Deutsche Industrie nimmt wieder Fahrt auf!

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neuester Beitrag: 02.11.05 15:30
eröffnet am: 01.11.05 14:53 von: quantas Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 02.11.05 15:30 von: BarCode Leser gesamt: 309
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01.11.05 14:53
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15233 Postings, 5579 Tage quantasDeutsche Industrie nimmt wieder Fahrt auf!

01. November 2005 Die deutsche Industrie gewinnt auch dank zunehmender heimischer Nachfrage an Fahrt und stellt wieder Mitarbeiter ein. Auch in der gesamten Euro-Zone laufen die Geschäfte deutlich besser als zuletzt.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Deutschland stieg im Oktober um 2,1 auf 53,1 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit über einem Jahr, wie die britische Forschungsgruppe NTC am Dienstag mitteilte. ?Wegen der stärkeren Nachfrage nach deutschen Industrie-Erzeugnissen weiteten die Firmen ihre Produktion erneut aus und erhöhten ihre Beschäftigung?, erklärte NTC zu seiner Umfrage unter rund 500 Einkaufsmanagern in der deutschen Industrie.

Lagerbestand stark abgebaut

Die Produktion legte ebenfalls so stark zu wie seit einem Jahr nicht mehr - dennoch kam sie der Nachfrage aus dem In- und Ausland nicht hinterher. Daher bauten die Firmen ihre Fertigwarenlager so stark ab wie nie zuvor in der seit 1996 laufenden
Umfrage. Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone stieg um einen Zähler auf 52,7 Punkte und erreichte damit ebenfalls den höchsten Stand seit 13 Monaten.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Anstieg des deutschen EMI auf 52,0 Punkte gerechnet und den Index für die Euro-Zone bei 52,6 Prozent erwartet. Allerdings war auch der Ifo-Geschäftsklima-Index im Oktober auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen.

Erstmals seit September 2004 wieder Personalaufbau

Die NTC-Umfrage belegte durch die Bank eine merkliche Belebung in der deutschen Industrie, die im ersten Halbjahr in eine Schwächephase gerutscht war. Treibende Kraft blieb dabei zwar die Auslandsnachfrage - besonders aus den Vereinigten Staaten, Asien und Osteuropa -, aber auch die bislang schwache heimische Nachfrage zog NTC zufolge an. Der Index für den Auftragseingang legte fast drei Zähler auf 54,9 Punkte zu, das Barometer für die Auslandsnachfrage kletterte auf 57,5 von 54,9 Zählern. Der Produktionsindex stieg auf 54,7 von 53,1 Punkte. ?Vor allem die Auftragsbestände und der Lagerabbau sprechen für ziemlich positive Aussichten in den kommenden Monaten?, sagte NTC-Volkswirt Luke Thompson. Dies lasse zumindest ein gleichbleibend kräftiges Produktionsplus bis Jahresende erwarten.

?Um die höhere Auslastung zu bewerkstelligen, weiteten zahlreiche Unternehmen ihre Kapazitäten aus und stellten zum ersten Mal seit September 2004 per saldo wieder neues Personal ein?, erklärte NTC. Der Beschäftigungsindex erreichte mit 50,7 Punkte sogar den höchsten Stand seit fast viereinhalb Jahren. ?Solange die Margen unter Druck bleiben, würde ich keinen nennenswerten Beschäftigungsaufbau erwarten?, warnte Thompson aber vor zu viel Optimismus. ?Die deutsche Industrie kämpft mit steigenden Kosten und hat Schwierigkeiten, diese an die Kunden weiterzugeben.?

Mehr Aufträge auch im Euro-Raum

Mit einer Zinserhöhung, die nach Ansicht Thompsons im Frühjahr kommen könnte, hätten die wettbewerbsfähigen deutschen Firmen wohl weniger Probleme als in anderen Ländern. ?Man darf hoffen, daß die deutsche Industrie besser gewappnet ist als zum Beispiel die Branche in Italien?, sagte der NTC-Experte.

