Diskussion um Kürzung der Urlaubstage: Eure Meinung?

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neuester Beitrag: 19.07.04 07:37
eröffnet am: 04.07.04 10:26 von: SchwarzerLo. Anzahl Beiträge: 32
neuester Beitrag: 19.07.04 07:37 von: ruhrpottzock. Leser gesamt: 2649
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04.07.04 10:26

13475 Postings, 7876 Tage SchwarzerLordDiskussion um Kürzung der Urlaubstage: Eure Meinung?

Diskussion um Kürzung der Urlaubstage: Eure Meinung?

Der Arbeitsalltag ist stressiger als früher, die Arbeitnehmer benötigen den bisherigen Umfang zur hi 28.00% 
Auf 1 Tag könnte man dauerhaft verzichten damit der Standort D gestärkt wird. 4.00% 
2 Tage Kürzung wären in Ordnung da wir dazu noch genügend Feiertage haben. 14.00% 
Eine auf 2005/2006 zeitlich begrenzte Kürzung weniger Urlaubstage (max. 3) ist ok. 10.00% 
Die Forderung nach einer Kürzung um 1 ganze Woche ist legitim. 18.00% 
Eine Urlaubskürzung sollte nur in Koppelung mit der Stärkung der Arbeitnehmerrechte (Kündigungsschut 0.00% 
Ich bin selbstständig, daher kann ich die Diskussion ohnehin nicht nachvollziehen. 12.00% 
Ich habe keine Meinung dazu. 4.00% 
Urlaubsverzicht ist in Ordnung, dafür aber mehr Lohn für die Arbeitnehmer! 10.00% 

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6 Postings ausgeblendet.

09.07.04 09:06

21368 Postings, 7156 Tage ottifantWas bleibt denn vom Urlaubsgeld Netto

09.07.04 09:12

503 Postings, 6534 Tage BioBauerDas bringt doch nachweislich nicht den erhofften

Erfolg! Gerade Urlaubstage sind geprägt von entsprechendem Konsum. Und zu den Feiertagen:
Siehe Bayern oder Baden-Württemberg: Die meisten Feiertage und trotzdem das größte Wirtschaftswachstum.

Oder siehe Niederlande: 2 Tage mehr Urlaub als bei uns und trotzdem mehr Wirtschaftswachstum, weniger Arbeitslose und und und...

Also, Ende mit der Sommerpausendiskussion.

Flexiblere Arbeitszeiten müssen her.

Grüße vom Hof, BB!  

09.07.04 09:17

8048 Postings, 7346 Tage maxperformancewer eine 35 Stunden

Arbeitswoche hat, mit Überstundenabbau durch
Freizeit für den wären sicher auch 25 Urlaubstage vertretbar.
(hatte ich schon mal für drei Jahre und kam jedes Jahr
auf 10 Wochen Urlaub - eindeutig zu viel)

Wer einen sogenannten "All inklusive Vertrag" hat, in dem
Mehr- und Wochenendarbeiten mit dem Gehalt abgegolten sind.
Für den sehe ich 30 Urlaubstage als Untergrenze an.

Wie immer wird diese Diskussion zu pauschal geführt
" Wir haben zu viel Urlaub


gruß Maxp.  

09.07.04 09:38

21799 Postings, 7729 Tage Karlchen_IScheindiskussion - typisch deutsch.

 Deutschland wird immer wieder als "Freizeitpark" bezeichnet, in dem die Arbeitszeiten kurz, der Urlaub dagegen lang ist. Im internationalen Vergleich werden für inländische abhängig Beschäftigte nur 1 397 Stunden pro Jahr statistisch ausgewiesen, in den USA und Japan dagegen 1 829 bzw. 1 840 [1] Stunden. Besonders in der verarbeitenden Industrie liegt Deutschland beim Jahresurlaub und bei bezahlten Feiertagen vorn. [2]

Die vom DIW Berlin zusammen mit Infratest Sozialforschung erhobenen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen freilich, dass 30 % der abhängig Beschäftigten [3] ihren Jahresurlaub 1999 nicht vollständig ausgenutzt haben. Von den etwa 936 Mill. Tagen Urlaubsanspruch, die sich aus den Angaben der Befragten ergeben, wurden nur rund 870 Mill. Tage effektiv genommen. Von 28 Tagen Urlaubsanspruch nahmen die Befragten im Durchschnitt nur 26 Tage.

