Die "Iran darf keine A-Bombe kriegen" - Leute

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neuester Beitrag: 20.07.05 09:18
eröffnet am: 08.02.05 08:51 von: Depothalbiere. Anzahl Beiträge: 56
neuester Beitrag: 20.07.05 09:18 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 1629
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08.02.05 08:51
1

25551 Postings, 6949 Tage DepothalbiererDie "Iran darf keine A-Bombe kriegen" - Leute

müssen ja seit Monaten eine Scheiß-Angst haben!!  
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30 Postings ausgeblendet.

14.06.05 23:02

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbierermajor tom ist der typ, der sogar leugnet, daß es

massaker der israelischen armee an palästinensischen zivilisten gegeben hat.

weiterhin habe ich schon mehrmals darauf hingewiesen, daß ich auch nicht aus dem geschrei von radikalen israelischen siedlern schließe, daß israel iran vernichten will.

auch habe ich bis heute keine fernsehaufnahmen gesehen, mit einer simultanübersetzung, daß die dort ständig: "tod israel" schreien.

die mullahs sind übrigens an die macht gekommen, weil es vorher ein viel unerträglicheres regime gab.
wem das sehr genehm war, würde ich mal nachlesen.

auch fehlt in der umfrage:

"sind sie dafür, daß ihr heimatland iran durch die USA befreit wird?"

wieviele da wohl mit ja stimmen würden??  

15.06.05 07:20
"auch habe ich bis heute keine fernsehaufnahmen gesehen, mit einer simultanübersetzung, daß die dort ständig: "tod israel" schreien."

Da kann dir geholfen werden:

http://memri.org/iran.html


"massaker der israelischen armee an palästinensischen zivilisten gegeben hat."

Falls du Jenin meinst. Das leugnet sogar die zuständige UNO-Untesuchungskommission.

"auch fehlt in der umfrage:"

In der Umfrage ist, was in der Umfrage ist und mehr soll sie gar nicht sagen. Was du meinst was MT angeblich hineininterpretiert, ist deine Sache.

Ich nehme aber an, dass dich eine sachliche Auseinandersetzung sowieso nicht interessiert, darum erwarte ich auch nicht viel Vernünftiges mehr in diesem Thread.



Grüße

Apfelbaumpflanzer

 

15.06.05 10:03

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererwer an einer sachlichen auseinandersetzung

interessiert ist, sollte auf triftige argumente der gegenseite eingehen und sie nicht immer nur als unseriös abtun.

da leute, wie du das gern tun, müssen sie sich nicht wundern, wenn man irgendwann genauso reagiert.

außerdem habe ich nie behauptet, daß das system in iran gut und akzeptabel ist und ich will auch niemndem weismachen, daß iraner so und so denken.

ich bin nur der meinung, daß ein weiterer krieg ungerechtfertigt ist.  

15.06.05 10:25
1

19181 Postings, 6767 Tage lehnaMajor,Ideologen kannst du nie belehren...

Ich werd das auch nie versuchen.
Für solche Spezies gäbs nur eins:
Raus aus unserer Demokratie und mal 2 Jahre im Iran leben.
Das "Umschulungsprogramm" wär besser als tausend Worte...  

15.06.05 10:39

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererlehha, du halt mal lieber den ball flach

ich erinnere an deine völlig schwachsinnige antwort zum thema nordk. und iran.  

15.06.05 12:27
2

4428 Postings, 6353 Tage Major Tom@lehna, stimmt, da ist Hopfen und Malz verloren.

Die einen bemühen sich, die Quelle eines Artikels abzuwerten, die anderen werden wie üblich persönlich und trachten danach, den User anzuschwärzen, Lügen zu verbreiten oder unterhalb der Gürtellinie zu ventilieren. Gerade der "Ideologe" hatte vor längerer Zeit, nachdem ihm anscheinend endlich klar wurde, dass ich mit ihm nicht mehr diskutiere, sogar versucht über BM weiter zu provozieren, natürlich keine Antwort von mir, allerdings Nutzer gesperrt. Das war's!

