Deutsche Autoindustrie wächst endlich wieder

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eröffnet am: 12.09.05 12:47 von: Sahne Anzahl Beiträge: 7
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8215 Postings, 7153 Tage SahneDeutsche Autoindustrie wächst endlich wieder

Deutsche Autoindustrie wächst endlich wieder

Automobilindustrie: Im IAA-Jahr steigen die Verkaufszahlen - der Export bleibt die treibende Kraft

VDI nachrichten, Düsseldorf, 9. 9. 05 - Trotz wachsender Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich der explodierenden Kraftstoffkosten, verbreitet die Automobilindustrie im Vorfeld der weltgrößten Automobilausstellung wieder gedämpften Optimismus: Nach fünf Jahren im Rückwärtsgang steigen sowohl Produktion und Absatz wieder. Angesichts eines um 5 % höheren Auftragseinganges im ersten Halbjahr, mit einem Plus von 18 % allein im Juni, steigt die Stimmung.

Abzuwarten bleibt, ob der Sprit nach dem prognostizierten Regierungswechsel am 18. September wieder signifikant billiger wird. Tatsache ist, dass die Autos deutscher Hersteller immer sparsamer mit dem kostbarer werdenden Benzin umgehen: Neufahrzeuge verbrauchen heute durchschnittlich nur noch 6,8 l Kraftstoff auf 100 km Fahrt. Anfang der neunziger Jahre waren es immerhin noch 2 l mehr. Auf der IAA, der weltgrößten Automobilausstellung (15.9 bis 25.9. in Frankfurt/M) werden Verbrauch und Umweltfreundlichkeit denn mit zu den wichtigsten Themen gehören.

VDA-Präsident Bernd Gottschalk (Verband der Automobilindustrie) spricht von "anhaltender Belebung im IAA-Jahr". Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland übertrafen im vierten Monat hintereinander die jeweiligen Zahlen des Vorjahres. Im Juli wurden mit 272 000 Einheiten 2 % mehr Autos zugelassen als im Juli 2004. Daraus lasse sich ablesen, so Gottschalk, "dass die Bereitschaft zur Anschaffung langlebiger Gebrauchsgüter leicht gestiegen sei."

Träger der guten Automobilkonjunktur bleibt der Export. Die deutschen Hersteller konnten ihre internationale Wettbewerbsposition in einem schwieriger werdenden Umfeld sogar verbessern. Im Juli setzten sie gegenüber dem Juli des Vorjahres 3 % mehr Pkw ins Ausland ab, im ersten Halbjahr insgesamt lag die Ausfuhr auf Vorjahresniveau. Immerhin werden sieben von zehn in Deutschland produzierte Fahrzeuge ausgeführt.

Etwas zurückhaltender äußert sich die international tätige Managementberatung A.T. Kearney in Düsseldorf zur Lage der Branche : "Die Ertragskraft der Automobilindustrie hat sich zwar weltweit leicht erholt, bleibt aber im Vergleich mit anderen Zweigen der Industrie zurück." Und die Zulieferbetriebe haben laut Kearney-Studie den Ertragseinbruch des vergangenen Jahrzehnts besser verkraftet als die Fahrzeug-Hersteller. Vor allem die großen europäischen Autobauer müssten dringend bei der Optimierung ihrer Produktionskosten und einem aggressiveren Auftritt in den amerikanischen und asiatischen Märkten nachlegen, um den Abstand zu den führenden japanischen Automobilherstellern wieder verringern zu können. Danach wäre VW mit seinen angekündigten Maßnahmen vielleicht nur Vorreiter.

Die Beschäftigung blieb bei den deutschen Unternehmen mit 767 000 Mitarbeitern (- 4000) relativ stabil. "Aber das Risiko, dass der Höhepunkt der Beschäftigung überschritten sein könnte nimmt zu, wenn sich die Standortbedingungen nicht rasch verbessern und die Konjunktur wieder anzieht."

Die IAA verspricht mit ihren Innovationen und Neuvorstellungen zusätzliche Impulse für den Automarkt. rok

 

12.09.05 12:56

41176 Postings, 7169 Tage Dr.UdoBroemmeDanke Angie!


Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

12.09.05 12:59

13393 Postings, 6212 Tage danjelshakedas war ja klar...

aber was macht ihr, wenn rot/grün am 18. bleibt und es trotzdem weiterhin bergauf geht??

liegt das dann auch an der opposition?

mfg ds  

12.09.05 13:20

45484 Postings, 6364 Tage joker67Ist doch klar,das auch in Deutschland die

vorhandene Kaufkraft bald wieder genutzt wird.