Auch im Euro-Raum verzeichneten die Betriebe mehr Aufträge und produzierten mehr. Trotz gestiegener Nachfrage, wachsender Auftragspolster und zunehmend leerer Lager stellten die Unternehmen im Schnitt aber keine neuen Mitarbeiter ein. Mit 49,9 Zählern, und damit knapp unter der Wachstumsmarke von 50 Punkten, bedeutete die Beschäftigungskomponente jedoch den geringsten Stellenabbau seit Juni 2001. Nach Einschätzung von NTC hielten sich die Firmen mit Neueinstellungen vor allem wegen der hohen Rohstoffpreise zurück.

FAZ
 

01.11.05 14:55

44542 Postings, 7172 Tage Slaterguter Beitrag o. T.

01.11.05 17:27

1840 Postings, 5993 Tage Wärnafind ich auch

Dann ist/war Rot-Grün ja wohl doch nicht so schlecht, oder? :-)

Gruß
Wärna  

01.11.05 20:29

1840 Postings, 5993 Tage Wärnakomisch, da sind alle still hier o. T.

01.11.05 20:38

15233 Postings, 5579 Tage quantasSchade Wärna


Politik ist hier mehr gefragt und
vor allem Sozialistische.
Eben so wie es Anleger wünschen.

MfG quantas  

01.11.05 20:41

3429 Postings, 5474 Tage gifmemorenugut

so war es schon öfter in deutschland - in einer legislaturpersiode werden sinnvolle maßnahmen durchgeführt, die aber unbeliebt sind.

die parteien werden abgestraft.

es kommt eine neue regierung, die dann scheinbar den erfolg gebracht hat.

zuletzt hatten wir das ende der 70er...  

02.11.05 12:22

1840 Postings, 5993 Tage Wärnatja und genauso isses jetzt auch mit rot-grün

deren Maßnahmen beginnen offensichtlich zu greifen, wurden aber abgewählt. Zu unrecht, wie man am obigen Bericht feststellen kann.

Vielleicht sollte man in Zukunft die Legislaturperioden verlängern?

Gruß
Wärna

 

02.11.05 12:26
1

129861 Postings, 6085 Tage kiiwii...das ist alles Psychologie..und die Hoffnung auf

eine bessere Zukunft verbessert die Stimmung...

Mit den Leistungen der abgewählten Regierung hat das nicht für fünf Pfennig was zu tun, denn die Hartz- und Steuer-Beschlüsse waren und sind rundum untauglich...


MfG
kiiwii  

02.11.05 12:47

1840 Postings, 5993 Tage Wärnaach so na wenn das so ist wie Du sagst

dann brauchen wir ja nur einen Psychologen als Vorturner, der uns alle nur positiv stimmen muss, Steuer- und Sozialpolitik wäre dagegen überflüssig...??? *lol*

Jaja, rot-grün KANN ja nichts gutes gemacht haben - es kann nicht sein was nicht sein darf.
Und wenn doch wider Erwarten ein positiver Effekt eintritt, dann ist liegt´s natürlich nur an der Psychologie und dem Prinzip Hoffnung... *kopfschüttel*

Ich behaupte:
Wäre diese Meldung 3 Monate später veröffentlicht worden, dann hättet Ihr diesen Erfolg Merkel & Co. zugeschrieben... (egal was sie bis dahin verzapft hätte)


Gruß
Wärna  

02.11.05 13:06

129861 Postings, 6085 Tage kiiwiitja, s'iss, wie's iss...kamma nix macha...

obwohl: 12 Mrd ? Mehrkosten für Hartz4 haben die Stimmung ja vielleicht doch auch ein wenig aufgehellt... Antidepressiva wirken ähnlich...


MfG
kiiwii
 

02.11.05 15:25
1

129861 Postings, 6085 Tage kiiwii"Ein-Euro-Jobber drücken Arbeitslosenzahl"

spiegel


Ein-Euro-Jobber drücken Arbeitslosenzahl


Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober vor allem wegen der Ausweitung der Ein-Euro-Jobs deutlicher gesunken als für die Jahreszeit üblich. Beobachter sind optimistisch, dass auch die leichte wirtschaftliche Erholung auf dem Arbeitsmarkt zu wirken beginnt.