Fakt ist jedenfalls, dass ich einen Artikel mit den Ergebnissen einer Umfrage gepostet hatte und im nächsten Post dazu schrieb: "Dass die Menschen im Iran anscheinend anders denken, als einige hier im Board gerne vermitteln möchten?". Wurde diese/meine Auffassung/Annahme widerlegt? NEIN!

Ungeachtet der Tatsache, dass die Ergebnisse dieser Umfrage durch andere Artikel mehr oder weniger bestätigt wurden, wurde alles Mögliche an rhetorischen Provokationsmethoden geliefert. Was aber definitiv nicht geliefert wurde, das waren Argumente oder irgendetwas Konkretes, dass die Umfrageergebnisse widerlegt hätte.

Apfelbaumpflanzer hat es - (nicht nur) in Bezug auf den "Ideologen" - auf den einen Punkt gebracht: "Ich nehme aber an, dass dich eine sachliche Auseinandersetzung sowieso nicht interessiert, darum erwarte ich auch nicht viel Vernünftiges mehr in diesem Thread." und du, lehna, auf den anderen: "Ideologen kannst du nie belehren...". Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Ciao!

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Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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Always look on the bright side of life!
"Das Leben des Brian"
 

15.06.05 12:39

578 Postings, 5754 Tage tommmMajor Tom

Hm, war schade um die Zeit, dir meine Sicht der Dinge darzustellen.

"Die einen bemühen sich, die Quelle eines Artikels abzuwerten, die anderen werden wie üblich persönlich und trachten danach, den User anzuschwärzen, Lügen zu verbreiten oder unterhalb der Gürtellinie zu ventilieren."

Also ich halte das nicht für einen Meinungsaustausch.

Gruß Tommm  

15.06.05 13:23

4428 Postings, 6353 Tage Major TomSorry tommm, du warst eigentlich nicht gemeint.

Jedenfalls nicht unbedingt. ;-) Mein "Vorwurf" bezog sich in der Hauptsache auf "Pate100" und den "Ideologen"; zu deinem Post wollte ich ohnehin noch etwas schreiben. Werde das nächste Mal die User konkret beim Namen nennen, damit der Meinungsaustausch zumindest im Ansatz funktioniert.

Ich hatte im Gegensatz zu dir nicht das "Privileg, 10 Jahre lang 2 verschieden geprägte Nachrichtensendungen zu sehen", dennoch kann ich dein Erstaunen nachvollziehen, da ich mir durchaus darüber bewusst bin, dass Storys in sehr unterschiedlichen Varianten vermittelt werden können.

Wenn ich jedoch zu einem bestimmten Thema mehrere Quellen nutze und die Aussagen miteinander vergleiche, dann muss ich eigentlich zu dem Schluss kommen, dass diese Aussagen so verkehrt nicht sein können. Sich einen eigenen Reim zu machen ist nicht verkehrt, wenn ich jedoch als Resonanz auf ein Posting, als sog. Gegenargumente, nur rhetorische Provokationen erhalte, dann ist das einfach zu wenig und hat mit Meinungsaustausch aber überhaupt nichts mehr zu tun.

Wer kann das Nachfolgende substantiell widerlegen (auch wenn ich mich jetzt wiederhole):

    Dass die Menschen im Iran anscheinend anders denken, als einige hier im Board gerne vermitteln möchten?

    Es entspricht den Tatsachen, dass die iranische Jugend es wagt, den Gottesstaat in Frage zu stellen, dass der amerikanische Lebensstil um so mehr bewundert wird, je mehr ihn die Führung verdammt, dass die iranische Bevölkerung, jedenfalls unter den Jugendlichen, anscheinend sehr Amerikafreundlich ist, dass viele Iraner nach Nordamerika wollen, am liebsten in die USA, obwohl das Land von den Mullahs als "der große Satan" beschimpft wird und dass viele Studenten sogar Amerika auffordern, im Iran einzumarschieren.

