## Die Formulierungen der Fed ##

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eröffnet am: 02.07.04 19:13 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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Die Formulierungen der Fed

von unserem Korrespondenten Eric Fry, an der Wall Street

Mr. Greenspan hat die Zinsen erhöht. Der Markt hat gegähnt.

Die Kleinanleger erwarten von Greenspan, dass er die Leitzinsen so anpasst, dass der Wert des Dollars erhalten und das Wirtschaftswachstum gefördert und der Inflationsdruck gedämpft wird.
Außerdem sollen neue Arbeitsplätze entstehen und der Bullenmarkt bei den Aktien anhalten. Die Immobilienpreise sollen stetig steigen und - wenn möglich - sollen die geopolitischen Spannungen, örtliche Kriminalität und Teenager-Schwangerschaften verhindert werden.

Vielleicht besitzt der Mann, der die Zinssätze bewegt, nicht die Weisheit und Allwissenheit, die wir ihm zuschreiben. Vielleicht - und jetzt spekuliere ich nur - ist Greenspan nur ein Sterblicher, der Fehler macht. Er könnte sogar irren, während ich das hier schreibe.

Leitzinsen in Höhe von 1,25 % bei gleichzeitiger Inflationsrate in Höhe von 3 bis 4 %: Diese Kombination ermutigt die Art von Spekulation, die zu Fehlallokationen führt, die man als "Spekulationsblasen" kennt. Aber warum bleiben dann die Leitzinsen so niedrig?

"Die Leitzinsen von 1 % sind Notfall-Leitzinsen, ohne offensichtlichen Notfall", schrieb James Grant vor der Zinserhöhung, "sie müssen steigen - moderat, falls möglich, schneller, falls notwendig. Das hören wir von der Fed."

Der Markt achtet immer besonders darauf, wie die Fed ihre Kommentierungen von Zinsentscheiden formuliert. Ob da Formulierungen wie "schrittweise" oder "graduell" enthalten sind, zum Beispiel. Aber was wäre, wenn die Fed z.B. ein Wort wie "whimsical" oder "haphazard" verwenden würde? Dann würde der Dow Jones garantiert sofort 100 Punkte oder so fallen. Aber die Finanzwelt, wo reales Geld verdient und verloren wird, hätte sich nicht um ein Jota verändert.

Genug! Genug von linguistischer Analyse. Mein Vorschlag: Kaufen wir gute Aktien, und verkaufen wir schlechte.  

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