allen die in rot als Hinweis auf den Charts in diesem Essay gekennzeichnet sind. Bei diesem Tief gab es nur drei mögliche Ereignisse die mit der GOR passieren hätten können. Öl hätte einbrechen können um Gold zu erreichen, Gold hätte stark steigen können um Gold einzuholen oder die Ratio hätte zusammenbrechen können, indem Öl und gold separate Wege gehen.

Wie wurde es aufgelöst? Der Chart spricht für sich selbst. Gold stieg wie eine Rakete von 375 USD in heutigen Dollar auf nahe 1.700 USD auf Monatsbasis in der größten Rohstoffhausse der modernen Geschichte. Gold holte nicht nur das Öl ein, um die GOR zu erhalten, sondern schoss leicht am Öl vorbei, als eine spekulative Manie die Mainstreaminvestoren dazu veranlasste, mehr Gold zu kaufen. Gold stieg letztlich nominal um mehr als 1.800% in den 1970ern, während Öl um 1.100% zulegt, beides auf Monatsbasis. Natürlich wurden von den Rohstoffinvestoren während dieser Zeit große Vermögen gemacht.

Diese große Rohstoffhausse in den 1970ern puschte die beiden Eliterohstoffe auch auf ihr inflationsbereinigtes Allzeithoch. In heutigen Dollars, erreicht Öl im April 1980 95 USD pro Fass. Gold endete im Januar 1980 bei 1.690 USD, in heutigen Dollars gemessen. Wirklich beeindruckend. Und weil dieser Chart aus monatlichen Daten besteht, lag das Allzeithoch von Gold auf Tagesbasis am 21. Januar 1980, in Dollars von 2005 gemessen, bei 2.140 USD pro Unze!

Diese Allzeithochs sind wichtig zu beachten, da wir über die heute offensichtlichen GOR-Extreme sprechen. Bei 67 USD hat Öl heute bereits dreiviertel seines Weges ein neues reales Hoch zu generieren, hinter sich gebracht. Aber Gold, bei heute 440 USD, hat erst ein Viertel des Weges zu einem neuen Rekordhoch hinter sich. Im aktuellen Bullenmarkt hat Rohöl fast 500% in wenigen Jahren zugelegt, Gold aber nur 70%. Genau wie im Jahr 1976 sind wir mit drei Szenarien konfrontiert ... Gold steigt, Öl kollabiert, oder die GOR-Beziehung implodiert. Welche wird es sein?

Wenn wir zurückblicken so entfaltete sich zwischen dem Jahr 1998 und 2001 so ziemlich das gleiche Szenario. Öl wurde auf absurde reale Allzeittiefs gedrückt, die unhaltbar waren, unter die Produktionskosten für den Großteil der Welt außerhalb des Nahen Ostens. Nach dem Einbruch unter 14 USD in heutigen Dollars, startete Öl eine Rallye und erreichte Ende 2000 38 USD. Aber den Großteil dieses Zeitraumes schmachtete Gold zerknirscht tiefer zwischen 330 USD und 290 USD in heutigen Dollars.

Im Jahr 2000 und 2001 waren die Investoren mit demselben Dilemma wie heute konfrontiert. Öl und Gold verfügen über eine hohe historische Korrelation, wenn es läuft, läuft letztendlich auch das andere. Da die GOR ihr fünftes bedeutendes Extremtief erreichte, ein Allzeitrekord zu dieser Zeit, hatten die Investoren zu entscheiden, ob die ehrwürdige Ratiotradingrange immer noch gültig war. Ob Öl einbrechen könnte, oder Gold steigen könnte oder das Ratio einbrechen könnten. Die Ratio bestand weiter und Gold begann einen neuen säkularen Bullenmarkt.

Mit einem Goldpreis, der sich real in den letzten 18 Monaten nicht bewegt hat und einem Ölpreis, der sich verdoppelt hat, finden wir uns wieder mit derselben Frage konfrontiert wie die Investoren im Jahr 1976 oder 2001. Ist die GOR immer noch gültig in unserer modernen Welt? Wenn sie es ist, ist Öl dann vorbestimmt einzubrechen oder Gold zu steigen um die Ratio zurück in Einklang mit der langen Historie zu bringen?

Die über sechs Dekaden bestehende Beziehung der GOR könnte sicherlich eines Tages enden, nichts ist an den Märkten unmöglich. Aber wahrscheinlich wird es weiter bestehen. Gold und Öl sind beide greifbare und endliche Anlageklassen. Sie können nicht einfach in die Existenz gewünscht werden, sondern große Mengen an Kapital müssen aufgebracht werden um sie zu finden. Da sie beide physisch sind, tendieren sie beide dazu, die Auswirkungen der Inflation gleichartig zu fühlen. Da die amerikanische Federal Reserve ihre gefährliche Spirale des Papiergelddruckens fortführt, wird mehr Geld für Gold und Öl geboten werden, was beide Preise zur gleichen Zeit antreibt.

In einem inflationären Fiat-Papier-Regime, wie jenes, dass in jedem Staat auf der Welt heute existiert, ist garantiert, dass die Geldmenge stärker als das Rohstoffangebot steigt. Da relativ mehr Geld für relativ weniger Rohstoffe geboten wird, sind höhere Rohstoffpreise das unvermeidliche Resultat. Darauf zu wetten, dass die GOR plötzlich versagen wird, dagegen sprechen nicht nur sechzig Jahre Geschichte sondern man unterstellt damit, dass die Fiatpapierinflation auf wundersame Weise endet und somit der gleichzeitige monetären Druck Gold und Öl nicht gleichzeitig nach oben drückt.

