Deutsches Steuersystem frisst Einkommenszuwächse

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neuester Beitrag: 22.12.06 09:47
eröffnet am: 20.12.06 00:14 von: johannah Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 22.12.06 09:47 von: Go2Bed Leser gesamt: 488
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20.12.06 00:14
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3488 Postings, 5764 Tage johannahDeutsches Steuersystem frisst Einkommenszuwächse

auf

Gehaltssteigerungen von deutschen Arbeitern und Angestellten sind wegen des progressiven Einkommensteuertarifs überproportional mit Steuern belastet. Das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung spricht sogar von "heimlichen Steuererhöhungen" und zeigt einen Ausweg aus der Steuerschraube.

Kiel - ?Heimliche Steuererhöhungen? fressen nach einer Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Deutschland Gehaltszuwächse auf. ?Trotz der Einkommensteuersenkungen der Jahre 1999 bis 2005 ist die Steuerbelastung deutscher Arbeitnehmer weiterhin so hoch, dass sich zusätzliche Arbeitsanstrengungen kaum lohnen?, sagte der IfW-Steuerexperte Alfred Boss. Hauptgrund dafür sei der progressive Einkommensteuertarif. Dieses System führe dazu, dass inflationsbedingte Gehaltssteigerungen mit einem überproportionalen Anstieg der Steuerbelastung einhergehen.

?So steigt die Steuerbelastung eines ledigen Arbeitnehmers, dessen Monatsgehalt von 2900 Euro lediglich in Höhe der Inflationsrate von etwa 1,5 Prozent wächst, bis 2012 um fast 100 Euro, obwohl die Kaufkraft seines Bruttoeinkommens konstant bleibt?, rechnete Boss vor. ?Dies führt dazu, dass sich seine durchschnittliche Steuerbelastung bei konstantem Realeinkommen von 18,6 auf 19,9 Prozent erhöht. Steigen alle Löhne um 1,5 Prozent, so kann der Staat Jahr für Jahr Steuermehreinnahmen von 2,2 Milliarden Euro verbuchen.?

Diese ?heimlichen Steuererhöhungen? lassen sich nach Ansicht von Boss nur durch einen Index aller Eckwerte des Einkommensteuertarifs verhindern. ?Dies bedeutet, dass alle pauschalen Abzugs- und Freibeträge sowie alle Stufen des Einkommensteuertarifs jährlich gemäß der allgemeinen Preisentwicklung angepasst werden müssen. Eine solche jährliche Anpassung der Eckwerte wird in vielen anderen Ländern wie etwa in den Vereinigten Staaten, Belgien, den Niederlanden, Kanada, Großbritannien und Griechenland seit langem durchgeführt und stellt daher keine Besonderheit dar?, sagte Boss.

WELT.de/dpa

Artikel erschienen am 19.12.2006

WELT.de 1995 - 2006  

21.12.06 22:00

3488 Postings, 5764 Tage johannahScheinbar ist dieses Thema zu kompliziert

für das geistige "Niwoh" der Ariva User.  

21.12.06 22:20
1

534 Postings, 6627 Tage SchwedenkugelNichts neues

Die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer sinken schon seit Jahren!  

22.12.06 00:17
1

3488 Postings, 5764 Tage johannahUnd? Ist das so ohne Weiters akzeptabel?

Ich arbeite für mehr Eikommen in eigener Tasche.
Ich arbeite nicht dafür, daß der Moloch Staaat genug Geld eintreibt um es anderweitig hirnlos wieder auszugeben.

MfG/Johannah  

22.12.06 00:19

29429 Postings, 5524 Tage sacrificeis auch jimps aus dem Handelsblatt

ziemlich der selbe Artikel stand da auch schon vor knapp nem Monat  

22.12.06 00:26

1308 Postings, 5268 Tage darktradertja, johannah

haste wohl falsch gewählt, unser "Sozialstaat" ist am Ende.
Rentner müßte man jetzt sein.  

22.12.06 09:16

19522 Postings, 7247 Tage gurkenfreddas handelsblat jimpst auch???

die schrecken auch vor nix zurück...

mfg
GF

 

22.12.06 09:26

2691 Postings, 5776 Tage slimmyLoch an Loch und hält d(n)och

Die o.g. Klagen sind gut zu verstehen. Kennzeichnen sie doch einen Zustand, der gemessen am Rest der Welt, bei uns mit am schlimmsten ist.
Doch die Ursache liegt woanders.
Unsere System-Vorgaben sind total zerschlissen:
Arbeit ist schlecht, Geld aus dem Systen muß man erschleichen, Kaufen ist die höchste Lust, der Klau beim Nachbarn ehrenvoller als erarbeitetes Gut, Eigentum ist Quatsch, Schulden sind besser als Erspartes.....alle leben auf pump und klau!
Der schlaue hängt voll im sozialen Netz, macht krank oder Rente, arbeitet gelegentlich schwarz, oder hängt vor dem Fernseher ab!!Keiner von denen arbeitet (natürlich) bis 67, wenn er auf sich hält..
Das kann gegen lächelde, 90 Wochenstunden arbeitende Chinesen nicht gut gehen.
Da hilft auch keine zunehmende Steuerlast!
Die - im Gegenteil - führt dazu, daß die Flaschen garnicht aus dem Sofa hochkommen.
Noch dazu macht die beschriebene Grundhaltung depressiv!!  

22.12.06 09:47

3007 Postings, 7792 Tage Go2BedZahlen denn nur Arbeiter und

Angestellte Einkommensteuer??  

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