Das liegt weder an SPD noch an CDU, sondern ganz alleine daran,das nach einer Konsumflaute,die eingesparten Gelder aus den Sparstrümpfen zum Teil ausgegeben werden.

Viele Jahre haben die Automobilbauer mit rückgängigen Absatzzahlen leben müssen,da viele ihre "alten" Schätzchen lieber noch einmal über den TÜV gebracht haben,bevor sie sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine größere Anschaffung wagen.

Irgenwann ist selbst der beste Gebrauchsartikel hin und muss durch einen neuen ersetzt werden.

Die Phase scheint so langsam einzutreten, das Geld ist duch jahrelangen Konsumverzicht vorhanden und das produzierende Gewerbe wird davon profitieren.

Die nächste Regierung wird diesen normalen Umstand dann als ihren Erfolg verkaufen.

greetz joker;-)  

12.09.05 13:22

578 Postings, 5945 Tage tommmDaimler traut sich nicht?

Toll Collect erwägt Ausschreibungsverzicht in Tschechien - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Das Mautkonsortium Toll Collect verzichtet einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise auf eine Teilnahme an der Ausschreibung für das Mautsystem in Tschechien. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld der Telekom-Tochter T-Systems berichtet, sprechen sowohl finanzielle als auch technische Gründe dagegen, dass von Toll Collect betriebene Mautsystem nach Tschechien zu verkaufen. Ein Sprecher von T-Systems sagte der Zeitung, das Unternehmen werde sich nicht vor Ende der Ausschreibungsfrist am 16. September in der Sache äußern.

Wie die Zeitung weiter schreibt, schrecken unter anderem die Haftungsbedingungen: "Der Betreiber müsste extrem in die Haftung gehen. Es werden sehr hohe Anforderungen gestellt und dabei unrealistische Vorgaben zum Zeitplan gemacht", zitiert die "FTD" aus dem Umfeld von T-Systems. An dem Mautkonsortium sind zudem die DaimlerChrysler AG, Stuttgart, und die französische Coufiroute beteiligt.

DJG/brb


 

12.09.05 14:57

8215 Postings, 7153 Tage Sahne@ds: Ich glaube

das war ironisch gemeint (DocBroemme)  

13.09.05 12:35

8215 Postings, 7153 Tage SahneDer Tag der Deutschen

13.09.2005   08:04 Uhr

IAA

Der Tag der Deutschen

Der erste Tag der 61. Internationalen Automobilausstellung war der Tag der deutschen Hersteller. Bei ihrem Heimspiel ließen es sich die deutschen Konzerne nicht nehmen und stießen kräftig ins Horn.

 


 

Die Smart-Studie "Crosstown" mit nur 2,70 Metern Außenlänge
Foto: press-inform

 

Die ersten Stars der IAA heißen somit VW Eos, Audi Q7, Mercedes S-Klasse sowie das Bayernduo BMW Z4 Coupe und Mini Kombi.

Sensationen gab es nicht, doch zwischen den Hallen des mächtigen Frankfurter Messezentrums war ein Kribbeln in der feuchten Luft zu spüren. Die Autoverkäufe stiegen in den vergangenen fünf Monaten leicht an; die 61. IAA soll nach Jahren der automobilen Lethargie endgültig wieder nach oben führen.

An den Autos kann es nicht liegen; jetzt sind die Kunden dran. Die neuen Modelle ließen bereits am ersten Messetag kaum Wünsche offen. Doch die meisten Shows und Events der Hersteller liefen unspektakulär im kleinen Rahmen ab. Weniger ist mehr oder es muss überall gespart werden ? so die Mottos. Gerne, wenn die Autos nicht darunter leiden. Tun sie nicht ? davon kann sich unter dem Messeturm der Mainmetropole jeder überzeugen.

S soll gut gehen

Einige Stars der 61. IAA standen bereits im Vorfeld fest. Mercedes-Benz hatte mit seiner neuen S-Klasse bereits seit Monaten die Werbetrommel gerührt. Mit Erfolg, denn die Aufmerksamkeit war immens. Auch die Luxusklassenkonkurrenz aus dem In- und Ausland wollte einen ersten realen Blick auf das neue Stuttgarter Aushängeschild erhaschen. Moderne Triebwerke, offensichtlich grandiose Verarbeitung und ein ordentlicher Schuss Hightech sollen die Kunden bei der Stange halten und neue hinzugewinnen.

