Deutschlands niedrige Löhne zerstören den Euro

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neuester Beitrag: 29.07.15 20:43
eröffnet am: 29.07.15 13:36 von: potzzzblitz Anzahl Beiträge: 43
neuester Beitrag: 29.07.15 20:43 von: hmla Leser gesamt: 2189
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29.07.15 13:36
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21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitzDeutschlands niedrige Löhne zerstören den Euro

Ein interessanter Vortrag von Prof. Heiner Flassbeck an der FU Berlin (1. Juli 2015):

 
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17 Postings ausgeblendet.

29.07.15 14:28
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21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#17 Die Vermögensunterschiede in Deutschland

sollten Dir bekannt sein. Nur weil jemand berufstätig ist, bedeutet es nicht, dass er/sie angemessen konsumieren kann.  

29.07.15 14:36

233929 Postings, 6087 Tage obgicou@10

Vergleiche einfach die Entwicklung von Frankreich und Deutschland seit Lafontaines Rücktritt.

 

29.07.15 14:38

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#20 Was soll das bedeuten?

Ergibt keinen Sinn. Die Entwicklung Frankreichs und Deutschlands wird in #1 sehr gut erklärt.  

29.07.15 14:38
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18476 Postings, 2870 Tage WeckmannWenn irgendwas den Euro "zerstört", dann bestimmt

nicht zu niedrige Löhne in der BRD, sondern eher zu hohe Staatsausgaben und -Verschuldung in manchem Euro-Land, verbunden mit dort zu hohen Löhnen und einer schlechten Wirtschaftspolitik.  

29.07.15 14:46
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12984 Postings, 5800 Tage Woodstore#19 Ein Mensch ist also nur glücklich und lebt

sozial gesichert, wenn er angemessen konsumieren kann?

Eine Frau, die in der Elternzeit zusätzlich 20h arbeiten geht,
ist prekär beschäftigt. Ein Student der nebenher, 20h kellnert,
ist prekär beschäftigt. Selbst der Rentner, der vor lauter langerweile
nebenher noch 'n paar euro dazu verdient, ist, gemäß der Definition
von "prekärere Beschäftigung", prekär beschäftigt.

Ist es vielleicht nicht auch möglich, dass sich (für einige) die Einstellung
zum Arbeiten, etwas geändert hat. Das den Menschen Freizeit und Flexibilität
viel wichtiger ist, als 40h nine to five pro Woche! Das weniger manchmal mehr
ist, gerade beim Konsum. Lieber kein Auto, dafür 2x im Jahr Seychellen.

Und was denn bitte für Vermögensunterschiede. Arme und reiche gab es schon
immer und die wird es auch immer geben! Darüberhinaus verdienen leben 70%
der deutschen Bevölkerung innerhalb des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens.

"nur 23%" liegen darunter 28% liegen darunter! Grund zur Panik!
Ich denke nein!
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Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.

29.07.15 14:48

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#22 und #23 Ihr vermischt hier alles...

#22 Dieses Erklärungsmuster (sollen sich die Anderen halt nicht verschulden), wird im Vortrag in #1 aufgegriffen und widerlegt.

#23 Um Glücklichsein geht es nicht, sondern um Eurostabilität.  

29.07.15 14:49

47468 Postings, 2428 Tage Lucky79Krass ausgedrückt...

möchte Potz sagen, dass wir Deutschen unsere Europäischen
Nachbarn leersaugen ???

Wir kaufen doch auch Italienische, Spanische, Portugiesische usw...
Produkte...
Aber stimmt schon Deutschland hat einen Export Überhang...

Made in Germany zieht halt immer noch...
oder warum bauen die ihre Autos bei uns in Deutschland...
wohl kaum wegen der hohen Lohnkosten ;))  

29.07.15 15:04
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18476 Postings, 2870 Tage WeckmannPotzzz, dann müßten ja die französischen Firmen

fast nur noch in D produzieren. Aber wo sind die Firmen aus F, die hier großartig produzieren??????? Es mag sie geben, mir sind sie jedoch nicht bekannt.

Außerdem sind zu hohe Staatsausgaben und -verschuldung meines Erachtens wie in F und I eher Folge einer schlechten Wirtschaftspolitik. Weniger Staat bei höherer wirtschaftlicher Freiheit kann durchaus zu höheren unternehmerischen Investitionen führen, was sich wiederum positiv auf die staatlichen Einnahmen und Ausgaben auswirkt.  

29.07.15 15:35

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#26 Das ist ein schleichender Prozess

Die von Jahr zu Jahr beobachteten Differenzen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik wiegen einen Umzug der Produktionsbetriebe nicht gegenüber den Relokalisierungskosten (Personal, Logistik, Recht usw.) auf. Der Heimatmarkt muss ja weiterhin bedient werden, was von Deutschland aus teurer wird.

Diese Entwicklung war ja zuvor nicht abzusehen und eine Relokalisierung findet ach nicht über Nacht statt.  

Hätte man das von Beginn an gewusst, würden manche französischen Unternehmen heute eventuell profitabler aus Deutschland heraus arbeiten können.

