Das traurige Schicksal der Schleckerfamilie!

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neuester Beitrag: 19.03.13 21:00
eröffnet am: 09.10.12 19:07 von: BarCode Anzahl Beiträge: 60
neuester Beitrag: 19.03.13 21:00 von: Evermore Leser gesamt: 2243
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09.10.12 19:07
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69017 Postings, 6240 Tage BarCodeDas traurige Schicksal der Schleckerfamilie!

Ist schon erschütternd. Vor einem Jahr noch, ja, da gehörten sie mit einem Vermögen von 1,9 Mrd. zu den 100 Reichsten. Aber wie der Kapitalismus es so will, hafteten sie mit dem letzten Unterhemd für ihr unternehmerisches Risiko. Und so kam es, wie es kommen musste: Pleite. ALLES weg. Alles? Ok. fast alles. Sie müssen jetzt nach diesem Absturz in die Armut mit nur noch 40 Mio. auskommen!

Vielleicht legen die 15.000 Verkäuferinnen, die immer noch arbeitslos sind, ein bisschchen was von ihrem üppigen Sozialgeld zusammen, um dieser gebeutelten Familie wieder ein Leben in Würde zu ermöglichen.
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
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34 Postings ausgeblendet.

09.10.12 21:04
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23589 Postings, 4118 Tage alice.im.börsenlandweiß ja nicht

wie eure schleckerfilialen ausgesehen haben, in augsburg u. münchen wirkten sie ein wenig verwahrlost im vergleich zu müller u. rossman...vielleicht hat man zu wenig zurückinvestiert um konkurrenzfähig zu bleiben..  

09.10.12 21:12
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10616 Postings, 4229 Tage rüganerMouton #31-ja,dann lies doch deine Tabelle

im link mal durch, unterster Lohn in Meck-Pomm 7,23 pro Stunde.
Schlecker zahlte HIER bei uns 11 die Stunde, Lidl z. B. 10, 50 für Anfänger

alice- ja, Schlecker konnte mit seinen kleinen Filialen nicht mehr mithalten, und er konnte auch keine Subbies wie Rossmann und co für das Regale einräumen nehmen.  

10.10.12 12:31
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5772 Postings, 5020 Tage MoutonHab ich

die meisten zahlen mehr. Du unterstellst zudem noch, dass keiner für weniger als 11? arbeite würde. Das ist das denken der Bösmenschen.  

10.10.12 12:48
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31036 Postings, 7008 Tage sportsstarMal ernsthaft,

was bitte sind denn 40 Millionen verbliebenes Vermögen im Vergleich zu dem Einstigen??! Natürlich ist die Familie als solche gebeutelt...und hat längere Zeit eigenes Geld in das Unternehmen gebuttert, damit die letzten Jahre die 15000 Menschen überhaupt noch einen Lohn und Arbeit hatten..ein wenig Dankbarkeit sollte man vielleicht auch mal zeigen. Da gab es schon ganz andere, die schneller dicht gemacht und früher ihr eigenes Vermögen abgezogen haben.  

10.10.12 12:52
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15491 Postings, 7766 Tage preisich finde auch die sind mit ihrem namen schon

gestraft genug . wer möchte denn als junges mädchen mit dem namen "schlecker" aufwachsen . da ist die kohle doch nur schmerzensgeld .  

10.10.12 12:52
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42128 Postings, 7805 Tage satyr@Sports Schlecker dem ging es nie um

die Mitarbeiter,der war und ist ein Schwein.
Der hat nur wenn überhaupt gebuttert weil er das Scheitern nicht ertragen konnte.
Erinnere dich mal was er damals mit dem Lösegeld gedreht hat als seine
Kinder entführt wurden.  

10.10.12 13:02
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3097 Postings, 3884 Tage BafoNoch ernsthafter,

ich kann doch niemandem einen Vorwurf machen, der sein Vermögen in Sicherheit bringt.
99,9999999999999% aller Menschen würden dies genauso tun.

Ein Unternehmen ist keine Sozialamt oder Wohlfahrtsverein, auch wenn das Herr Bsirke gern so hätte.
Zuallererst mal wird es gegründet, damit man damit Geld verdient.
Und wenn es das nicht mehr tut, dann muss man eben retten, was zu retten ist.
Es sei denn, man ist Begründer der "Mutter-Teresa GmbH"
Dieses Geschäftsmodell existiert aber mehr in der Traumwelt einiger Ariva-User, in der Realität eher weniger.
Diese User haben eine Firma mal von außen gesehen bzw. dort mal das Klingelschild geputzt - zu mehr hat es leider nicht gereicht.  

