Der Osterhase

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neuester Beitrag: 20.04.03 17:43
eröffnet am: 18.04.03 23:51 von: Nassie Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 20.04.03 17:43 von: maxperforma. Leser gesamt: 374
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18.04.03 23:51

15990 Postings, 6760 Tage NassieDer Osterhase

Das gute Stück
Er quält sich nicht theatralisch durch Kamine, beschäftigt keine Subunternehmer wie zum Beispiel Rentiere, und sein Auftrag unterliegt der höchsten Geheimhaltungsstufe. Der Osterhase versteckt seine Gaben, das zeugt von Fantasie (er könnte die Ware schließlich auch einfach vor der Haustür abladen). Von all den Gesellen, die die Menschen traditionell durch das Jahr begleiten, ist uns der Osterhase der liebste. Weil er bodenständig geblieben ist und nicht erwartet, dass wir uns in den Kaufrausch stürzen. Er lehrt uns Bescheidenheit, zeigt uns, wie schön es ist, ein Ei anzumalen oder sich einfach nur an der Natur zu erfreuen. An den zartgrünen Knospen, dem Hauch einer Wiese, dem Sonnenschein. Und Meister Lampe ist so wunderbar leise! Während seine Weihnachtsmannkollegen, meist made in China, uns schon Wochen vor dem Fest laut und oft falsch singend die Laune verderben, ist der Osterhase stets vornehm stumm. Er lässt sich nicht in Liedern preisen, zieht leise, mit seinem Körbchen, übers Land. Und man muss nicht lange rätseln, wie das Eier versteckende Tier wohl aussehen mag: Hasen gibt es wirklich - wer würde das je bezweifeln.  silv


 

18.04.03 23:55

15990 Postings, 6760 Tage NassieWie Ostern der Hase läuft

Es gibt junge Menschen, die glauben tatsächlich, dass an Ostern die Geburt Jesu gefeiert werde. Aber warum versteckt der Osterhase Eier und malt sie vorher an?

Das weiß jeder: Zu Ostern ist das Wochenende zwei Tage länger. Aber auf die Frage, warum Ostern überhaupt gefeiert wird, weiß jeder zehnte Deutsche keine Antwort mehr. Vor allem jüngere Menschen haben wenig Ahnung vom religiösen Hintergrund, wie eine von der Frauenzeitschrift ?Lisa? veröffentlichte Umfrage des Emnid-Instituts ergab.

15 Prozent der 20- bis 29-Jährigen behaupten: An Ostern wird die Geburt Jesu gefeiert. Drei Prozent in dieser Altersklasse glaubten sogar, die Hochzeit Jesu sei der Anlass für die freien Tage.

Aber sehr großen Wert legten die Befragten auf Osterbräuche. Ostereier suchen ist für fast zwei Drittel ein absolutes Muss. Vor allem die Ostdeutschen wollten dabei unbedingt auch Geschenke entdecken. An zweiter Stelle bei den Traditionen steht das Ostermenü, auf das 45 Prozent Wert legen.

Warum Ostern gefeiert wird

Ostern ist das älteste christliche Fest. Es hat zentrale Bedeutung, weil Jesus in dieser Zeit von den Toten auferweckt wird und aufersteht. Die Feier seiner Auferstehung ist der Höhepunkt der Ostertage. Die liturgische Farbe in diesen Tagen ist weiß.

Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie beginnt mit dem Palmsonntag und endet mit Karsamstag und ist in allen christlichen Kirchen dem Gedächtnis an das Leiden und Sterben Jesu Christi gewidmet. Für Christen ist sie daher die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Die Haupttage der Karwoche sind Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.

Der Palmsonntag erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem, wo er von der jubelnden Menge mit Palmzweigen begrüßt wurde. Heute wird an diesem Tag häufig die Konfirmation gefeiert.

Mit dem Gründonnerstag endet in der christlichen Tradition die 40-tägige Fastenzeit.

Der Karfreitag, der Tag der Kreuzigung Jesu, ist in der evangelischen Kirche der höchste Feiertag, da die Reformatoren vor allem im Tod Jesu die Erlösung aus Sünde und Schuld sahen. Als Gedächtnistag der Kreuzigung ist der Karfreitag ein Fastentag und steht im Zeichen der Trauer und Stille.

Der Karsamstag ist der Gedächtnistag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt, und auch die Altäre in den Kirchen sind nicht mit Kerzen und Blumen geschmückt.

Am Ostersonntag feiert man die Auferstehung Jesu.

 

19.04.03 12:56
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15990 Postings, 6760 Tage NassieVergessene Bräuche

Vergessene Bräuche: Als Ostern noch ein "närrisches Treiben" war
[19.04.2003]
Kiel (Rüdiger Ewald) - Von den alten Osterbräuchen ist in Schleswig-Holstein nicht viel geblieben. Ostereier, Kirche, Kaffee und Kuchen und vielleicht noch ein Osterfeuer, damit hat es sich im Norden. Die einzige Veränderung im Osterbrauchtum ist nach Aussage des Kieler Volkskundlers Nils Hansen in den Vorgärten zu sehen. Die bunten Eier an den Sträuchern sind in den vergangenen 15 Jahren immer populärer geworden.