Da unter denjenigen, die einen verkürzten Jahresurlaub nehmen, besonders viele jüngeren Alters sind, die Überstunden machen und hoch qualifiziert sind, kann man annehmen, dass sie die zusätzlichen Arbeitstage als Investition in ihr Humankapital bzw. ihre Karriere betrachten.

Selbständige nahmen im Jahre 1999 durchschnittlich nur 14 Urlaubstage. Hingegen schöpften Beamte, darunter auch Beamte in höherer Stellung, ihren Jahresurlaub (im Schnitt 30 Urlaubstage) nach eigenen Angaben weitgehend aus.

 

 http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/...docs/04-15-1.html

 

09.07.04 10:07

5698 Postings, 6775 Tage bilanzArbeits-und Ferien-Zeit International

Arbeitszeit, Ferien/Freitage im internationalen Vergleich

Durchschnittwerte aus 2002

USA 1918 Std. Jahresarbeitszeit, 25 Tage Ferien, 39,2 Stundenwoche
Schweiz 1855 Std. Jahresarbeitszeit, 31 Tage Ferien,  40,5 Stundenwoche
Grossbritannien Std. 1833 Jahresarbeiszeit, 38 Tage Ferien, 38,4 Stundenwoche
Irland Std. 1798 Jahresarbeitszeit, 35 Tage Ferien, 40,8 Stundenwoche
Italien 1732 Std. Jahresarbeitszeit, 39 Tage Ferien, 39,5 Stundenwoche
Belgien 1712 Std. Jahresarbeitszeit, 32 Tage ferien, 37,6 Stundenwoche
Deutschland Std. 1688 Jahrearbeitszeit, 43 Tage Ferien, 37,8 Stundenwoche
Niederlande 1686 Std. Jahresarbeitszeit, 39 Tage Ferien, 36,8 Stundenwoche
Frankreich Std. 1587 35 35,0

Quelle: 1) IMD The World Competitiveness Yearbook 2003, Tab. 3.2.05
2) Wirtschaftsförderung Genf, International Comparisons 2003, gestützt auf: Corporate Consulting
 

09.07.04 10:29

5698 Postings, 6775 Tage bilanzFrankfurter Algemeine: lesenswert


Die Diskussion um längere Arbeitszeiten hat begonnen. Deutschland steht damit in Europa nicht allein. Auch in den Niederlanden und in Österreich drängen die Unternehmen zur Mehrarbeit, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Schweiz ist dagegen schon dort, wo andere Länder noch hinwollen.

Niederlande

In den Niederlanden spitzt sich die seit Monaten geführte Debatte über eine Lockerung der Arbeitszeitregeln zu. Anfang des Jahres hatte Arbeitsminister Aart de Geus angeregt, die gesetzliche Obergrenze der wöchentlichen Arbeitszeit von 48 auf 60 Stunden heraufzusetzen. Der christlich-demokratische Politiker hatte aber klargestellt, daß es um flexible Regeln zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gehe, die in die Zuständigkeit der Tarifparteien fielen.

Für Wirbel sorgte in der vergangenen Woche Wirtschaftsminister Laurens Jan Brinkhorst mit einem in den Medien als "Brandbrief" bezeichneten Vermerk für das Haager Kabinett. Der noch unveröffentlichte Entwurf mit dem Titel "Entscheiden zugunsten von Wachstum" sorgte vor allem für Aufsehen, weil der 67 Jahre alte linksliberale Politiker neben einer Anhebung der derzeitigen Altersgrenze von 65 Jahren für Berufstätige eine Lockerung des Kündigungsschutzes sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit verlangt. Vor allem die Anregung, die wöchentliche Arbeitszeit im öffentlichen Dienst von derzeit 36 auf 40 Stunden zu erhöhen, stiftete bei Gewerkschaften und Oppositionspolitikern Unmut.

Der in der Regierung aus Christlichen Demokraten, Rechts- sowie Linksliberalen federführend für Strukturreformen zuständige Brinkhorst fühlte sich zu Unrecht angegriffen, weil nur einzelne Punkte aus seinem Plan herausgegriffen worden waren. Für die Regierung steht außer Frage, daß der im vergangenen Jahr mit Arbeitgebern und Gewerkschaften für zwei Jahre vereinbarten Lohnstopp nicht ausreicht, die Wettbewerbsposition im gewünschten Maß zu stärken.