Die Staatsaushaben hatten (wie in #1 erklärt wird) keinen negativen Einfluss auf die Produktivität Frankreichs, die sogar höher liegt als die Produktivität Deutschlands.  

29.07.15 15:36

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitzStaatsausgaben

29.07.15 16:26
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12984 Postings, 5800 Tage WoodstoreKönntest du das mit der höheren Produktivität

in Frankreich gg. Deutschland irgendwie belegen?
Bzw. kurz erläutern, welche volkswirtschaftlichen Kennzahlen
du für diese Erkenntnis heranziehst?
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Woodstore
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29.07.15 17:53
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233929 Postings, 6087 Tage obgicouein Chart aus der Präse von #1 reicht

Es ist der zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den wichtigsten Ländern der Eurozone (s. u.).

Zitat:
Deutschland ist ein bisschen besser, aber auch nicht wirklich gut.
Wie realitätsfern kann man denn eigentlich noch sein?

Die neoliberalen Reformen, die seit Anfang der 2000er Jahre in Deutschland durchgeführt wurden, haben nicht nur die Arbeitslosigkeit insgesamt gesenkt, sondern auch dafür gesorgt, das Land krisenfester zu machen. Das kann man schön an dem geringen Anstieg der AL-Quote nach 2008 in Deutschland sehen.

Deutschland ist bei Vollbeschäftigung angelangt. Mit 4% Arbeitslosigkeit bewegt man sich nahe der natürlichen Arbeitslosenquote, die es aufgrund von Fluktuation und Menschen, die mit Sozialleistungen zufrieden sind, immer geben wird.

Frankreich hingegen, dass immer noch "soziale Errungenschaften" wie die 35h Woche und ein Renteneintrittsalter jenseits jeder demographischen Wirklichkeit pflegt, ist trotz besser Ausgangslage weit hinter Deutschland zurückgefallen.  
Angehängte Grafik:
al.jpg (verkleinert auf 92%) vergrößern
al.jpg

29.07.15 17:56
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13011 Postings, 7625 Tage Timchendas hört aber potzi nicht gerne

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Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven.

29.07.15 18:14

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#29 und #30

#29: https://de.wikipedia.org/wiki/Produktivit%C3%A4t

#30: Diese neoliberalen Reformen haben andere Euro-Staaten in die Verschuldung getrieben. Es ist unmöglich, dass die Euro-Staaten in einem gemeinsamen Währungsraum ohne steigende Verschuldung zugleich produktiv bleiben können. Genau darum geht es in dem Vortrag. Deutschland hat durch sein Extremverhalten dafür gesorgt, dass ökonomisch singulär betrachtet ähnlich produktive Wirtschaften wie in Frankreich unter die Räder kommen, während wirtschaftsschwächere Staaten vollends in die Überschuldung und Arbeitslosigkeit geführt wurden.

Die Arbeitslosigkeit ist niemals weg, sondern sie hat nur ein anderer Staat.
 

29.07.15 18:24

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitzHier ist noch ein schöner Chart zur

Arbeitsproduktivität der großen EU-Staaten.
Arbeitsproduktivität in Frankreich höher als in Deutschland - manager magazin
Beschäftigte in Deutschland stellen pro Arbeitsstunde Güter im Wert von 43 Euro her - kaum mehr als vor sechs Jahren; offenbar lahmt der technische Fortschritt im Vergleich zum Jobwunder. Die Franzosen halten ihren Vorsprung in der Arbeitsproduktivität, die Spanier holen auf.
http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/...nd-a-999056.html
 

29.07.15 18:31
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233929 Postings, 6087 Tage obgicou@30

in die Verschuldung getrieben haben Griechenland Korruption und Sozialleistungen,  Spanien eine Immobilienblase, die Franzosen zu hohe Sozialleistungen und Wettbewerbsleugnung und die Italiener Korruption und organisiertes Verbrechen.

Allen gemein war der Irrglaube, Deutschland durch den Euro irgendwie in die Haftung für ihre kostspielige Finanz- und Wirtschaftspolitik reinziehen zu können. Aber da haben sie die Rechnung ohne unseren Rollstuhlfahrer gemacht.  

29.07.15 18:39

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#34 Ist klar...

Warum bloß das Offensichtliche betrachten, wenn man auf die diffuse Korruption verweisen kann. Das heilige Deutschland hat ja mit Korruption überhaupt nichts zu tun. Hier sind alle Saubermänner und -frauen.  

29.07.15 18:58
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14717 Postings, 4482 Tage Karlchen_VPotz - ich habe mir mal die Mühe gemacht.

Also

1. habe ich nicht die Gesamtwirtschaft genommen, sondern das verarbeitende Gewerbe. also die Industrie, und da geht es vor allem bei der Wettbewerbsfähigkeit.

2. habe ich nominale Werte und nicht irgendwelche Stunden genommen (die kürzen sich ohnehin weg).

Und da sieht man, dass von 2000 bis 2007 die Löhne deutlich hinter der Wirtschaftsleistung zurückblieben. Dann kam die Finanzkrise mit nem massiven Produktionseinbruch und einem raschen Rebound. Sonderfall. Soweit - aber in den letzten drei Jahren laufen Löhne und Leistung weitgehend gleich. So sollte es auch sein.

