Das Schweizer China-Wunder

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neuester Beitrag: 08.07.04 11:51
eröffnet am: 08.07.04 11:06 von: Philippe Anzahl Beiträge: 4
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08.07.04 11:06

77 Postings, 6102 Tage PhilippeDas Schweizer China-Wunder

580 Schweizer Unternehmen versuchen in China ihr Glück, ausserhalb der europäischen Union. Sie profitieren von guten Beziehungen, vom hohen Ansehen der Schweiz in China und von einem Markt mit 1,3 Milliarden Menschen, die alle von einem besseren Leben träumen. Auf den Spuren der Schweiz im Reich der Mitte: eine Reise mit Pascal Couchepin.



Die Schweizerische Eidgenossenschaft pflegt beste Beziehungen zu China. Das stellt die Delegation gleich beim Besuch bei Staatspräsident Hu Jintao fest, nachdem sie über die abgesperrten Stadtautobahnen von Beijing zum Tiananmen-Platz chauffiert worden ist, wo immer noch das riesige Porträt von Mao prangt.

Auch das neue Staatsoberhaupt spricht die alten Verdienste der Schweiz an: Als einer der ersten Staaten anerkannte sie schon vor einem halben Jahrhundert die Volksrepublik; Schindler gründete, als weltweite Sensation, das erste Joint Venture mit einer chinesischen Firma, die «Winterthur» erhielt als erste Versicherung eine Lizenz. Mit Pascal Couchepin reist zum dritten Mal seit 1996 das Staatsoberhaupt nach China, und die Besuche von Micheline Calmy-Rey und Samuel Schmid im Frühling 2003, trotz Sars-Panik, kamen bei den Chinesen gut an. Neben den Nachbarländern, betont der Bundespräsident, tauscht sich die Schweiz mit keinem anderen Staat so gerne aus.

«Die Schweiz geniesst in China einen sehr guten Ruf», weiss Uli Sigg, der 1980 den Deal für Schindler einfädelte und von 1995 bis 1998 das Land als Botschafter in Beijing vertrat (siehe «Unsere Männer in China» auf Seite 91). «Alles, was wir als Klischee der Schweiz betrachten, ist für die Chinesen völlig intakt.» Sie glauben also noch an Verlässlichkeit, Vertragstreue und Qualitätsdenken der Eidgenossen, bestätigt UBS-Generaldirektor Urs Rinderknecht. «Unsere Ausgangslage ist deshalb hervorragend», betont er. «Wir machen es auch gut ? besser als zu Hause.»

Das Image der Schweiz in China sei sehr gut, hält ein vertraulicher Bericht des Aussenministeriums ebenfalls fest, umgekehrt gelte das allerdings leider nicht, vorwiegend wegen der Fragen um die Menschenrechte. Nicht nur weil es die Schweizer als Schulmeister der Welt von ihm erwarten, spricht denn auch der Bundespräsident bei Staatspräsident Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao an, was die Chinesen «difficult matters» nennen: Immerhin bildet die Schweiz mit China zusammen Gefängnispersonal aus und besteht bei jedem Memorandum auf einer Klausel betreffend die Menschenrechte. Pascal Couchepin weiss, dass die Staatsführung auf Grund der traumatischen Erfahrungen in der jüngeren Geschichte und der latenten Spannungen im Riesenreich nichts so fürchtet wie das Chaos: «Denselben Horror haben wir Schweizer ja auch ? wir sind wohl die Chinesen Europas.» Und als Liberaler meint er auch gegenüber den Journalisten vor Ort, die nur über Verhaftungen von Website-Betreibern sprechen mögen, der Markt werde für mehr Freiheiten sorgen: «Was ist denn der Markt? Doch die Verbreitung von Information! Der Markt wird die Menschen daran gewöhnen, Entscheidungen zu treffen.»



Dieser Markt zählt 1,3 Milliarden Menschen, die von einem besseren Leben träumen, also mögliche Konsumenten: Er verspricht allen gewaltige Chancen, die ihn erobern. Nestlé beschäftigt denn auch in China schon 10 000 Mitarbeiter in 21 Fabriken. Im letzten Geschäftsjahr übersprang der Umsatz eine Milliarde Franken ? allerdings erst gut ein Prozent der Verkäufe des Giganten. Novartis, mit einer Produktionsanlage in Beijing, setzt 200 Millionen um: Der chinesische Markt ist damit gegenwärtig Nummer zehn, soll aber ? da auch die Chinesen zunehmend an Zivilisationskrankheiten wie Kreislaufproblemen oder Krebs leiden ? bis 2020 die Nummer eins werden.
 

