Deutsch. Eine verbotene Sprache!

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neuester Beitrag: 03.02.05 09:19
eröffnet am: 02.02.05 21:48 von: Calibra21 Anzahl Beiträge: 18
neuester Beitrag: 03.02.05 09:19 von: neo anderss. Leser gesamt: 637
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02.02.05 21:48

15890 Postings, 6961 Tage Calibra21Deutsch. Eine verbotene Sprache!

nun darf man nicht mal mehr Deutsch sprechen. Siehe Horst Köhler. Es wird immer verrückter.....  

02.02.05 21:56

2621 Postings, 5834 Tage Nostra2Manche vergessen den

Scheiss halt nie.

ariva.de      Gruss Nostra2

 

02.02.05 22:00

51340 Postings, 7284 Tage eckiKöhler hat wie damals Rau deutsch in der Knesset

gesprochen. Nur einen Einleitungssatz nicht....

Grüße
ecki  

02.02.05 22:22

7982 Postings, 6116 Tage hotte39Wir sollten endlich zwei weitere U-Boote und die

100 Panzer-Transportwagen (Dingo) dorthin abgeben. Dann wird auch unsere Sprache wieder besser gelitten sein (zu Adenauers Zeiten waren Omnibusse gefragt).

Köhler wird schon dafür sorgen, dass dies bald in "trockenen Tüchern" sein wird. Er soll auch nicht um den Preis feilschen.  

02.02.05 22:30
1

98619 Postings, 7383 Tage KatjuschaNicht nur das Calibra21 und Nostra2 einfach mal

98% der Rede ausblenden, die auf Deutsch gehalten wurde, nein für sie ist es scheinbar selbstverständlich, das man "diesen Scheiß" vergessen sollte.

Ich wundere ich mich über gar nichts mehr, wenn diese Meinung zur Mehrheitsmeinung wird. Was ich beim Bildungsniveau unserer Jugend leider befürchte. Die meisten Jugendlichen kennen ja nicht mal mehr Willy Brandt oder Erich Honecker. Wie soll man sie dann davon überzeugen, das die deutsche Geschichte des 20.Jahrhunderts wichtig für die zukünftige Entwicklung Europas ist?!


Eigentlich gibts nur 2 Schlüsse die ich aus dem Niveau hier bei Ariva ziehen kann, falls es auch das Niveau Deutschlands ist. Entweder man geht in die Politik und sorgt aktiv dafür, das sich an dieser Meinung von vielen Deutschen etwas ändert, oder man kauft sich eine eigene Insel, und lässt den ganzen Mist hinter sich. Letzteres ist weniger sinnvoll, aber genauso fühl ich mich manchmal.  

02.02.05 22:34

21799 Postings, 7487 Tage Karlchen_IWenns nach calibra ginge, dann würden

die "Stop"-Schilder durch "Halt"-Schilder ersetzt.  

02.02.05 22:42

2621 Postings, 5834 Tage Nostra2Ja Kat einfach

vergessen und fertig,immer wieder dieselbe
Laier,Filme ohne Ende und sonst auch,
kanns nicht mehr hören,kanns nicht mehr sehen,
es ist Geschichte.

ariva.de      Gruss Nostra2

 

02.02.05 22:47
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4428 Postings, 6358 Tage Major TomDeutsch. "Die Sprache gehört nicht den Nazis."

Eine von vielen Stimmen: "Es ist falsch, das politische für eine Kontroverse auszubeuten", kritisierte eine alte Dame den Wirbel, den drei Abgeordnete in Deutschland ausgelöst hatten.

Nur weil einige Wirbel machen, bedeutet das nicht, dass die deutsche Sprache für die meisten Israelis ein Problem darstellt. Von Deutsch als "verbotener Sprache" zu schreiben, das ist kompletter Unsinn.

Ciao!

PS Calibra21, mal lesen und darüber nachdenken:

Besuch des Bundespräsidenten:
Doch auf Deutsch


Mendelson und Heine haben auf Deutsch geschrieben. Meine Eltern und meine Lehrer sprachen Deutsch. Diese Sprache gehört Vielen. Nicht nur den Nazis. Auch der deutsche Bundespräsident darf eine Rede auf Deutsch halten.

Von Amnon Dankner, Maariv, 18.01.2005

Da ich mich, obwohl in Israel geboren, stets als Überlebenden des Holocaust gesehen habe, fällt es mir schwer, nach Deutschland zu fahren. Da ich dort aber Familie habe, muss ich diese von Zeit zu Zeit besuchen, ich fahre jedoch immer in die kleine Stadt, in der sie wohnen, und nach Vollendung eines Kurzbesuches, verlasse ich dieses Land und atme auf.

Das ist nichts, worauf ich stolz wäre, und ich gebe zu, dass sich darin eine Spur Rassismus verbirgt, doch ich strauchle immer im Kampf mit den Gefühlen, die mich überwältigen, wenn ich dort bin, wenn sich mir die Haare sträuben vor dem Bellen der menschlichen Stimme, das Erinnerungen hochkommen lässt; beim Schaudern, das mich erfasst, wenn ich mir an jeder Straßenecke einbilde, ein abgestumpftes, grausames Gesicht vor mir zu sehen und bei der brodelnden Lust der Rache, die in mir aufkommt, wenn ich Alte sehe, die damals schon Erwachsene waren, alt genug, um Mörder, oder Mitläufer zu sein.

