Die Berliner sind schlau - haben die Pfaffen nach

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neuester Beitrag: 29.04.09 11:36
eröffnet am: 26.04.09 19:37 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 72
neuester Beitrag: 29.04.09 11:36 von: Rigomax Leser gesamt: 1265
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26.04.09 19:37
13

14716 Postings, 4438 Tage Karlchen_VDie Berliner sind schlau - haben die Pfaffen nach

Hause geschickt. Volksabstimmung heute.

Die Ideologen haben sich ne blutige Nase geholt:

- CDU

- Evangelen

- Katholen

- Ditab (Sind die von der Türkei gesteuerten Islamisten)


Kurzum: Ein Sieg für die Aufklärung.  
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46 Postings ausgeblendet.

27.04.09 21:36

100677 Postings, 7570 Tage Katjuschaaktienbär, ich versteh dein Problem nicht

Es gibt Religionsunterricht in Berlin. Und da wird sicherlich kein extremer Islamismus in den Schulen gepredigt.

Daneben sehe ich weiterhin die rein praktische alltägliche Entscheidungssituation:
"Ethik- oder Religionsunterricht"
Zwei Paar Schuhe: Das eine spricht den Verstand, das andere mehr die
emotionale Ebene an.


Wieso "oder"?

Ethik ist für jedermann da, egal ob religiös oder nicht. Deshalb sollte es auch Pflicht sein. Innrehalb des Ethikunterrichts werden zudem auch die Religionen abgehndelt, wenn auch nicht so intensiv.
Du verstehst darunter den Verstand zu bilden. Na ja, also für mich hat Ethik auch viel mit Emotion zu tun. Verstand und Emotion gibts in der Ethik genauso wie in der Religion. Wenn man die positiven Seiten der Religion betrachtet, hat es ja klare ethische Züge.
Trotzdem gehört für meinen Geschmack Religion nicht als Pflichtfach in eine Schule. Das ist für mich eher ein Studienfach und kann daher für Anfänger in der Schule freiwllig gewählt werden. Die einzelnen Bundesländer sehen das mehrheitlich anders, aber das macht es für mich nicht richtiger.
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Terroristen aus Liebe

27.04.09 22:00
2

7114 Postings, 7061 Tage KritikerDie SED hat Berlin wieder voll im Griff !

Jetzt fehlt nur noch die Jugendweihe, der Rest tritt beim Jungvolk an.

Das in Berlin war doch Affentheater in Reinkultur mit Ideologie-Diktatur.

Zu Anfang war der Mensch! Der schlug den anderen tot und es herrschte Chaos.
Da präsentierte Moses ihnen die zehn Gebote, damit wieder Ordnung gilt.

Daraus wurden die Religionen - die jüdische, die christliche und der Koran.

Die christliche Religion führte über die Tugenden zur Ethik Mitteleuropas.
Daraus entstand auch das Grundgesetz.

Ethik = Religion = Ethik!
Die Einen (Kirche) haben ihre Art, dies zu vermitteln.
Wer die Kirchen ablehnt, schmiedet sich Seine eigene Ethik!

Doch jetzt wird den Berlinern ein Geist zwangsweise aufdiktiert - und sie nennen es Freiheit oder sogar Demokratie. - So gesehen war die Zeit vor 1945 liberal!

Und - WARUM darf nicht jede Schule anbieten, was und wie sie will?

"Der Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"  

27.04.09 22:10

100677 Postings, 7570 Tage Katjuschauiii Kritiker, jetzt wirds aber lustig

Zu Anfang war der Mensch! Der schlug den anderen tot und es herrschte Chaos.
Da präsentierte Moses ihnen die zehn Gebote, damit wieder Ordnung gilt.

Daraus wurden die Religionen - die jüdische, die christliche und der Koran.

Die christliche Religion führte über die Tugenden zur Ethik Mitteleuropas.
Daraus entstand auch das Grundgesetz



Du spannst also den Bogen von der friedlichen christlichen Religion mit seinen rein ethischen Tugenden (muss nen ziemlich kurzer Zeitraum in den letzten 2000 Jahren gewesen sein) zu unserem Grundgesetz?!
Also man muss schon sagen ... an einem gewissen Optimismus fehlts dir ja nicht. :)
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Terroristen aus Liebe

27.04.09 22:17

6254 Postings, 4856 Tage aktienbärKatjuscha

"Es gibt Religionsunterricht in Berlin. Und da wird sicherlich kein extremer Islamismus in den Schulen gepredigt."
aus P 48

Hab ich das irgendwo behauptet?
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Btw., ich persönlich habe kein Problem mit "Ethikunterricht",
doch ich billige jedem (Elterrecht lt. GG) das Recht zu, eine
Entscheidung zu fällen:
"Soll mein Kind soll .... so oder so!"