Daher setzt Brinkhorst auf eine Vielzahl von Instrumenten, zu denen Senkungen der Körperschaftsteuer, mehr Anstrengungen in Aus- und Weiterbildung, eine Durchforstung des Vorschriftendschungels sowie eine erleichterte Zuwanderung für hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer zählen. Die Lockerung der Arbeitszeitregelung sei nur ein Element des Brinkhorst-Projekts, heißt es in Den Haag. Erstmals hat das Kabinett am Freitag über die Vorschläge beraten. Diese sollen in Abstimmung mit Regierungschef Jan Peter Balkenende innerhalb der kommenden drei Wochen publik gemacht werden.

Österreich

Nach dem Vorstoß von Siemens in Deutschland ist nun auch in Österreich eine Debatte über längere Arbeitszeiten ausgebrochen. Der neubestellte Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung, Veit Sorger, hat zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eine Erhöhung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich angeregt. Das hat innerhalb der Mitte-rechts-Regierung von ÖVP und FPÖ unterschiedliche Standpunkte zutage gefördert und den Widerstand von Opposition und Gewerkschaft hervorgerufen.

In Österreich ist die Normalarbeitszeit gesetzlich mit 40 Stunden wöchentlich und acht Stunden täglich nach oben begrenzt. In der Praxis vereinbaren die Tarifpartner nach Berufsgruppen unterschiedliche Arbeitszeiten, die zumeist zwischen 38 und 40 Stunden liegen. Die österreichischen Beschäftigten weisen dabei nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) eine deutlich höhere Jahresarbeitszeit als deutsche Arbeitnehmer aus. So verbrachte ein österreichischer Industriearbeiter im Jahr 2002 rund 1720 Stunden an seinem Arbeitsplatz, sein deutscher Kollege 1557 Stunden. Die längere Jahresarbeitszeit hängt auch mit dem kürzeren Jahresurlaub von 25 Arbeitstagen in Österreich zusammen.

Nicht gerüttelt werden soll an dem im Vergleich zu Deutschland lockereren Kündigungsschutz, der dem Arbeitgeber eine begründungsfreie Kündigung ermöglicht und keine "Sozialkriterien" wie Alter, Betriebszugehörigkeit oder Familienstand kennt. Ebensowenig wollen die Unternehmen ein "Lohndumping" betreiben, auch wenn der Standort mit vergleichsweise hohen Arbeitskosten durch die neuen EU-Nachbarländer unter Druck kommt. Besonders die Lohnnebenkosten, die mehr als 90 Prozent des Leistungslohns betragen, sind seit langem ein Ärgernis für die Wirtschaft.

Nach Darstellung der Wirtschaftskammer geht es in der Debatte nicht um eine Änderung der gesetzlich verankerten Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, sondern um jene - vornehmlich - Industriebranchen, in denen nach Tarifvertrag nur 38,5 Stunden gearbeitet wird. Während der Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) für eine Flexibilisierung eintritt, aber gegen eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit ist, sagte die designierte Parteivorsitzende der Freiheitlichen, Ursula Haubner, sie halte von solchen Maßnahmen gar nichts. Wenn etwas aufgeschnürt werde, dann bestehe die Gefahr, daß alles liberalisiert werde. Ebenso wie die oppositionellen Sozialdemokraten und Grünen treten die in Österreich in der Vergangenheit moderat agierenden Gewerkschaften einer Arbeitszeitverlängerung kategorisch entgegen.

Schweiz

Früher wurden die Schweizer als Hinterwäldler belächelt, weil sie in Volksabstimmungen kürzere Arbeitszeiten ablehnten. Heute können sie sich als Avantgarde fühlen. Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bereits dort, wohin andere zurückwollen. Die Schweizer schaffen schon jetzt mit durchschnittlich 41,7 Stunden in der Woche den internationalen Arbeitsrekord. Das Land hat das umgekehrte Problem wie Deutschland: Man muß nicht - durch Kostensenkung - Erwerbslosen Stellen verschaffen; die Arbeitslosenquote ist niedrig. Vielmehr muß man einen Mangel an Arbeitskräften durch Migranten lindern. Der Mangel treibt in der Chemie sowie bei Banken und Versicherungen das Lohnniveau von Spezialisten steil nach oben.