Österliches Brauchtum und auch der Aberglaube der vergangenen Jahrhunderte ist jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Früher wurden schon am Abend vor Ostersonntag überall Eier gegessen, heißt es im Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch von Otto Mensing (1931/1973). Eine beeindruckende Leistungsfähigkeit soll damals das Personal gezeigt haben: Die Dienstboten hätten oft 20 bis 30 Stück gegessen, notierte der Chronist. Während die Eier gekocht wurden, sei von der Jugend kräftig mit der Peitsche geknallt worden. "Es hieß, man wolle die Eier gar knallen."    Obskure Bräuche, wie das fünffache Umrunden des Hauses nach dem Verzehr der Eier sind ebenso verschwunden, wie der Brauch, die Eierschalen einem guten Freund zu bringen, weil dies Glück bringen sollte. In der Elbmarsch hatte das Osterfest um 1840 noch eine andere Bedeutung. Von diesem Tag an wurde kein Licht mehr angemacht: Man ging bei Tage zu Bett.    Der Aberglaube zu Ostern bezog sich meist auf die Sonne. Man nahm an, dass die Sonne beim Aufgehen tanze oder aus Freude über die Auferstehung des Herrn hüpfe. Wer dies sehen wollte, musste entsprechend früh aufstehen und sich dieses Ereignis durch eine Ritze in der Türfüllung, ein farbiges Stück Glas oder in einem Eimer Wasser ansehen. In der Flensburger Gegend nahmen die Menschen sogar an, dass am Ostermorgen zwei Sonnen aufgehen würden.    Den Nachweis für das frühe Aufstehen lieferten in den vergangenen Jahrhunderten die Eier. Ließen die sich leicht abschälen, dann war der Besitzer früh aufgestanden, um den Tanz der Sonne zu sehen. Auch in anderer Hinsicht war das frühe Aufstehen wichtig: Wer fließendes Wasser am Ostermorgen schöpfte, holte sich damit ein Nass, das angeblich das ganze Jahr über frisch blieb und besonders heilkräftig war.    Auch für das Wetter spielte Ostern eine wichtige Rolle. Die Windrichtung am Ostermorgen, so der Glaube, sei bestimmend für sechs bis sieben Wochen. Fielen am Ostermontag Tropfen von den Bäumen auf die Erde, dann kündigte sich ein fruchtbares Jahr an. Als Wetterregeln galten: "Witte Wiehnachten gifft gröne Ostern" und "Gröne Wiehnachten gifft witte Ostern."  

Nicht nur Aberglaube und Eieressen bestimmten damals die Ostertage. Aus dem Jahr 1785 ist folgender Satz überliefert: "In den Ostertagen trieb man viele närrische Possen; man lief verkleidet und vermummet durch die Gassen, um ein Gelächter zu erregen, wobey man sich besoff." (lno)



 

20.04.03 00:31

15990 Postings, 6760 Tage NassieUnser Frühstücksei wird 5000

Die innige Beziehung zwischen Mensch und Huhn entstand in prähistorischer Zeit. Aber warum haben wir uns nicht größere Eierlieferanten ausgesucht?
von Rolf H. Latusseck

 
Eier sind dieser Tage in aller Munde - buchstäblich. Knapp 230 Stück verzehrt jeder Deutsche pro Jahr, was sich bundesweit auf rund 19 Milliarden summiert. Mit dem Messer geköpft oder etwas feinsinniger mit dem Löffel angeschlagen und abgepellt sind heute Morgen mehr Eier als an jedem anderen Tag des Jahres den Weg alles Irdischen gegangen. 750 Millionen kaufen die deutschen Haushalte in einem Durchschnittsmonat, Ostern steigt die Menge auf eine Milliarde.


Mit zwölf multipliziert ergibt das allerdings noch lange nicht den Jahresverbrauch, denn Eier verstecken sich gern - nicht nur zu Ostern. Gut die Hälfte geht in die Lebensmittel verarbeitende Industrie. In der Mayonnaise des Kartoffelsalats, abends in den Nudeln beim Italiener und zwischendurch im Stückchen Kuchen erreichen sie uns unsichtbar mit nahezu jedem Bissen. Natürlich stellen sich die Erzeuger rechtzeitig auf den österlichen Eierboom ein, aber diese Vorsorge allein würde noch nicht ausreichen. Weil auch die Preise regelmäßig steigen, decken die industriellen Großverbraucher sich in den Vorwochen rechtzeitig und preisgünstig ein. Nach dem Fest sind dann Suppenhühner günstig, weil die Erzeuger von der Spitzenproduktion wieder heruntermüssen.


