Dax 3000 - die Luft wird dünn

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eröffnet am: 24.04.03 10:45 von: calexa Anzahl Beiträge: 1
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4691 Postings, 6826 Tage calexaDax 3000 - die Luft wird dünn

Das Tempo der Erholung ist vielen Beobachtern nicht geheuer. Seit dem 12. März hat der Deutsche Aktienindex Dax  mehr als 30 Prozent zugelegt - am Mittwoch erreichte der Index sogar die 3000-Punkte-Marke. Optimisten setzen auf eine Fortsetzung der Rallye, die deutlich mehr Dynamik entfaltet als ihre Vorgänger: Sollte der Index auch die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie bei 3101 Punkten knacken, sei der Weg nach oben frei.

Die wichtigsten Argumente der Bullen sind der fallende Ölpreis, das Ende der Kampfhandlungen im Irak sowie die US-Quartalssaison, die bisher mehr positive als negative Überraschungen gebracht hat. Die Erwartungen an die Unternehmen sind so deutlich heruntergeschraubt, dass auch durchwachsende Zahlen und verhaltene Ausblicke die Investoren nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Selbst der Münchener Chiphersteller Infineon  konnte mit seinen schwachen Zahlen die Erholung nur kurzfristig bremsen. Die Musik spielt ohnehin in den USA: Nach den positiven Überraschungen von Intel und Microsoft stellten nach Ostern auch der US-Pharmariese Pfizer, das Biotech-Schwergewicht Amgen und das Internet-Auktionshaus Ebay mit ihren Zahlen die Investoren zufrieden.

Erholungsversuche seit 2000

Zweitens könnte die ungewöhnlich starke Dynamik der jüngsten Erholung weitere Investoren hervorlocken: Im Vergleich zu den bisherigen, kurzfristigen Erholungsversuchen seit dem Jahr 2000 schreite die Erholung diesmal deutlich schneller und dynamischer voran, heißt es in der Tageszeitung "Die Welt".

Bei der vorangegangenen Bärenmarktrallye (9. Oktober bis 12. Dezember 2002) hatte der Dax 38 Handelstage gebraucht, um 30 Prozent zuzulegen. Die Bärenmarktrallye im August 2002 bescherte Anlegern ein Kursplus von 17 Prozent innerhalb von 13 Handelstagen. Zwischen 21. September 2000 und 4. Januar 2001 benötigte der Index 71 Handelstage, um 40 Prozent zuzulegen.

Die Luft wird dünn

Nach der rasanten Steigerung innerhalb von rund vier Wochen steigt jedoch wieder die Zahl der Skeptiker. Risikofaktoren sind die weiterhin hohe Bewertung der US-Aktien, die mit einem durchschnittlichen KGV von deutlich über 20 noch immer auf Hausse-Niveau notieren.

Die hohe Verschuldung der USA - nicht nur der Staatshaushalt weist Lücken in Milliardenhöhe auf, sondern auch Unternehmen und Privatverbraucher sind hoch verschuldet - lastet außerdem auf der US-Wirtschaft. Die Zurückhaltung bei Verbrauchern und Unternehmen sind nicht dazu angetan, die Konjunktur schnell wieder in Schwung zu bringen.

So long,
Calexa
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