Falls Sie nicht glauben, dass die Zentralbanken sich auflösen und zu einem Geld zurückkehren, das nicht inflationiert werden kann, dann hat es wenig Sinn darauf zu setzten, dass die GOR-Trading-Range scheitern wird. Durch die ganze Geschichte sind Gold und alle greifbaren Rohstoffe im Einklang während inflationärer Zeiten gestiegen und heute wird keine Ausnahme darstellen. Solange wie Zentralbanken existieren, wird ein steigendes Geldangebot alle Rohstoffe inklusive Gold und Öl nach oben heben und wahrscheinlich helfen, die seit langem bestehende GOR-Trading-Range zu bewahren.

Falls es unwahrscheinlich ist, dass die GOR zusammenbricht, dann sind wir damit konfrontiert, dass entweder Öl fällt oder Gold steigt um die Ratio wiederherzustellen. Öl ist heute überkauft und sollte in der Tat früher oder später korrigieren, wie es jeder Bullenmarkt periodisch tut, aber wenn er korrigiert ist es wahrscheinlich, dass es nahe seines 200-Tage-Durchschnitts auftrifft. Sobald er unter 95% seines 200-Tage-Durchschnitts fällt, wird er überverkauft sein und ein weiteres starkes Kaufsignal wird erzeugt werden. Da der 200-Tage-Durchschnitt von Öl im Augenblick bei 52 USD notiert, würde eine Korrektur auf 95% von diesem, ein sehr wahrscheinliches Korrekturtief nahe USD 50 bedeuten.

Aber sogar wenn Öl zurück auf USD 50 fällt, oder temporär darunter, treiben nach wie vor starke Fundamentaldaten den zugrunde liegenden Bullenmarkt. Auf der Nachfrageseite ist die Hälfte der Weltbevölkerung dabei, sich sehr schnell in Asien zu industrialisieren und ihr Ölverbrauch wird weiterhin in die Höhe schießen. Sogar wenn Asien niemals den Öl-Pro-Kopf-Verbrauch von Amerika erreicht, wird ihr Wachstum für Dekaden das globale Ölangebot einzwängen.

Und auf der Angebotsseite wurden in den letzten Jahrzehnten, trotz der unzähligen Milliarden von Dollars, die in die Suche nach mehr Öl investiert wurden, keine neuen bedeutenden Ölfelder weltweit mehr entdeckt. Existierende Felder werden schnell erschöpft und es wird teurer Öl zu gewinnen als im letzten halben Jahrhundert. Sogar das größte der weltweiten Eliteölunternehmen kann nicht genug neues Öl finden um seine Reserven jährlich konstant zu halten.

Da es aus technischer Sicht unwahrscheinlich ist, dass Öl in einer typischen Korrektur weit unter USD 50 fällt und seinen so unglaublich positiven Angebots- und Nachfragedaten, glaube ich, dass es dumm ist anzunehmen, dass Öl einbrechen wird und diese Hausse enden wird.

Dieser Ölbullenmarkt wird wahrscheinlich eine weitere Dekade oder mehr im Einklang mit der allgemeinen Rohstoffhausse anhalten. Falls die GOR unwahrscheinlich zusammenbrechen wird und die Ölhausse unwahrscheinlich zum erliegen kommt oder sterben wird, lässt dies nur die Annahme zu, das Gold steigen wird, um das heutige Extrem in der GOR zu beseitigen.

Was benötigt es, damit Gold steigt? Praktisch, so gut wie nichts im Vergleich zu Öl. Gold ist das sicherste Investment der Weltgeschichte, der ultimative Hedge gegen Inflation und Regierungseinmischung in Geldangelegenheiten. Da so wenige Menschen in der Ersten Welt heute Gold besitzen, würde alles was Gold zum explodieren benötigt, eine kleine Menge von Investoren sein, sagen wir mal ein Viertel, die entscheiden ein paar Prozent ihres Portfolios mit physischem Gold zu diversifizieren. Die daraus resultierende Explosion bei der Investmentnachfrage bei Gold würde erstaunlich sein und steigende Preise würden eine immer größere Nachfrage erzeugen.

Somit muss das heutige extreme Tief bei der GOR in einem von drei Wegen aufgelöst werden. Die GOR könnte für immer brechen, aber solch ein Ereignis ist außerordentlich unwahrscheinlich solange wie Zentralbanken die Papiergeldmenge inflationieren. Der Ölbullenmarkt könnte enden, aber wie könnte dies bei steigender Nachfrage und schwindendem Angebot weltweit passieren? Und Gold könnte steigen, was lediglich mehr Investoren in der ganzen Welt benötigt, die sich dafür entscheiden einen kleinen Teil ihres Kapitals in Gold zu diversifizieren. Ich glaube, dass dieses letztgenannte Goldszenario das wahrscheinlichste ist.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Goldrallye liegt als Lösung für das aktuelle Extremtief der GOR klar im Vorteil. Doch wie extrem ist es? Glauben Sie es oder nicht, die heutige Gold/Öl-Ratio ist auf dem niedrigsten Niveau der Geschichte. Vor diesem Sommer betrug das durchschnittliche Extremtief der GOR, von dem es bisher erst fünf in drei Dekaden gab, 9,3. Heute beträgt die GOR 6,6, um enorme 30% weniger als die vorhergehenden historischen Durchschnittsextremtiefs!


Das unglaublich anomale heutige GOR-Extrem bedeutet, dass eine Unze Gold nur 6,6 Fässer Rohöl kostet. Der Abriss dieses Charts über vier Jahrzehnte sollte Ihnen zeigen wie selten die GOR-Extremtiefs sind, vor allem eines das den Allzeitrekord bricht. Beachten Sie ebenfalls, dass bei jedem vorigen GOR-Extremtief die Ratio nicht sehr lange am Extremniveau verblieb, sonder prompt massiv nach oben schoss, letztendlich über den langfristigen Durchschnitt von 15,2.

