Die Luxus Linken

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neuester Beitrag: 28.08.05 19:31
eröffnet am: 27.08.05 19:54 von: Pantani Anzahl Beiträge: 20
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27.08.05 19:54
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33505 Postings, 5648 Tage PantaniDie Luxus Linken


Gregor Gysi und Oskar Lafontaine bei der 2. Tagung des 9. Parteitages der Linkspartei.PDS

Debatte um den "Luxus-Linken" Linkspartei verliert Zustimmung

Bilderserie Das Programm der Linkspartei

Bilderserie Plakate zur Wahl

Umfrage Ist Lafontaine glaubwürdig?


Samstag, 27. August 2005

Lafontaine bei der PDS
"Ein Linker muss nicht arm sein"


"Historisch" war eines der häufigsten Wörter in der Rede von Oskar Lafontaine auf dem PDS-Parteitag in Berlin. "Ich spreche hier das erste Mal als ehemaliger SPD-Vorsitzender auf einem Bundesparteitag der PDS", sagte Lafontaine. "Das ist ein historisches Datum."
 
Er sehe seinen Auftritt bewusst im Rahmen der Geschichte der Arbeiterbewegung. Lafontaine war Anfang 1999 als SPD-Chef und Bundesfinanzminister zurückgetreten.
 
Schlappe zum Abschluss
 
Nahezu einstimmig verabschiedete der Parteitag das Wahlprogramm. Eine Schlappe erlitt die Parteispitze jedoch mit dem Vorstoß, einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.000 Euro netto monatlich im Programm an Stelle der im Entwurf vorgesehenen 1.400 Euro brutto zu verankern. Dafür gab es keine Mehrheit. Lafontaines Ko-Spitzenkandidat Gregor Gysi hatte für den Netto-Betrag geworben: "Wir wollen, dass jeder 1000 Euro netto hat, denn darunter beginnt Armut."
 
WASG-Mitglied Lafontaine zeigte sich überzeugt, dass die Linkspartei in den Bundestag einzieht: "Es ist nach menschlichem Ermessen sicher, dass eine starke linke Kraft im Bundestag vertreten sein wird." In Umfragen rangiert die Linkspartei bei acht bis zehn Prozent.
 
"Historischer Aufbruch"
 
Zugleich warb Lafontaine für eine gesamtdeutsche, sozialistische Linke. Er sehe darin einen historischen Aufbruch. SPD und Grünen warf er vor, für neoliberale Politik zu stehen. "Wir müssen dem Neoliberalismus einen linken Gegenentwurf entgegensetzen", sagte Lafontaine unter dem Beifall der Delegierten. Er verteidigte seine umstrittene Fremdarbeiter-Äußerung und sprach von einem Missverständnis.
 
Ebenso ausdrücklich wie ausführlich würdigte Lafontaine den PDS-Ehrenvorsitzenden Hans Modrow, für den er "gebührenden Respekt" verlangte. Modrow war zu Wende-Zeiten Ministerpräsident der DDR. Als Erster Sekretär der Bezirksleitung der SED in Dresden galt er Ende 1989 als "Reformer" nach dem Vorbild des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow.
 
Zusammen mit Gysi bildet Lafontaine das Spitzenduo der Linkspartei bei der Bundestagswahl am 18. September. Der Parteitag in Berlin soll das Wahlprogramm verabschieden. Die PDS hat sich Mitte Juli in "Linkspartei.PDS" umbenannt. Nach der Bundestagswahl wollen Linkspartei und WASG fusionieren. Zur Wahl treten WASG-Politiker auf Listen der PDS an.
 
Gysi verteidigt Lafontaine
 
Nach Lafontaine sprach Gysi. Einen großen Teil seiner Rede verwandte er darauf, um Solidarität mit Lafontaine zu werben. Lafontaine sei kein "Luxus-Linker", sagte Gysi. "Ein Linker muss nicht arm sein, er muss gegen Armut sein", rief Gysi unter dem Jubel der Delegierten. "Wir predigen nicht Wasser und trinken Wein. Nein, wir predigen Wein, dass ist das, was man uns übel nimmt."
 
Mehrfach forderte Gysi seine Partei auf, dafür zu kämpfen, dass "eine neue Linkskraft von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern" entsteht. Nur die Linkspartei biete eine echte soziale Alternative zum "neoliberalen Zeitgeist" der anderen Parteien.
 