Zwei Mal habe ich mich schon fast in Schlägereien verwickeln lassen, weil meine Reaktionen auf zu entschlossene Stimmen von Polizisten oder Museumswärtern übertrieben waren. Doch ich nehme an, dass die Sache, die mich am meisten beunruhigt, die Tatsache ist, dass neben all diesen Gefühlen, ich mich in Deutschland wirklich zuhause fühle. Ich spreche die Sprache, ich fühle mich den traditionellen Speisen verbunden, der Tonfall und die Körpersprache der Menschen erinnern mich, mit einem gewissen Charme, an die Umgebung, in der ich aufgewachsen bin. Ich bin in der deutschen Sprache aufgewachsen.

Es war die Sprache, in der meine Eltern miteinander geredet haben, und auch mit ihren Familienangehörigen und Freunden. Nicht alle kamen aus dem deutschen Kulturkreis, einige stammten aus Polen, andere aus Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien, doch die gemeinsame Sprache, die sie alle hatten, war Deutsch. Im Lebensmittelladen von Jossipovitsch, in den mich meine Mutter zwei Mal täglich schickte, sprachen die Frauen, die dort ihre Einkäufe abwickelten, mehr Deutsch als Hebräisch. Auf den Tribünen des YMCA Fußballplatzes oder im "Hapoel"-Stadion im Katamon Viertel saß ich inmitten der Gesellschaft der engsten Freunde meines Vaters, G'tt hab' ihn selig, die ihre Anfeuerungs- und Buhrufe in bestem Deutsch brüllten. Ein harter Kern von Europäern aus Mittel- und Osteuropa, inmitten eines Meeres von Marokkanern, Kurden, Irakis und alteingesessenen Sepharden, die sie mit amüsierter Verwunderung betrachteten.

An Elternabenden in der Schule unterhielten sich meine Eltern über mich auf Deutsch mit den Lehrern Frankental und Bromberger, Grinspan und Zimmermann. Sogar einige der pittoresken Verrückten auf den Straßen von Jerusalem aus der Zeit meiner Kindheit, die zur Unterhaltung und zu begeisterten Ausflügen in die Welt der Fantasie dienten, Felix der Dichter, Max Adler mit dem zwanghaften Sprachverhalten, und "Verbindung zu Einem", die auf der Straße stand, und über das himmlische Königreich predigte, konnte man manchmal in bestem Deutsch vortragen hören.

Wenn ich morgens aufstehe, bilde ich mir manchmal ein, den Bariton meines Vaters zu hören, der unter der Dusche eine Melodie aus Offenbachs Operetten singt, oder ein spritziges deutsches Soldatenlied aus dem ersten Weltkrieg. Ein Großteil der deutschsprachigen Erwachsenen meiner Kindheit waren Holocaustüberlebende, und sie hatten solche und andere Meinungen zu den Beziehungen mit dem Deutschland, das man bei uns begann, das "andere Deutschland" zu nennen, als es ihnen Entschädigung und Renten zahlte, doch immer, bis zu ihrem Tod, hafteten sie an der deutschen Sprache fest, die ihre Sprache und ihre Kultur war, in der sie sich wohl fühlten, wie in Hausschuhen.

Ja, natürlich wussten sie sehr wohl, dass in dieser Sprache die Befehle zur Ermordung der Juden Europas in allen Einzelheiten geschrieben wurden; ja, natürlich wussten sie, dass die Nazis in dieser Sprache ihre Opfer angebrüllt hatten. Es fällt einem nicht schwer, sich auszumalen, dass diese Schreie während ihres ganzen Lebens danach in ihren Träumen widerhallten.

Aber sie dachten nicht, dass die Nazis den Besitz dieser Sprache und der deutschen Kultur für sich allein gepachtet hatten. Es gab auch vor ihnen ein Deutsch, und es hatte sich in einer Vielfalt von Gedichten, Literatur und Philosophie widergespiegelt, die die kultivierte Welt bereichert hatte. Ein beträchtlicher Teil davon war das Ergebnis der geistigen Leistung von Juden, die dem deutschen Kulturkreis angehörten und zu ihren Gestaltern gehörten: Dichter und Schriftsteller, Denker und Wissenschaftler, Journalisten und Feuilletonisten, Dramaturgen, Satiriker, Schauspieler und Sänger. Alles Juden. Schrieben, sprachen, sangen und spielten auf Deutsch. Die Sprache, die sie so sehr liebten.

Der Widerstand, an dessen Spitze sich Minister Dani Naveh befindet, der sich dagegen ausspricht, dass der deutsche Bundespräsident während seines Besuches hier in seiner Sprache vom Rednerpult der Knesseth spricht, ist mehr noch, als ein Versuch, die Holocaustüberlebenden davor zu schützen, dass deutsche Worte vor der Knesseth des Staates Israel laut werden, ein Ausdruck kindischer Provinzialität, und sozusagen, aber nur sozusagen, eine Bewahrung des Andenkens an den Holocaust und die Pflege des Abstands zu seinen Verursachern.