Um die Wahrscheinlichkeit wohin die GOR innerhalb ihrer langen Range notiert, besser zu versehen, sind Standardabweichungsbänder in diesem Chart überlagert. Statistisch gesehen sollte sich die GOR innerhalb der Standardabweichung von +/-1 zu 68,3% der Zeit bewegen, in der Spanne von +/-2 zu 95,4% und in der Spanne von +/-3 zu 99,7%. Heute nähert sich die GOR der -2-Linie zum ersten Mal in der Geschichte an, wirklich ein bemerkenswertes Ereignis.

Nun hat sich die GOR nach vorhergehenden Extremtiefs jedes Mal wieder dramatisch auf den Durchschnitt zurückbewegt. Ein Extrem schoss den ganzen Weg bis zur +3-Linie, ein Extrem stieg bis zur +2-Linie, eine erklomm die +1-Linie und zwei kehrten zum Durchschnitt zurück. Da wir somit eine Menge von Präzedenzfällen dafür haben, dass die GOR nicht nur zum Durchschnitt zurückgekehrte, sonder darüber hinausschoss, können wir sehr konservativ nur eine Rückkehr zum Durchschnitt antizipieren. Soweit hatte dieses Ereignis eine 100%ige Eintrittschance, nach jedem vorhergehenden GOR-Extremtief.

Lassen Sie uns ein wenig konservativer bei unserer Analyse sein und besser annehmen, dass Öl unter seinen 200-Tage-Durchschnitt korrigiert, was es bereits einige Male in diesem Bullenmarkt getan hat, als das Öl weiterhin hoch notieren. Ein wahrscheinliches Ziel unter dem 200-Tage-Durchschnitt von Öl liegt bei ca. 50 USD, welches über den Vorteil verfügt eine nette runde Zahl für einfache Kalkulationen zu sein.

Falls Öl somit auf 50 USD korrigiert, bevor es zum nächsten Schlag ausholt, und sich das GOR einfach nur zu seinem Durchschnitt umkehrt und nicht einmal überschießt, wozu es sehr gerne neigt, wie weit wird dann Gold steigen um die Ratio wieder auszugleichen? Bei einer durchschnittlichen GOR von 15,2 und einem Ölpreis von 50 USD müsste Gold bei 760 USD pro Unze notieren. Und natürlich würde der Goldpreis um die Ratio wieder herzustellen, falls Sie daran glauben, dass die GOR wieder auf Standardabweichungen über ihrem Durchschnitt überschießen wird, weit höher liegen.

Falls die GOR nicht gebrochen ist und falls Öl dramatisch korrigiert und falls die Ratio sich nur auf ihren Durchschnitt umkehrt und nicht überschießt, was alles konservative Annahmen sind, dann muss Gold um 73% von hier steigen, um die GOR wieder zu normalisieren. Schlaue Investoren können diese wahrscheinliche Bewegung durch Umschichtung von Kapital in Gold und goldverwandte Investments wie Goldaktien reiten. Das heutige Allzeitrekordtief der GOR ist außerordentlich bullisch für Gold.

Ein verwandter aber umgekehrter Weg, die Stärke der historischen Beziehung zwischen Gold und Öl zu messen, sind die Goldkosten für Rohöl, oder auf Englisch "Gold Cost of Crude Oil (GCCO)". Es sagt aus wie viele Unzen Gold in der modernen Geschichte benötigt wurden um 100 Fässer Rohöl zu kaufen. Diese Schlüsselanalyse durchbrach ebenfalls alle Rekorde und erreichte ein enormes neues Allzeithoch. Wenn man die Standardabweichung betrachtet, so ist es so selten die +4-Linie zu erreichen, dass es mit Sicherheit nicht Nachhaltig ist und die Wahrscheinlichkeit, dass es bald fällt sehr hoch ist.


Das letzte Mal als ich Anfang April über diese entscheidende Beziehung zwischen Gold und Öl geschrieben habe, lag das GCCO bei 12,9, dem höchsten Niveau aller Zeiten, aber immer noch unter der +3-Linie. Nun liegt dieses Niveau annähernd 20% höher, bei 15,2 Unzen Gold für 100 Fässer Rohöl. Das ist unglaublich. Öl war in Gold gemessen niemals teurer, die Ölproduzenten waren niemals fähig Öl für so viel Gold zu handeln wie heute. Es muss sich um eine Anomalie handeln.

Wieder einmal sind nicht die Ölpreise das Problem, da wucherndes Nachfragewachstum und schwindendes Angebot den säkularen Bullenmarkt bei Rohöl vollkommen erklärt. Aber Gold ist weit, weit unterbewertet im Vergleich zu Öl. Es ist in seinem eigenen Bullenmarkt so lange hinten gelegen, dass es einfach außergewöhnlich günstig in Relation zu anderen Rohstoffen geworden ist. Während Öl früher oder später korrigieren wird, wird der Großteil der Arbeit, um das GCCO wiederherzustellen, vom Gold erledigt werden müssen.

Von den fünf früheren Extremhochs des GCCO die oben nummeriert wurden, kollabierten alle genau nachdem die Spitze erreicht wurde. Eine kollabierte den gesamten Weg nach unten auf die -2-Linie, zwei kamen bis zur -1-Linie zurück und weitere zwei kehrten unter den Durchschnitt zurück. Da alle fünf unter den GCCO-Durchschnitt fielen, ist es die konservativste Ansicht, eine Rückkehr zum langfristigen Durchschnitt vorherzusagen.

Wenn Öl auf USD 50 korrigiert, dann sind 100 Fässer USD 5.000 wert. Im Durchschnitt der letzten vier Jahrzehnte kosteten 100 Fässer 7,2 Unzen Gold, dies deutet auf einen Zielpreis bei Gold von USD 694 pro Unze hin. Folglich müsste der Goldpreis, wenn die GCCO auf ihren langfristigen historischen Durchschnitt zurückkehrt, um 58 % von hier ansteigen. Dies ist wieder einmal sehr bullisch für Gold.