Der frappierende Gegensatz zwischen dem deutschen und dem schweizerischen Arbeitsmarkt ist eine Folge des unterschiedlichen Ausmaßes an Liberalisierung: Der eine ist starr, der andere flexibel. Wie gut der Schweizer Markt funktioniert, zeigen zwei wichtige Kennzahlen: Die Beschäftigungsquote erreicht mit 79 Prozent der Erwerbsfähigen einen internationalen Rekord, und als Gegenstück dazu ist die Arbeitslosenquote (3,8 Prozent) ebenfalls niedrig. Der Arbeitsmarkt gleicht Angebot und Nachfrage in Konjunkturschwankungen recht schnell aus.

Der Preis für Arbeit wird nicht so stark durch soziale Zwangsabgaben verzerrt: Die Lohnnebenkosten sind mit 53 Prozent deutlich niedriger als in Deutschland. Der Kündigungsschutz ist so gering, daß man in der Schweiz fast schon von einem "hire and fire" nach amerikanischem Muster sprechen könnte. Der Urlaubsanspruch ist geringer, die Pflicht zu Sozialplänen seltener. Vieles, was in Deutschland gesetzlich geregelt ist, wird den Tarifpartnern überlassen.

Obwohl die Schweiz sonst ein kartellfreudiges Land ist, gibt es auf dem Arbeitsmarkt nur wenige flächendeckende Absprachen. Die Lohnfindung geschieht dezentral. Wenn kein Gesamtarbeitsvertrag vorliegt (und das gilt für die meisten Exportbranchen), sind die Unternehmen frei, betriebliche Löhne und Arbeitszeiten auszuhandeln. So ist die Lohnstruktur stark differenziert, sowohl nach Branchen als auch nach Regionen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung  

09.07.04 10:52

2101 Postings, 6959 Tage ribald4 Wochen

Urlaub max. sollten reichen.  

09.07.04 15:20

13475 Postings, 7876 Tage SchwarzerLordJetzt wird es interessant.

Ich halte die bisherige Urlaubstageanzahl für das Minimum. Man sollte den gestiegenen Streß, die höheren Anforderungen an Arbeitnehmer pro Arbeitsstunde unbedingt erwähnen. Vor 30 Jahren waren viele Jobs erheblich lockerer als heute!  

09.07.04 15:34

1533 Postings, 6420 Tage Hadschi Halef Oma.Bin ich im falschen Film


als einer der wenigen würde ich auf Urlaub verzichten um Standort D zu stärken

und bin damit in der minderheit *ungläubigguck*

Was ist nur aus unseren Rechten geworden??

 

09.07.04 15:43

58960 Postings, 6552 Tage Kalli2003wie siehts denn dieses Jahr aus?

man schaue auf den Kalender; 1.5./ 15.08./ 3.10./ 25.12./ 26.12.
Alles Feiertage, die auf ein Wochenende fallen. D.h. eine Woche mehr arbeiten dieses Jahr. Davon redet aber keiner. Warum soll das nächstes Jahr auf freiwilliger Basis helfen??

So long (oder doch besser short?)

Kalli  

 

09.07.04 16:26

805 Postings, 7052 Tage C.F.GaussWie immer alles der falsche Ansatz:

Es geht nicht um mehr Arbeit oder weniger Urlaub, sondern wie flexibel man die Arbeitszeit handhaben kann. Da gibt es Arbeitsgesetze, die verhindern sollen, dass Arbeitnehmer mehr als 10 h pro Tag arbeiten sollen, aber plötzlich wird über die 50-h-Woche geredet. Es gibt in vielen Firmen Regelungen, die die Überstundenanzahl begrenzen bzw. einfach abschneiden. Es gibt auch viele unterschiedliche Regelungen für die Anzahl der Urlaubstage, ich glaube, die MR hat z.B. 33 Tage.
Das ist doch alles Unfug, mit Gewalt auf einen Richtwert hinzutrimmen, wenn es keine Flexibilität gibt.  