    Drei Viertel der Einwohner Teherans unterstützen einen Dialog mit den USA, hat der iranische Meinungsforscher Behruz Geranpayeh vor einigen Monaten in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. Das Resultat lief den Mullahs dermaßen gegen den Strich, dass sie den Meinungsforscher, den Boten der unbequemen Nachricht, kurzerhand festnahmen.

Argumente, die diese Behauptungen/Ansichten/Auffassungen/Annahmen widerlegen? Bitte mit Quellenangabe und sachlich dargelegt.
 
Ciao!

PS @tommm, deiner Aussage: "Und zur Zeit ist für mich die amerikanische Demokratie nicht das gelbe vom Ei.", wird wohl kaum jemand widersprechen, es gibt einiges zu kritisieren, das haben auch immer schon User geschrieben, die angebl. in "Nibelungentreue" zu Amerika stehen. Das hat jedoch mit den Ergebnissen dieser Umfrage (und deren Bestätigung durch andere Artikel) nicht unbedingt etwas zu tun und dass die amerikanische Demokratie zur Zeit nicht das Gelbe vom Ei ist, bedeutet im Gegenzug nicht, dass Amerika der "große Satan" ist.

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15.06.05 18:22

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererlächerlich, wer wohl der ideologe ist.

ich habe schon damals sehr deutlich gesagt, daß ich lügner nicht ab kann.

und wer wider besseres wissen, offensichtliche tatsachen leugnet, der ist einer.

tommm hat zum o.g. thema eigentlich schon alles gesagt, dem möchte ich nichts mehr hinzufügen.
pate auch.

gibt es auch noch umfragen aus anderen quellen,oder nur von der tarrance group?
(es war ja von mehreren quellen die rede.)

wie wäre es z.b. mit shirin ebadi?
 

15.06.05 23:58
1

19181 Postings, 6767 Tage lehna#36,DH,ich weiss...

Nordkorea und Iran sind deine Top-Favoriten.
Da lässt du nichts drauf kommen.
Am besten man lässt dich hier auswürgen und fertig,es lohnt nicht...
 

16.06.05 06:22

4048 Postings, 5908 Tage HeimatloserDie Aussagen aus 39

decken sich zumindest mit dem, was ich aus erster Hand von einem iranischen Freund weiß.

Zumindest nach seinen Aussagen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass #16 nicht weit entfernt von der Realität ist.
 

16.06.05 08:36

8584 Postings, 6984 Tage RheumaxDetails der unabhängigen Iran-Umfrage (MT)

Washington (CNN/CIA)

Wie aus außergewöhlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, haben bei der repräservativen Befragung von 56 ausgewählten Exil-Iranern 88,2 % die Befreiung Ihres Heimatlandes durch die Amerikaner befürwortet. 76,4 % stimmten auch für den Anschluss Österreichs.
Einen sofortigen US-Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen forderten gar 92,6 % der Umfrageteilnehmer. Ähnliche große Zustimmung (89,9 %) fand der Vorschlag, diesen Verteidigungsangriff der israelischen Armee zu überlassen.

Lediglich unter Befragten, bei denen weniger als zwei Familienangehörige einer US-Sicherheitsorganisation dienen, fiel die Zustimmung etwas geringer aus.  

16.06.05 10:13

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbierer#34 genauer erklärt.

ich habe keinen zweifel daran, sdaß viele iraner mit dem mullah-regime unzufrieden sind.
insbesondere die iranische jugend, will einen westlich orientierten staat, absolut glaubwürdig.

aber warum läßt man diesem land nicht einfach 10 jahre zeit, der wohlstand wächst und es wird eine innere wandlung geben.

wer aber das land durch einen krieg zurückwirft, hilft dem mullahs und den fanatikern.  

16.06.05 11:25

4048 Postings, 5908 Tage HeimatloserDie "Freiheit" durch einen

Krieg von außen erzwingen zu wollen sehe ich auch als absolut kontraproduktiv an.
Da gehen wir absolut konform.