Gold und Öl sind für immer aneinander gebunden, da sie beide endliche und knappe greifbare Rohstoffe sind und in einer Welt von grassierender Inflation existieren. Je mehr Papiergeld die Zentralbanken in ihre Wirtschaft stecken, desto mehr Papiergeld wird um die endlichen Gold- und Ölangebote konkurrieren. Da relativ mehr Papier für relativ weniger Gold und Öl geboten wird, haben ihre Preise keine andere Wahl als zu steigen. Ein steigendes inflationäres Meer von Papiergeld hebt alle greifbaren Boote.

Während Öl korrigieren kann und sollte, verbleiben die zugrunde liegenden Angebots- und Nachfragedaten extrem bullisch. Der globale Verbrauch von Öl steigt überall auf der Welt und das jährlich geförderte Öl wird nicht durch Neufunde ersetzt. Und falls die Welt wirklich den Produktionshöhepunkt (Peak-Oil) überschreitet, wie viele Energiegeologen behaupten, dann ist es unwahrscheinlich, dass sich die Angebotssituation jemals deutlich verbessert. Diese Ölhausse befindet sich nicht nahe ihrem Ende.

Hier bleibt Gold. Während inflationären Zeiten, welche wir heute zweifellos trotz der verwässerten Regierungsstatistiken haben, scheint Gold am hellsten. Durch Diversifizierung in Gold können Investoren ihre Kaufkraft vor der Verwüstung der Inflation bewahren genauso wie vor dem grausamen säkularen Bärenmarkt am allgemeinen Aktienmarkt. Es benötigt nur einen kleinen Anteil an Investoren, die ihre Portfolios zu einem geringen Prozentsatz mit physischem Gold diversifizieren um das knappe Goldangebot zu überwältigen und Preisanstiege zu verursachen.

Neben Gold sollten auch goldverwandte Investments gedeihen. Einer meiner Favoriten sind die Goldaktien, welche die unterliegenden Gewinne beim Gold enorm hebeln. Um den nächsten bedeutenden Goldanstieg, der durch das GOR-Extrem sowie markoökonomische Faktoren getrieben wird, vorwegzunehmen haben wir dieses Jahr, groß angelegt, die vielversprechendsten Goldminen der Welt durchforscht. Wenn Gold wirklich zu steigen beginnt, werden die ungehedgten Spitzengoldaktien kurz darauf explodieren.

Die aktuelle Augustausgabe unseres monatlichen Newsletters Zeal Intelligence hebt unsere bevorzugten Goldaktien hervor um diese sehr wahrscheinliche Aufwärtsbewegung beim Gold zu reiten. Da die GOR dazu neigt, zum Durchschnitt zurückzukehren und Gold nach oben neigt, sollten alle diese Aktien steigen. Kommen Sie noch heute zu uns, während diese Aktien noch günstig sind.

Das Fazit ist, dass die ehrwürdige Gold/Öl-Ratio für sechs Jahrzehnte in einer gutdefinierten Range gependelt ist, was weit länger ist, als die meisten von uns investieren. Und Gold niemals so günstig im Vergleich zu Öl war. Wir sind soweit im Bereich eines Allzeitrekordes, dass es schon verrückt ist. Da die Märkte Anomalien hassen und dazu tendieren auf ihren Durchschnitt zurückzukehren und zu überschießen, werden so extreme Gelegenheiten wie diese nicht lange halten.
Bis Regierungen Öl und Gold genauso einfach herbeizaubern können wie heute Geld zu drucken, stehen die Chancen gut, dass Öl und Gold auf einer unbarmherzigen Welle der Inflation zusammen ansteigen werden. Das physische Rohstoffangebot wird niemals so schnell wachsen wie das Papiergeld. Dieser allgemein bekannte Hintergrund zwischen Öl und Gold spricht dafür, dass die GOR wahrscheinlich nicht plötzlich für immer aus ihrer langen Trading-Range ausbrechen wird.

Und falls die GOR-Trading-Range intakt bleibt und zum Durchschnitt zurückkehrt, muss der Löwenanteil der Bereinigung von einer Aufwärtsbewegung beim Gold geleistet werden. Die Fundamentaldaten beim Öl sind viel zu knapp um weit unter eine Korrektur zu fallen und es benötigt wirklich nicht viel Kapital um Gold nach oben zu katapultieren.


© Adam Hamilton, CPA
Copyright by Zeal Research (www.ZealLLC.com)

 

27.08.05 21:40

15130 Postings, 6942 Tage Pate100Am Geld-Unwesen wird Amerika genesen

Am Geld-Unwesen wird Amerika genesen

Mit dem "Mythos Geld" ließen sich ganze Bibliotheken füllen. Kaum eine andere Thematik wird so inbrünstig aus allen Blickwinkeln des menschlichen Handelns und Fühlens betrachtet wie eben das Geld. Längst ist Geld als virtueller Kunstwert durch hemmungslose Vermehrung nicht mehr Sachgut oder Abbild einer realen Leistung, vielmehr sind Banknoten Geldersatz - Verbindlichkeiten einer Notenbank. Befassen wir uns mit dem zyklischen Muster des Geldwesens in der menschlichen Geschichte:


Wie sich Finanzgeschichten doch gleichen

Schon einmal im 17ten Jahrhundert gab es eine riesige Finanzkrise. Damals sollte der schottische Finanzakrobat Laws den maroden französischen Staatshaushalt sanieren. Dieser Spieler druckte und vermehrte für die Banque Royale Unmengen Papiergeld. Anfangs wuchs und gedieh tatsächlich die französische Wirtschaft. Laws verstand es durch geschickte Tricks die Liquidität der Bürger durch die legendär gewordene Mississippi-Company-Aktie abzuschöpfen. Dieser Wert stieg zwischen 1719 und 1720 um das 40fache. Am Pleitepunkt brach dann das Vertrauen in das inflationäre Papiergeld wie ein Kartenhaus zusammen. Am Hype-Gipfel hielt man die Bürger mit hohe Strafen davon ab, Gold zu horten, ja es wurde einfach konfisziert. Die Staatsbank selbst hielt nur 2% ihrer Vermögenswerte in Gold. Erkennen Sie gewisse Ähnlichkeiten zur heutigen Finanzsituation? Ein anderer Finanzjongleur, der die geplünderten Staatsfinanzen (Reparationszahlungen an die Alliierten) sanierte, war Hjalmar Schacht, den Hitler 1933 bis 39 als Reichsbank-Präsident ernannte. Mit einem Finanzierungstrick, den so genannten Mefo-Wechseln (Metallurgische Forschungsanstalt), konnte 1936 die Aufrüstung finanziert werden.


