Deutschland - noch lange nicht am Boden!

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eröffnet am: 09.07.04 11:25 von: zombi17 Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 09.07.04 18:09 von: Rigomax Leser gesamt: 309
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09.07.04 11:25
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59073 Postings, 7358 Tage zombi17Deutschland - noch lange nicht am Boden!

Deutschland - noch lange nicht am Boden!

Die Deutschen haben wieder ordentlich Grund zum Jammern: Das Aus bei der Fußball-EM - ein Sinnbild für unser Land im Jahre 2004? Nicht nur sportlich sieht alles mau aus: Die Wirtschaft lahmt, die Sozialkassen sind leer und die Bundesbürger müssen immer mehr sparen.

Aber ist es wirklich so schlimm? Gibt es keinen Hoffnungsschimmer? So wie im Fußball die jungen Talente wie Phillip Lahm oder Lukas Podolski Mut machen, gibt es auch auf anderen Gebieten Positives zu berichten.

So schlecht, wie wir uns selber immer machen, steht es gar nicht um unser Land. Auf den folgenden Seiten haben wir Beispiele für Bereiche gesammelt, wo Deutschland noch Spitze ist. Und dafür, dass es Menschen gibt, auf die auch wir ein kleines bisschen stolz sein können.

Bekannte Probleme, unbekannte Stärken

Selbst die größten Schönredner geben zu: Die Kosten für Arbeit in Deutschland sind zu hoch, das Arbeitsrecht ist erschreckend unflexibel. Doch das sind nur zwei Punkte im großen Katalog, die über die Qualitäten eines Wirtschaftsstandortes entscheiden.

Internationale Wirtschaftslenker sehen vor allen die Stärken Deutschlands. Laut dem Magazin "Stern" hat eine große internationale Studie ergeben, dass Deutschland unter den weltweit besten Wirtschaftsstandorten einen respektablen dritten Platz belegt. Nur die USA und das Boom-Land China sind demnach noch interessanter für die großen Unternehmen.

Was macht uns bei den Wirtschaftsbossen interessant? Zu den Qualitäten Deutschlands zählen vor allem:
Transport und Logistik
Infrastruktur Telekommunikation
Qualität von Forschung und Entwicklung
Qualifikation der Arbeitnehmer
Attraktivität des Binnenmarktes
Potenzielle Produktivitätszuwächse
Verfügbarkeit von Fördermitteln
Gut zu wissen: Alle diese Punkte, die Deutschland gemäß der "Stern"-Studie von "Ernst & Young" auszeichnen, sind die wichtigsten in Bezug auf neue Investitionen der großen Unternehmen.

Fakten, die Mut machen

Horrormeldungen über Arbeitsplatzabbau und Arbeitslosigkeit gibt es fast jeden Tag zu lesen. Dabei kommen die guten Nachrichten von der Wirtschaftsfront fast zu kurz. Dennoch gibt es sie - und es werden täglich mehr. Beispiele gefällig?


Ein Anziehen der Konjunktur erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Berliner Experten besserten ihre aktuelle Prognose nach und sagen jetzt für das Jahr 2004 ein wirtschaftliches Wachstum von 1,8 Prozent voraus.
"Made in Germany" bleibt ein begehrtes Qualitätssiegel: 2003 war Deutschland erstmals seit elf Jahren wieder Exportweltmeister. Und dieser Trend ging im ersten Quartal 2004 weiter nach oben!
Der weltgrößte Elektronikkonzern General Electrics (GE) eröffnet in Garching bei München sein europäisches Forschungszentrum mit 300 Mitarbeitern. "Hier haben wir die Leute gefunden, die wir brauchen", so ein GE-Manager im "Stern".
Der Erfindergeist der Deutschen ist ungebrochen. Deutsche Firmen haben letztes Jahr 22.700 Patente angemeldet - Platz zwei hinter den USA (und deutlich vor Japan).
In vielen zukunftsträchtigen High-Tech-Bereichen nimmt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz ein. In der Nanotechnologie liegen wir z.B. an zweiter Stelle hinter den USA, in der Lasertechnik haben deutsche Unternehmen einen Weltmarktanteil von 40 Prozent.