 

25.06.05 18:15

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererda hat die tarrance group wohl die falschen

gefrägelt, oder?

oder wie sonst der der fundi fuzzi in iran 60 % bekommen?  

28.06.05 10:21

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererklar, es war wahlfälschung.

was auch sonst?

die eu will wahlkontroleure schicjken, um die unregelmäßigkeiten zu überprüfen.

warum habense die nicht 2004 auch in die usa geschickt?  

02.07.05 23:05

8970 Postings, 6087 Tage bammieIrans neuer Präsident erpreßt Europäer

Mit der Wahl Ahmadinedschads zum Präsidenten ist der organisierte Terrorismus an der Staatsspitze Irans angelangt. Schon heute gewähren die Mullahs führenden Mitgliedern des Terrornetzwerks al-Qaida Unterschlupf. Helfen sie ihnen bald mit chemischen und biologischen Waffen? Eine Analyse

Es dauerte ein wenig, bis die Europäer die Drohung verstanden. Schon im eigenen Interesse müßten sie Teheran bei seinen Ambitionen das Atomprogramm entgegenkommen, sagte der iranische Diplomat und fügte patzig hinzu: "Immerhin hat Frankreich massive Interessen im Libanon, und britische Soldaten stehen im Irak." Ein Satz, hingeworfen im Verhandlungsgespräch zwischen Europäern und Iranern. Ein Satz, der dem Atompoker mit den Mullahs eine neue Dimension gibt.

Zunächst sei den Europäern nicht klar gewesen, was der iranische Diplomat damit sagen wollte, erinnert sich ein Mitglied der europäischen Delegation, das anonym bleiben möchte. Doch dann habe der britische Unterhändler leicht angewidert den Mund verzogen, die Nase gerümpft und seinen iranischen Gesprächspartner mit hochgezogenen Augenbrauen über den Brillenrand hinweg fixiert: "Sie wollen uns doch wohl nicht etwa mit Terror drohen", sagte er ausgesprochen britisch und warf dann, nach einer Pause, ein knappes "Sir" hinterher.

Damals taten die Europäer die Drohung nach dem ersten Schock noch als "diplomatisches Fingerhakeln" ab, so der europäische Verhandlungsteilnehmer. "Nach der Wahl von Ahmadinedschad zum Staatspräsidenten müssen wir sie als realistische Option ansehen", glaubt der Mann heute.

Im August wollen sich Iraner und das EU-Dreierteam aus Briten, Franzosen und Deutschen zur nächsten Runde im Atomstreit treffen. Doch nach der Wahl Mahmud Ahmadinedschads stehen die Chancen für eine Einigung schlechter denn je: "Europa steht vor der Quadratur des Kreises. Ahmadinedschad ist einer derjenigen, die seit Jahren das unbedingte Recht des Irans verlangen, Uran selbst anreichern zu dürfen und den nuklearen Brennstoffkreislauf zu schließen", sagt David Albright vom Institut für Wissenschaft und Sicherheit (ISIS) in Washington.

Neue Zeiten: Ahmadinedschad, der am vergangenen Samstag zum Staatspräsidenten Irans gewählt worden war, hat mit seiner Vision von Außenpolitik nicht lange hinter dem Berg gehalten. Schon wenige Tage nach der Wahl, am vergangenen Donnerstag, offenbarte der Konservative seine Weltsicht. Sie stammt aus den blutigen Tagen der islamischen Revolution von 1979, als Ahmadinedschad die Geiselnahme der US-Diplomaten in Teheran mitorganisiert haben soll (siehe Kasten Seite 9). Damals soll der Mann sogar darunter gelitten haben, daß er sich mit seiner Forderung, zugleich die diplomatischen Vertreter der Sowjetunion in Geiselhaft zu nehmen, nicht durchsetzen konnte.

