Der liebe Herr Müller

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neuester Beitrag: 26.10.05 09:03
eröffnet am: 26.10.05 06:59 von: KTM 950 Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 26.10.05 09:03 von: Kalli2003 Leser gesamt: 951
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bewertet mit 3 Sternen

26.10.05 06:59
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8001 Postings, 5440 Tage KTM 950Der liebe Herr Müller

Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das
liegt in Bayern, also ganz im Süden.

Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn
Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im
Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus
Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber
der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, daß sie in den
Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, daß sogar der Herr
Bohlen dafür Werbung gemacht hat.

Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt
mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist
ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu
viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber
der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben,
unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.

Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also
hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und
abgeschickt.

Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der
Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.

70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel
mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller. Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele
Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, daß er sie gar nicht
verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewußt, auch die Herren vom Land
Sachsen und der Europäischen Union haben das gewußt, es ist nämlich kein
Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.

Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich
weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon
seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft.

Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller
die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie
geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon
gemerkt, daß der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen habt, als
er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen
Taschenrechner nehmen, dann wißt ihr, daß der Herr Müller für jeden
vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht.

Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, daß
es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.

Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller
verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein
halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in
lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie
wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400
ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller. Und
sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr
Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muß ich euch
sagen, daß man so etwas einfach nicht tut.

Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann laßt doch einfach die
Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben
stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden
vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale
Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.

Bitte den Hinweis auf Müller- Produkte beachten!!!
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/...ermilch_melkt_steuerzahler.pdf
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,346791,00.html
 

26.10.05 07:39

8215 Postings, 7007 Tage SahneKnechtet der nicht auch

seine Mitarbeiter und ist stramm rechts? Hab ich mal gehört...  

26.10.05 08:04

15231 Postings, 5573 Tage quantasund hier spart Herr Müller auch viel Geld!

Schliesslich lässt sichs in Erlenbach am Zürichsee in einer komfortablen grosszügigen 16-Zimmer Villa gut leben, darüber hinaus viele Steuern und Erbschaftssteuern sparen. Der Kanton Zürich kennt nämlich keine Erbschaftssteuer!

salute und schönen Tag

quantas

 

26.10.05 08:09
1

8001 Postings, 5440 Tage KTM 950Damals ging es um den Vorwurf der

Gen-Milch, da wurden Mitarbeiter, die Informationen nach aussen gaben, kaltgestellt. Ansonsten kann man sich ja ausmalen, wenn er für Subventionen aus Brüssel, Berlin ein Werk in Sachsen baut und dafür eins in Niedersachsen schlisst nicht zimperlich mit seinen Mitarbeitern umgeht. Seine soziale Verantwortung gegnüber seinen Beschäftigten ist nicht all zu stark ausgeprägt.