 
Angehängte Grafik:
l__hne.jpg (verkleinert auf 52%) vergrößern
l__hne.jpg

29.07.15 19:05

2268 Postings, 3718 Tage tobiraveDie französischen Bauern betreiben Nötigung

und müssen sofort in den Knast und einer nach dem anderen abgeurteilt, inkl. Schadensersatz.
Wir würden ja auch noch hinnnehmen, wenn nun die kleinen Lebensmitteleinzelhändler und Kioskbesitzer die Lastwagen nach Aldi blockieren.

Die Lohnkosten bilden sich auf dem Markt, es gab in vielen Grossbetrieben, Metallindustrie, Elektroindustrie durch geweerkschaftliches Erpressungspotential weit überhöhte Löhne, zulasten der Zulieferindustrie und deren geknechteter Mitarbeiter!

Auch den Deutschen Bauern sind die  Preise zu niedrig, aber sie haben sich wohl, so nehme ich an, von der Handelslobby über den Tisch ziehen lassen. Wir hatten das doch schon mal vor so 2 oder 3 Jahren und dann ging es doch wieder.......und nun haben die Bauern wieder zu billig verkauft!?
Deren Problem.

Es ist auch so, dass die Franzosen mehr Geld für das Essen ausgeben wollen. Deutschland ist extrem mit den Lebensmitteldiscountern, hier zählt eigentlich nur noch der Preis!  

29.07.15 19:07

1597 Postings, 2171 Tage Pluton#30 jo, vollbeschäftigung um jeden preis

nu haste dir nun schon mühe gemacht nen screenshot zu machen, hätste auch noch #29 ne antwort geben können -.-

alter wtf .."dass immer noch "soziale Errungenschaften" wie die 35h Woche und ein Renteneintrittsalter jenseits jeder demographischen Wirklichkeit pflegt"

hoffentlich biste kein chef im rl.

allein das "mensch wird älter, mensch muss länger arbeiten".
wann gehsten du in vorruhestand oder machste biste tot umfällst?

du hast ne echt seltsame, neoliberale bildzeitungswirtschaftswochenmeinung  

29.07.15 19:21

2538 Postings, 7038 Tage komatsuobgicou: = Neoliberaler der übelsten Sorte

um bei seinem Wortschatz zu bleiben..

#7 über Flaßbeck urteilt er:"Keynsianer übelster Sorte"

hat vermutlich weder von Keynes was verstanden noch was Niedriglöhne volkswirtschaftlich bewirken, einfach nur ein agressiv formulierender Schwafler, der allerdings Beifall bekommt von denjenigen, die genauso wenig verstanden haben..

daß die Vermögens- und Einkommenschere in D soweit auseinanderdriftet, daß am Ende nur Wenige vom volkswirtschaftlichen Einkommenszuwachs was abbekommen, hat mit der Lohnpolitik zu tun, ist aber nicht weiter schlimm, da es in D ausreichend Dummköpfe gibt, die das noch super finden..  





 

29.07.15 19:44
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233929 Postings, 6087 Tage obgicouschönes Lob

Kritik aus dem Mund von ewig Gestrigen.
Schön war die Zeit hinter dem eisernen Vorhang, ohne Konkurrenz aus dem durch Kommunisten abgewirtschafteten Ostblock und Asien. Da träumt es sich angenehm von Keynes, Marx und Engels. Die Mehrheit der Deutschen ist zum Glück ausgeschlafener.  

29.07.15 20:01

21410 Postings, 2720 Tage potzzzblitz#36 Karlchen:

1. verarbeitendes Gewerbe ohne produzierendes und dienstleistendes Gewerbe ist wenig aussagekräftig. Das sieht man ja daran, dass Deine Zahlen dann auch nicht mit der Lohnentwicklung insgesamt übereinstimmen (vgl. 2012, 2013 in #16).

Das Problem ist ebenfalls, dass laut Flassbeck eine Äquivalenz von Wertschöpfung und Lohnsteigerung nicht mehr ausreicht, weil diese Parallelität auf zu geringem Niveau weiterhin ein Wettbewerbsvorteil darstellt, der von den anderen Staaten nur durch schlechtere Produktqualität ausgeglichen werden kann.

Alle Gewerbeformen sind Bestandteil der Wettbewerbsfähigkeit, auch wenn das verarbeitende Gewerbe z. B. durch die Automobilbranche das Steckenpferd der Politiker ist. Warum wurde der Athener Flughafen von Hochtief gebaut, eben keinem Konzern des verarbeitenden Gewerbes? Dieser Impact geht beispielhaft bei Deinem Filter unter, und ich denke nicht, dass dies vernachlässigbar ist.







 

29.07.15 20:25

2268 Postings, 3718 Tage tobiraveJa warum wurder Athener Flughaben von der

Deutschen Firma Hochtief gebaut?

Was war der Grund?  

29.07.15 20:43
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23 Postings, 2001 Tage hmlaFlassbeck ist die größte Flachpfeife

die jemals im Finanzministerium zu gegen war.  

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