Die alte Vision des neuen iranischen Staatschefs birgt nun neue Sprengkraft in sich. "Die islamische Revolution", werde, so Ahmadinedschad 2005, "jetzt die Wurzeln des Unrechts in der ganzen Welt abschneiden. Die Ära der hegemonialen Regime, der Tyrannei und der Ungerechtigkeit ist am Ende. Die Welle der islamischen Revolution wird bald die ganze Welt erreichen."

Westliche Politiker und Sicherheitsexperten sind entsetzt. "Der Mann ist nicht nur ein Hardliner. Der Mann ist ein Extremist, er will den Export der islamistischen Revolution", so ein mit dem Dossier Iran befaßter deutscher Diplomat. Klare Worte, die angesichts der Warnungen europäischer Geheimdienste nicht verwundern: "Wenn das die neue Außenpolitik des Irans wird, droht dem Westen ein terroristischer Supergau. Dann werden sunnitische Al-Qaida-Terroristen und schiitische Terror-Organisationen ihre Gegensätze beiseite legen und weitaus enger zusammenarbeiten als bisher." Die beiden oft verfeindeten Strömungen des Islam vereint im Kampf gegen den Westen - das sei die Befürchtung, so ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND.

Die westlichen Geheimdienste treibt dabei eine Angst ganz besonders um: Ein unter Präsident Ahmadinedschad radikalisierter Iran könnte den Netzwerken von al-Qaida künftig das liefern, was die Killer im Namen Gottes bis heute noch nicht haben: einsatzfähige chemische und biologische Kampfstoffe für ihren Heiligen Krieg gegen den Westen. Irans biologische wie chemische Waffenarsenale sind gut bestückt.

Ein realistisches Szenario sei das und keine Panikmache, darauf beharren westliche Geheimdienste. Irans Präsident hat eine lupenreine Karriere in den Revolutionären Garden des Irans und in deren Geheimdienst hinter sich. Er genießt seinen Spitznamen "Mister 1000 Schuß". Eigenhändig soll er während der Revolution 1000 politische Gefangene mit je einem Schuß exekutiert haben.

"Ahmadinedschad kann und wird den Westen jederzeit mit der Terrordrohung erpressen", analysiert ein hochrangiger Mitarbeiter des jordanischen Geheimdienstes GID in Amman.

Diese Einschätzung wird auch in Teheran geteilt. Irans früherer stellvertretender Staatspräsident Mohammed Ali Abtahi warnte schon im Herbst vergangenen Jahres im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" vor "starken rechtsextremistischen Gruppen, die die nukleare Karte ebenso wie die des globalen Terrors spielen wollen". Die Frage, ob das ein enges Zusammenspiel mit den sunnitischen Terrornetzwerken bedeuten würde, beantwortete Abtahi mit einem knappen Ja. Nach dem Wahlsieg des radikalen Hardliners Ahmadinedschad schickt er zu später Stunde eine E-Mail: "Ich habe verzweifelt gekämpft - wir alle sind vernichtend geschlagen worden."

"Für Ahmadinedschad ist die Terrordrohung eine realistische Option. Der Mann glaubt an die "Reinheit" der islamistischen Revolution. Der macht genau das, was er androht", so die Analyse westlicher Sicherheitsexperten.

Tatsächlich bietet der Geheimdienst der Revolutionären Garden, aus deren Reihen Ahmadinedschad kommt, seit Jahren den wichtigen Führungskadern von al-Qaida einen sicheren Hafen, Geld, logistische Unterstützung, militärisches Training sowie Ausrüstung.

Schon vor den Anschlägen vom 11. September 2001 war der Iran die wichtigste Zwischenstation für Dschihadisten auf ihrem Weg in die afghanischen Ausbildungslager von al-Qaida. "Ohne Wissen, Duldung und Unterstützung wesentlicher Teile der iranischen Geheimdienste wäre das nie möglich gewesen", sagt der Mitarbeiter eines deutschen Sicherheitsdienstes und zitiert eine Analyse des Bundeskriminalamts (BKA), der zufolge beispielsweise Osama Bin Ladens neuer Kronprinz Abu Moussab al-Sarkawi "logistische Unterstützung von staatlicher Seite" genoß. Aus dem Iran.