So bietet die S-Klasse unter anderem Nachsichtgerät, Abstandsregelung und zunächst Aggregate von 235 bis 388 PS. Dazu soll es bei der neuesten S-Auflage auch eine perfekte Mischung aus Fahrdynamik und Sänften-Feeling geben.

Noch mehr Wind hatte vor der IAA nur Audi gemacht. Seit mehr als einem halben Jahr trommeln die Ingolstädter für den neuen Q7. Er basiert technisch auf VW Touareg und Porsche Cayenne; ist jedoch deutlich länger, bietet bis zu sieben Sitzplätze und das Quattro-Antriebskonzept. Er steht vom Frühjahr an beim Händler.

Hybrid-SUV

Zunächst gibt es den drei Liter großen V6-TDI mit 450 Nm und einen neuen 4,2-Liter-V8 mit FSI-Technik geben. Mittelfristig wird der neue Audi Q7 unter anderem auch von einem 350 PS starken Hybridantrieb angetrieben. Der soll besonders auf dem Hauptmarkt USA Käufer locken und trotz 2,4 Tonnen Fahrzeuggewichts gerade einmal zwölf Liter Super auf 100 Kilometer verbrauchen.


  Bildstrecke: IAA 2005: Tag der Deutschen
 
 




 





 
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Besonders groß waren auch die Erwartungen an das neue VW-Cabriolet mit Namen Eos. Anders als die meisten anderen hatte Volkswagen Fotos und Informationen bis zur IAA-Präsentation zurückhalten. Der mindestens 25.000 Euro teure VW Eos tritt mit seinem Coupe-Cabrio-Konzept geben Modelle wie Peugeot 307 CC oder den offenen Renault Mégane an. Er kommt spät, aber er kommt gut.

Das Styling des Wolfsburgers ist gelungen. Die Frontscheibe deutlich kürzer als bei der Konkurrenz, das Heck eindeutig eleganter. Er kommt im Winter 2005/2006 mit Motorleistungen zwischen 115 und 250 PS zu uns.

Spektakulärer Hintern

Echte Überraschungen gab es aus dem Hause BMW. 3er Touring und die Sportversion 130i wurden bereits vorgestellt. Doch erstmals gab es den BMW X3 Efficient Dynamics, ebenfalls mit Hybridantrieb, und den grandios anmutenden BMW Z4 Coupé zu bestaunen. Der geschlossene Z4 ist derzeit noch eine Studie, soll jedoch leicht abgewandelt zeitnah gebaut werden. Das Hinterteil ist noch beeindruckender als das vom Chrysler Crossfire oder dem Nissan 350Z.

Ebenfalls noch eine Studie, aber mindestens genauso interessant ist das Mini Concept Frankfurt. Das Modell erinnert an die Mini-Minikombis namens ?Traveller? aus den 60er Jahren. Vom alten Mini Traveller wurden bis 1982 mehr als 400.000 Fahrzeuge verkauft.

Beim Nachfolger gibt es vier Türen, zwei vorne und zwei, die den Kofferraum freigeben. Durch eine spezielle Kinematik schwingen die Türen gleichzeitig nach vorn und zur Seite ? ideal für die kleinen Parklücken in der City. Wegen des langen Radstands hat man selbst im Fond ordentlich Platz. Der Kombi-Mini verfügt unter anderem über eine Cargobox im Kofferraum und eine Ladeluke im Dach.

Smartie

Im Gegensatz zur erfolgreichen Lifestyle-Marke Mini sah es bei Smart in den vergangenen Monaten düster aus. Auf der IAA soll uns zumindest die Studie ?Crosstown? zeigen, dass die Marke noch nicht tot ist. Der knapp 2,70 Meter lange ?Crosstown? basiert auf dem Smart Fortwo und erinnert stark an einen kleinen Jeep mit Cabriodach.

Auch die Amerikaner zeigten auf der IAA einige Neuigkeiten. Der Commander hat die gleiche technische Basis wie der Jeep Grand Cherokee. Dabei ist er größer, hat sieben Sitzplätze und ein puristisch-kantiges Design. Studien bleiben zunächst die beiden Modelle Kompass und Patriot, die in der Geländewagen-Mittelklasse vom Frühjahr 2006 an gegen BMW X3, Kia Sorento und Co antreten.

(sueddeutsche.de/press-inform)


 

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