Wie Lafontaine sprach Gysi sich für eine gewaltfreie Außenpolitik aus. "Wir stehen dafür, dass der Krieg als ein Mittel zur Politik endlich und dauerhaft und sicher überwunden wird", sagte Gysi.
 
Bisky solidarisch mit Lafontaine
 
Zuvor hatte PDS-Chef Lothar Bisky erklärt, die Partei baue auf die starke Anziehungskraft ihrer Spitzenkandidaten Gysi und Lafontaine. An den früheren SPD-Chef gewandt sagte Bisky: "Wir brauchen dich und stehen solidarisch an deiner Seite."
 
Lafontaine war in den Reihen der Linkspartei wegen seines Lebensstils als Luxus-Linker bezeichnet worden. Wahlkampfmanager Bodo Ramelow sagte unter dem Beifall der Delegierten: "Wenn Oskar ein Vermögen hat, soll er es genießen. Hauptsache er zahlt anschließend dafür Vermögensteuer."
 
 

27.08.05 22:05
2

99788 Postings, 7505 Tage KatjuschaNoch nie ne schwachsinnigere Debatte gehört

Das Thema ist genauso blödsinnig, wie hier bei ARIVA, wenn den eher links eingestellten Usern desöfteren vorgeworfen wird, dass sie ja an der Börse handeln.

Sich zu dem Thema weiter zu äußern, ist doch Zeitverschwendung.  

27.08.05 23:18

129861 Postings, 6161 Tage kiiwii"schwachsinnig", "blödsinnig" -- mag ja sein, aber

allein die Veröffentlichung der Bilder von Privat- und Ferienhaus in den "richtigen" Medien hat völlig ausgereicht, die Euphorie zu beseitigen.


Und die noch einige Tage bis zum Wahlkampfende anhaltende kräftige Gesichtsbräune wird das Übrige tun, um bei allen Besuchern von Wahlkampfveranstaltungen und im TV zügig die Assoziation zu wecken, daß Oscar "Wein trinken kann, und wir nur Wasser".


Die niederen Instinkte funktionieren halt - man hat sie ja lange genug bedient.


Warum hat er denn den Urlaub nicht auf die zweite Hälfte September gelegt ??

Da wär doch noch genug Zeit gewesen - und da isses auf Malle doch auch noch warm !?


Denn mehr als 6 oder 7% wird's nicht geben.



MfG
kiiwii
ariva.de  

27.08.05 23:24

42128 Postings, 7739 Tage satyrDas Merkel bediient das Klischee-Weiber in der

Politik-Hässlich-Humorlos - und karrieregeil-Wer fürs Bett nicht taugt
ab zur CDU in die Politik-
Die Linken müssen also in Sack und Asche gehen-Currywurst fressen und
sich am Sack kratzen.  

27.08.05 23:55

129861 Postings, 6161 Tage kiiwiidas ist aber ziemlich sexistisch, frauenfeindlich

Nemo enim potest personam diu ferre.


MfG
kiiwii
ariva.de  

28.08.05 00:00

1091 Postings, 5513 Tage gissmo1961ehhhhhhhhhh satyr ,du alter sackkratzer

gibs auf,deine roten socken kannst du ausziehen
zieh die schwarzen an,die stehen dir besser
gruss Jimmy  

28.08.05 00:04

129861 Postings, 6161 Tage kiiwiiHe Jimmy, alter Mehlwurm - alles fit ?

Wo warst Du so lange ?


MfG
kiiwii
ariva.de  

28.08.05 00:07

1091 Postings, 5513 Tage gissmo1961hallo kiiwii,mein freund

ich hab ä bissle pause gemacht
sorry--bin wieder mal kurz bei euch
gruss Jimmy--der mehlwurm  

28.08.05 00:16

129861 Postings, 6161 Tage kiiwiiUnd - gut erholt ?

Aber Du bleibst uns doch erhalten, oder ?
(Das "wieder mal kurz bei euch" klingt so, als ob Du wieder den Abflug machen willst)


MfG
kiiwii
ariva.de  

28.08.05 00:20

1091 Postings, 5513 Tage gissmo1961@Kiiwii,wenn die mods mit machen

bin ich euch noch länger erhalten
aber nicht jeder mod--ist so wie ego
gruss Jimmy  

