Die Wahlen in Afghanistan

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 04.12.05 23:08
eröffnet am: 29.10.05 17:24 von: Pate100 Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 04.12.05 23:08 von: Don Rumata Leser gesamt: 520
davon Heute: 2
bewertet mit 2 Sternen

29.10.05 17:24
2

15130 Postings, 6857 Tage Pate100Die Wahlen in Afghanistan

Die Wahlen in Afghanistan

von Mike Whitney

ZNet 27.10.2005


 Die westlichen Medien befassen sich selten mit dem Scheitern des Kriegs in Afghanistan. Das ist schade, denn der Afghanistan-Konflikt sagt einiges über die suizidalen Tendenzen der US-Außenpolitik aus.

95% der Amerikaner waren für den Krieg in Afghanistan. Nach den Anschlägen vom 11. September hatte die amerikanische Öffentlichkeit das Gefühl, es müsse eine Reaktion erfolgen, es müsse etwas getan werden. Und es wurde etwas getan. Wir sind in ein souveränes Land einmarschiert. Wir stürzten die fanatischen Taliban und haben ein Amerika-freundliches Regime zusammengekleistert. Über echte Autorität hat dieses Regime allerdings nie verfügt, und es kann seinem Volk nicht einmal minimale Sicherheit garantieren.

Die toxischen Folgen des Afghanistan-Konflikts wurden durch diese Wahlen tragisch offenbar. Das Resultat der aktuellen afghanischen Parlamentswahl war sehr unerwartet. Am 18. September wurde die neue Wolesi Jirga (Unterhaus) gewählt. Über die Hälfte der Sitze gingen an Warlords und frühere Taliban-Kommandeure. Viele der Gewählten zählen zu den extremsten Menschenrechtsverletzern im Land. Diese Leute stehen sicherlich nicht für das, was Präsident Bush vorschwebte, als er seine ?globale demokratische Revolution? begann. Nun werden Ex-Dschihadisten, islamische Fundamentalisten und Warlords die Parlamentsmehrheit kontrollieren - und dafür sorgen, dass die Sicherheit des afghanischen Volkes weiter gefährdet ist.

Aus pragmatischen Gründen ist Afghanistan zurückgekehrt zu jenem brutalen Zustand, wie er vor den Taliban bestand - als das Land in Fürstentümer regionaler Kriegsherren unterteilt war. Etliche Kandidaten der aktuellen Parlamentswahl haben schon im Bürgerkrieg der 90ger Jahre mitgemischt - ein Krieg, der damals weite Teile des Landes verheerte. Jetzt sind sie in der Lage, die Macht der Zentralregierung herauszufordern und künftige Bemühungen zur Einigung des Landes zu hintertreiben.

Zu den Taliban-Führern, die in die neue Regierung gewählt wurden, zählen zum Beispiel Wakil Mutawakil, Außenminister unter der Taliban-Regierung, oder Maulavi Qalamuddin, der unter den Taliban das ?Ministerium zur Verhinderung des Lasters und zur Förderung der Tugend? leitete (ein fanatisches Ministerium, das die Scharia durch schwere Strafen und körperlicher Misshandlungen durchsetzte). Man geht allgemein davon aus, dass die extremeren Elemente im neuen, schwächelnden Parlament direkt von Teheran unterstützt werden. Würde bedeuten, dass der Iran in Afghanistan eine politische Unterstützerbasis herausbildet - wie im Irak. Was für eine Ironie, dass ausgerechnet die USA in zwei Ländern, in die sie einmarschierten, ein Teheran-freundliches Regime verteidigen.

Nach vier Besatzungsjahren sehen wir, dass die Versprechungen der Bush-Administration nichts als Lügen waren. Das Militär hat keinen Versuch unternommen, das flache Land von der Tyrannei der Warlords zu befreien. Auch Bushs Versprechen eines Marshallplans für Afghanistan wurde nicht umgesetzt. Die Regierung Karsai ist ein schwächelndes Marionetten-Regime ohne Basis in der Bevölkerung. Außerhalb der Stadtgrenzen von Kabul hat es keine wirkliche Macht. Angesichts des Unvermögens der Regierung, mit den drängendsten Problemen im Land - Sicherheitslage, Drogenverkehr, Hygiene, Menschenrechtsverletzungen - fertig zu werden, kann man sagen, Karsai und seine amerikanischen Oberherren stellen ein ernstes Hindernis für den Wiederaufbau des Landes dar. Afghanistan hat keine reelle Chance auf Erholung und Entwicklung, solange Karsai nicht durch jemanden ersetzt ist, der über eine breitere Mandatsbasis im Volk verfügt.

Die zunehmenden Angriffe gegen US-Truppen zeigen, wie allgegenwärtig der Frust auf die amerikanische Besatzung ist. Die Öffentlichkeit glaubt nicht mehr daran, dass Amerika zu seinem ursprünglichen Versprechen steht, Afghanistan wiederaufzubauen und zu stabilisieren. Vielmehr trage Amerika zur wachsenden Unzufriedenheit und Gewalt im Lande bei. Leben in Afghanistan - das ist ein endloser Teufelskreis aus sporadischen Angriffen, ineffektiver Bürokratie und jämmerlicher Armut. Und das Gespenst der Okkupation verstärkt die Hoffnungslosigkeit.