Ein Hochleistungsvogel vom Typ Gallus domesticus legt heute eine Jahresproduktion von 310 Eiern ins Nest. Noch vor 50 Jahren waren es gerade einmal 120, und die Stammform unseres Haushuhns, das asiatische Bankivahuhn (Gallus gallus), bringt es pro Brutperiode auf fünf bis sechs Eier. Ein schöner Züchtungserfolg innerhalb von 5000 Jahren, vor denen vermutlich die Domestizierung begann. Allerdings dienten die ersten Hühner lediglich als Fleischlieferanten; erst später begann man, auch die Eier zu schätzen. Wären es von vornherein die Eier gewesen, auf die man aus war, dann hätten sich die Menschen vermutlich einen anderen Vogel als Haustier ausgesucht. Gänse beispielsweise. Deren Eier werden zwar auch gegessen, aber ihre Bedeutung als Massenproduzenten hinkt weit hinter der der Hühner hinterher. Und das, obwohl Gänseeier mit 170 Gramm Gewicht mehr als doppelt so schwer sind wie ein XL-Hühnerei der höchsten Handelsklasse mit gut 70 Gramm. Ganz zu schweigen vom Elefantenvogel auf Madagaskar. Der kam zwar nur auf dieser Insel vor, aber vielleicht hätten die Ureinwohner ihn nicht schon vor dem Eintreffen der Europäer ausgerottet, sondern zum Haustier gemacht, wenn sie Gefallen an seinen Eiern gefunden hätten.


Mit etwa drei Meter Höhe und einem Gewicht von rund einer halben Tonne ist Aepyornis, wie er wissenschaftlich heißt, der größte bekannte Vogel, und auch seine Eier brechen alle Rekorde. Ein Aepyornis-Ei war 31 Zentimeter lang und besaß einen Inhalt von neun Litern. Damit wog es 190 Hühnereier auf und besaß immer noch das siebenfache Volumen eines Straußeneis. Den Rekord am anderen Ende der Skala halten die Kolibris. Die Eier der Gattung Melisuga besitzen Abmessungen von 13 mal 8 Millimeter und sind gerade einmal 0,2 Gramm schwer. Womit sich die Frage stellt, ob Körpergröße und Eigröße proportional anwachsen. Das scheint für Vögel im Großen und Ganzen zuzutreffen, gilt jedoch nicht allgemein.


Unter den Dinosauriern findet man die größten Landbewohner, mit einem Lebendgewicht von 50 Tonnen - hundertmal so viel wie der Elefantenvogel Aepyornis. Waren ihre Eier auch hundertmal so schwer wie die des Elefantenvogels? Keinesfalls, sie waren sogar kleiner. Forscher der Universität Bonn haben in Nordspanien und Südfrankreich die Gelege von Riesensauriern untersucht. Es waren Gelege mit sechs bis acht Eiern, die sogar zusammengenommen noch weniger als 20 Kilogramm wogen. Eine allgemeine Regel, die recht gut auf alle Tiere zutrifft, besagt, dass ein Muttertier etwa fünf Prozent seines eigenen Gewichts in die Produktion von Nachwuchs investiert. Das kann auf zweierlei Wegen geschehen: entweder über die Produktion von sehr vielen Nachkommen oder über weniger Kinder, die dann aber intensiv betreut werden. In diesem Fall wird ein großer Teil der fünf Prozent in Form von Energie für die Brutpflege aufgewendet. Die Bonner vermuten, dass die Saurier viele Eier in mehrere Gelege legten. Einen eindeutigen Beweis dafür gibt es bislang jedoch nicht.


Doch das alte Rätsel, ob das Ei oder die Henne zuerst da war, sollte nun endgültig gelöst sein. Es war das Ei, denn nach den Forschungen der vergangenen Jahre stammen die Vögel von den Sauriern ab und die legten bereits Eier.


 

20.04.03 00:48

15990 Postings, 6760 Tage NassieDas teuerste Osterei der Welt

Das teuerste Osterei der Welt ist ein mit Diamanten besetztes Schmuckstück aus der Werkstatt des Juweliers Carl Faberge. Das Ei hat einen Wert von fast sieben Millionen Euro.

Russlands Zar Nikolaus II. hatte das mit Gravuren in Form von Eiskristallen versehene Ei zum Osterfest im Jahr 1913 seiner Mutter geschenkt. Im Inneren des Eis ist eine Überraschung: ein herausnehmbarer Korb, der mit Frühlingsblumen gefüllt ist. Die Blumen sind aus weißem Quarz geschnitzt, Stengel und Staubgefäße sind aus goldenem Draht und die Blätter aus Jade  

20.04.03 12:12

15990 Postings, 6760 Tage NassieFrohe Ostern

wünsche ich allen Arivanern.  

20.04.03 17:43

7965 Postings, 7099 Tage maxperformanceein netter Oster-Thread

dir auch frohe Ostern  

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