Wenn Moshe Mendelson Deutsch gesprochen und es geliebt hat, darf der deutsche Bundespräsident in dieser Sprache in der Knesseth sprechen, wenn Heinrich Heine die schönsten Gedichte dieser Sprache gedichtet hat, darf man sie auch im Plenum der Knesseth hören. Die Sprache gehört nicht den Nazis. Sie haben sie nur benützt, bis sie aus der Welt geschafft wurden. Vor ihnen und nach ihnen war und ist es die Sprache einer großartigen, reichhaltigen und faszinierenden Kultur, an der unsere Väter und Vorväter Grundanteile haben.

In einer seltsamen Weise ist der Widerstand gegen ihr Erklingen in der Knesseth eine Verachtung des Andenkens an all diese hervorragenden Menschen, und noch mehr normale Menschen, die sie sprachen und liebten, da sie auch die ihre war, und in gewisser Weise, auch die unsere.  

02.02.05 22:48

26159 Postings, 5929 Tage AbsoluterNeulingLern erstmal Deutsch, bevor Du hier...

...deutschnational postest.

Ansonsten bist Du nach der Machtergreifung rucki-zucki ausgewiesen...

Absoluter Neuling

 

02.02.05 22:48

26159 Postings, 5929 Tage AbsoluterNeuling9 @ Nostra2

02.02.05 23:42

98619 Postings, 7383 Tage KatjuschaDie Frage ist doch, wieso Nostra2 es nicht mehr

sehen will. man könnte ihm ja zugzte halten, das es ihm so nahe geht, wenn er die Leicheberge in den KZs und die Experimente von Herrn Mengele sieht, das er lieber die Augen verschließt. das ist ja eine nachvollziehbare Hahndlung eines Menschen mit Gefühlen.

Leider hab ich das gefühl das Nostra2 es nicht sehen will, weil er gefühlsmäßig deutschnatioanl eingestellt ist, und deswegen unsere tolle deutsche Wehrmacht, die 1942 in einer Stunde 33.000 Menschen hingerichtet hat, nicht dieser ständigen Anklage ausgesetzt sehen will. Vielleicht war ja sein Opa (genau wie meiner) bei der wehrmacht, und er kanns nicht ertragen, das ein Familienmitglied pauschal verurteilt wird, was ja niemand tut, aber psychologisch wäre es so erklärbar.


Ich weiß jedenfalls nicht wie ein vernünftiger Mensch sonst zu der Meinung kommen kann, das man diese Geschichte vergessen sollte.  

03.02.05 00:02

2621 Postings, 5834 Tage Nostra2Kat die

ganze Scheisse ist jetzt genug
durchgewaltzt worden,habs 1000 mal
gehört,es reicht mir einfach,kann selber nichts
dafür.

ariva.de      Gruss Nostra2

 

03.02.05 00:08

26159 Postings, 5929 Tage AbsoluterNeuling@Nostra2

Vielleicht versuchst Du es ein einziges Mal mit Verstehen,
dann muss man es Dir nicht weitere 1000x (versuchen zu) erklären,
was für alle die einfachste Lösung wäre.

Absoluter Neuling

 

03.02.05 00:12

2621 Postings, 5834 Tage Nostra2Absoluter Neuling

kläre mich bitte auf?

ariva.de      Gruss Nostra2

 

03.02.05 00:18

2621 Postings, 5834 Tage Nostra2Ich höre

Absoluter Neuling?

ariva.de      Gruss Nostra2

 

03.02.05 00:20

26159 Postings, 5929 Tage AbsoluterNeulingIch kann rhetorische gut von echten Fragen...

...unterscheiden.

Absoluter Neuling

 

03.02.05 08:59

3051 Postings, 7496 Tage ruhrpott@ AN + Kat

Auf solchen Mist wie Nostra hier abgelassen hat, reagier ich nicht mehr.Verbraucht nur Speicherplatz bei Ariva.
Gehen Beiträge stark unter die Gürtellinie oder Richtung Nazidenke, benutze ich "Hinweis an Ariva.de" mit entsprechender Bemerkung.
Schwarze Sterne sind mir dafür zu schade.

Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße

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aus dem Ruhrpott

 

03.02.05 09:19

762 Postings, 6712 Tage neo anderssonhaben wir keine echten probleme, oder was?


ich kann diesen mist nicht mehr hören.
arbeitslosigkeit, bildungsmisere und wirtschaftliche stagnation sind die waren probleme.

warum immer mit dieser uralten "ich-will-aber-die-geschichte-vergessen" leier davon ablenken?

die ersten verdrängungsversuche sind über 60 jahre her, und immer wieder muss ich mir diese uralte leier anhören, anstatt in ruhe zur deutschen geschichte mit allen höhen und tiefen stehen zu dürfen.

welche geschichtsverdrängerweltverschwörung steckt dahinter?

in diesem sinne  

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