Die Chance, seinen guten Willen unter Beweis zu stellen, hat Amerika verpasst. Das Zeitfenster ist längst geschlossen. Und die berichteten Fälle von Gefangenenmisshandlungen oder gar -tötungen gießen Öl ins Feuer einer wachsenden Unruhe und Wut. Vor kurzem wurde berichtet, dass US-Soldaten die Leichen mehrerer Taliban-Kämpfer verbrannten. Dies ist lediglich der aktuellste und obszönste Affront gegen den Glauben und die kulturellen Empfindungen des afghanischen Volkes. Die Schockwellen, die dieser Vorfall erzeugt, werden zweifellos noch jahrelang zu spüren sein.

Die Situation im Lande wird sich weiter verschlechtern - es sei denn, die USA ziehen ab. die Menschen in Afghanistan trauen uns nicht mehr. Und wir verfügen nicht über die moralische Autorität zu sagen, was für sie das Beste ist. Es ist traurige Tatsache, dass die US-Truppen in Afghanistan nicht mehr als Friedensgaranten gelten sondern als diejenigen, die die Feindseligkeiten in erster Linie heraufbeschwören. Laut ?Stars and Stripes? (www.estripes.com Magazin des US-Militärs - Anmerkung d. Übersetzerin) ?wäre es möglich, dass das jüngste Aufflammen der Kämpfe (in Afghanistan) eher mit amerikanischer Aggressivität zusammenhängt als mit allem, was die Al Kaida tut?. Die Amerikaner neigten dazu, ?zuerst zu schießen und dann zu fragen? - siehe Irak. Dies ist der wichtigste Grund für die zunehmende Gewalt.

Die westlichen Medien waren sehr darauf gedacht, Afghanistan aus den Schlagzeilen der amerikanischen Presse herauszuhalten. Der Platz auf der Titelseite ist nun für die windige Anklage gegen Syrien reserviert - die es Washington ermöglicht, für Unterstützung für seinen neuen Krieg zu werben. Nachdenklichen Amerikanern sei daher empfohlen, einen zweiten Blick auf Afghanistan zu werfen und zu überlegen, ob dort irgendetwas von den Zielen der Bush-Administration verwirklicht wurde, oder ob es nicht vielmehr so ist, dass der Afghanistan-Konflikt ein überwältigender Misserfolg war. Die afghanischen Parlamentswahlen haben zweifelsfrei gezeigt, dass die amerikanische Einmischung die brutalsten und reaktionärsten Elemente in der afghanischen Gesellschaft nur gestärkt hat. Das zeigt uns klar, es ist höchste Zeit, unsere Truppen abzuziehen, und es zeigt uns klar, dass das Primat militärischer Gewalt (zur Erreichung außenpolitischer Ziele) neu überdacht werden muss.
 