Eine Liste der Gotteskrieger, die seit Dezember 2001 im Iran Unterschlupf gefunden haben, konnte die "Welt am Sonntag" einsehen. Die Liste, die nahöstliche und westliche Geheimdienste zusammengestellt haben, ist ein Who is who dschihadistischer Netzwerke. Knapp 25 hochrangige Führungskader von al-Qaida - Planer, Organisatoren und Ideologen des Heiligen Krieges aus Saudi-Arabien, Usbekistan, Nordafrika sowie aus Europa. Ganz oben auf der Liste: drei Söhne von Osama Bin Laden, Saeed, Mohammed und Othman, der Sprecher von al-Qaida, Suleiman Abu Ghaib, sowie Abu Dagana al-Alemani, - "der Deutsche", der die Zusammenarbeit der unterschiedlichen dschihadistischen Netzwerke in aller Welt koordiniert. Sie leben in sicheren Häusern des Geheimdienstes der Revolutionären Garden in und um Teheran und genießen Bewegungsfreiheit.

"Das ist keine Haft und kein Hausarrest", widersprechen Experten europäischer Dienste übereinstimmend der iranischen Darstellung. "Die können aus dem Iran heraus schalten und walten, wie sie wollen. Immer kontrolliert, immer unter den Augen des iranischen Geheimdienstes."

So auch Saif al-Adel, Militärchef der al-Qaida. Anfang Mai 2003 schneidet der saudische Geheimdienst sein Telefonat mit dem Organisator der Anschlagsserie im saudischen Riad mit, der mehr als 30 Menschen, darunter sieben Ausländer, zum Opfer fallen. Saif al-Adel gibt den Befehl zur mörderischen Attentatsserie aus dem Iran heraus, von wo aus er seit 2002 wohlbehütet unter den Fittichen des Geheimdienstes agiert.

Iranische Geheimdienste kooperieren schon seit Jahren immer wieder mit sunnitischen Dschihad-Organisationen von al-Qaida. Die Mullahs geben der Führungsriege von al-Qaida Asyl, neue Identitäten, Waffen und Training.

Die Logistik des Terrors ist simpel: "Als Islamist gehe ich zu den Saudis, um Geld zu bekommen", skizziert ein jordanischer Geheimdienstmann die bisherige Praxis islamistischer Gotteskrieger. "Wenn ich Waffen, logistische Unterstützung oder militärisch-terroristische Ausbildung und Ausrüstung brauche, dann gehe ich zu den Iranern." Bruno Schirra


Artikel erschienen am 3. Juli 2005  

02.07.05 23:26

112127 Postings, 6112 Tage denkideeWarum dürfen die USA ihre Atombomben behalten?

Als einziges Land der Welt haben sie 2 Atombomben auf Japan abgeworfen.
Viele Länder fühlen sich mit Atombomben sicherer vor der USA.
Hätte Hussein Atombomben gehabt, hätte ihn Bush in Ruhe gelassen.
1.700 amerikanische Soldaten und unzählige Iraker würden noch leben oder wären nicht verstümmelt.  

08.07.05 11:05

8970 Postings, 6087 Tage bammieEU, RU und USA haben gleiche Befürchtungen um Iran

EU, Russland und USA haben gleiche Befürchtungen in puncto Iran


MOSKAU, 8. Juli (von Marianna Belenkaja, politische Kommentatorin der RIA Nowosti). Das Problem der Nuklearprogramme Irans ist heute einer der empfindlichsten Punkte in der internationalen Politik.

Es wird bei allen Gipfeltreffen diskutiert, sei es G8, EU oder ein anderes Gremium.