Blicken wir hinter die Kulissen des heutigen dominierenden Dollarsystems, das mit einem aufoktroyierten Volumen von fast 80% an Währungsreserven die Weltfinanzmärkte beherrscht. Von Anbeginn (1913) war das Federal-Reserve-System der USA das Machtzentrum der US-Hochfinanz - ein privates Kartell unter der Führung der beiden Gruppen Rothschild und Rockefeller.


Wertvolle Rohstoffe für faule Dollar

Wie eine Pandemie breitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Macht dieses Kartells über die ganze Welt zu einem riesigen legalisierten Betrugsmanöver aus: die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte mußten ihre Sachwerte wie etwa das Öl in schwindsüchtige Dollar verkaufen. Mit anderen Worten: die Erzeugerländer bekommen de facto für ihre Rohstoffe immer weniger "Gegenwert". Ein erklärter Terrorist wie Saddam Hussein, der sein Öl in Euro fakturieren wollte, wurde kurzerhand entsorgt. Nicht genug damit, auch die Zentralbanken in aller Welt wurden gezwungen, den Dollar als Währungsreserve zu unterlegen. Eine der Konsequenz: der Unwert des Euro besteht zu 80% aus Dollar-Papierfetzen.


Die USA als Goldakku

In einem weiteren Schlag nötigte man den Nationalbanken ihre Goldvorräte gegen den maroden Dollar einzutauschen. Diese Aktion entlockte u.a. der Schweiz über 1.200 Tonnen und Österreich 30 Tonnen "belastendes" Gold. Unser vor 60 Jahren "verwahrtes" Staatsgold mit 3.433 Tonnen, fand bisher nicht den Rückweg in die Heimat. Nach wie vor lagert es zum größten Teil in New York. Strategisch gesehen, ist der Goldentzug der wichtigste Schlag gegen Nichtdollar-Währungen. Die USA akkumuliert weiter - wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise - als Haupteigentümer das Weltgold mit 8.135 Tonnen. Selbst wenn in einigen Jahren die einzige Rettung aus dem Finanzchaos ein Goldstandard oder eine teils goldunterlegte Währung wäre, behalten die steuernden Oligarchen abermals die Oberhand. Greenspan, der Gralshüter der US-Finanzen, ist in tiefster Seele ein "Goldbug", und er selbst sah im Falle einer "Geld-Anomalie" den Goldpreis bei 6.000 US$/Unze.


Gläubiger und Schuldner im großen Monopoly

Warum es den USA gelingt, die ganze Rohstoffwelt zusammen zu klauben, ist mit der inflationären Vermehrung, also mit der unbegrenzten Liquidität des Dollar zu erklären. Mit der Dollarunterlegung als Devisenreserve sind die Zentralbanken in Japan, China und Europa gleichsam Helfershelfer und Sklaven der Verursacher. Sie forcierten die wundersamen Geldmengenvermehrung. Der Großschuldner USA hat es damit in der Hand, wie stark er durch Dollar-Abwertung seine Gläubiger entreichern und sich selbst entschulden will.


Geldscheine sind Hoffnungsträger - solange Vertrauen besteht

Trotz dieses Riesenschwindels haben die privaten Dollarbesitzer in der Welt nach wie vor ein naives Vertrauen in die Illusionsnummer "Dollarwert". Wäre das nicht der Fall, würde längst die Flucht in die Sachwerte einsetzen, die Geldumlaufgeschwindigkeit dramatisch steigen und damit die Inflation in die Gangart Galopp wechseln. Eine Währungsreform stünde unmittelbar bevor. Unter diesen Gesichtspunkten haben die wichtigsten Währungen Dollar, Yen, Yuan und Euro natürlich keine Wertaufbewahrungsfunktion. Wüßte der Bürger, dass der gedruckte Wert auf irgend einer Geldnote eine wahre Lüge ist, würde das Vertrauen in den Geldwert zusammenbrechen. Ein Geldschein ist nichts anderes als ein Hoffnungswert wie etwa ein Aktienpapier, das in vielen Fällen keinen Substanzwert darstellt.


Brandgefährliche Monopolbildungen

Welche Gefahr steckt hinter dem nachhaltigen Bestreben der Hochfinanz bestimmte Marktsegmente mit faulem Dollar aufzukaufen und diese zu ihren Marktmonopolen zu entwickeln? Überlegen wir, um welche Märkte es da geht. Das wären wichtige Rohstoffe wie Edelmetalle, Uran, dann die Medien, die Rüstungsindustrie, aber auch die weltweite Energieversorgung, ferner genmanipulierte Agrargüter wie Soja und Rohrzucker. Gefährlich wird das Spiel, wenn die Oligarchen bis in die Vorstandsränge deutscher Unternehmen eindringen und die Geschicke bestimmen. Ein Falke der Bush-Administration, nämlich Brzezinski, bekannte sich übrigens unverhohlen zur Begehrlichkeit, demnächst das Wasser der Erde zu monopolisieren.


Was ist das Ziel der Rothschild-Gruppe?