08.07.04 11:09

77 Postings, 6102 Tage PhilippeBilder!

Die Bilder funktionieren beim Posting nicht! "http://www.ariva.de/board/anonymize/" bitte entfernen!


Hier sind die Bilder:

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08.07.04 11:23

5698 Postings, 6775 Tage bilanzAlter Kaffe aus 2003, hier das Neueste!

 
'Präsenz in Asien wichtig'

Besuch vom 5. bis 7. Juli 2004 in Singapur.

Bundesrat Pascal Couchepin hat in Singapur die Ausbildungs- und Forschungsplattform «Swiss House» eröffnet. Zum Abschluss seines Singapur-Besuchs betonte Couchepin die Wichtigkeit einer starken Präsenz der Schweiz in Asien.

sda

Mit dem «Swiss House für Ausbildung, Forschung und Innovation» will die Schweiz Aktivitäten von Schweizer Studenten, Wissenschaftern und Unternehmern in Singapur fördern. Das der schweizerischen Botschaft angeschlossene «Swiss House» im Technologiekomplex «Biopolis» beschäftigt drei Personen.
Man verstehe sich vor allem als «Türöffner» für Schweizer Institutionen, sagte Initiantin Suzanne Hraba-Renevey. Mit seinem Budget von 130 000 Franken - ohne Lohnkosten - will es etwa Ausstellungen, Symposien, Roadshows oder Investorenseminare organisieren. Das Swiss House ist neben dem «Share» in Boston und «swissnex» in San Francisco die dritte derartige Institution.

Bedeutendes Asien
Der gesamte asiatische Raum werde für die Schweiz immer bedeutender, sagte Couchepin am Dienstag vor Medienvertretern in einer Bilanz seiner Asienreise. Er habe deswegen letztes Jahr auch China und Indien besucht. Für dieses Jahr sei zudem eine weitere Reise nach China vorgesehen.
In Singapur habe die Schweiz mit ihrer Präsenz bereits einen Vorsprung zu anderen grösseren Ländern, sagte Couchepin. Er erwähnte dabei das neu eröffnete Novartis Institut für tropische Krankheiten und die starke Präsenz der Universität St. Gallen in dem südostasiatischen Stadtstaat.

Kleines Land im Wettbewerb
Singapur müsse sich mit einem vergleichsweise hohen Lohnniveau behaupten, sagte Couchepin. Diese Situation sei auch bei seinem Besuch bei Premierminister Goh Chok Tong am Montag zur Sprache gekommen. Protektionismus bringe in solchen Situationen nichts: Ein kleines Land müsse den Wettbewerb akzeptieren.
Mit dem Premierminister habe er zudem die Situation der islamischen Welt erörtert, sagte Couchepin; sei doch Singapur umgeben von islamischen Staaten. Allerdings sei die hiesige moslemische Bevölkerung sehr moderat.
Die dreitägige Reise nach Singapur von Pascal Couchepin stand im Zeichen der Eröffnung des Novartis-Instituts für Tropenkrankheiten und des «Swiss House». Neben dem Premierminister hatte er sich auch mit dem Handels- und Industrieminister George Yeo zu Gesprächen getroffen.

Landbote 8.7.04  

08.07.04 11:51

77 Postings, 6102 Tage PhilippeVöllig daneben, es geht um Schweizer Unternehmen!

Völlig daneben, es geht um Schweizer Unternehmen in China, sowie die grossen Möglichkeiten ausserhalb der europäischen Union! Die Botschaft sollte eigentlich heissen - wir lassen uns von niemandem erpressen und kriechen keinem in den Wertesten!

Die EU hat uns ausserhalb der Schweiz als etwas, Zitat: "Williges" eingestuft, bloss die Völker - wir - verhindern, dass wir zur Freier, sprich EU, kommen!

Diese Unverschämtheit lassen wir uns grundsätzlich nicht gefallen, deshalb suchen wir neue Möglichkeiten ausserhalb der EU!!!  

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