Die USA, die Europäische Union, Russland und einige andere Länder sind nämlich gleichermaßen wegen der Nuklearprogramme Irans besorgt. Unterschiedlich wird nur an die Lösung des Problems herangegangen. So betreibt Washington die Politik eines kompromisslosen Drucks auf Teheran. Diese Politik bezieht sich dabei nicht nur auf das Problem der Nuklearprogramme, sondern auf die Innenpolitik Irans insgesamt. Amerika macht das nichts aus, weil es nichts zu verlieren hat: Die Wirtschaftsbeziehungen der USA zu Iran sind unerheblich. Andererseits sind die EU und Russland durch enge Wirtschaftsbeziehungen mit Iran verbunden.

Außerdem unterstützt Moskau Teheran bei der Entwicklung der friedlichen Atomenergiewirtschaft unter der IAEA-Kontrolle. Früher wurde Russland von den USA ständig für diese Kooperation kritisiert. In letzter Zeit waren allerdings keine kritischen Äußerungen darüber mehr zu vernehmen.

Warum? Dafür gibt es mehrere Antworten. Eine der wichtigsten: Washington ist sich völlig dessen bewusst, dass Moskau angesichts seiner Nähe zur iranischen Grenze wesentlich mehr als die USA und sogar mehr als Europa daran interessiert ist, dass Teheran keine Kernwaffen bekommt. Außerdem - und das begreift man in Washington ebenfalls - wird die russisch-iranische Zusammenarbeit in der zivilen Atomenergiewirtschaft von der internationalen Völkergemeinschaft sorgfältig kontrolliert. Sollte Iran diese Kooperation verweigert werden, würde es nach anderen, diesmal allerdings bereits illegalen Wegen zur Entwicklung der Nuklearenergiewirtschaft suchen. Gerade deshalb erwägt auch die europäische "Troika" (Frankreich, Deutschland und Großbritannien) ihrerseits Möglichkeiten für einen Transfer von Nukleartechnologien an Iran - selbstverständlich mit einer Billigung durch die USA.

Auf einem anderen Blatt steht aber, dass viele Experten sowohl in Russland als auch im Westen annehmen, Iran entwickle zwei Nuklearprogramme. Wie der russische Orientalist Wladimir Saschin in einem auf der Webseite des Nahost-Instituts veröffentlichten Beitrag feststellt, sind diese Programme "nicht unmittelbar miteinander verbunden". "Das eine Programm gilt der Atomenergiewirtschaft, das andere ist eben das Programm, das die internationale und die russische Öffentlichkeit beunruhigt", so der Experte. Saschin meint, dass Iran, sobald es sein Streben realisiert, eine Infrastruktur für die gesamte Kette des vollständigen Nuklearbrennstoffzyklus zu schaffen, technische Möglichkeiten erwirbt, sich der Reihe der Kernwaffen besitzenden Staaten anzuschließen.

"Nach Ansicht Russlands wie auch einiger EU-Länder, darunter Deutschlands, ist in Iran noch keine endgültige politische Entscheidung über die Kernwaffenproduktion getroffen", schreibt Saschin. "Allem Anschein nach herrscht dort die einheitliche Meinung, dass die wissenschaftlich-technische und die Produktionsbasis für die Aufnahme der Kernwaffenproduktion, sobald sich diese als erforderlich erweisen wird, unbedingt und zwar innerhalb kürzester Zeit geschaffen werden muss."

In diesem Zusammenhang sind sowohl Moskau als auch Brüssel und Washington gleichermaßen daran interessiert, es zu verhindern, dass Iran Möglichkeiten zum Kernwaffenbesitz bekommt. Dabei bilden sie eine Einheitsfront. Nicht zufällig betonte der französische Präsident Jacques Chirac Anfang Juli bei seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder in Kaliningrad, dass die Standpunkte aller drei Politiker zu Problemen der Nichtweiterverbreitung identisch sind. Er billigte auch Russlands Iran-Politik und äußerte den Wunsch, dass ein Beschluss hinsichtlich des Nichtweiterverbreitungsregimes in diesem Land im Geiste normaler Beziehungen zwischen Teheran und der EU-"Troika" gefunden wird.