10.10.12 13:12
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31036 Postings, 7008 Tage sportsstarIch finde es aber dennoch einfach frech,

die Familie so hinzustellen, als wären es raffgierige Menschen, die ohne Rücksicht auf Verluste und soziales Denken handeln. Immerhin haben sie damals ein "Imperium" aufgebaut und über vier Jahrzehnte Arbeitsplätze geschaffen, Steuern bezahlt und dafür gesorgt, dass sich zigtausende Menschen über Jahre überhaupt ernähren konnten.

Muss denn derjenige, der all das überhaupt einst ins Leben gerufen hat, nun auch am Bettelstock gehen!?
Wo sind wir nur hingekommen, wenn einem noch nicht mal nach 40 Jahren Unternehmertum und permanenter Arbeit eine läppische Million im Schnitt pro Jahr für das Geleistete zum Gemeinwohl gekönnt wird. Traurig.  

10.10.12 13:16

95440 Postings, 7272 Tage Happy End*g*

10.10.12 13:16

95440 Postings, 7272 Tage Happy EndEin goldener Bettelstock...

10.10.12 13:19

95440 Postings, 7272 Tage Happy EndPS:

http://www.ariva.de/forum/Arbeitgeber-feuern-nach-Belieben-374082  

10.10.12 13:37
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10616 Postings, 4229 Tage rüganerMouton-die hiesige Arbeitsagentur sagt,dass die

ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter schlicht zu hoch bezahlt waren für den hiesigen Arbeitsmarkt und deswegen ungern neue Stellen annehmen.
Ich finde die Bezahlung nicht zu hoch, aber die meisten Verkäufer verdienen hier weniger.  

10.10.12 16:02
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36818 Postings, 6288 Tage TaliskerAls Gläubiger von Schlecker

(der ich natürlich nicht bin) würde ich mir angesichts von #43 nur ungläubig die Augen reiben.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

10.10.12 16:07
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3723 Postings, 3435 Tage Bronko#43 ich "könne" Dir einen Duden.......

10.10.12 16:21

5353 Postings, 4342 Tage Colea#43: einfach nur krank !!

Aber in einer sozial kalten Gesellschaft muß man sich an solche Denkweisen wohl gewöhnen ...  

10.10.12 16:27

10246 Postings, 4095 Tage Astragalaxia#43

ich bin dafür , dass wir einen spenden-marathon für die gebeutelte family ins leben rufen sollten...manch einer hat sich nach so einer pleite und den daraus resultierenden folgen schon schlimmes angetan...

 

10.10.12 16:29
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69017 Postings, 6240 Tage BarCodeIch frage mich wirklich,

was nun eigentlich unternehmerisches Risiko bedeutet., mit dem ja (mit allem Recht der Welt) ein höheres Einkommen und höhere Rücklagen begründet und gerechtfertigt werden. Wenn nun der Risikofall allerdings eintritt, was dann? Sind dann diese Begründungen plötzlich obsolet und man hat plötzlich neue Ansprüche erworben?

Worin liegt denn dann das "Risiko"? Dass man das Betriebsvermögen verliert, wenn das Ding abkackt ist eh klar.  Deshalb sind alle Vermögensberechnungen, die auf Betriebsvermögen ausgedehnt werden, auch latte. Wie schnell das weg und null und nichtig ist, sieht man ja bei Schlecker. Dann tritt die persönliche Haftung in den Vordergrund: D wird derzeit gerne auch von Managern für ihr Handeln verlangt (auch nicht ganz zu Unrecht) mit dem Hinweis, dass Unternehmer schließlich auch mit Mann und Maus für das unternehmerische Risiko haften.
Ich kann jetzt nicht ganz erkennen, wie man das unter einen Hut bringt, wenn man gleichzeitig bei Pleite den Erhalt der persönlichen Rücklagen in nicht ganz unbeträchtlichem Ausmaß damit rechtfertigt, dass die Leut ja schließlich lange erfolgreich waren.
Ökonomisch gesehen gelten solche Kriterien für Arbeitnehmer, die nach 40 Jahren Arbeit plötzlich leer ausgehen ja auch nicht. Die haben womöglich auch erfolgreich für das Unternehmen gearbeitet. Und wenig(er) verdient, weil sie kein "unternehmerisches Risiko" tragen.

Ich kenne jedenfalls einige Unternehmer, bei denen hieß "unternehmerisches Risiko", dass sie tatsächlich am Ende in der Unterhose dastanden. Finde ich auch nicht angemessen. Es sollte auch geschützte private Rücklagen geben. Die Gesellschaft hat nix von Sozialfällen. Aber zwischen "Sozialfall und 40 mio. gibt es m.E. einen gewissen Spielraum.