Kurz: Doktrinäres Geschnacke:"Das ist Pflicht sonst nix!"
stört mich.
Jeder soll nach seiner Facon selig werden.

Wenn die Mehrheit es will, dann eben.
Aber sie haben ja nicht die Mehrheit erreicht.
Watt solls.  

27.04.09 22:27

100677 Postings, 7570 Tage Katjuschaaktienbär, wir drehen uns im Kreis

Solange du Ethikunterricht als doktrinäres Geschnacke bezeichnest, kommen wir nicht weiter. Für mch ist Ethikunterricht, und zwar nur als Pflichtfach, sehr sinnvoll.
Gäbe es keine Religionsunterricht würde es diese Diskussion auch gar nicht geben, da du das dann wohl ähnlich sehen würdest. Denn was ist denn an Ethikunterricht weniger sinnvoll als an Mathematikunterricht oder Geschichte?

Religion ist ein völlig anderes Thema. Es mag ein interessantes, weites Feld sein (um mal mit Fontane zu sprechen), aber es sollte nicht zwingend ein Pflichtfach sein. Mich stört einfach, dass hier zwei Fächer gegeneinander politisch ausgespielt werden. Man tut so, und das kommt auch in deinen Postings rüber, egal ob du es bewusst oder unbewusst tust, als wäre der Ethik-Unterricht ein politisches Instrument gewesen, um den Religionsunterricht aus der Schule zu drängen. Das ist schlichtweg nicht wahr. Ethik ist enorm wichtig in den heutigen Zeiten. Und unabhängig davon kann man diskutieren, ob Religion auch Pflichtfach werden soll oder nur Wahlfach. Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun.
Warum Relgion m.E. nicht als Pflichtfach in die Schule gehört, hab ich dargelegt. Das kannst du gerne anders sehen, aber es hat nichts mit dem Schulfach Ethik zu tun.
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Terroristen aus Liebe

27.04.09 22:41
3

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeIhr seid offenbar nicht genau informiert.

Bisher ist es so (und so bleibt es auch): von Klasse 1-6 gibt es Religionsunterricht je nach Konfession. Wer Konfessionslos ist kann entweder Lebenskunde wählen (angeboten von der Humanistischen Union) oder blau machen.
Ab der 7. Klasse gibt es Das Fach Ethik als Pflichtfach zusätzlich. Religion läuft weiter wie in den Klassen 1-6, als Wahlfach. Die Eltern haben also die freie Wahl, wie überall, ob sie für die Kinder Religionsunterricht haben wollen oder nicht.
"Pro-Reli" behauptete nun, es sei eine Frage der Freiheit, wenn man entscheiden müsse zwischen Ethik und Religion. Das heißt: Wer Religion wählt, wählt automatisch Ethik ab.
Worin da eine besondere Freiheit liegen soll, ist mir Rätselhaft. Weder das eine noch das andere hat mit der Wahlfreiheit zu tun.
Für Berlin halte ich es wirklich nicht unwichtig, dass es einen Unterricht über Etrhik gibt, den alle Konfessionen gemeinsam ableisten. Warum das alternativ zu Religion stehen soll, bleibt das Rätsel der "Pro-Reli"-Initiative.

Sie scheinen ihre Kids nicht im Griff zu haben, die offenbar, wenn es was freiwillig zu wählen gibt, lieber sagen: Ich mach aber lieber blau....
Das kann aber nicht Problem der Schule sein. Wer Reli will, bekommt es auch. Und zwar die ganze Schulzeit hindurch.  

27.04.09 22:43

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeokok

Ich hätte es nochmal durchlesen können...  

27.04.09 22:45
1

29429 Postings, 5530 Tage sacrificees gibt hier erstaunlich wenig Fußballthreads

stattdessen schwafelt ihr lieber über Religionsunterricht?!

27.04.09 22:46

69017 Postings, 6239 Tage BarCodesac: Du und deine Religion..

Das tut hier nun wirklich nix zur Sache.  

