Das ist der Hammer

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neuester Beitrag: 24.08.05 09:56
eröffnet am: 24.08.05 07:07 von: moya Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 24.08.05 09:56 von: Kalli2003 Leser gesamt: 334
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24.08.05 07:07

890114 Postings, 6087 Tage moyaDas ist der Hammer

"L'Equipe": Armstrong war 1999 gedopt


Lance Armstrong  
Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong war bei seinem ersten Erfolg 1999 nach einem Bericht der Pariser Sportzeitung "L'Equipe" mit dem Blutdoping-Mittel Erythropoetin (EPO) gedopt. Unter dem Titel "Die Lüge Armstrong" schreibt "L'Equipe" heute, das renommierte französische Doping-Labor Châtenay-Malabry habe in sechs Urinproben des Amerikaners Spuren des unerlaubten Mittels nachgewiesen. Bei den Proben handelt es sich um Urin, der 1999 eingefroren und jetzt untersucht wurde.


UCI-Präsident fordert Aufklärung
Hein Verbruggen, der Präsident des Internationalen Radsport- Verbandes UCI, forderte die vollständige Aufklärung. Erst dann könne man entscheiden, "ob es rechtliche Schritte geben sollte und ob dies ein weiterer Schlag für den Radsport" sei. Derzeit seien in den Fall lediglich Armstrong und Frankreich involviert. Der bei der Deutschland-Tour als Jury-Präsident fungierende UCI- Funktionär Martin Bruin hält juristische Schritte gegen Armstrong für unwahrscheinlich. "Ich rechne nicht mit rechtlichen Konsequenzen", sagte der Niederländer. "Die A-Probe, die damals genommen wurde, war negativ, die jetzt nach untersuchte B-Probe positiv." Ohne gültige Gegenprobe seien juristische Schritte gegen einen Sportler nicht möglich, erklärte Bruin.

Wada muss juristische Folgen klären
Auch deutsche Doping-Experten bezweifeln Konsequenzen für Armstrong. "Die Frage ist zuerst einmal, ob die Tests rechtskräftig genug sind, um zu einer Anklage zu führen", sagte der Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada), Roland Augustin. "Was man hier juristisch machen kann, muss vielleicht die Wada klären", forderte Wilhelm Schänzer, der Chef des vom IOC akkreditierten Dopingkontrolllabors am Biochemischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln, Aktivitäten von der Welt-Anti-Doping- Agentur.

"Keinerlei Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse"
"Es gibt keinerlei Zweifel an der Gültigkeit der Test- Ergebnisse", sagte Jacques de Ceaurriz, der Direktor des Labors Châtenay-Malabry. Allerdings seien die Proben "im Rahmen wissenschaftlicher Forschung" anonym ausgewertet worden. Es sei nicht um einen bestimmten Fahrer gegangen. Augustin kritisierte diese Vorgehensweise: "Wenn man nur wissenschaftliche Forschungsarbeit gemacht hat, gehören die Ergebnisse nicht in die Medien, und man sollte eine genaue Kenntnis der Rechtslage in den USA haben, bevor man sie öffentlich macht."

Neue Nachweis-Methode
1999 war die Methode, EPO im Urin nachzuweisen, noch nicht entwickelt. EPO-Kontrollen wurden erst bei den Olympischen Spielen des Jahres 2000 in Sydney und der Tour de France im folgenden Jahr gemacht. Das EPO-Hormon erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen, so dass das Blut mehr Sauerstoff aufnehmen und zu den Muskeln transportieren kann. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 30 Prozent erreicht. Armstrongs Anwalt teilte dem Blatt mit, sein Mandant wolle sich nicht konkret zu den Vorwürfen äußern, sondern erst "prüfen können, was in der Zeitung gesagt wird."


Armstrong beteuert Unschuld
Lance Armstrong stand schon des Öfteren unter Dopingverdacht, wurde bislang nur einmal positiv getestet. Dieser Test aus dem Jahr 1999 hatte aber keine Konsequenzen für den Radprofi, da sein Team US Postal nachweisen konnte, dass er wegen Sitzbeschwerden eine Salbe mit einem verbotenen Kortikoid verwendet hatte. Zu den erneuten Vorwürfen beteuerte Armstrong: "Ich wiederhole einfach, was ich schon so oft gesagt habe: Ich habe niemals leistungssteigernde Mittel eingenommen."

Jean-Marie Leblanc ist geschockt
"Wir sind nach diesen Enthüllungen sehr besorgt, sehr geschockt", meinte Tour-de-France-Direktor Jean-Marie Leblanc in einer ersten Reaktion. Die Affäre habe "schwerwiegende Auswirkungen" für die Tour und zeige, "dass der Kampf gegen Doping im Radsport und in anderen Sportarten seine Zeit braucht".

Erschütterung in der Radsportszene
"Da ich überhaupt keine Details kenne, will ich das nicht kommentieren", sagte Armstrongs Dauer-Rivale Jan Ullrich vor der letzten Etappe der Deutschland Tour. Der im Gelben Trikot zum Ziel in Bonn fahrenden Amerikaner Levi Leipheimer, der 2000 und 2001 im Armstrong-Team US-Postal fuhr, erklärte: "Ich bin nicht Lance, das interessiert mich nicht." In Frankreich hingegen herrschte Bestürzung. "Das ist ein Donnerschlag", sagte der Sportmanager des Rennstalls Cofidis, Eric Boyer und kritisierte zugleich den Radsport-Weltverband UCI. "Die Journalisten haben ihre Arbeit getan, doch finde ich es wirklich schade, dass der Internationale Radverband nicht nachträglich die Mittel einsetzt, die ihm zur Verfügung stehen."

Gruß Moya

 

24.08.05 09:56

58960 Postings, 6431 Tage Kalli2003leute, leute, so geht das nicht weiter

wieso kam der *JIMPS* nicht um 07:08? Muss ich mich denn um alles kümmern??

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

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