Die beklopptesten Forschungsergebnisse

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neuester Beitrag: 15.12.06 16:40
eröffnet am: 15.12.06 08:46 von: denkidee Anzahl Beiträge: 8
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15.12.06 08:46

112127 Postings, 6299 Tage denkideeDie beklopptesten Forschungsergebnisse

(Foto: Fotolia)

Ornithologie
Ivan R. Schwab (USA) und Philip R.A. May (USA)
Kennen Sie das? Wenn sie vor lauter Frust und Ärger am liebsten den Kopf gegen die Wand knallen möchten? Oft genug kommte es vor, dass man dieses Gefühl hat - nur warum? Ist das vielleicht ein probates Mittel gegen den Weltschmerz oder gar nur für den alltäglichen Kopfschmerz?

Das fragten sich die beiden Wissenschaftler aus den USA. Was würde eigentlich passieren, wenn wir tatsächlich mit dem Kopf hämmern würden, wie die Spechte, die ihr Leben lang Bäume aushöhlen bei der Suche nach Futter und dem Bau von Nistplätzen? Und warum bekommen die gefiederten Bauarbeiter eigentlich keine Kopfschmerzen?

Zwanzigmal in der Sekunde knallt der Spechtschnabel auf das Holz, 12.000 Mal am Tag, mit einer Kraft, die mit einem Aufprall auf einer Wand mit einer Geschwindigkeit von knapp 26 Stundenkilometern vergleichbar ist. Aber dank verschiedener Spezialkonstruktionen im Schnabel und im Schädel des Kopfarbeiters werden die heftigen Stöße offensichtlich wirkungsvoll gedämpft.

Nicht zu vergessen: Das Gehirn der Spechte ist klein. Beim harten Aufprall des Schnabels wird also immer nur eine vergleichweise kleine Masse abrupt gebremst.

Fazit: Spechte als Vorbilder zur Vermeidung von Kopfschmerzen können also nicht unbedingt als Vergleichsobjekte empfohlen werden. Da bleibt dem kopfschmerzgeplagten Menschen nur, voller Neid auf die kleinen gefiederten Freunde zu blicken, die scheinbar nie unter Schädelbrummen leiden.
 
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15.12.06 08:51

29840 Postings, 5704 Tage ScontovalutaWas ist an post. 1 bekloppt?

"Aber dank verschiedener Spezialkonstruktionen im Schnabel und im Schädel des Kopfarbeiters werden die heftigen Stöße offensichtlich wirkungsvoll gedämpft..."
Darauf sollte eingegangen werden. Vielleicht läßt sich ja aus der Naturvorgabe mal wieder eine technische Neuerung ableiten.  

15.12.06 08:54

8758 Postings, 5512 Tage DSM2005der Ami wird es wohl in einer seiner


unzähligen Waffenschmieden umsetzen........




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Liebe geht durch den Magen, Pils durch die Blase.
 

15.12.06 09:19

112127 Postings, 6299 Tage denkideeErnährung

(Foto: Wikipedia)

Ernährung
Wasmia Al-Houty und Faten Al-Mussalam (Kuwait)
Wer hätte das gedacht: Der gemeine Mistkäfer ist wählerischer als gemeinhin angenommen. Das jedenfalls zeigen die Forschungsergebnisse des Wissenschaftler-Teams aus Kuwait.

Sie wollten genaueres erfahren über die Essgewohnheiten von Mistkäfern der Spezies Scarabäus cristatus und offerierten den Tierchen unterschiedlichste Mistsorten zur Verkostung. Pferde-, Kamel und Schafsmist, sowie Hunde- und Fuchsexkremente standen zur Auswahl - und die Käfer zeigen sich pingelig in ihrer Auswahl.

Am liebsten waren ihnen die schönen, feuchten Pferdeäpfel. Die erwachsenen Mistkäfer machen sich am liebsten über die feuchten Bestandteile des Mists her und vergraben den Rest als Speisekammer für ihren Nachwuchs, die Larven.

Nach umfangreichen Untersuchungen stand fest: Ganz oben auf der Beleibtheitsskala standen die erwähnten Pferdeäpfel vor Schafs- und Kamelmist. Abgeschlagen auf den hinteren Rängen blieben die Exkremente der Fleischfresser Hund und Fuchs.
 
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15.12.06 09:39

112127 Postings, 6299 Tage denkideeFrieden

(Foto: dpa)

Frieden
Howard Stapleton (Wales)
Wenn Sie mal wieder genervt sind von spontanen, unerwünschten Zusammenrottungen gelangweilter Jugendlicher, empfielt sich die Anschaffung einer neuartigen Waffe: dem elektromechanischen Teenager-Abwehrmittel.

Der Erfinder Howard Stapleton bekam zu recht den Ig-Nobelpreis für diese bahnbrechende Erfindung zugesprochen. Hilft sie doch Ladenbesitzern, Eisenbahngesellschaften oder auch der Polizei dabei, solche unangenehmen Zusammenkünfte abhängender Jugendlicher wirkungsvoll zu zerstreuen. Das System funktioniert wie ein elektronisches Mückenabwehrsystem: Hochfrequente Töne schrecken nicht nur die lästigen Blutsauger ab, sie sollen auch dafür sorgen, dass sich die Teenager in der Nähe eines solchen Geräts unwohl fühlen und nach kurzer Zeit reißaus nehmen.