26.11.05 12:51

15130 Postings, 6857 Tage Pate100Warlords, Stammesfürsten und Fundamentalisten

Warlords, Stammesfürsten und Fundamentalisten sind trotz Wahlen weiterhin an der machtMaike Dimar 26.11.2005Ein Gespräch einer Vertreterin der Frauenorganisation RAWA über die Lage der Frauen und die politische Situation im Afghanistan nach der Bekanntgabe des WahlergebnissesWahlbetrug, Unstimmigkeiten und Anschläge auf Kandidaten und Wahlhelfer: Die Wahlen in Afghanistan für das Parlament und die Räte der 34 Provinzen am 18. September 2005 wurden von einem Klima der Angst und Einschüchterung überschattet (Wahlen am Hindukusch ? Taliban rüsten auf). Sieben Kandidatinnen und Kandidaten wurden im Vorfeld ermordet, viele gewählte Parlamentarier nach den Wahlen bedroht. Die Auszählung der Stimmen verzögerte sich durch den Vorwurf der Wahlmanipulation, erst zwei Monate nach dem Urnengang wurde das amtliche Endergebnis verkündet. Mehr als die Hälfte der ins Parlament Gewählten sind Warlords und ehemalige Mudschaheddin, die im Namen der "nationalen Versöhnung" nicht von den Kandidatenlisten gestrichen worden waren. Sogar einige Taliban schafften den Sprung ins Parlament.    Nicht überrascht, aber sichtlich enttäuscht vom Wahlausgang zeigte sich die Frauenorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan). Sie arbeitet seit 1977 in Afghanistan ? im Untergrund. Die militärische Invasion in Afghanistan, gerne mit der Befreiung der unterdrückten Frauen gerechtfertigt, hat daran nichts geändert: Noch immer können die RAWA-Frauen in Afghanistan nicht offen auftreten, ihre sozialen und politischen Projekte nicht unter ihrem Namen durchführen. RAWA unterrichtet Frauen und Mädchen, unterstützt Waisen und Prostituierte, hat ein Krankenhaus in Pakistan. Ebenso aktiv ist die feministische Organisation in der politischen Bildungsarbeit und mischt sich ein in öffentliche Debatten. Dafür werden die RAWA-Aktivistinnen angefeindet und bedroht. Auch Sohaila ist der Deckname einer Frau, die sich für RAWA engagiert. Mit Sohaila sprach Maike Dimar.  Am 12. November gab die Wahlkommission in Afghanistan das Endergebnis der Parlamentswahlen vom 18. September bekannt. Internationale Beobachter priesen die Wahlen als wichtigen Schritt hin zu Frieden nach vielen Jahren von Krieg und fundamentalistischer Herrschaft. Sieht RAWA das genauso?Sohaila: Es gab jetzt zum ersten Mal wieder Wahlen für ein neues Parlament und alle hatten die Hoffnung, dass wir damit ein demokratisches Parlament bekommen und nach den Wahlen Veränderungen stattfinden würden, die gut wären für die Bevölkerung. Aber es gab natürlich auch Zweifel, denn wir hatten die Erfahrung mit der Zeit nach den Präsidentenwahlen vom Oktober 2004 und wir sahen das Ergebnis, das nicht akzeptabel war. Nun, bei diesen Wahlen, war das Ergebnis das gleiche: Fast alle Kandidaten waren von fundamentalistischen Gruppierungen, Leute, die in der Vergangenheit viele Verbrechen begangen haben, sind nun an der Macht. Sie haben die meisten Sitze errungen. Das war keine richtige demokratische Wahl. Es gab Betrug, es gab sehr viele Schwierigkeiten.  Bei den Parlamentswahlen durften keine Parteien antreten, es war ein reiner Personenwahlkampf. Auch deshalb waren erste Reaktionen auf die gewählten Parlamentarier von Ratlosigkeit geprägt. Doch klar ist: Viele von ihnen sind Warlords, Stammesfürsten und Fundamentalisten. Wie beurteilen Sie die gewählten Parlamentarier?Sohaila: Die siegreichen Kandidaten haben natürlich ihr Gesicht verändert. Früher hatten sie lange Bärte, jetzt sehen sie anders aus, aber sie haben immer noch die gleiche konservative Mentalität. Sie sagen zwar, wir wollen Demokratie, wir arbeiten für die Bevölkerung, wir wollen Frauenrechte usw. Aber wir kennen deren tatsächliches Gesicht, wir haben Erfahrung mit ihnen, gerade mit denen in Kabul. Natürlich geben sie sich für die Weltöffentlichkeit friedensliebend und als demokratische Persönlichkeiten. Aber die Bevölkerung kennt ihre wahre Mentalität sehr gut, sie hat viel unter den Warlords gelitten, die nun im Parlament und an der Macht sitzen. Zu viele Fundamentalisten an den Schalthebeln der Macht Was erwarten Sie: Wie werden die Mehrheiten im Parlament sein, welche Positionen werden sich im Parlament durchsetzen?Sohaila: Wir haben nun viele Warlords im Parlament und die denken in erster Linie an sich selbst, nicht an die Bevölkerung. Sie werden nichts tun für die Verbesserung der Regierung, für Afghanistan und deren Bevölkerung. Aus der Vergangenheit wissen wir: Warlords, die nun zum Beispiel als Minister an der Macht sind, stecken viel in die eigene Tasche. In den drei Jahren der jetzigen Regierung sehen wir keinen Wandel, keine Verbesserungen. Natürlich kann man sagen, dass es viele Hindernisse, viele Unwägbarkeiten gab. Aber von wem kamen sie? Sie kamen von den Ministern, von den Leuten, die an der Macht sind, wie Sayyaf oder Fahim. Sie haben uns betrogen, denn bis jetzt kamen keine demokratischen Maßnahmen von der Regierung. Sie akzeptieren keine demokratischen Individuen. In der Provinz wurden demokratische Kandidaten bedroht, es hieß sie würden umgebracht, wenn sie gewinnen würden. Auch deshalb hatten sie in diesen Gegenden so wenig Erfolg bei den Wahlen. Mehrere siegreiche Kandidaten wurden bedroht, einer umgebracht. Deswegen haben wir keine Hoffnung auf eine Verbesserung in der Regierung oder der Situation in Afghanistan. Aber immerhin war ein Viertel der Sitze des Parlaments für Frauen reserviert. Knüpfen Sie daran Hoffnungen?Sohaila: Natürlich ist es eine positive Neuerung, dass bei diesen Wahlen auch Frauen gewählt wurden und nun in der Politik