27.04.09 22:48

17846 Postings, 4642 Tage Terrorschweinwelcher Knopf?

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Terri -  the smell of freedom

28.04.09 00:38

7114 Postings, 7061 Tage Kritiker@ Katjuscha, mein posting # 49

ist weder lustig noch optimistisch.
Vermutlich leitest Du das Abendländische nicht von der Bergpredigt ab.

Ich gehe in der Betrachtung an den Auswüchsen vorbei, die Luther behoben hat.
Mein Tip: vergleiche Aristoteles mit Marc Aurel - dann zu Luther und über Em. Kant zu Konrad Lorenz, - dann landest Du wieder bei Aristoteles.

Die Botschaft Jesu war ethisch, sozial und gerecht; und unser GG wäre ohne sie nicht denkbar.
WIR sind nicht zufällig so, wie wir heute sind - sondern weil wir einer Entwicklung folgen (Darwin).
Doch im Kern verändern wir uns nur sehr träge.

Was nun den Religionsunterricht betrifft, so sollten wir nicht den schlechten einem  guten Ethik-Unterricht gegenüberstellen. Es kann auch umgekehrt sein.
Persönlich bin ich von den typischen Ethik-Lehrer(Inne)n nicht überzeugt. Meist 150%ige 68-er!

Leider wird Christlich stets mit Katholisch gleichgesetzt - und dann das Ganze abgelehnt.
Die kathol. Kirche ist jedoch eine weltliche Einrichtung, die sich Jesus nur als Grundlage bedient.

Zuletzt: würde der Religions-Unterricht sich stärker der Ethik bedienen, bräuchte man keine Trennung.

Deinen Vergleich mit Mathematik schieben wir besser beiseite.
Mathematik ist ein reales Wekzeug zum bewerten, basiert auf Beweisen.

Religion ist Denkweise oder Philosophie, jedoch nicht beweisbar.  

28.04.09 01:14
2

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeKomisch

Aber es gab da auch sowas wie die Phase der Aufklärung. Und alles, was an Menschenrechten, Freiheitsrechten und individueller Freiheit als solcher ins GG seinen Weg gefunden hat, war harter, zum Teil blutiger anti-kirchlicher Kampf. So gerade lief das ja nun nicht von der Bergpredigt über Luther direktemang ins GG...  

28.04.09 01:21
2

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeUnd zu Nr. 49:

Nein. Das war weder lustig noch optimistisch. Aber ziemlich abwegig:

"Doch jetzt wird den Berlinern ein Geist zwangsweise aufdiktiert - und sie nennen es Freiheit oder sogar Demokratie. - So gesehen war die Zeit vor 1945 liberal!"

Größerer Schmarrn geht wohl kaum...  

28.04.09 01:23

6254 Postings, 4856 Tage aktienbärKatjuscha, zu P 52

"Solange du Ethikunterricht als doktrinäres Geschnacke bezeichnest,"

Das habe ich nirgendwo geschrieben. Liest Du eigentlich die Postings, auf die Du antwortest?

Noch einmal mein P 51, auf das Du Dich ja beziehst:

"Btw., ich persönlich habe kein Problem mit "Ethikunterricht",
doch ich billige jedem (Elterrecht lt. GG) das Recht zu, eine
Entscheidung zu fällen:
"Soll mein Kind .... so oder so!"

Kurz: Das doktrinäres Geschnacke:"Das ist Pflicht, sonst nix!"
stört mich.
Jeder soll nach seiner Facon selig werden.

Wenn die Mehrheit es will, dann eben."
Aber sie haben ja nicht die Mehrheit erreicht.
Watt solls."

 

 

28.04.09 01:27

7114 Postings, 7061 Tage Kritiker@ # 60 - verehrter BarCode,

nicht alles, was Du nicht verstehst, ist Schmarrn.  