09.07.04 16:32

26159 Postings, 6171 Tage AbsoluterNeulingKalli, 15.8.? Ist das Dein Hochzeitstag?

09.07.04 22:00

21368 Postings, 7156 Tage ottifant@AN

Mariä Himmelfahrt in Bayern und SL Feiertag  

09.07.04 23:10

26159 Postings, 6171 Tage AbsoluterNeulingDer Protestant dankt für die Info.

10.07.04 00:58

2839 Postings, 7717 Tage PieterFlexiblere Arbeitszeit und weniger Urlaub ?

Diese Diskussion, die von dicken fett Funktionären ständig neu angeheizt wird, kotzt mich langsam echt an.
Alles was dieses Ungeziefer fordert ist doch schon längst Realität.
Jedenfalls kenne ich viele Kollegen, die derzeit mal wieder eine 60Stunden Woche fahren, die zusätzlich Urlaubssperre haben und als kleines Obendrauf eine 7 Tage Arbeitswoche derzeit fahren. Und alles weil es betriebsbedingt notwendig ist.
Achso, so manch einer mußte aus selbigen Gründen auch an Feiertagen wie Ostern oder Heilig Abend durcharbeiten.
Wieviel flexibler soll der geneime Mitarbeiter eigentlich noch werden. Vielleicht wen sie schon im Grab liegen immer noch als lebende Leiche zuer Arbeit marschieren, am besten dann sogar Unentgeltlich ?

Leute, was sich hier mittlerweile abspielt, spottet doch jeder Beschreibung.
Was glaubt ihr, wielange eine Ehe hält bei solch flexibler Arbeit.

Man verliert langsam völlig jede Motivation, überhaupt noch zur Arbeit zu gehen, für was ? Für die kaputte Gesundheit, für die zerrüttete Ehe, damit man noch etwas mehr Steuern zahlen darf ?

Ich sags Euch. Das Gesocks in diesen Unternehmervereinigungen ist dabei zu überziehen.
Und das wird die Wirtschaft nicht wieder in Gang bringen sondern noch mehr zerstören, wenn derzeit noch motivierte Mitarbeiter dann zermürbt sind und einfach aufgeben.
Ich erlebs ja gerade, immer häufiger schmeissen Kollegen mit sehr viel Erfahrung und Einsatzbereitschaft einfach hin und kündigen und hinterlassen dann ein riesiges Loch, weils aus Rationalisierungswahn keine wirkliche Vertretung (die steht eigentlich nur noch auf dem Papier) mehr gibt.

Aber was solls, die faulen, unflexiblen deutschen Arbeitnehmer pausenlos mit weiteren
Forderungen nach Gehaltskürzung zu drangsalieren ist eben gerade In.

Ich werde Samstag die 10Mio im Lotto absahnen und dann ist mir die ganze scheiss Diskussion in Deutschland piepegal, dann kann mich D-Land mal am .... :-)  

10.07.04 07:58

5698 Postings, 6775 Tage bilanzUrlaub?

Auf dem Finanzamt:
- "Wann kann ich Urlaub nehmen?"
- "Sie sind hier doch gar nicht beschäftigt."
- "Aber ich arbeite fast nur für sie!"

 

10.07.04 09:04

3862 Postings, 7296 Tage flexoEine Verlängerung der Arbeitszeit

ist der -für die Politik- eleganteste Weg mal wieder nicht die Hausaufgaben zu machen in dem Steuer- und Sozialabgaben und damit auch Lohnnebenkosten abgebaut werden. Die Prasserei "unserer" selbstgefälligen Parteien kann damit auch nach über 30 Jahren in die nächste Runde gehen. Deswegen beteiligt sich auch unsere politische "Elite" (harhar) an einer Diskussion, die sie eigentlich einen Scheissdreck angeht.

Gruß f.  

18.07.04 17:46

13475 Postings, 7876 Tage SchwarzerLordDTV warnt vor Arbeitsplatzverlust

"Milchmädchenrechnung"
Urlaubskürzung kostet Jobs  

Angesichts der Debatte um weniger Urlaubs- und Feiertage hat der Deutsche Tourismusverband (DTV) vor einem Verlust von Arbeitsplätzen gewarnt. "Die Wirtschaft verkennt, dass es eine Schlüsselbranche gibt, die extrem von Urlaubs- und Feiertagen abhängig ist", kritisierte DTV-Präsident Tilo Braune. Die Tourismusbranche mit ihren 2,8 Mio. Beschäftigten sichere Umsätze in Milliardenhöhe, wenn Menschen sich in ihrer Freizeit erholten und Urlaub machten, sagte Braune. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten gehöre der Tourismus neben der Automobil-oder Elektroindustrie zu den führenden Branchen in Deutschland. Im vergangen Jahr habe der Umsatz im deutschen Tourismus rund 140 Mrd. Euro betragen. Würde jedoch ein Urlaubstag, etwa in den Sommermonaten, gestrichen, bedeute dies rund eine Million Übernachtungen weniger und einen Umsatzrückgang von 70 Mio. Euro, wie Berechnungen ergeben hätten. Forderungen aus der Industrie nach weniger Urlaubstagen seien daher eine "volkswirtschaftliche Milchmädchenrechnung", kritisierte Braune. Eine automatische Erholung der Wirtschaft sei durch solche Maßnahmen nicht zu erwarten.