sind. Aber das ist nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist: Was können sie tun? Können sie überhaupt etwas ausrichten, haben sie überhaupt Macht? Schön, wir haben jetzt einige Frauen in der Regierung, im Parlament. Aber diejenigen, die an der Macht sind, behindern sie und halten sie davon ab, Verbesserungen umzusetzen. Es sind so viele Fundamentalisten an den Schalthebeln der Macht, dass ich nicht glaube, dass die gewählten Frauen etwas ausrichten können. Auf dem Land können die Warlords machen, was sie wollen Wie beurteilen Sie die Situation für Frauen in Afghanistan heute, 4 Jahre nach dem militärischen Einmarsch und dem Sturz des Taliban-Regimes?Sohaila: Wir wissen mittlerweile alle, wie die Situation für Frauen während des Taliban-Regimes war und wie sie wie Gefangene behandelt wurden. Nach dem Sturz der Taliban gab es ein paar Verbesserungen, zumindest für die Frauen in den großen Städten. Sie sind ein bisschen freier, sie können viel eher studieren, zur Uni gehen oder einer Arbeit nachgehen. Aber das ist nicht genug, denn wir sehen diese Verbesserungen nicht auf dem Land, in den Dörfern. Dort hat sich nicht viel geändert. Außerdem gibt es dort sehr viele Entführungen, Vergewaltigungen, Morde an Frauen. Es gibt sehr viele Selbstmorde gerade junger Frauen angesichts ihrer schlechten Situation. Ihnen wird nicht erlaubt auszugehen, alleine das Haus zu verlassen, zu studieren oder arbeiten zu gehen. Bei manchen ist es wegen der Familie, bei anderen wegen der Fundamentalisten, die ihre Region regieren und die weiter frauenfeindliche Dekrete erlassen. Die Frauen können nichts dagegen tun, ihre Lebenssituation nicht verändern und begehen deshalb Selbstmord. Auch werden viele Frauen ermordet. Vielleicht haben Sie davon gehört, dass Anfang November die Lyrikerin Nadia Anjuman von ihrem Ehemann getötet wurde. Und es gibt so viele Beispiele dafür, dass Frauen von Männern aus ihrer Familie umgebracht werden, oder auch, dass die Machthabenden den Befehl dazu geben, Frauen zu ermorden. Und die Regierung tut nichts dagegen, nichts für die Rechte der Frauen, die immerhin 50 % der Bevölkerung darstellen. Es gibt so viel Armut unter den Frauen. Sie haben keinen Zugang zur Bildung, viele können ihre Kinder nicht ernähren. Frauen sind diejenigen, die am meisten leiden, immer noch, selbst in diesem "befreiten" Afghanistan. Was ist das Hauptproblem für die nach wie vor schlechten Lebensbedingungen für Frauen? Ist es die Regierung, ist es eine im Denken der Männer verwurzelte Überzeugung von der Minderwertigkeit der Frau, sind es die fundamentalistischen Strömungen?Sohaila: Am schwerwiegendsten ist, dass fundamentalistische Gruppierungen weiterhin viel Macht besitzen. In einigen Orten sind sogar Taliban an der Regierung. Ebenso Mudschaheddin-Gruppen, die von 1992 bis 1996 an der Macht waren. Die Zentralregierung reicht oft nicht bis in diese Regionen, regiert in vielen Provinzen nicht. Diese Gruppen haben ihre eigene Regierung in diesen Provinzen und sie können machen, was sie wollen. In diesen Gegenden gibt es sehr viele Entführungen von Frauen. Und es gibt niemand, der etwas dagegen unternimmt, der die Verbrecher vor Gericht stellt. Deshalb machen sie immer weiter. Und natürlich sind Frauen die meisten Opfer solcher Gruppierungen. Die RAWA hat noch immer viele Feinde in Afghanistan, auch in der afghanischen Regierung Hat Ihre Organisation überlegt, an den Wahlen teilzunehmen und eigene Kandidatinnen aufzustellen?Sohaila: RAWA ist in Afghanistan nicht als Organisation registriert, weil sie dort nicht legal ist. Aber wir wollten und wir hatten Kandidatinnen bei den Wahlen, aber nicht im Namen von RAWA. Wir unterstützten einige Kandidatinnen und manche von ihnen wurden gewählt, aber nur sehr wenige. Aber wir hoffen, dass diese Kandidatinnen zumindest ein bisschen etwas in Opposition zur Regierung ausrichten können. Wie steht es im Moment um Ihre Organisation in Afghanistan? RAWA arbeitet dort ja nach wie vor im Untergrund ...Sohaila: In Afghanistan sind wir immer noch klandestin. Wir haben dort natürlich Projekte, Schulen, soziale Einrichtungen, aber nicht unter dem Namen von RAWA. Denn die afghanische Regierung ist gegen RAWA, sie kennen uns sehr gut. Und RAWA ist gegen die Regierung. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein. Wir haben in Afghanistan sehr viele Feinde, gerade natürlich unter den Fundamentalisten, können deshalb nicht frei und offen und nicht unter dem Namen von RAWA arbeiten. Aber wir organisierten letztes Jahr eine Demonstration zum 8. März in Afghanistan, wir haben viele Projekte in vielen Provinzen Afghanistans, wir sind mitten in der Bevölkerung und arbeiten dort. Welche Maßnahmen wären sinnvoll und wichtig, um die Rechte von Frauen in Afghanistan zu verbessern?Sohaila: Zuallererst wäre es wichtig, alle fundamentalistischen Gruppen zu entwaffnen. Denn sie sind die Grundwurzel allen Übels für die schlechte Situation der Frauen in Afghanistan. Wenn die Warlords verfolgt, entwaffnet und bestraft würden, gäbe es eine Hoffnung für die Rechte der Frauen. Aber solange die Warlords und fundamentalistischen Gruppierungen an der Macht bleiben, denke ich nicht, dass es Verbesserungen für Frauen gibt. Sie arbeiten dagegen, sie verhindern dies. Aber wir brauchen auch mehr Unterstützung von der Regierung. Präsident Hamid Karsai muss etwas tun, er muss verhindern, dass Warlords und fundamentalistische Gruppen in der Regierung sitzen. Aber das tut er nicht, vielmehr akzeptiert er sie und sogar auch die Taliban. Ich denke nicht, dass es in der nahen Zukunft wesentliche Verbesserungen für Frauen in Afghanistan gibt.  