Die Geldmenge so lange ausweiten und entwerten, bis damit alle existentiellen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert sind. Die US-Geldmenge M3 wuchs von 1980 bis 2005 von 2 auf 9,5 Bio. US$. Dabei soll die schleichende Inflation möglichst lange versteckt bleiben, damit das Vertrauen der Weltbürger nicht gestört wird. Der springende Punkt dabei: die US-Hochfinanz kann mit dem faulen Dollar in Ruhe in Sachwerte umschichten, ehe eine Weltwährungsreform losbricht. Die Rothschild-Gruppe hat bereits in vielen Marktsegmenten eine Weltmonopolstellung - z.B. bei Uran - ergaunert, sie kann mehr und mehr die Preise nach Belieben festsetzen und einen "Zins" darauf erheben, eine Art Welt-Mehrwertsteuer. Aber auch die Chinesen sichern sich ihre Öl-pfründe im Sudan, Venezuela und Kanada. Da könnte uns um die Jahrzehntwende ein Krieg um die Rohstoffe ins Haus stehen.


Greenspan hat den Euro-Dollar im Visier

Erstmals bei einer Notenbank-Konferenz 1999, später auch in Dubai bei der Arabischen Liga sprach Greenspan "von einer grundsätzlichen Dollarkorrektur bis 2007" und weiter von einer "Vereinigung Dollar Euro zum Euro-Dollar", einer neuen Welt-Währung. Vielleicht bekommt man dann für 100 alte Euro nur noch 10 neue Euro-Dollar. Das ist eine arglistige Methode, um die Währungsschulden der Staaten abzuwerten und damit den Bürgern ihr Altgeld "zu entsorgen". Hauptgewinner in diesem ungleichen Monopoly wäre der US-Staat; dieser könnte mit einem Schlag seine Auslandsschulden von etwa 8 Billionen Dollar drastisch reduzieren, mit dem obigen Abwertungsbeispiel von 8 auf 0,8 Bio. oder auf 800 Milliarden. Nicht nur der Weltbürger, sondern alle Zentralbanken mit Dollarreserven würden zu den Gelackmeierten zählen.


Aufgepaßt: schöne Worthülsen sind Bluffs

Nicht ob, sondern wann es zu einer Weltwährungsreform kommt, ist die 1-Million-Euro-Frage. Was für ein garstiges Wort! Sicherlich wird man den größten Finanzcrash aller Zeiten mit einem angenehmen Begriff belegen, z.B. mit einer "Weltwährungsharmonisierung", und er wird dann stattfinden, wenn es die Oligarchen beschließen. Sie als sensibilisierter Leser kennen mannigfaltige Beispiele aus Politik und Wirtschaft für weitere sinnentstellende Schönfärbereien. So suggerieren die Diäten eine magere Entschädigung der Abgeordneten, eine Bilanzkosmetik soll über eine krasse Fälschung hinweg täuschen. Oder: früher hieß sie Bundesschuldenverwaltung, heute nennt sie sich Bundeswertpapierverwaltung. Ein Genußschein, der Anspruch auf Unternehmeranteile, kann durch mitgetragene Verluste ungenießbar werden. Schließlich sind Bundesschatzbriefe eher "sichere" Staatsschulden, ebenso das Teufelszeug der US-Treasure Bonds (Schatzbriefe). Diese Danaergeschenke garantieren das spätere Unheil einer Null-Diät.


Neues Spiel mit gezinkten Karten

Der tiefere Sinn in diesem Monopoly wäre die Herrschaft über eine neue Euro-Dollar-Weltwährung: Von Anfang an würde das System durch die US-Hochfinanz mehrheitlich beherrscht, denn die infrage kommende BIZ - die Bank für internationalen Zahlungsausgleich - ist bereits von der US-Oligarchie z.T. heimlich aufgekauft worden. Der Wolf steckt also bereits im Schafspelz. So wurde auch der Falke Paul Wolfowitz, der umstrittene Vize-Chef des Pentagons, mit dem Chefposten der Weltbank beauftragt; ein ähnlicher Fall wie damals der ehemaligen US-Verteidigungsminister McNamara.

Im neuen Währungsspiel würde der alte Täterkreis agieren, dies nach den alten Regeln. Wieder würde ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung geschaffen. Verlierer wären alle Marktteilnehmer die zu vertrauensselig waren, da sie glaubten, Geld hätte mehr als eine Tauschfunktion, nämlich auch eine wertaufbewahrende Funktion. Ein neues, solides Geldsystem wäre aber nur mit einer unabhängigen Zentralbank erreichbar. Die Geldmenge dürfte nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Eine edle Vision - allein mir fehlt der Glaube.

Wenn Sie langfristig Ihr Vermögen im Wert erhalten möchten, können Sie nicht in geldartigen Papierfetzen verweilen, also nicht in Bargeld, nicht in Lebensversicherungen, Langläufer-Anleihen und Renten, nicht in Industrieaktien: Sie müssen vielmehr genau das machen, was die US-Oligarchie vormacht: Gehen Sie in Sachwerte. Damit schützen Sie sich vor einem Totalverlust. Mit dieser Strategie können Sie bei einer "Neuorientierung" bestmöglich Ihre Chancen nutzen - auch zum Wohle Ihrer Familie.




© Hans Jörg Müllenmeister  

28.08.05 11:35

15130 Postings, 6942 Tage Pate100Eine Überprüfung des Realitätssinns des

Eine Überprüfung des Realitätssinns des unternehmerischen Amerika

"Die Geschichte zeigt", schreibt Jim Rogers "dass die Leute, die sparen und investieren wachsen und gedeihen, und die anderen sich verschlechtern und zusammenbrechen."

