Dax-Analyse

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eröffnet am: 13.02.05 13:39 von: lancerevo7 Anzahl Beiträge: 1
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Elliottwaves Dax: Saftige Korrektur ab 4.496! (OFFEN!!)



Elliottwaves Dax

Der Ausblick für die vergangene Handelswoche war positiv, da prinzipiell Gewinnpotenzial bis 4.390+ bzw. 4.460 vorhanden war. Die ursprünglich eher kurz angesetzte Zwischenkorrektur hat sich bis zum Donnerstag hingezogen, was aber am übergeordneten Ausblick nichts geändert hat.

Verstärkt kam in den vergangenen Tagen die Anfrage, wo sich der Dax im mittelfristigen Kontext genau befindet. Die langfristige Wellensituation soll an dieser Stelle nicht zu weit vertieft werden, da sich substanziell an der Situation nichts verändert hat, die zum Jahreswechsel an dieser Stelle ausführlich diskutiert wurde. Von daher nur folgende Charts, die selbsterklärend sind:

Abbildung 1: Monats-Chart




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Abbildung 2: Jahresprognose Dax vom Jahreswechsel




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Abbildung 3: Grobskizzierung Wellenszenario Dax (gelber Punkt stellt die aktuelle Position im mittelfristigen Kontext dar)

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In Anbetracht der Tatsache, dass der Dax das grob ausgegebene Kursziel von 4.390 bzw. 4.460 fast erreicht hat, geht es nun um die Feinjustierung für die laufende Aufwärtswelle. Bezugspunkt sind logischerweise die Kursmuster seit dem Low im Frühjahr 2003. Nimmt man die Basiswelle als Rechengrundlage, ergibt sich ein Preisziel von 4.496 Punkten. Neben dem kurzfristigen rechnerischen Ziel bei 4.390+ kann dieser Preisbereich als Hauptzielzone für die laufende Aufwärtswelle seit August 2004 angesehen werden.

Dies unterstellt natürlich, dass es sich nicht um eine Extension handelt, also es zu einer 2-3-monatigen Ausdehnung kommt. Angesichts der jeweils sehr starken Zwischenkorrekturen im Oktober und Januar ist die Wahrscheinlichkeit hierfür ganz klar gesunken. Sollte es dennoch zu einer Übertreibungsphase kommen, ist neben dem oberen 4.400-er Bereich ein schwacher Widerstand bei 4.620+ zu finden. Das primäre Preisziel für eine Extension, zumal charttechnisch herleitbar, wäre aber der obere 4.900-er Bereich.
Da es aktuell keine Hinweise für eine solche Extension gibt, steht die Widerstandszone bei knapp 4.500 als zentrale Zielzone für den Aufwärtstrend zur Diskussion.


Abbildung 4: Mittelfristiger Tageschart mit Fibo-Zielrelationen

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Abbildung 5: Mittelfristiger Tageschart WDG (MSCI Germany)

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Abbildung 6: Mittelfristiger Tageschart Dax mit Markttechnik




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Die Großwetterlage für den Dax sieht unterm Strich gar nicht so schlecht aus, als dass tatsächlich schon bei knapp 4.500 Schluss sein müsste. Die Markttechnik hat Anfang Februar klare Long-Signale generiert, die für die nächsten 3-4 Wochen Kursgewinne ermöglichen. Beim WDG ist zudem gut erkennbar, dass eine Welle 5 bereits gestartet ist. Zudem fällt die implizite Volatilität (VDAX) mit steigenden Kursen, was prinzipiell nicht gegen einen nachhaltigen Anstieg verwendet werden kann, wenngleich insgesamt das Marktrisiko damit automatisch wächst. Dies dürfte sich letztlich in der Schärfe und Schnelligkeit des spätestens im zweiten Quartal beginnenden Abwärtstrends bemerkbar machen.