Milchbaron als Fotografenschreck - Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen Deutschlands bekanntesten Milchmann Müller
Aretsried (ddp-bay). Müller-Milch-Chef Theo Müller gilt als pressescheu und launig, doch mit seinen Molkereien macht er Milliardenumsätze. Einst durch pfiffige Werbeslogans bekannt, machte er nun auf ganz andere Weise auf sich aufmerksam. Am Montag soll er sich persönlich und handgreiflich in eine Greenpeace-Demonstration vor der Firmenzentrale im schwäbischen Aretsried eingeschaltet haben. Der bekannteste Milchmann der Nation attackierte nach dem derzeitigen Ermittlungsstand Pressefotografen so heftig, dass er jetzt ein Verfahren wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung am Hals hat.Der Augsburger Oberstaatsanwalt Thomas Weith bestätigte der Nachrichtenagentur ddp am Dienstag, dass Ermittlungen gegen Müller laufen. Mindestens einen Pressefotografen soll er bei seinen Attacken verletzt haben. «Bei der Rangelei gingen wohl zwei Kameras zu Bruch», sagte Weith. Es komme also zur Körperverletzung noch der Vorwurf der Sachbeschädigung. Und es werde derzeit geprüft, ob nicht auch noch gegen Müller-Milch-Mitarbeiter wegen Nötigung ermittelt werden müsse. Am Montagnachmittag waren circa 30 Müller-Mitarbeiter gegen eine kleine Gruppe von Greenpeace-Nikoläusen vorgegangen, die gentechnikfreien Joghurt vor den Werkstoren verteilt hatten. Zudem wird ermittelt, ob ein Greenpeace-Verantwortlicher sich eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz schuldig gemacht hat.Gleich zwei Fotografen berichten von heftigen Attacken auf sie. Einer der beiden Männer blutete an beiden Händen, der andere klagt über Hals-, Kopf und Rückenschmerzen. In beiden Fällen war ihren Aussagen zu Folge Müller aktiv beteiligt. Der Fotograf der Münchener Fotoagentur «Argum», Thomas Einberger, schilderte die Szenerie so: «Wir haben die Greenpeaceaktion fotografiert, als gegen 15.00 Uhr der Herr Müller selbst und etliche Mitarbeiter aus dem Gelände kamen und sowohl die Demonstranten als auch uns Pressefotografen tätlich angegriffen haben.»Er berichtet weiter davon, dass Müller versucht habe, ihm und einem Kollegen die Kameras zu entreißen. Bei ihm sei es Müller nur gelungen, das Blitzgerät von der Kamera zu zerren, dem Kollegen entrang der Firmenchef jedoch die komplette hochwertige Kamera. Beide Fotografen berichten übereinstimmend, dass diese Kamera aufs Firmengelände geschleudert wurde. Ein Polizeibeamter habe die beschädigte Kamera schließlich zurück gebracht, der Speicherchip habe jedoch gefehlt. Der Argum-Fotograf hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet und bei der Kriminalpolizei Augsburg Strafanzeige erstattet. Zudem haben sich beide Kameraleute in ärztliche Behandlung begeben.Die Großmolkerei fühlt sich nach den Worten ihres Justitiars Reinald Willenberg zu Unrecht von Greenpeace an den Pranger gestellt. «Wir verkaufen keine Gen-Milch», erklärte er und kritisierte, dass der Industriebetrieb Müller Zielscheibe immer neuer Greenpeace-Aktionen sei. «Es hat wohl ein Handgemenge im Hausverkauf gegeben», sagte er, aber zu einer möglichen Beteiligung seines Chefs Theo Müller wollte er sich nicht äußern. Auch der Konzernchef selbst werde keine Stellungnahme abgeben.Im übrigen sollten die Umweltschützer von Greenpeace endlich erkennen, dass es keine Gen-Milch gebe, sondern der eigentliche Vorwurf gegen die Landwirtschaft, die Futtermittelerzeuger, gehe, betonte Willenberg. Schließlich sei erwiesen, dass der Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel auf «Qualität und Sicherheit der Milch und ihrer Folgeprodukte keinerlei Auswirkungen hat». Quelle:ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KGMünchener Strasse 101 c85737 IsmaningDirekter Link: http://www.antenne.de/antenne/dynamic/news/on/...1102427622.xmlDieser Weblog gehört zu www.gentechnikfreiezone-hessen.de

http://gentechnikfrei.blogg.de/eintrag.php?id=243  

26.10.05 08:51

58960 Postings, 6350 Tage Kalli2003gabs das nicht kürzlich erst?

von SAKU oder sports*?? Auf jeden Fall *JIMPS*

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

26.10.05 09:01

8001 Postings, 5440 Tage KTM 950Jeep, hab´s gefunden

http://www.ariva.de/board/...search_full=Aretsried%20%2Btime%3A6month

SAKU hatte aber kein Bild und keine Links!  

26.10.05 09:03

58960 Postings, 6350 Tage Kalli2003das rechtfertigt natürlich so einiges

;-)

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

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