"Dax-Welt ist wieder in Ordnung"

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eröffnet am: 30.06.06 16:34 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24466 Postings, 5835 Tage EinsamerSamariter"Dax-Welt ist wieder in Ordnung"

Marktbericht Frankfurt

"Dax-Welt ist wieder in Ordnung"

Der deutsche Aktienmarkt entwickelt sich auch am Freitag freundlich. Die Hoffnung auf ein Ende der US-Zinserhöhungen bescherte dem Dax bereits zur Handelseröffnung deutliche Aufschläge. Im Mittelpunkt des Geschehens standen zudem Bayer und Siemens.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax gewann bis zum Mittag 1,13 Prozent auf 5644 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 1,53 Prozent auf 7844 Zähler nach oben. Der TecDax legte 2,08 Prozent auf 649 Punkte zu. Bereits am Donnerstag - noch vor der Entscheidung der US-Notenbank (Fed) - hatte der Leitindex 2,3 Prozent gewonnen.

?Seit gestern Abend ist die Welt scheinbar wieder in Ordnung?, sagte Marktanalyst Christian Schmidt von Helaba Trust. ?Aber ich bin nicht sicher, ob die Gefahr weiter steigender Zinsen gebannt ist.? Ein anderer Börsianer sagte: ?Die Fed hat durchblicken lassen, dass das Ende der Zinserhöhungen nicht mehr weit ist.? Der Markt sei erleichtert, auch wenn weitere US-Zinserhöhungen nicht ganz ausgeschlossen seien.

Nach dem deutlichen Plus seit dem Start der Erholung bei gut 5400 Punkten mache der Markt zudem wieder einen überkauften Eindruck, hieß es weiter. Außerdem nähere sich der Dax stärkeren Widerstandsbereichen. Bei etwa 5700 Punkten verlaufe das 50-Prozent-Retracement der Korrektur, im Widerstandsbereich zwischen 5800 und 5850 Punkten liege auch das 62,8-Prozent-Retracement. Und schließlich dürfte das Geschäft am Nachmittag auch mit dem WM-Viertelfinale stark nachlassen.

Die US-Notenbank hatte am Donnerstag wie an den Finanzmärkten erwartet den Schlüsselzins in der weltgrößten Volkswirtschaft um 25 Basispunkte auf 5,25 Prozent erhöht. In der anschließenden Erklärung wies die Fed darauf hin, dass eine Abkühlung der Wirtschaft die Inflationsrisiken etwas dämpfen sollte.Zuletzt hatte die Angst vor steigender Inflation am Markt die Ängste vor weiteren Zinserhöhungen geschürt. Dies hatte die Anleger verunsichert und sie Aktien verkaufen lassen.

Spartenverkauf von Bayer wird honoriert

Die Investoren setzten am Freitag verstärkt auf Bayer-Aktien. Der Pharma- und Chemiekonzern verkauft für gut 4,2 Mrd. Euro das Diagnostika-Geschäft mit Laborgeräten an Siemens. Die Aktien der Leverkusener kletterten um 4,4 Prozent auf 35,90 Euro und führten die Dax-Gewinnerliste an. Siemens stiegen um 0,5 Prozent auf 67,83 Euro. ?Wir begrüßen die Trennung von dieser Division, da Bayer hinsichtlich seiner Portfoliooptimierung und der Finanzierung des Schering-Deals einen Schritt weiter voran schreitet?, urteilte Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Den Höhenflug vom Vortag setzten die Aktien von MAN fort und legten um knapp vier Prozent auf 57,32 Euro zu. ?MAN-Aktien haben in den vergangenen Wochen wahnsinnig stark verloren und wenn der Markt steigt, erholen sie sich stärker als andere Werte?, sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer verwies auch auf positive Nachrichten vom Vortag, als MAN unter anderem wegen des starken Auftragswachstums der deutschen Maschinenbauer im Mai um mehr als vier Prozent zugelegt hatte.

Medigene auf Talfahrt - Stada gefragt

Viele Nebenwerte, die in den vergangenen, turbulenten Wochen unter Druck geraten waren, zählten am Freitag zu den Lieblingen der Anleger. So kletterten die Aktien von Wacker Chemie um 4,6 Prozent, die Papiere von Conergy gewannen knapp fünf Prozent.

Im Technologieindex TecDax, der zwei Prozent gewann, rutschten die Aktien von Medigene zeitweise um 15 Prozent ab. Nach einem Rückschlag bei einem Hoffnungsträger hat das Biotechunternehmen die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt.

Um zwei Prozent auf 31,20 Euro legten im Nebenwerteindex MDax die Aktien von Stada zu. Das Pharmaunternehmen hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde die Zulassung für ein Biotech-Nachahmerpräparat beantragt.


Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 30. Juni 2006, 12:15 Uhr

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