Nürnberg - Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mitteilte, ging die Arbeitslosenzahl in Deutschland auf 4,556 Millionen zurück. Das seien 94.000 weniger als im September, aber 349.000 mehr als vor einem Jahr. Der Vorjahresabstand sei inzwischen allein mit Sondereffekten der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform zu erklären.


Ein-Euro-Job: "Damit setzt sich die erfreuliche Entwicklung des Sommers fort"


Die Arbeitslosenquote fiel den Angaben zufolge im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf bundesweit elf Prozent. Der Rückgang sei doppelt so hoch ausgefallen wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Ein Grund dafür sei, dass im vergangenen Monat rund 31.000 Arbeitslose einen gemeinnützigen Ein-Euro-Job aufgenommen hätten und damit nicht mehr als arbeitslos registriert würden.


Saisonbereinigt ging die Arbeitslosenzahl im Monatsvergleich um 36.000 auf 4,801 Millionen bei einer Quote von 11,6 Prozent zurück. "Damit setzt sich die erfreuliche Entwicklung des Sommers fort", erklärte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise.


Zuwachs bei den Stellenangeboten


Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt aber weiter deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die erste vorläufige Hochrechnung für August ergebe 26,25 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Rückgang von 372.000.


Das Stellenangebot legte den Angaben zufolge saisonbereinigt um 27.000 zu. Dies beruhe zwar wiederum zum größten Teil auf neuen Angeboten für Ein-Euro-Jobs. Aber auch die ungeförderten Stellenangebote hätten saisonbereinigt um 11.000 zugenommen. Die Erwerbstätigenzahl sei nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September gemäß Inlandskonzept um 31.000 gestiegen.


Volkswirte sprachen von einem positiven Trend, der sich in den kommenden Monaten fortsetzen werde. Christiane Seyffart von der Dresdner Bank sagte: "Für die nächsten Monate gehen wir davon aus, dass sich vor dem Hintergrund der gutlaufenden Konjunktur der positive Trend fortsetzt und dass nach und nach weniger die Arbeitsmarktinstrumente und mehr die Konjunktur dazu ihren Beitrag leistet." Es sei aber nicht auszuschließen, dass in den Wintermonaten die Arbeitslosenzahl auf knapp über fünf Millionen steige. Nach Einschätzung von Alexander Koch von der Hypovereinsbank deutet der fünfte saisonbereinigte Rückgang in Folge darauf hin, "dass die moderate wirtschaftliche Erholung doch erste Impulse auf den Arbeitsmarkt hat".


Industrie stellt wieder ein


Erst gestern hieß es, dass die deutsche Industrie auch dank zunehmender heimischer Nachfrage an Fahrt gewinnt und vermehrt Mitarbeiter einstellt. Der RBS/BME-Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im Oktober um 2,1 auf 53,1 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit über einem Jahr, wie die britische Forschungsgruppe NTC mitteilte.


"Wegen der stärkeren Nachfrage nach deutschen Industrie-Erzeugnissen weiteten die Firmen ihre Produktion erneut aus und erhöhten ihre Beschäftigung", erklärte NTC zu seiner Umfrage unter rund 500 Industrie-Einkaufsmanagern. Die Produktion legte ebenfalls so stark zu wie seit einem Jahr nicht mehr - dennoch kam sie der Nachfrage aus dem In- und Ausland nicht hinterher. Daher bauten die Firmen ihre Fertigwarenlager so stark ab wie nie zuvor in der seit 1996 laufenden Umfrage.


"Um die höhere Auslastung zu bewerkstelligen, weiteten zahlreiche Unternehmen ihre Kapazitäten aus und stellten zum ersten Mal seit September 2004 per saldo wieder neues Personal ein", erklärte NTC. weiter. Der Beschäftigungsindex erreichte mit 50,7 Punkten sogar den höchsten Stand seit fast viereinhalb Jahren.


MfG
kiiwii  

02.11.05 15:30

69004 Postings, 6098 Tage BarCodeIst doch eine sinnvolle Aufgabe

für Ein-Euro-Jobber, die Arbeitslosenzahl zu drücken. Wie geht dieses Zahlendrücken denn eigentlich rein technisch vor sich?

 

Gruß BarCode

 

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