Westerwelle für längere Arbeitszeiten

FDP-Chef Guido Westerwelle erklärte unterdessen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten in Deutschland längere Arbeitszeiten möglich sein. "Der Weg der permanenten Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich funktioniert nicht mehr", sagte er bei n-tv. "Andere Länder in Europa haben uns mittlerweile überholt. Das kann nur mit mehr Fleiß, mehr Anstrengung, mehr Leistungsbereitschaft beantwortet werden."

Quelle: http://www.n-tv.de/5273490.html  

18.07.04 18:17

33772 Postings, 7455 Tage DarkKnightJeder, der mehr als eine Woche Urlaub am Stück

nehmen kann, tritt damit den Beweis an, daß er ersetzbar und folgich überflüssig ist.

Ich persönlich hatte noch nie mehr als 1 Woche. Der Rest wurde immer ausbezahlt.

Insofern unterstütze ich die Arbeitgeber wie folgt:

Gebt den Arbeitnehmern MEHR Urlaub, aber auch mehr Verantwortung. Dann kann nämlich keiner mehr in den Urlaub gehen. Wer trotzdem meint, UIrlaub nehmen zu müssen, wird gefeuert: er ist offensichtlich ersetzbar.

Tja, das wäre mal ein Vorschlag zum Negativkonsens der Deutschland AG.  

18.07.04 20:00

2202 Postings, 6146 Tage Kade_IGegenfrage: Würden nicht 30 Tage Arbeit pro Jahr

ausreichen ?

;-)  

18.07.04 20:05

7336 Postings, 6596 Tage 54reabich bin für eine längere

wochenarbeitszeit und für kürzeren urlaub. dies würde helfen

- zu hause heizkosten zu sparen
- die haushaltskasse zu schonen.

zum ausgleich für das ersparte ist dann ohne weiteres eine lohnreduzierung um ca. 25% möglich. endlich würde es an den börsen wieder aufwärts gehen ....

:o)
 

18.07.04 20:52

4023 Postings, 6605 Tage Dope4youUrlaubsverzicht ist Sinnvoll

wenn man sonst keine Idee hat etwas zu machen. Wenn man jetzt den Urlaub kürzt, wird das unweigerlich in einigen Regionen zu erheblicher Arbeitslosigkeit führen. Die gesammten Gebiete die vom Fremdenverkehr leben, welche zur Zeit sowieso sehr zu kämpfen haben, würde durch diese Kürzung der Todesstoß versetzt. Wie viel Arbeitsplätze werden den durch den Urlaub erhalten? Ob es das Reisebüro um die Ecke ist, oder der Ferienhof im Bayrischen Wald--da hängen viele Arbeitsplätze dran. Und was ist mit den Eltern? Habe jetzt schon Probleme mit meiner Frau den Urlaub so zu legen das Einer bei den Kindern Zuhause ist wenn der Kindergarten Sommerpause macht. Soll also meine Frau oder Ich im Sommer (6Wochen) Stempeln gehen um auf die Kinder aufzupassen? Das Thema Urlaubsverzicht ist doch wieder nur eine neue Sau die durchs Dorf gejagt wird.
 

19.07.04 03:17

9161 Postings, 7769 Tage hjw2blöden säcke


arbeitet endlich ohne lohn damit wir konkurrenzfähig auf den weltmärkten sind...  

19.07.04 07:37

19279 Postings, 7709 Tage ruhrpottzockerJawoll ! Und die über 55-jährigen


sollten sich erschiessen. Die eingesparten Renten für diese Nichtsnutze sollten an die Unternehmen überwiesen werden.

Mann, uns winken goldene Zeiten.

*ggg*    

19.07.04 07:37

19279 Postings, 7709 Tage ruhrpottzockerDeshalb sagt die CDU wohl auch Kopf-


pauschale !

Früher nannte man das Kopfgeld !

*ggg*  

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