Kein Zufall war auch eine Erklärung des Vorsitzenden des Rechnungshofs Russlands, Sergej Stepaschin, die er bei seinem jüngsten Iran-Besuch abgab. Russland sei zwar am Bau weiterer Reaktorblöcke für das Atomkraftwerk Bushehr interessiert, "das Problem besteht aber darin, was die jetzige Führung Irans unter der neuen Strategie der Nuklearpolitik der Islamischen Republik versteht." "Wird es gelingen, die Positionen Russlands, Europas und Irans zu den iranischen Nuklearprogrammen abzustimmen, so wird es keine Einschränkungen und Hindernisse für die weitere Beteiligung Russlands am Bau der anderen Reaktorblöcke geben."

Damit wird Iran die Interessenunterschiede und die wirtschaftliche Rivalität zwischen der EU, den USA und Russland (die gibt es nämlich zweifellos) in dem Punkt ausspielen können, der die Probleme der internationalen Sicherheit betrifft. Anders ist es in der Wirtschaft. Gerade die Tatsache, dass Iran ein aussichtsreicher Partner für Russland und mehrere europäische Länder in vielen Wirtschaftsbereichen ist, unter anderem in der Atom- und in der Stromenergiewirtschaft, in der Öl- und Gasbranche sowie im Bereich des Warentransits, zwingt sie zur Suche nach einer friedlichen Regelung der Situation in Iran. Gelingt es aber nicht, das Problem der Nuklearprogramme zu regeln, dann wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit gebremst, egal wie sehr das den Interessen Moskaus und Brüssels widersprechen würde.  

08.07.05 11:07

1329 Postings, 7614 Tage Dancer@denkidee

wie viele "unzählige" Iraker hätte Hussein noch getötet?

Welcher Krieg wurde nochmal durch die Atombombenabwürfe beendet?  

08.07.05 11:13

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererca 2,5 mio iraker sind durch das embargo von 1991

gestorben.

wieviele gingen auf saddam?

es ist ein weit verbreiteter irrtum, daß diktatoren nichts anderes zu tun haben , als möglichst viele menschen umzubringen, wer soll sonst deren wohlstand erwirtschaften?

jetzt kommt wieder:

ja saddam und kim sind deine größten favoriten.
danke im voraus.

schönes indiz, daß mal wieder die argumente ausgegangen sind.  

08.07.05 14:02

1329 Postings, 7614 Tage DancerSorry DH

aber ich möchte mich nicht mit dir unterhalten, also quatsch mich nicht dauernd an ...

Wander einfach aus. Ein Jahr in Nordkorea wird dich schon zur Vernunft bringen.  

08.07.05 14:15

6836 Postings, 7349 Tage EgozentrikerAha

"Welcher Krieg wurde nochmal durch die Atombombenabwürfe beendet?"

Ja, die Humanisten haben WK2 mit der A-Bombe auf strategisch unwichtige Zivil-Ziele beendet, damit dieser Krieg nicht noch mehr Opfer fordert.
Die Menschen in Hiroshima und Nagasaki sind ihnen sicherlich ewig dankbar dafür.
Dass das Ganze nebenbei eine perfekte Machtdemonstration gegenüber Russland und dem Kommunismus war, ist sicherlich nur Zufall.  

08.07.05 16:38

1329 Postings, 7614 Tage DancerDas sie irgendwann eingesetzt wird,

war unvermeidlich - sonst hätte es vielleicht ein anderer fünf Jahre später in Mitteleuropa oder sonstwo gemacht.  

20.07.05 09:18

25551 Postings, 6949 Tage Depothalbiererund weil es unvermeidlich war, machen die amis

gleich mal eben den ersten schritt, wie bei fast allen verbrechen der neuzeit.

natürlich hat der atomwaffeneinsatz den krieg beendet.

aber mußten es gleich 2 sein, eine hätte völlig gereicht.

es wurden auch zwei ähnlich große städte ausgewählt, die mit 2 atombomben unterschiedlicher bauart (little boy and fat man, you know?) vernichtet wurden.

schon mal drüber nachgedacht, warum?

 

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