Für die Wellenmuster auf Tagesbasis bietet sich weiterhin die Abzählweise einer Impulswelle |C| seit August 2004 an. Der Anstieg seit dem Januar-Low wäre folglich als Welle 5 zu zählen. Dies impliziert aber zugleich das Jahrestop bis Ende Februar, da die Hauptantriebswave iii von 5 in ihrem letzten Zügen liegt.

So lange der Aufwärtstrend, als primärer Taktgeber, unverletzt bleibt, ist vorerst ein anderer Wavecount zu favorisieren. Es handelt sich um ein mittelfristig komplexes, zusammengesetztes Korrekturmuster. Dies hat den Vorteil, dass die bisherigen Wavecounts ohne Abstrich übernommen werden können, wenngleich eine solche Komplexität im historischen Kontext auf diesem Wellengrad eher ungewöhnlich ist.

Dennoch: Ohne eindeutige Trendsignale spricht alles dafür, dass der Dax im 4.400-er Bereich die Impulswelle ab 4.161 beendet. Es wird sich zeigen, ob dies bei 4.425+ oder 4.460 geschieht. Nach Abschluss dieser Aufwärtswelle steht erneut eine Korrektur bevor, die ähnlich ausfallen wird wie im Oktober bzw. Januar. In Abhängigkeit vom Startpunkt dieser Welle B2 liegt das Korrekturziel bei rund 4.320/30 Punkten, sodass der Haussetrend intakt bleibt.
Eine 180-Grad-Wendung kommt nur in Frage, falls der Dax impulsiv fällt und/oder den zentralen Support bei 4.200 durchbricht, von dem er aktuell komfortabel weit entfernt ist.

Abbildung 7: Daily-Chart Dax




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Abbildung 8: Intraday-Chart Dax




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Für die bevorstehende Handelswoche steht insbesondere bis Mittwoch ein freundlicher Kursverlauf bevor. Anhand der ausgebildeten Patterns deutet vieles auf einen sofortigen Anstieg bis in den 4.420-er Bereich. Sofern dieser Move nicht mit einem Gap realisiert wird (dann erhöhte sich nämlich das kurzfristige Preisziel auf 4.454) sollte dort eine mehrstündige Verschnaufpause einsetzen. Es wird sich noch zeigen, ob es sich um die Wave iv von 3 oder bereits um die Welle 4 handelt. Der Hauptunterschied liegt im Ausmaß der Gegenbewegung.

Ohne neue Patterns ist die Subwave iv von 3 zu favorisieren, sodass lediglich Abgaben bis in den 4.380-er Bereich realistisch sind. In der zweiten Wochenhälfte wird der Dax nach Abschluss dieser Zwischenkorrektur wieder nach oben blicken und die übergeordneten Kursziele bei 4.460 und 4.496 in Angriff nehmen.
Eine zeitliche Verkürzung dieses Idealfahrplans ist möglich, insbesondere für den Fall, wenn auf der Long-Seite ein sehr hohes Momentum an den Tag gelegt wird.

Für die Montag-Sitzung, insbesondere am Vormittag, liegt die Hauptunterstützung bei 4.373 Punkten. Käme es zum Break, wird es, bevor überhaupt die obigen Aufwärtswellen realisiert werden, zu einer zeitlichen Ausdehnung der Seitwärtskorrektur der vergangenen Woche kommen. Ein Rücklauf bis zum Retracement bei 4.340+ sollte aber genügen.

Fazit:
Auf Tagesbasis bleibt ein Restpotenzial bis in den 4.490-er Bereich. Alles deutet darauf hin, dass der Anstieg bis dahin schnell vollzogen wird. Da die laufende Impulswelle bereits fortgeschritten ist, wird es in diesem Widerstandsbereich ein markantes Zwischenhoch geben, das eine ähnliche Korrektur, wie nach dem Top zum Jahreswechsel nach sich zieht.

Feedback: m.onischka@gmx.de

 

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