28.04.09 01:30

6254 Postings, 4856 Tage aktienbärFreiwilliger Islamunterricht an Berliner

Schulen

"Die erzkonservative Islamische Föderation erteilt seit 2001 Religionsunterricht an mittlerweile 31 Berliner Grundschulen.
Von Jahr zu Jahr nehmen mehr Schüler daran teil, im vergangenen Jahr waren es 4471 Kinder. Auch die liberalen Aleviten bieten hier Islamunterricht an, allerdings gehen die Schülerzahlen zurück, 2007 waren es 142. Da Berlin im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesländern Religion nicht als reguläres Unterrichtsfach an den Schulen anbietet, gestalten die Religionsgemeinschaften den Unterricht in eigener Regie.
Der Staat hat kaum Einflussmöglichkeiten.
(...)
"Der Schwerpunkt des Unterrichts der IFB liege auf der Verkündigung des Islam und der Einübung in die Glaubenspraxis ? genau das, was der Staat nicht wolle. Das Problem sei, dass die IFB ?nicht gezwungen ist, ihre Ziele mit denen des Staates und der Schulen abzustimmen".

aus:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Islamunterricht;art270,2509340  

28.04.09 01:30

29411 Postings, 5027 Tage 14051948KibbuzimWußte ich doch

es lohnt sich nach 'nem Verdauaungsnickerchen noch mal vorbeizuschauen.....

Und um Öl ins Feuer zu gießen,
für eine strikte Trennung von Staat & Kirche,die gibts nämlich noch längst nicht in D. - und das nicht nur wegen der Kirchensteuer und anderer Subventionen an die Pfaffen.
Und für die Abschaffung des Religionsunterrichts und zwar ersatzlos aus allen staatlichen Schulen !

Ethik,Werte & Moral zu vermitteln,das ist etwas gänzlich anderes und sollte auf jedem Lehrplan stehen,
wer will,daß seine Kinder in Religion unterrichtet werden,der soll sie in die entsprechenden religiösen Einrichtungen schicken,unabhängig von jeder Art von Religion & Konfession.

Es zeigt sich immer stärker,daß die Religiösen wieder versuchen an Terrain zu gewinnen und Einfluß auzuüben,das halte ich für fatal in einer Gesellschaft wie der Unsrigen,die darüber fast schon hinaus schien.
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Proletarier Aller Länder vereinigt Euch !
ONE BIG UNION

28.04.09 01:33

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeIch versteh schon.

Den Blödsinn "Es geht um Freiheit" hat ja schon Pro-Reli verbraten. Es ging aber nur um eine klitzekleine Alternative: Ist Religion weiterhin freiwillig oder wird es zum Pflichtfach. Warum es bei der Einführung eines Pflichtfachs um "Freiheit" geht, kann wohl nur die Religion erklären. Mit Vernunft ist dieser Logik nicht recht beizukommen...  

28.04.09 01:35

29411 Postings, 5027 Tage 14051948Kibbuzimaktienbär

es liegt aber an der Unkenntnis und wohl auch am fehlenden Interesse,daß die Islamisten ihren Scheiß unkontrolliert von der Öffentlichkeit abziehen.
Nur hat es ja genügend Fälle z.B. Wahabitischer "Schulen" gegeben,deren Charakter offensichtlich wurde.
Da braucht es eben noch etwas Lernfähigkeit und dann auch den Mut,Gesetze und Kontrollmöglichkeiten zuu schaffen,um Haßpredigern und Indoktrination von Kindern einen Riegel vor zu schieben.
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28.04.09 01:44

6254 Postings, 4856 Tage aktienbärP 63 bezog sich auf

48. aktienbär, ich versteh dein Problem nicht       Katjuscha  27.04.09 21:36  

Es gibt Religionsunterricht in Berlin.
Und da wird sicherlich kein extremer Islamismus in den Schulen gepredigt.
 

28.04.09 05:34

36816 Postings, 6287 Tage TaliskerIch sprach gestern

länger mit unserem Schulpastor darüber, der brachte als Argument, dass es mit dem von der Kirche getragenen Religionsunterricht, der ja auch Ethik vermittelt, ein zusätzliches Korrektiv in der Schule gibt, er verwies dabei auch auf die Historie. Kann aber für mich kein Argument sein.

Man mache sich nichts vor, worum gehts den Befürwortern des gleichgewichteten Religionsunterricht? Sie sehen ihre Felle davonschwimmen. Haben, absolut berechtigt, Angst davor, dass Religion als zusätzliches Wahlfach viel seltener angewählt wird als bisher. Denn der Schüler muss nicht nur Religionsunterricht wollen, er muss auch bereit sein, zwei Stunden (nehme ich stark an) zusätzlichen Unterricht zu genießen. Bis hin zur Konsequenz, dass es evtl. versetzungsrelevant ist (was ich für diesen Fall nicht weiß).
Natürlich will man sein Fach retten, ich kenne das von Sport. Da sind die Sportlehrer auch peinlichst darauf bedacht, dass ihr Fach eines unter anderen ist, mit Noten etc. Denn sonst ist es bald der Anfang vom Ende (Übungsleiter in die Schule bzw. das sollen die Kids am Nachmittag machen). Aber nicht mit solch dämlichen Argumenten wie in diesem Brief von ProReli, der weiter oben eingescannt worden ist.
Gruß
Talisker
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28.04.09 21:32
1

