Deutscher Gesamtsieg

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neuester Beitrag: 26.02.06 10:59
eröffnet am: 26.02.06 06:30 von: Pantani Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 26.02.06 10:59 von: quantas Leser gesamt: 494
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26.02.06 06:30
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33505 Postings, 5636 Tage PantaniDeutscher Gesamtsieg



Der Medaillenspiegel


Samstag, 25. Februar 2006

Uneinholbar in Front
Deutscher Gesamtsieg


Deutschlands Wintersportler haben zum dritten Mal nach Albertville 1992 und Nagano 1998 die Medaillenwertung bei Olympischen Winterspielen gewonnen. Mit 11-mal Gold, 12-mal Silber und 6-mal Bronze lagen sie vor den letzten Entscheidungen von Turin uneinholbar in Front.
 
Dafür gesorgt haben am Samstag Biathlet Michael Greis (Schonach), der als erster Deutscher der Geschichte drei Goldmedaillen bei den gleichen Winterspielen gewann, und Bobfahrer Andre Lange (Oberhof), der sechs Tage nach Gold im Zweier wie 2002 auch im Vierer triumphierte. Für Claudia Pechstein gab es statt des historischen vierten Goldes, das noch keine Frau bei Winterspielen in der gleichen Disziplin gewann, Silber über 5000 m. Silber statt Gold hatte es zuvor auch für Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) beim Biathlon-Massenstart gegeben. Beim größten deutschen Olympia-Erfolg dieser Sportart mit fünf Siegen und elf Medaillen feierte Uschi Disl (Hausham) ihren Abschied von den Spielen mit Bronze.
 
Vor den letzten Entscheidungen führt Deutschland im Medaillenspiegel uneinholbar vor Österreich (9-7-6), das nach dem Sturz des italienischen Alpin-Stars Giorgio Rocca den totalen Triumph im Männer-Slalom feierte, den USA (8-9-6) und Russland (8-5-8).
 
Der Luftraum über Turin bleibt während der Schlussfeier am Sonntag viereinhalb Stunden gespertt. Luftabwehrraketen stehen zum Schutz vor möglichen Terrorangriffen bereit.
 
 

26.02.06 06:47
1

33505 Postings, 5636 Tage PantaniHier der Medaillenspiegel


 NationGoldSilberBronze
1.Deutschland11126
2.USA997
3.Österreich976
4.Russland858
5.Kanada7107
6.Schweden625
7.Schweiz545
8.Südkorea632
9.Italien406
10.Frankreich324
10.Niederlande324
12.Estland300
13.Norwegen289
14.China245
15.Kroatien120
15.Tschechien120
17.Australien101
18.Japan100
19.Finnland053
20.Polen011
21.Bulgarien010
21.Großbritannien010
21.Slowakei010
21.Weißrussland010
25.Ukraine002
26.Lettland001

* nach 82 von 84 Entscheidungen

Gruss Pantani.

 

26.02.06 08:59
4

15281 Postings, 5643 Tage quantasGartulation an die deutschen Sportler


Es ist unbestritten eine historische Leistung, die Deutschen sind Nummer 1
der Olympiade Torino 2006.

Dafür ein herzliches gratulieren aus Zürich
über den Rhein, an die Wintersportler, nach Deutschland.

quantas



 

26.02.06 09:01

1000 Postings, 7140 Tage KrautrockBedeutet das nun

das die Deutschen am cleversten gedopt haben?

 

26.02.06 09:20

15281 Postings, 5643 Tage quantasMuss in Posting 3 das r umplatzieren


Gratulation


Krautrock dann kannst vielleicht sagen,
die Oessis waren die Doofsten??