26.11.05 12:54

15130 Postings, 6857 Tage Pate100zweiter Versuch

Warlords, Stammesfürsten und Fundamentalisten sind trotz Wahlen weiterhin an der macht

Maike Dimar 26.11.2005

Ein Gespräch einer Vertreterin der Frauenorganisation RAWA über die Lage der Frauen und die politische Situation im Afghanistan nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses

Wahlbetrug, Unstimmigkeiten und Anschläge auf Kandidaten und Wahlhelfer: Die Wahlen in Afghanistan für das Parlament und die Räte der 34 Provinzen am 18. September 2005 wurden von einem Klima der Angst und Einschüchterung überschattet (Wahlen am Hindukusch ? Taliban rüsten auf). Sieben Kandidatinnen und Kandidaten wurden im Vorfeld ermordet, viele gewählte Parlamentarier nach den Wahlen bedroht. Die Auszählung der Stimmen verzögerte sich durch den Vorwurf der Wahlmanipulation, erst zwei Monate nach dem Urnengang wurde das amtliche Endergebnis verkündet. Mehr als die Hälfte der ins Parlament Gewählten sind Warlords und ehemalige Mudschaheddin, die im Namen der "nationalen Versöhnung" nicht von den Kandidatenlisten gestrichen worden waren. Sogar einige Taliban schafften den Sprung ins Parlament.

   

Nicht überrascht, aber sichtlich enttäuscht vom Wahlausgang zeigte sich die Frauenorganisation RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan). Sie arbeitet seit 1977 in Afghanistan ? im Untergrund. Die militärische Invasion in Afghanistan, gerne mit der Befreiung der unterdrückten Frauen gerechtfertigt, hat daran nichts geändert: Noch immer können die RAWA-Frauen in Afghanistan nicht offen auftreten, ihre sozialen und politischen Projekte nicht unter ihrem Namen durchführen. RAWA unterrichtet Frauen und Mädchen, unterstützt Waisen und Prostituierte, hat ein Krankenhaus in Pakistan. Ebenso aktiv ist die feministische Organisation in der politischen Bildungsarbeit und mischt sich ein in öffentliche Debatten. Dafür werden die RAWA-Aktivistinnen angefeindet und bedroht. Auch Sohaila ist der Deckname einer Frau, die sich für RAWA engagiert. Mit Sohaila sprach Maike Dimar.

Am 12. November gab die Wahlkommission in Afghanistan das Endergebnis der Parlamentswahlen vom 18. September bekannt. Internationale Beobachter priesen die Wahlen als wichtigen Schritt hin zu Frieden nach vielen Jahren von Krieg und fundamentalistischer Herrschaft. Sieht RAWA das genauso?

Sohaila: Es gab jetzt zum ersten Mal wieder Wahlen für ein neues Parlament und alle hatten die Hoffnung, dass wir damit ein demokratisches Parlament bekommen und nach den Wahlen Veränderungen stattfinden würden, die gut wären für die Bevölkerung. Aber es gab natürlich auch Zweifel, denn wir hatten die Erfahrung mit der Zeit nach den Präsidentenwahlen vom Oktober 2004 und wir sahen das Ergebnis, das nicht akzeptabel war. Nun, bei diesen Wahlen, war das Ergebnis das gleiche: Fast alle Kandidaten waren von fundamentalistischen Gruppierungen, Leute, die in der Vergangenheit viele Verbrechen begangen haben, sind nun an der Macht. Sie haben die meisten Sitze errungen. Das war keine richtige demokratische Wahl. Es gab Betrug, es gab sehr viele Schwierigkeiten.

Bei den Parlamentswahlen durften keine Parteien antreten, es war ein reiner Personenwahlkampf. Auch deshalb waren erste Reaktionen auf die gewählten Parlamentarier von Ratlosigkeit geprägt. Doch klar ist: Viele von ihnen sind Warlords, Stammesfürsten und Fundamentalisten. Wie beurteilen Sie die gewählten Parlamentarier?

Sohaila: Die siegreichen Kandidaten haben natürlich ihr Gesicht verändert. Früher hatten sie lange Bärte, jetzt sehen sie anders aus, aber sie haben immer noch die gleiche konservative Mentalität. Sie sagen zwar, wir wollen Demokratie, wir arbeiten für die Bevölkerung, wir wollen Frauenrechte usw. Aber wir kennen deren tatsächliches Gesicht, wir haben Erfahrung mit ihnen, gerade mit denen in Kabul. Natürlich geben sie sich für die Weltöffentlichkeit friedensliebend und als demokratische Persönlichkeiten. Aber die Bevölkerung kennt ihre wahre Mentalität sehr gut, sie hat viel unter den Warlords gelitten, die nun im Parlament und an der Macht sitzen.

Zu viele Fundamentalisten an den Schalthebeln der Macht

Was erwarten Sie: Wie werden die Mehrheiten im Parlament sein, welche Positionen werden sich im Parlament durchsetzen?