Groß & Klein: Deutsche Firmen von Weltruf

"Made in Germany" hat weltweit immer noch einen sehr guten Ruf. Davon profitieren die deutschen Unternehmen - der Export boomt weiter und ist Konjunkturmotor Nr. 1.

Beispiel Sportartikel: Auch wenn die Deutschen bei der EM frühzeitig ausgeschieden sind - sie sind trotzdem heimliche Sieger. Denn die großen Ausrüster Puma und Adidas machten gute Geschäfte. Adidas, Weltmarktführer für Fußballartikel, konnte u.a. 1,3 Millionen Trikots sowie 6 Millionen Stück des offiziellen Spielballs Roteiro absetzen.

Beispiel Automarkt: Auch wenn in Deutschland der Autoabsatz lahmt - im umkämpften US-Automarkt gehören die deutschen Marken zu den wenigen Autobauern, die sich behaupten können. BMW und DaimlerChrysler konnten den Absatz sogar steigern. Und hierzulande führt auch kein Weg an den deutschen Autos vorbei. In einer großen ADAC-Studie ("Automarxx"), in der Qualität und Kundenzufriedenheit eine Hauptrolle spielen, sind fünf deutsche Marken unter den Top Ten; Daimler und BMW liegen zusammen an der Spitze.

Beispiel Wirtschaftskraft: In der Top-500-Liste des "Handelsblatt", in der die börsenstärksten Unternehmen Europas gelistet werden, finden sich 71 Unternehmen aus Deutschland wieder. Mit DaimlerChrysler, Allianz, Volkswagen und Siemens stehen sogar vier Konzerne in den Top Ten.

Doch es sind nicht nur die großen Unternehmen, um die uns das Ausland beneidet. Mit dem Know-How und der Produktivität der deutschen Arbeitnehmer sind viele mittelständische Unternehmen zu globalen Marktführern aufgestiegen. Ob Spezialprothesen (Otto Bock), Autoschließsysteme (Huf Hülsbeck) oder aber Seifenblasen (Pustefix) und Zierfischfutter (Tetra) - in diversen Produktionszweigen beißt sich die Konkurrenz an den deutschen Unternehmen die Zähne aus.

Auch wenn deutsche Manager einfache Dinge im Ausland billig produzieren lassen - die komplexen, innovativen Produkte entstehen immer noch in Deutschland. Besonders beeindruckend weiterhin die Bedeutung des deutschen Maschinenbaus: So werden z.B. in Baden-Württemberg mehr Werkzeugmaschinen gebaut als in den gesamten USA!
 

09.07.04 11:33

13393 Postings, 6260 Tage danjelshakeeinmal grün bitte! o. T.

09.07.04 17:45

95441 Postings, 7318 Tage Happy Endzweimal grün bitte! o. T.

09.07.04 17:49

16582 Postings, 7364 Tage chrismitzSind wir hier bei wünsch dir was, odda wie? o. T.

09.07.04 17:51

1148 Postings, 6697 Tage Desaster_Mastergrün für witzig o. T.

09.07.04 18:09

8030 Postings, 6522 Tage RigomaxMeine Schulter tut schon ganz weh

vom mir-selbst-auf-die-Schulter-klopfen. Das war aber auch mal nötig!

Und das wichtigste hast Du noch vergessen:
Wir sind Exportweltmeister (sagt unser aller Kanzler immer).

Und erst gestern habe ich wieder in der Zeitung gelesen, daß der Aufschwung im nächsten Jahr bestimmt kommt (sagt Hans Eichel).

Was soll da noch passieren?

Gut, daß Du es diesen Miesmachern mal so richtig und fundiert gezeigt hast!
 

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