Gruss quantas  

26.02.06 09:48
4

31030 Postings, 6930 Tage sportsstarUnd den erfolgreichsten Olympioniken

stellen wir mit M.Greis auch noch - 3 mal Gold geholt in Turin! Ok, so ein Koreaner hat im Shorttrack auch 3xGold und noch ne Bronze, aber wir wollen die erbrachten Leistungen beider mal nach "Leistung" bewerten ;-)

Insgesamt eine super Olympiade der Deutschen - Gratulation und Hochachtung! Vor allem den Biathleten, die zu 4 mal Gold bei den Männer und einer bei den Frauen (hinzu noch einige Silber und Bronzemedaillen) kamen und damit in der wohl anspruchsvollsten Sportart allen - ganz speziell den ursprünglichen Norwegern als Favoriten - klar den Rang abgelaufen haben und somit unerwartend an die deutsche Erfolgstradition angeknüpft haben!

Natürlich waren weitere Highlights dabei, wie Doppelgold von Lange im 2er und 4er Bob, Eisschnelllaufgold der Damenmannschaft und die Dreifacherfolge der Rodlerrinnen, aber auch die restlichen Platzierungen und die zweistellige Anzahl an Silbermedaillen ist überragend.

Natürlich war manchmal auch ein wenig Pech bei manchen dabei - wie beim Skispringen u.a. Disziplinen, aber auch unerwartete Erfolge wie bspw. die Silbermedaille beim Riesenslalom im Snowboarden der Damen.

Schade finde ich nur, dass wir bei der alpinen Konkurrenz nicht wirklich konkurrenzfähig sind - gerade bei den Männern - und einstige Erfolge wie Doppelgold von M. Wasmeier eben nur schöne Erinnerung bleiben. Da muss in Zukunft was nachkommen, aber das wird schon werden..hoffentlich ;-)

Gratulation auch an unsere Nachbarn, die Österreicher, die mit 9 mal Gold über den Erwartungen große Erfolge feiern konnten und gerade nach diesen "Eskapaden" erst so richtig in SChwung kamen und am darauffolgeneden Tag gleich 3mal Gold einheimsten. Sie haben die Vormachtstellung im alpinen Bereich bestätigt mit den Doppelgolderfolgen von Michaela Dorfmeister und Benji Raich.

Für mich waren die Highlights ganz klar wieder der megaspannende und fesselnde Biathlon und die alpinen Wettbewerbe, wobei bei beiden die Amis nichts gerissen haben *gg*.
Enttäuschend, für uns aber natürlich umso besser, war das Abschneiden der Norweger, die letztlich nur zur zwei Goldmedaillen kamen und sicherlich etwas gefrustet sind, obwohl sie ebenfalls starke Leistungen vollbrachten.

Alles in allem ein tolles Olympia 2006 in Turin mit wirklichen schönen Spielen und einenr schönen Ausrichtung seitens der Italiener (tragisch was sich Rocca im Slalom geleistet hat).


In freudiger Erwartung auf die Winterspiele 2010
greetz
sports*

PS..Jetzt holen wir noch die WM im eigenen Land und dann steht der DAX auch wieder bei 8000..hahaha  

26.02.06 10:59

15281 Postings, 5643 Tage quantasHeisse Sache im kühlen Norden

Der Eishockey-Final zwischen Finnland und Schweden ist legendenumwoben

Träumen Freunde des Eishockey-Spektakels schlecht, träumen sie vom WM-Final 1998 in Zürich. Im Hallenstadion gingen die Mannschaften aus Schweden und Finnland mit dem Zementmischer ans Werk, setzten mit frustrierender Konsequenz auf Defensiv- Beton und brachten in beiden Spielen der «Best-of-2-Serie» ein Tor zustande. Schweden gewann mit Minimalaufwand WM-Gold, der finnische Torhüter Ari Sulander musste als Verlierer vom Eis, obwohl er in 120 Minuten nur einen Treffer zugelassen hatte.