Sohaila: Wir haben nun viele Warlords im Parlament und die denken in erster Linie an sich selbst, nicht an die Bevölkerung. Sie werden nichts tun für die Verbesserung der Regierung, für Afghanistan und deren Bevölkerung. Aus der Vergangenheit wissen wir: Warlords, die nun zum Beispiel als Minister an der Macht sind, stecken viel in die eigene Tasche. In den drei Jahren der jetzigen Regierung sehen wir keinen Wandel, keine Verbesserungen. Natürlich kann man sagen, dass es viele Hindernisse, viele Unwägbarkeiten gab. Aber von wem kamen sie? Sie kamen von den Ministern, von den Leuten, die an der Macht sind, wie Sayyaf oder Fahim. Sie haben uns betrogen, denn bis jetzt kamen keine demokratischen Maßnahmen von der Regierung. Sie akzeptieren keine demokratischen Individuen. In der Provinz wurden demokratische Kandidaten bedroht, es hieß sie würden umgebracht, wenn sie gewinnen würden. Auch deshalb hatten sie in diesen Gegenden so wenig Erfolg bei den Wahlen. Mehrere siegreiche Kandidaten wurden bedroht, einer umgebracht. Deswegen haben wir keine Hoffnung auf eine Verbesserung in der Regierung oder der Situation in Afghanistan.

Aber immerhin war ein Viertel der Sitze des Parlaments für Frauen reserviert. Knüpfen Sie daran Hoffnungen?

Sohaila: Natürlich ist es eine positive Neuerung, dass bei diesen Wahlen auch Frauen gewählt wurden und nun in der Politik sind. Aber das ist nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist: Was können sie tun? Können sie überhaupt etwas ausrichten, haben sie überhaupt Macht? Schön, wir haben jetzt einige Frauen in der Regierung, im Parlament. Aber diejenigen, die an der Macht sind, behindern sie und halten sie davon ab, Verbesserungen umzusetzen. Es sind so viele Fundamentalisten an den Schalthebeln der Macht, dass ich nicht glaube, dass die gewählten Frauen etwas ausrichten können.

Auf dem Land können die Warlords machen, was sie wollen

Wie beurteilen Sie die Situation für Frauen in Afghanistan heute, 4 Jahre nach dem militärischen Einmarsch und dem Sturz des Taliban-Regimes?

Sohaila: Wir wissen mittlerweile alle, wie die Situation für Frauen während des Taliban-Regimes war und wie sie wie Gefangene behandelt wurden. Nach dem Sturz der Taliban gab es ein paar Verbesserungen, zumindest für die Frauen in den großen Städten. Sie sind ein bisschen freier, sie können viel eher studieren, zur Uni gehen oder einer Arbeit nachgehen. Aber das ist nicht genug, denn wir sehen diese Verbesserungen nicht auf dem Land, in den Dörfern. Dort hat sich nicht viel geändert. Außerdem gibt es dort sehr viele Entführungen, Vergewaltigungen, Morde an Frauen. Es gibt sehr viele Selbstmorde gerade junger Frauen angesichts ihrer schlechten Situation. Ihnen wird nicht erlaubt auszugehen, alleine das Haus zu verlassen, zu studieren oder arbeiten zu gehen. Bei manchen ist es wegen der Familie, bei anderen wegen der Fundamentalisten, die ihre Region regieren und die weiter frauenfeindliche Dekrete erlassen. Die Frauen können nichts dagegen tun, ihre Lebenssituation nicht verändern und begehen deshalb Selbstmord.

Auch werden viele Frauen ermordet. Vielleicht haben Sie davon gehört, dass Anfang November die Lyrikerin Nadia Anjuman von ihrem Ehemann getötet wurde. Und es gibt so viele Beispiele dafür, dass Frauen von Männern aus ihrer Familie umgebracht werden, oder auch, dass die Machthabenden den Befehl dazu geben, Frauen zu ermorden. Und die Regierung tut nichts dagegen, nichts für die Rechte der Frauen, die immerhin 50 % der Bevölkerung darstellen. Es gibt so viel Armut unter den Frauen. Sie haben keinen Zugang zur Bildung, viele können ihre Kinder nicht ernähren. Frauen sind diejenigen, die am meisten leiden, immer noch, selbst in diesem "befreiten" Afghanistan.

Was ist das Hauptproblem für die nach wie vor schlechten Lebensbedingungen für Frauen? Ist es die Regierung, ist es eine im Denken der Männer verwurzelte Überzeugung von der Minderwertigkeit der Frau, sind es die fundamentalistischen Strömungen?

Sohaila: Am schwerwiegendsten ist, dass fundamentalistische Gruppierungen weiterhin viel Macht besitzen. In einigen Orten sind sogar Taliban an der Regierung. Ebenso Mudschaheddin-Gruppen, die von 1992 bis 1996 an der Macht waren. Die Zentralregierung reicht oft nicht bis in diese Regionen, regiert in vielen Provinzen nicht. Diese Gruppen haben ihre eigene Regierung in diesen Provinzen und sie können machen, was sie wollen. In diesen Gegenden gibt es sehr viele Entführungen von Frauen. Und es gibt niemand, der etwas dagegen unternimmt, der die Verbrecher vor Gericht stellt. Deshalb machen sie immer weiter. Und natürlich sind Frauen die meisten Opfer solcher Gruppierungen.

Die RAWA hat noch immer viele Feinde in Afghanistan, auch in der afghanischen Regierung

Hat Ihre Organisation überlegt, an den Wahlen teilzunehmen und eigene Kandidatinnen aufzustellen?

Sohaila: RAWA ist in Afghanistan nicht als Organisation registriert, weil sie dort nicht legal ist. Aber wir wollten und wir hatten Kandidatinnen bei den Wahlen, aber nicht im Namen von RAWA. Wir unterstützten einige Kandidatinnen und manche von ihnen wurden gewählt, aber nur sehr wenige. Aber wir hoffen, dass diese Kandidatinnen zumindest ein bisschen etwas in Opposition zur Regierung ausrichten können.