Ach ja, das Gerät funktioniert deshalb so gut, weil Erwachsene nicht mehr in der Lage sind, die hohen Frequenzen wahrzunehmen. Das ist auch der Grund, warum das Unternehmen einen speziellen Handy-Klingelton für Jugendliche entwickelt hat. Gut hörbar für Teenager, nicht wahrzunehmen von Lehrern, Eltern oder anderen Erwachsenen, die etwas gegen ständig klingelnde Handys haben.

 
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15.12.06 14:26

112127 Postings, 6299 Tage denkideeAkustik

(Foto: dpa)

Akustik
D. Lynn Halpern, Randolph Blake und James Hillenbrand (USA)
Die Wissenschaftler widmeten sich der Erforschung der "Psychoakustik eines abschreckenden Tons". Was, um Himmels Willen, soll man sich darunter vorstellen? Ganz einfach, es geht um schreckliche Töne und ihre Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen.

Denken Sie an das Geräusch, wenn ein Fingernagel über eine Schultafel kratzt, ein Stück Kreide beim Schreiben anfängt Töne abzusondern, die durch Mark und Bein gehen oder wenn eine Gabel auf einem Teller abrutscht. Genau: Fast jeder bekommt eine Gänsehaut, weil das Geräusch irgendetwas beim Menschen auslöst, das höchstes Unbehagen verursacht.

Diese weltbewegenden Zusammenhänge zu erforschen, hatte sich das Wissenschaftler-Team aus den USA zum Ziel gesetzt. 24 erwachsene Freiwillige wurden unterschiedlichsten schrecklichen Tönen ausgesetzt und dabei beobachtet. Und siehe da, es ergab sich eine Reihenfolge der fürchterlichsten Töne: An erster Stelle steht das Fingernagel-auf-Tafel-Geräusch, an zweiter Stelle das Aneinanderreiben von zwei Styropor-Stücken.

Wahrlich eindrucksvolle Erkenntnisse. Aber warum attackieren diese Geräusche unsere Nerven derart penetrant? Die Forscher vermuten, dass es mit unserer tierischen Herkunft zu tun haben könnte. Sie verglichen das Frequenzspektrum der Warnrufe von Makaken, einer Affenart, mit dem der schrecklichen Töne. Dabei fanden sie heraus, dass die schrecklichen Geräusche in ähnlichen Frequenzspektren wie die Warnrufe der Affen lagen. Gut zu wissen, aber anfangen lässt sich mit diesen Erkenntnissen nicht viel.

 
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15.12.06 14:54

112127 Postings, 6299 Tage denkideeMedizin

(Foto: dpa)

Medizin
Francis M. Fesmire (USA), Majed Odeh, Harry Bassan und Arie Oliven (Israel)
Wer bisher dachte, dass Auf-dem-Kopf-stehen, Wasser schlucken oder Zucker essen das beste Mittel gegen Schluckauf ist, muss sich nun eines Besseren belehren lassen.

Nach Meinung des israelisch-amerikanischen Forscher-Teams hilft nichts so gut gegen einen extrem hartnäckigen Schluckauf wie eine digitale rektale Massage. Eindrucksvoll werden zwei Fälle beschrieben, in denen die Patienten, geplagt von nicht enden wollendem Schluckauf, innerhalb kürzester Zeit von ihrem Leiden erlöst wurden.

Leider wird nicht ganz klar, wie die so hoch gelobte digitale rektale Massage funktioniert, ob sie verschreibungspflichtig ist, nur von ausgesuchten Fachkräften verabreicht werden kann oder welche Risiken und Nebenwirkungen dabei auftreten können.

Daher: für den Hausgebrauch einstweilen noch nicht zu empfehlen.
 
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15.12.06 16:40

112127 Postings, 6299 Tage denkideeBiologie

(Foto: Wikipedia)

Biologie
Bart Knols und Ruurd de Jong (Niederlande)
Mücken haben einen feinen Geruchssinn. Damit orten sie ihre potenziellen Opfer, um an deren Blut zu gelangen. Und Mücken sind wählerisch: sie haben eine besondere Vorliebe für spezielle menschliche Ausdünstungen.

Schweißfüße gehören dazu. Wenn es nun gelänge, die Mücken mit einem ähnlichen Geruch hinters Licht zu führen und damit Fallen zu bauen, aus denen sie nicht entweichen können, wäre der Menschheit geholfen. Vor allem in malariaverseuchten Gegenden dieser Welt ein wahrer Segen.

Also machten sich die holländischen Forscher auf die Suche nach Gerüchen, die den menschlichen Käsefüßen ähneln und wurden im Käseladen fündig. Limburger Käse kommt den Ausdünstungen sehr nahe ? fanden selbst die berüchtigten Anopheles-Mücken und ließen sich vom Käse anlocken. In Fallen, die den Käse enthielten, fanden sich mehr als doppelt so viele Mücken wie in leeren Fangbehältern.

Jetzt müsste eigentlich nur noch Limburger Käse im großen Stil in die malariaverseuchten Länder transportiert werden und die entsprechenden Fallen aufgestellt werden. Aber vermutlich würde der aufgrund der starken Nachfrage explodierende Käsepreis das Konzept zunichte machen.

 
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