In Turin trägt der finnische Goalie (wie damals Sulander) die 31 auf dem Rücken. Doch Antero Niittymäki, im Alltag die Nummer 2 der Philadelphia Flyers und ein Spieler, den niemand auf der Rechnung hatte, stellt seine Vorgänger in den Schatten. Er ist ein entscheidender Faktor, warum die Finnen mit einer fabelhaften Defensiv-Quote (7 Spiele/5 Gegentore) dastehen und als erstes Team seit der sowjetischen Auswahl 1984 die Goldmedaille ohne Punktverlust gewinnen können. Ironie des Schicksals: Aufgrund der verletzungsbedingten Absagen der Stammtorhüter Lehtonen und Kiprusoff waren ihnen vor dem Turnier kaum Erfolgschancen eingeräumt worden.

Spätestens nach dem 4:0 gegen Russland ist das anders. Nimmt man die Leistungen im bisherigen Turnierverlauf zum Massstab, steigen die Finnen sogar als Favoriten in den Final. Denn in Turin überzeugen sie nicht nur durch ihre (bekannten) läuferischen und kämpferischen Qualitäten, sondern auch durch eine taktische Polyvalenz, die selbst bei den russischen Stock-Virtuosen vor allem etwas auslöste: die grosse Ratlosigkeit. Im Zentrum des Höhenflugs steht das perfekt funktionierende «Transition-Game» in der neutralen Zone, das überfallartige Umschalten von Abwehr auf Angriff. Es gibt den Nordeuropäern eine beeindruckende Vielseitigkeit und macht ihr Spiel unberechenbar. Trainer Westerlund, seit anderthalb Jahren an der finnischen Bande und im Gegensatz zu seinen Vorgängern (Aravirta, Summanen) nicht vorwiegend der Verwaltermentalität verpflichtet, scheint die optimale taktische Mischung aus Risikobereitschaft und Sicherheitsdenken gefunden zu haben. Verbunden mit der mannschaftlichen Loyalität und der spielerischen Extraklasse von Spielern wie Selänne, Koivu, Lehtinen, Peltonen oder Numminen, setzt das in Turin die Massstäbe. Die Powerplay- Bilanz (15 Tore) steht für sich.

Der finnische Weg zum Titelgewinn scheint geebnet, doch ein Problem gibt es noch: Es kommt aus Schweden. Zwar verbinden die Finnen mit dem grossen Nachbarn die Erinnerungen an den WM-Triumph 1995 in Stockholm oder den Viertelfinalsieg an den Olympischen Spielen in Nagano, doch weit präsenter sind düsterere Gedanken - etwa jene an den Final von 1998 oder an den sportlichen GAU vom 7. Mai 2003: Im Viertelfinal an der Heim-WM in Helsinki spielten die Finnen damals wie im Rausch und gingen bis zur 27. Minute 5:1 in Führung. Doch Schweden (angeführt vom überragenden Peter Forsberg) reagierte gnadenlos und gewann 6:5. Es ist für das finnische Eishockey bis heute die Mutter aller Niederlagen geblieben - sie könnte auch am Sonntag (gedanklich) eine gewisse Rolle spielen, denn auf beiden Seiten stehen neun Spieler der damaligen Teams.

Allerdings müsste der schwedische Fokus eigentlich grundsätzlicheren Dingen gelten, den eigenen Qualitäten. Die wurden in Turin nämlich noch nicht nachhaltig geprüft. Im Viertelfinal profitierte das Team des früheren Langnau-Coaches Gustafsson vom «Traumlos» Schweiz, und im Halbfinal stiess es gegen den Weltmeister Tschechien auf erstaunlich wenig Gegenwehr. Vor allem Forsberg, zu Beginn des Turniers wegen einer Leistenverletzung nicht in der Mannschaft, spielte unter seinem Normalniveau. Doch es gibt auch Dinge, die für einen Erfolg der Schweden sprechen: die (leichten) Vorteile im physischen Bereich, die Gewissheit, das beste Spiel noch nicht gezeigt zu haben, sowie das unerschütterliche Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Unabhängig davon, wie der neue Olympiasieger heisst, ein bisschen freuen dürfen sich am Sonntag auch die Schweizer. Denn wer an einem Turnier nur gegen die Finalisten verliert, kann stolz auf sich sein - oder beim Internationalen Sportgerichtshof Bronze einfordern.

 
 

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