Wie steht es im Moment um Ihre Organisation in Afghanistan? RAWA arbeitet dort ja nach wie vor im Untergrund ...

Sohaila: In Afghanistan sind wir immer noch klandestin. Wir haben dort natürlich Projekte, Schulen, soziale Einrichtungen, aber nicht unter dem Namen von RAWA. Denn die afghanische Regierung ist gegen RAWA, sie kennen uns sehr gut. Und RAWA ist gegen die Regierung. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein. Wir haben in Afghanistan sehr viele Feinde, gerade natürlich unter den Fundamentalisten, können deshalb nicht frei und offen und nicht unter dem Namen von RAWA arbeiten. Aber wir organisierten letztes Jahr eine Demonstration zum 8. März in Afghanistan, wir haben viele Projekte in vielen Provinzen Afghanistans, wir sind mitten in der Bevölkerung und arbeiten dort.

Welche Maßnahmen wären sinnvoll und wichtig, um die Rechte von Frauen in Afghanistan zu verbessern?

Sohaila: Zuallererst wäre es wichtig, alle fundamentalistischen Gruppen zu entwaffnen. Denn sie sind die Grundwurzel allen Übels für die schlechte Situation der Frauen in Afghanistan. Wenn die Warlords verfolgt, entwaffnet und bestraft würden, gäbe es eine Hoffnung für die Rechte der Frauen. Aber solange die Warlords und fundamentalistischen Gruppierungen an der Macht bleiben, denke ich nicht, dass es Verbesserungen für Frauen gibt. Sie arbeiten dagegen, sie verhindern dies. Aber wir brauchen auch mehr Unterstützung von der Regierung. Präsident Hamid Karsai muss etwas tun, er muss verhindern, dass Warlords und fundamentalistische Gruppen in der Regierung sitzen. Aber das tut er nicht, vielmehr akzeptiert er sie und sogar auch die Taliban. Ich denke nicht, dass es in der nahen Zukunft wesentliche Verbesserungen für Frauen in Afghanistan gibt.




 

04.12.05 17:04

15130 Postings, 6857 Tage Pate100die neue "Demokratie" in Afganistan

tja was bleibt noch übrig von Freiheit und Demokratie in Afganistan?
Aber wenigstens etwas wurde erreicht. Afganistan ist wieder die Nummer 1
Mohn/Heroin Geschäft! Ist doch auch was...

Herausgeber einer afghanischen Frauenzeitschrift im Gefängnis wegen Artikeln gegen Steinigungen und Auspeitschungen
von Doug Ireland
ZNet 24.10.2005


Berichten der Associated Press[1] und regionalen Zeitschriften wie der Pak Times[2]zufolge ist der Herausgeber einer renommierten afghanischen Frauenzeitschrift wegen ?Gotteslästerung? zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem der mit dem Fall betraute Richter vom Rat der Ulama dazu angewiesen worden war, den Herausgeber ins Gefängnis zu sperren. Der Rat der Ulama [d.h. Religionsgelehrten] ist das führende religiöse Organ des Landes und wird von konservativen Geistlichen dominiert.

Der Herausgeber der Haqooq-i-Zan (?Frauenrechte?) Ali Mohaqiq Nasab wurde am 1.10. inhaftiert, nachdem er Artikel in zwei Ausgaben der Zeitschrift veröffentlicht hatte, in denen er das Gesetz anprangerte, das den Abfall vom Islam als durch Steinigung zu bestrafendes Verbrechen definiert, die Bestrafung von Ehebruch durch hundert Peitschenhiebe kritisierte und dafür argumentierte, dass Männer und Frauen vom Gesetz gleich behandelt werden sollten. (?In einigen Fällen wurde dem Zeugnis einer Frau nur der halbe Wert von dem eines Mannes beigemessen.?, bemerkt die Associated Press.) Mit anderen Worten: Die Aussagen, dass Männer und Frauen juristisch gleichberechtigt sein sollten und dass Steinigungen falsch sind, sind ?Gotteslästerungen?, für die man für Jahre in den Knast geschickt werden kann.

Nun, erinnern sie sich noch an Laura Bushs ?Kreuzzug? für die Rechte der Frauen in Afghanistan, der Teil der Propagandakampagne war, die die Amerikaner davon überzeugen sollte, dass die US-Invasion dieses Landes gerechtfertigt sei? Erinnern sie sich daran, wie der theatralisch gekleidete Hamid Karzai, die Marionettenwahl des CIA für das Amt des afghanischen Präsidenten, bei der ?Rede zur Lage der Nation? neben Laura platziert wurde und wie der ?Demokrat? Karzai, nachdem er zum Präsident gewählt worden war, von Senat und Kongress (und beiden Parteien) beklatscht wurde, als er zu ihnen sprach?