8029 Postings, 6475 Tage Rigomax#59: So ein Unsinn.

Barcode schreibt in #59:
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"Und alles, was an Menschenrechten, Freiheitsrechten und individueller Freiheit als solcher ins GG seinen Weg gefunden hat, war harter, zum Teil blutiger anti-kirchlicher Kampf."
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ALLES? Wirklich ALLES?
Kampf für Menschenrechte, Freiheitsrechte und individuelle Freiheit  gab und gibt es innerhalb der Kirchen und außerhalb der Kirche. Kampf gegen Menschenrechte, Freiheitsrechte und individuelle Freiheit gab und gibt es ebenfalls innerhalb der Kirche und außerhalb der Kirche.

Nur mal so als Beispiel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Von_der_Freiheit_eines_Christenmenschen
Und von Bartolome de Las Casas hat BarCode offenbar auch noch nie was gehört.

Über das Maß und über den Eifer, mit dem diese Kämpfe von kirchlicher und von nicht-kirchlicher Seite in den verschiedenen Epochen betrieben wurden, kann man sich mit Fug und Recht streiten. Aber BarCodes zitierte Aussage zeugt wegen ihrer radikalen Absolutheit ("alles") von einer erschreckenden Ignoranz, die ich sonst nur bei borniert-antiklerikalen Geistern kenne.  

28.04.09 23:31

69017 Postings, 6239 Tage BarCodeNatürlich gab es auch innerkirchliche Auseinander-

setzungen. Ist doch völlig klar, dass historische Ströme sich auch in die herrschenden Institionen hinein oder gar aus den herrschenden Institutionen heraus entfalten.

Aber am Ende des zitierten Textes aus Wiki kommt dann auch das dicke Ende: Als sich die Bauern dranmachten, sich die Freiheit zu nehmen, war es natürlich nicht de Freiheit, die er meinte. Nicht die Freiheit, sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen, sondern die Freiheit allein, den eigenen Glauben für sich zu finden...  

28.04.09 23:38

29868 Postings, 5709 Tage ScontovalutaPuh, ist das anstrengend...

Nö, nö habe trotzdem alles begriffen!

Inquisition, und so....
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29.04.09 11:36
1

8029 Postings, 6475 Tage Rigomax#70: Eben. Und weil es eben "völlig klar" ist,

daß "historische Ströme sich auch in die herrschenden Institionen hinein oder gar aus den herrschenden Institutionen heraus entfalten", womit Du in diesem Fall "die Kirche" meinst, ist es auch völlig klar, daß eben nicht "alles, was an Menschenrechten, Freiheitsrechten und individueller Freiheit als solcher ins GG seinen Weg gefunden hat, ... harter, zum Teil blutiger anti-kirchlicher Kampf (war)."  -  Die Betonung liegt auf "alles".

Was Luther, die Bauernkriege und das GG  angeht: Auch das GG sieht kein Menschenrecht darin, sich mit den im Bauernkrieg angewandten Mitteln gegen die Obrigkeit auflehnen zu dürfen. Was die gemacht hatten, ging weit über die von Dir sonst so gern gegeißelte Steuerverweigerung hinaus ;-).  Luther trat (nicht nur, aber das hast Du insoweit richtig erkannt) in seinem Traktat für Glaubensfreiheit ein. Nicht in dem Umfang, wie wir das heute sehen, aber immerhin. Glaubensfreiheit gehört aber zu den Freiheitsrechten des GG. Luther kam aber aus dem innerkirchlichen Bereich. Allein das sollte dann wohl als Widerlegung Deiner "alles"-Aussage reichen.

Wenn Du mal die Zeit dafür findest, solltest Du Dich mal mit Las Casas und seinem Einfluß auf die katholische Indianerpolitik in Südamerika beschäftigen. Das ist eine interessante Geschichte vom Hin und Her und von argen Intrigen innerhalb der katholischen Kirche. Aber eben nicht nur her, sondern auch hin. Geschichte ist keine Veranstaltung, bei der die einen stets Böses und die anderen stets Gutes tun.  

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