28.08.05 00:23

63966 Postings, 7643 Tage Kicky"mediale Diffamierungskampagne erster Klasse"

sagt Bisky und Gysi:"Ein Linker muss nicht arm sein, er muss gegen Armut sein.""Die SPD hat aufgehört, sozialdemokratisch zu sein." steht in der Kölner Rundschau  

28.08.05 00:29

63966 Postings, 7643 Tage KickyForderung nach sozialer Gerechtigkeit und

konsequenter Friedenspolitik ist das Wahlprogramm der Linke Partei.PDS
Das Wahlprogramm sieht einen einheitlichen Mindestlohn von 1400 Euro brutto vor, die Anhebung des Arbeitslosengeldes II auf 420 Euro, ein gebührenfreies Studium und kostenlose Kindergartenplätze. Finanziert werden sollen die Forderungen über eine umfassende Steuerreform, bei der vor allem Vermögende belastet werden.
Gysi bezeichnete seine Partei als echte soziale Alternative zum «neoliberalen Zeitgeist» der anderen Parteien. Zwar sei der Staatssozialismus gescheitert, der Kapitalismus habe aber nicht gesiegt.(aus der Netzeitung heute)

na das klingt doch richtig schön...fast so gut wie die einfache Bierdeckelsteuer der CDU und kostet vielleicht auch nicht mehr als die!  

28.08.05 00:45

129861 Postings, 6161 Tage kiiwiiSocialism is a philosophy of failure

"Socialism is a philosophy of failure, the creed of ignorance, and the gospel of envy, its inherent virtue is the equal sharing of misery."

Winston Churchill


MfG
kiiwii
ariva.deWas hört man Neues von der SPD ?  

28.08.05 07:11
3

13475 Postings, 7756 Tage SchwarzerLord1000? netto für Jeden?

Bei einer Familie mit 2 Kindern dann also 4000?, nicht schlecht. Willkommen im Schlaraffenland.

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"Wir machen keine Schulden, das haben wir immer klar gemacht, wir weichen nicht in Schulden aus.?
(Hans Eichel , 01.09.02, ARD-Sendung Christiansen)

"Wir machen keine unbezahlbaren Versprechungen, und wir rütteln nicht an den Kriterien des europäischen Stabilitätspaktes.?
(Gerhard Schröder am 19.06.2002 vor der Bundespressekonferenz in Berlin)


 

28.08.05 08:07
1

33505 Postings, 5648 Tage PantaniWer so eine billige

Wahlkampfmasche der Linken nicht
durchschaut,dem ist nicht mehr zu helfen.
Aber manche brüllen ja hier noch
für die,
und strecken rote Fäuste gen Himmel.  

28.08.05 08:57

112127 Postings, 6239 Tage denkideeDie Linkspartei

hat nichts gegen Reichtum. Sollten sie wider Erwarten die absolute Mehrheit bekommen, dann muß die Führungsspitze mehr Steuern bezahlen.
Reiche Menschen sollen - nein, sie müssen sogar im Luxus leben.
Das ist gut für die Wirtschaft.
Wenn sie dann darum kämpfen, mehr Steuern bezahlen zu dürfen, sollten wir den Hut vor ihnen ziehen.
Es ist wirklich nur billige und primitive Meinungsmache der BILD-Zeitung.
 

28.08.05 09:09

33505 Postings, 5648 Tage PantaniMoin Denkidee

ich blick da zwar nicht ganz durch,
was du da schreibst,seis drum.
Das Duell Lafo-Merz werde ich auf
jeden Fall anschauen.
Danke für Tipp.  

28.08.05 11:47

19886 Postings, 6894 Tage lehna#12,Kicky glaubt noch ans Schlaraffenland.???

Aber Oskar und Gisy wollen doch eh nur Opposition und populäre Sprüche kloppen.
Da ists wurscht ob der Mindestlohn bei 1400 Euro Brutto oder 1000 Euro Netto sein soll.
Wieso eigentlich nur 800 Euro Mindestrente??
Die sind echt bescheiden ...