Nun, raten sie, wer den Herausgeber Nasab (der auch ein islamischer Gelehrter ist) verhaften ließ? Die Beschwerde wurde von Präsident Karzais Hauptberater in Religionsfragen, Mohaiuddin Baluch, erhoben, wofür das ?Komitee zum Schutz von Journalisten?[3] eine vorige Äußerung Baluchs der Associated Press gegenüber zitiert: ?Ich nahm mir die beiden Zeitschriften und sprach mit dem Obersten Richter, der den Oberstaatsanwalt anschrieb, dass er Untersuchungen anstellen solle. Und der vorsitzende Richter von Kabuls Erstinstanzengericht Ansarullah Malawizada äußerte der Associate Press gegenüber: ?Der Rat der Ulama schickte uns einen Brief, in dem es hieß, dass er bestraft werden solle, also verurteilte ich ihn zu zwei Jahren Gefängnis.? So haben wir hier also ein Schaustück im Bezug auf das, was Bush und Co. die ?Demokratie? Afghanistans zu nennen beharren, eines Spitzenkandidaten des Präsidenten, der anordnet, dass ein mutiger Herausgeber wegen Kritik an den barbarischen Verfahrensweisen des Steinigens und Auspeitschens vor Gericht zu stellen sei, und eines Richters, der auf Anordnung einer Gruppe reaktionärer Geistlicher handelt und den Herausgeber ins Gefängnis schickt, weil derartige Artikel ?gotteslästerlich? seien.

Erinnern sie sich noch an all den Freudentaumel bei Bush, als die Afghanen ihre neue Verfassung verabschiedeten? Sie war mit der Hilfe des damaligen US-Botschafters in Afghanistan Zalmay Khalilzad verfasst worden ? demjenigen, der jetzt in derselben Rolle im Irak als Architekt von dessen neuer Verfassung tätig ist[4]. Nun, Artikel 31 der von Mr. Khalilzad gesponsorten Afghanischen Verfassung macht es zum Verbrechen, den Islam in irgendeiner Weise zu kritisieren, und das gilt auch für die Kritik am Recht entsprechend der islamischen Scharia. Und es ist dieser diktatorische 31. Artikel, mit dem man Nasab hinter Gitter gebracht hat.

Ja, Afghanistan ist eine großartige Demokratie, einverstanden ? Bush hat uns das ja so ANBEFOHLEN ?

Doug Ireland ist ein langjähriger radikaler Journalist und Medienkritiker, der den Blog DIRELAND [http://direland.typepad.com/direland/] betreibt, wo dieser Artikel am 24.10.2005 in englischer Sprache erschienen ist.  

04.12.05 18:30

8140 Postings, 5534 Tage checkerlarsenwie immer hochinteressant!

sorry kleiner scherz...hahahahaha

mal im ernst, glaubst du das sich sich außer börsenfüßler und dem halbierer irgendwer für deinen WIRKLICH immer gleichen brei interresiert????  

04.12.05 18:51
2

15130 Postings, 6857 Tage Pate100naja ich könnte ja auch wie Du

nur 2 Zeiler, Beleidigungen und Deinen sonstigen geistischen Dünnschiss posten.
HAHAHA

Aber ich denke den ein oder anderen interessieren meine Artikel schon.
Ich weiss ja der Inhalt/die Fakten gefallen Dir nicht aber Du kannst ja
wie schon geschrieben meine Threads ignorieren.
Ich tus bei deinen Schwachsinn ja auch...


 

04.12.05 19:30

8140 Postings, 5534 Tage checkerlarsenna jezt mal

so nen 2 zeiler ist doch wirklich wertvoller als dein ewiges copi paste geschmarre mit identischen inhalt.
schau dir mal deine bewertungen an, immer die selben 3-5..... die dich grünen interesiert keinen,glaubs mir einfach....

ist alles ohne wert was du da rum schmierst.  

04.12.05 19:50

25551 Postings, 6989 Tage Depothalbiererhaha, checker unangenehme wahrheit was??

läuft alles nach plan, bald haben es die amis hinter sich in a. und irak, hahahaha.

was macht eigentlich deine proletenkarre??  

04.12.05 21:30

15130 Postings, 6857 Tage Pate100checker

mir ist es doch völlig egal was so eine Witzfigur wie du, die hier seit
ca. 6 Monaten registriert ist, für lesenswert hällt oder nicht.
Ich hab jetzt deine Meinung zur Kenntniss genommen. Es ist nicht nötig
das du dich hier permanent wiederholst.

Ich werde auch auf keine weiteren Postings von dir mit diesem Thema weiter
eingehen.


PS: warts mal ab. In den nächsten Jahren werden die negativ Nachrichten für die
USA noch extrem ansteigen. Wir befinden uns gerade erst am Anfang vom Ende für
die USA! :-)))Und es wird wir ein Vergnügen sein dies weiter zu kommentieren!
 

04.12.05 23:08

63284 Postings, 6250 Tage Don RumataAlso Pate...

mach einfach weiter so. Ich lese deine Postings, wie auch von vielen anderen, ziemlich häufig und ich finde Deine Auswahl ist o.k., auch wenn ich nicht immer alles kommentiere (Kommentare kosten Zeit und die fehlt sonst beim lesen). Wer sie nicht lesen will soll's doch einfach lassen. Ich finde es auch einfach bequem morgens Ariva "anzumachen" und fast alle Infos zu haben die man braucht, meist kann man sich sogar abends das Fernsehen sparen. Und ich weiß das es viele so machen, hab einige im Bekanntenkreis die "nur" stille Mitleser sind, wie ich selbst auch lange Zeit, und mich selbst habe ich ja auch erst seit 2 Jahren angemeldet.
Gib also nichts auf solche Pöbel-IDs! ...einfach weitermachen  

   Antwort einfügen - nach oben