Deutsches Kartellamt genehmigt Tankstellen-Fusione

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eröffnet am: 20.12.01 15:08 von: sir charles Anzahl Beiträge: 1
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5535 Postings, 7594 Tage sir charlesDeutsches Kartellamt genehmigt Tankstellen-Fusione

Deutsches Kartellamt genehmigt Tankstellen-Fusionen

Unter strengen Auflagen darf der Mineralölkonzern Shell die RWE-Tochter DEA übernehmen. Der britische Konzern BP wird die Aral-Kette kaufen.


BONN/HAMBURG (ag.). Das Bundeskartellamt hat die Großfusionen auf dem deutschen Tankstellenmarkt heute in Bonn unter strikten Auflagen genehmigt. Der Mineralölkonzern Shell kann die RWE-Tochter DEA übernehmen und der britische Konzern BP darf die Aral-Kette von Veba Oel (E.ON) erwerben. Beide Konzerne müssen allerdings Zugeständnisse machen. Dazu gehört vor allem der Verkauf von Tankstellen zur Begrenzung ihrer Marktstellung.

Die deutsche Shell und Dea müssen 5,3 Prozent ihres inländischen Tankstellenabsatzes an Dritte veräußern, wie das Kartellamt mitteilte.  BP Deutschland und Veba Oel müssen dem zufolge 4 Prozent ihres Tankstellenabsatzes abgeben. Die Rückführung des Marktanteils entspreche bei einem Tankstellennetz von etwa 16.000 Tankstellen einer Tankstellenzahl von 1.500. Stillegungen von Tankstellen zählten nicht als Verkauf. Die BP/Veba Oel muß außerdem Anteile von 45 Prozent an der Bayernoil Raffineriegesellschaft an einen Dritten veräußern, der nicht selbst an einer größeren Raffineriegesellschaft mit eigenem Tankstellennetz beteiligt ist.

Shell und DEA hoffen nun auch auf grünes Licht aus Brüssel

Nach der Billigung der Fusion durch das Bundeskartellamt hoffen Shell und DEA nun auf eine schnelle Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbshüter. Beide Seiten seien zuversichtlich, daß sie von der EU-Kommission schon "in Kürze eine Zustimmung erhalten", betonte der designierte Chef des neuen Unternehmens, Josef Waltl, heute in Hamburg. Während das Kartellamt vor allem die Lage auf dem deutschen Tankstellenmarkt unter die Lupe genommen hat, muß Brüssel den Zusammenschluß im Bereich der Petrochemie genehmigen.


 

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