 

28.08.05 14:25

63966 Postings, 7643 Tage KickyLinkspartei bringt SPD und Grüne in Bewegung

Natürlich waren ihre Protagonisten, Parteichef Lothar Bisky und Spitzenkandidat Gregor Gysi, in der SED. Zwei von Millionen Mitgliedern, aber keine verantwortlichen Funktionäre. Zwei gelernte DDR-Bürger, denen es nach dem Mauerfall unter großen Mühen gelungen ist, die SED-Nachfolgerin PDS zu demokratisieren. Was ihnen nicht gelang: aus der PDS eine gesamtdeutsche Linke zu machen. Im Westen blieb sie fremd. Mit dem ehemaligen SPD-Chef Lafontaine soll das nun anders werden. Ein gewagtes Projekt, dessen Erfolgsaussichten gemessen an den Umfragen groß zu sein scheinen. Um die zehn Prozent werden der Linkspartei bei der Bundestagswahl vorausgesagt.

Freiheit des Andersdenkenden

Die Bewährungsprobe wird aber erst nach der Wahl kommen, wenn im Deutschen Bundestag etwa 60 Abgeordnete aus West und Ost sitzen werden, die auf der offenen Linkspartei-Liste kandidieren. Es war kein Zufall, dass der westdeutsche Lafontaine auf dem Linkspartei-Parteitag seine Rede mit den Worten der ermordeten linken Ikone Rosa Luxemburg beendete: "Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden." Eine Empfehlung an all jene, die an dem geplanten Zusammenschluss von ostdeutscher Linkspartei/PDS und westdeutscher WASG zweifeln oder ihn sogar verhindern wollen.

Darauf setzt die politische Konkurrenz, und sie sie tut es aus guten Gründen. Denn so harmonisch, wie sich die neue Linke unter dem Druck des kurzfristigen Wahl-Termins gebärdet, ist sie natürlich bei weitem nicht. Aus dem Osten werden überwiegend routinierte, disziplinierte PDSler kommen. Aus dem Westen neben Lafontaine fast nur unbeschriebene Blätter ohne große Erfahrung und ohne gewachsene Partei-Strukturen im Rücken. Das kann frischen Wind in eine bunte Truppe bringen, aber auch schnell für Wirbel sorgen, der den ganzen Laden mit sich reißt.

Wünschenswerte Veränderung

Eines hat die Linkspartei aber jetzt schon erreicht: dass sich Sozialdemokraten und Grüne mit kleinen Schritten aus der politischen Mitte wegbewegen, zu der sie sich selbst seit Jahren zählen. Plötzlich, den Verlust der Macht vor Augen, plädieren die Grünen für eine Vermögenssteuer. Und die Sozialdemokraten sind gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, die von führenden SPD-Politikern vor kurzem noch in Erwägung gezogen wurde. Ob diese zaghaften Veränderungen mehr sind als Wahlkampf-Rhetorik, wird wesentlich davon abhängen, wie professionell und glaubwürdig die künftige Linkspartei-Fraktion im Bundestag agieren wird. Sollte sie scheitern, dürfte es auf lange Sicht die letzte bemerkens- und wünschenswerte Veränderung der politischen Landschaft in Deutschland gewesen sein. Es sei denn, die Enttäuschten wendeten sich dann verstärkt den Rechtsextremen zu. Was natürlich nicht wünschenswert wäre.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1692900,00.html  

28.08.05 19:31

33505 Postings, 5648 Tage PantaniJa so kanns gehen...

Debatte um "Luxus-Linken"
Linkspartei verliert Zustimmung

Die Linkspartei wird nach Einschätzung führender Meinungsforscher bei der Bundestagswahl deutlich schlechter abschneiden als zurzeit allgemein erwartet.
 
Die Demoskopen von Forsa, Emnid, der Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap rechnen laut "Bild am Sonntag" damit, dass die frühere PDS unter Umständen nur rund sieben Prozent der Stimmen erhält. Vor allem die Diskussion um den aufwändigen Lebensstil des Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine und der Streit um die Höhe des Mindestlohns schmälere die Wahlchancen.
 
"Die anfängliche Euphorie ist verflogen, jetzt treten Ermüdungserscheinungen ein. Wenn die Diskussion um Lafontaine als Luxus-Linken weitergeht und seine Glaubwürdigkeit als Anwalt der kleinen Leute untergräbt, kann die Linkspartei noch unter sieben Prozent fallen." Bei der jüngsten Forsa-Umfrage für n-tv liegt die Linkspartei bei neun Prozent - das ist ein Prozent weniger als in der Vorwoche. Vor zwei Wochen hatte die frühere PDS noch zwölf Prozent erreicht.

Adresse:
http://www.n-tv.de/572259.html

 

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