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10.10.12 16:32
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36818 Postings, 6288 Tage TaliskerDas noch hinzugefügt

bzgl. #43:
" Ich finde es aber dennoch einfach frech, die Familie so hinzustellen, als wären es raffgierige Menschen, die ohne Rücksicht auf Verluste und soziales Denken handeln."
Find ich nicht frech. Das zeigt einfach ein Blick in die Geschichte dieser Firma. Zu einer ordentlichen Bezahlung musste Schlecker erst gerichtlich gezwungen werden. Dass er das in den letzten Jahren, so wage ich zu behaupten, getan hat, lag wohl vor allem daran, dass er von seinem schlechten Image wegkommen wollte. Ich kann mir bei seiner Vorgeschichte nicht vorstellen, dass er plötzlich sein soziales Gewissen entdeckt hatte.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

10.10.12 16:34
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5256 Postings, 5416 Tage CragganmoreEinerseits die raren persönlich haftenden

Gesellschafter rühmen und andererseits zu tolerieren, dass die "persönlich heftenden" dann das vermögen schön auf ehefrau und Kinder verteilem, wenn esbrenzilg wird, geht nicht zusammen. Und das hat jetzt auch ein Nachspiel, das aus den 40 Millionen etwas kleinere Brötchen machen wird.
Schleckers waren die Mitarbeiterinnen über Jahrzehnte völlig egal, Hauptsache sie funktionierten. Und persönlich haftend war der Anton nur deswegen, weil er als Einzelkaufmann keinem Rechenschaft schuldig war und niemandem einen Blick in seine Bücher gönnte.  

10.10.12 16:35
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69017 Postings, 6240 Tage BarCodeIch halte das insgesamt

übrigens nicht für eine moralische oder "Gerechtigkeits"-Frage. Eher für eine Frage der wirtschaftlichen Grundordnung. Die funktioniert m.E. nur, wenn es tatsächlich ein echtes "unternehmerisches Risiko" gibt.
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10.10.12 16:37
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42128 Postings, 7805 Tage satyrJa BC es ist so als hier in Pforzheim die

Schmuckindustrie den Bach runterging,waren hier einige die halt nicht
clever genug waren und alles verloren haben.Haus und Hof.
Weil sie die Tricks nicht kannten wie man pleite geht und nachher besser da steht als davor.
Einer davon den ich gut kannte über Jahre,der hat für sein Geschäft gelebt und sich
dann aufgehängt.
Es ist wirklich so wenn man gut verdient als Selbständiger zahlt man ohne
ende,bist du dann am Arsch,ist niemand da der nen Schirm aufspannt.  

10.10.12 16:38
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3097 Postings, 3884 Tage Bafo#50

für Soziales ist heutzutage eben nur noch der Staat verantwortlich. Sagt doch schon das Wort "Sozialstaat"
Daran haben sich doch schon fast alle Bürger gewöhnt.
Die Idioten von früher, die sich gegenseitig geholfen haben und wo Einer auf den Anderen geachtet hat - die sind doch nicht mehr zeitgemäß. Es lebe der Sozialstaat!  

31.10.12 19:53
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4343 Postings, 3598 Tage EvermoreMassenentlassungen sind schlimm.

Man denke nur an Griechenland, wo die Regierung unterm Strich MINUS 1000 Staatsdiener in den letzten zwei Jahren entlassen (also 1000 neu eingestellt) hat! Dabei hat das Land nur 10 Mal so viele Staatsdiener pro Kopf wie Deutschland. Wird hier nicht eine der besten Verwaltungen der Welt sinnlos kaputtgespart? Was sollen die 1000 Betroffenen jetzt alle den ganzen Tag über tun?

http://www.welt.de/politik/ausland/...Krise-1000-neue-Beamte-ein.html

Und die Tochter von Anton Schlecker hat im Fernsehen gesagt, es sei der Familie "kein substantielles Vermögen" geblieben. Wie soll denn eine vierköpfige Familie von 40 Millionen Euro leben?? Erklärt mir das bitte mal! Da muss man jede Million fünfmal umdrehen bevor man eine Beteiligung erwirbt. Sagt ihr mal einem Multimillionär ins Gesicht, er soll für von ihm getroffene unternehmerische Entscheidungen die Verantwortung übernehmen! Das bringt keiner von euch über's Herz, sag ich euch. Und wenn die Schleckers dann verhungert sind, werden wir alle rumheulen wie viel sie für uns getan haben!!!!  

01.11.12 15:07
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4343 Postings, 3598 Tage Evermore#58 Sie sagte: "kein signifikantes Vermögen"

19.03.13 21:00
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4343 Postings, 3598 Tage Evermore"Es ist nichts mehr da"

Jetzt kommt raus, die Schleckers zahlen aus ihrem bedeutungslosen Vermögen 10 Millionen an den Insolvenzverwalter, weil sie offenbar noch was auf die Seite geschafft hatten, bevor der Kahn absoff. Es gibt also noch so was wie Marktwirtschaft und privatwirtschaftliche Haftung in Deutschland...

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/...och-noch-was-da/7953584.html  

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