Geschäftsinvestitionen erzeugen wirtschaftliche Erholungen. Ohne die Investitionen haben wir kein Recht, eine Erholung zu erwarten. Die Fed und die anderen geldpolitischen Gurus behaupten man könne die geringe Nachfrage aus dem Ausland und die überschüssigen Bestände dafür verantwortlich machen, dass das Niveau der Geschäftsinvestitionen so gering sei. Aber wenn man die Sache realistisch sieht, dann befindet sich das unternehmerische Amerika schon seit bald 20 Jahren in diesem Trend, bei dem schwindende Profite zu immer mehr Fusionen und Übernahmen führen, aber zu wenig Veränderungen beim Bild der sinkenden Profite. Der Glaube oder die Hoffnung, dass Zusammenschlüsse und interne Kosteneinsparungen die Probleme der Rentabilität lösen könnten, lösen sich in Luft auf. Es hat nicht funktioniert.

Das unternehmerische Amerika wird bald an dem Punkt angelangt sein, an dem es sich der Realität wird stellen müssen. Zuvorderst: Fusionen steigern die Profite nicht, wenn der Markt selbst schwach ist. Wegen fehlender echter Investitionen in die Produktionsstätten und die Ausstattung, ist mit langfristigem Wachstum heute noch weniger zu rechnen als vor den Zeiten der Fusionsmanie und des steigenden Handelsbilanzdefizits. Verbunden damit ist eine steigende Verpflichtung gegenüber den Pensionären bei den großen Firmen.

Das Problem der täuschenden Berichtserstattung beschränkt sich nicht auf die Regierung. Die Unternehmen tun das gleiche.

Bedenken Sie das folgende: Viele Unternehmen haben die Berichte über ihre Einnahmen notorisch verbessert - nicht nur Enron. Sie können ganz legal und mit dem Segen der Buchhaltungsindustrie, viele große Ausgaben aus ihren Geschäftsberichten streichen und dafür Einnahmen auf die Liste setzen, die eigentlich nicht dort hin gehören sollten. Ausschlüsse, wie die Aktienoptionen für die Angestellten, können riesig sein. Gleichzeitig sind die geschätzten Einkünfte aus zukünftigen Anlagen in Rentenpläne nur Schätzungen, und können nicht als verlässlich bezeichnet werden. Standard & Poor"s haben eine Methode entwickelt, mit der man die Werte so anpassen kann, dass sie die Grundeinnahmen der Firmen angeben.

Das sind die Einnahmen aus dem Hauptgeschäft der Firma und alles was berichtet wird, sollte dort wiedererscheinen. Die Anpassungen fallen nicht zu knapp aus. So hat z.B. E.I. du Pont de Nemours (DuPont) für 2002 Einnahmen von mehr als fünf Milliarden Dollar bekannt gegeben, basierend auf den Berichten der Rechnungsprüfung und unter Einhaltung der Regeln. Aber als die Anpassungen gemacht wurden um die Grundeinnahmen zu ermitteln, kam man auf einen Verlust von 347 Millionen Dollar. So mussten die Grundeinnahmen um 5,5 Milliarden Dollar korrigiert werden.

Das ist eine große Veränderung. Andere große und negative Anpassungen betrafen in diesem Jahr IBM (5,7 Milliarden Dollar angegebener Profite im Vergleich zu 2,87 Millionen Dollar Grundeinnahmen.) und General Motors (11,2 Milliarden Dollar angegebener Profite im Vergleich zu einem Verlust von 2,4 Milliarden Dollar bei den Grundeinnahmen). Die umfangreichsten Anpassungen betrafen in diesem Jahr Citicorp (13,7 Milliarden Dollar) und General Electric (11,2 Milliarden Dollar Anpassung).

Und hier kommt die Frage nach dem realistischen Nettowert ins Spiel: Bei der Buchführung muss jede Anpassung bei den Verdiensten an andere Stelle einen Ausgleich haben. Wenn also Citicorp die eigenen Profite um 13,7 Milliarden Dollar über dem wahren Wert angibt, dann bedeutet das, dass sie ihre Verpflichtungen im gleichen Maße unterbewertet haben - das sollte den Aktionären tatsächlich große Probleme bereiten. Einer der größten Posten bei den Anpassungen der Grundeinnahmen sind die Verpflichtungen gegenüber den Rentnern die nicht aus Fonds stammen. United Airlines hat z.B. 2004 bekannt gegeben, dass man die Rentenbeiträge nicht weiterhin anlegen wolle. Nachdem man 2002 die Insolvenz angemeldet hatte wurden die ungedeckten Verpflichtungen auf 6,4 Milliarden Dollar geschätzt.

Aber damit kratze ich nur an der Oberfläche. Wenn wir erfahren, dass eine Firma die Ausgaben für Aktienoptionen der Angestellten im Wert von einer Milliarde Dollar nicht angegeben hat, dann heißt das auch, dass der Nettowert der Firma um den gleichen Wert zu hoch eingeschätzt wurde - und der Buchwert der Firma ist auch überbewertet. Damit sind alle die Zahlen, auf die sich die Anleger verlassen, falsch.

Die ausufernden Probleme mit den Renten haben sich über Jahre aufgebaut. Der boomende Aktienmarkt vor ein paar Jahren hat zu den Profiten der Unternehmen beigetragen. Aber als der Markt einmal zurückging, sind diese Profite auch verschwunden. In dieser Situation fallen die Aktienpreise während die Verpflichtungen gegenüber den Pensionären weiterhin steigen. Wenn die Angestellten in Rente gehen, müssen die obligatorischen Zahlungen aus den Geschäftsgewinnen bestritten werden und - darüber wollen nur wenige Firmentypen reden - diese Rentenverpflichtungen und die geringen Erträge aus den Anlagewerten könnten der Hauptgrund für die hohe Zahl der Unternehmensinsolvenzen sein.

Eine Insolvenz anzumelden ist oft der einzige Ausweg für die Unternehmen, wenn sie ihre Rentenverpflichtungen nicht mehr leisten können. Aus diesem Dilemma der Unternehmen kann man eine Menge lernen. Und man kann diese Beobachtungen darauf anwenden, wie die Fed ihre Geldpolitik betreibt.

So wie sie die Komplexität von Wertberechnungen erklärt und den fallenden Dollar (der damit auch an Kaufkraft verliert) gleicht die Fed einem Firmenchef, der versucht zu erklären, warum die Dinge in den Keller gehen.

Die Unternehmensleitung ist vielleicht, bis zu einem bestimmten Grad, durch die Änderungen im Bundesgesetz gelenkt. Das Sarbanes-Oxley Gesetz hat diese Kultur auf entscheidende Weise verändert. Aber solange die Buchhaltungsindustrie nicht selbst einige Änderungen vornimmt, wird das Problem nicht verschwinden.

Bisher sieht es so aus als würde die Katastrophe bei Arthur Anderson bei der Buchhaltungsindustrie zu einem Problem der Public Relations gemacht und nicht zu dem, was es eigentlich ist: ein gründliches, kulturelles Versagen innerhalb des Geschäfts was den Schutz der Aktionäre angeht.

Die Parallele zwischen dem Versagen der Unternehmen und der Regierungspolitik ist alarmierend, wenn auch nur deshalb, weil die Fed nicht in der gleichen Weise der Securities and Exchange Commission oder den Aktionären Rechenschaft schuldig ist wie die Geschäftsführer der Unternehmen - Zivilrechtsklagen und Verurteilung stehen sowieso außer Frage. Was die Rechenschaft anbelangt, da sieht es so aus, als sollte das Leihen und Ausgeben weiter andauern - mit noch mehr Ungezwungenheit.

Die halbherzige Debatte über die beiden Defizite beim Handel und beim Haushalt umfassen auch einige sehr hohe Zahlen, doch das betrübt die Fed nicht besonders. Mit seiner Vorliebe für Untertreibung sagte Greenspan im vergangenen Jahr vor dem House Financial Service Committee etwas zu diesem Thema. Er stellte fest, dass viele asiatische Zentralbanken bisher große Mengen amerikanischer Schatzanleihen gekauft hätten. Er warnte, dass sie in Zukunft vielleicht weniger dazu bereit sein würden, diesen Trend auf ewig fortzusetzen.

Und was den Rückgang der hoch dotierten Arbeitsplätze angeht, wodurch die Amerikaner zunehmend schlecht bezahlte Stellen besetzten, bemerkte Greenspan, es sei "sehr erschöpfend für die Leute." Und weiter zu dem Thema Arbeitsplätze:

"Wir schauen mit Sicherheit mit großem Wohlwollen auf die Effizienz, die sich entwickelt ... weil das letzten Endes die Lebensstandards in Amerika steigern wird ... Es ist lediglich eine Steigerung der Produktivität oder ein unerwarteter und starker Anstieg des Wirtschaftswachstums von einem bereits sehr hohen Niveau, was zu neuen Arbeitsplätzen führen wird.

Diese erwähnte hohe Produktivität und das wirtschaftliche Wachstum, sind nirgendwo zu erkennen, und waren auch 2004 nicht zu erkennen, als er diese Äußerung von sich gab. Nur ein Jahr später war Greenspan wieder zurück. Im Februar 2005 sprach er über die Trends bei den Verbraucherausgaben und die Ersparnisse:

"Die messbaren Zunahmen bei den Verbraucherausgaben in den vergangenen Jahren gingen mit einem Sinken der privaten Ersparnisse auf durchschnittlich nur ein Prozent im Jahr 2004 einher - eine sehr geringe Zahl, verglichen mit den sieben Prozent, die durchschnittlich in den vorangegangenen drei Jahrzehnten gemessen wurden."

Aber sind das schlechte Nachrichten? Es ist ein Negativtrend, aber Greenspan erklärt: "Der rapide Anstieg bei den Immobilienpreisen in den vergangenen Jahren hat den Haushalten zu beachtlichen Kapitalgewinnen verholfen ... diese Kapitalgewinne, hauptsächlich durch einen Anstieg der Hypothekenschulden auf das Haus realisiert, steigern die nationalen Ersparnisse die zur Verfügung stehen um neue Kapitalinvestitionen zu finanzieren nicht. Aber aus der Sicht der einzelnen Haushalte, hat das Geld was sich aus den Kapitalgewinnen ergibt die gleiche Kaufkraft wie Geld aus anderen Quellen.

Genau! Und das ist die Politik der Fed. Übersetzt in die deutlichste Sprache hat Greenspan gerade die kulturelle Haltung Amerikas wiedergegeben: Ein geliehener Penny ist ein verdienter Penny.

Noch etwas, was auch damit zusammenhängt, aber von Greenspan nicht erwähnt wurde, ist der Zusammenhang, der zwischen den Verbraucherschulden und dem Bruttoinlandsprodukt besteht. Er macht gerne Aussagen zur Produktivität, so wie die, die er in der gleichen Rede machte: "Die Produktivität ist notorisch schwer vorauszusehen."

Aber die Produktivität ist kein Problem, dass direkt mit dem Ausgabenthema zusammenhängt. Wenn die Kredite im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt steigen - in den Achtzigern auf mehr als 70 Prozent - dann sinken die Sparraten und werden auch weiterhin sinken. Ende der Neunziger machten die Kredite 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Und da ist der Schaden entstanden.

Die so genannte amerikanische Expansion ist eine Nicht-Expansion. Die Unternehmensprofite sind in den Achtzigern von 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 3,7 Prozent gefallen. Laut Definition ist eine profitlose Expansion gar keine Expansion. Die Blasenwirtschaft in den Achtzigern war der Anfang eines sich verschlechternden Effekts auf die realen Zahlen, die in den Neunzigern und danach entstanden.


© Addison Wiggin
Quelle: Auszug aus dem kostenlosen Newsletters "Investor's Daily"  

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