Das Kartell der Energiekonzerne - jetzt im ZDF

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neuester Beitrag: 03.04.08 17:11
eröffnet am: 03.04.08 00:42 von: Mathou Anzahl Beiträge: 28
neuester Beitrag: 03.04.08 17:11 von: Fifastar Leser gesamt: 1110
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03.04.08 00:42
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3022 Postings, 5708 Tage MathouDas Kartell der Energiekonzerne - jetzt im ZDF

per IPTV könnt Ihrs neuerdings auch schauen

 
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03.04.08 01:35
6

96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaNa das mit der Strombörse wusste ich vorher, aber

den Unterschied in den Preisen war mir nicht in der Höhe klar. 15 ? nach Stromproduktion und dann verkauft man ihn für 55 ? an die Endkunden mit der Zwischenstation Strombörse . Beim Gas aus Russland ist es mit 16 ? zu 45 ? fast genauso krass.

Wundert mich aber alles nicht mehr. Die Lobbyisten sind doch überall. Beim Thema Altersvorsorge ist es doch genau das Gleiche. Da wird uns erzählt, wir sollen doch über Lebensversicherungen, Fondssparen und Riesterrende ein zweites Standbein aufbauen, weil ja angeblich die Alterspyramide gegen die gesetzliche Rente spricht. Totaler Quatsch wie kürzlich bewiesen wurde.
Ist ja auch leicht nachzuvollziehen. Wer macht denn mit Fondssparen oder Lebensversicherungen nach Inflation noch Gewinn? Kaum jemand. Und wenn man versucht vorher zu kündigen muss man sich mit einem Bruchteil des eingesetzten Kapitals abfinden. Aber die Lobbyisten haben dafür gesorgt, das den Quatsch mit der Alterspyramide mittlerweile 95% der Deutschen glauben.
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 11:38

2232 Postings, 4834 Tage TraderonTourIch kenne die neuen Studien

Allerdings sollte man das auch aus zwei Seiten betrachten- auch dies haben Lobbyisten manipuliert- wie fast alles...
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Mit freundl. Grüßen TraderonTour

03.04.08 11:44

578 Postings, 5560 Tage tommmEntscheidend ist die Anzahl

der sozialversicherungspflichtigen Jobs....da muß man ansetzen.  

03.04.08 11:48
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12175 Postings, 6769 Tage Karlchen_IIÜbrigens Löhne...

2007 je Nase im Schnitt:

Energiewirtschaft: 45.000 Euro

Gesamtwirtschaft: 27.000 Euro.


Alles klar?  

03.04.08 11:50
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4747 Postings, 7255 Tage n1608Katjuscha, Du willst ernsthaft

behaupten, dass sich die Alterspyramide nicht umgedreht hätte und es kein demographisches Problem gibt? Ist nicht Dein Ernst, oder?  

03.04.08 11:58

7538 Postings, 6824 Tage Luki2und nicht Vergessen!

die Heuchelei mit der Doppelbesteuerung beim Strom!
und die Gesetze so zu ändern das unter dem Druck der Energiekonzerne diese
Monopol Stellung von 2000 - 2002 sogar als Gesetz eine Zustimmung fand.

abartig, so von den gewählten Volksvertretern so Abgezockt zu werden,
damit Sie Ihre Eigene Unfähigkeit Finanzieren können!

unglaublich :-(((  

03.04.08 12:02
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12175 Postings, 6769 Tage Karlchen_IIUnfähigkeit?

Aber nicht doch. Im Bundestag sitzt - parteiübergreifend - eine stille Fraktion der Stromlobby. Die sorgt schon für ihre Herren und Geldgeber.  

03.04.08 12:09

7538 Postings, 6824 Tage Luki2meinst Du das?

http://www.focus.de/politik/deutschland/...-schreiben_aid_268156.html

abartig :-( mehr fällt mir nicht ein.

Gr.  

03.04.08 12:17

96665 Postings, 7184 Tage Katjuscha#8, darum gehts nicht

Die Alterspyramide verändert sich. Natürlich! Hab ich nie bezweifelt, aber man muss bezüglich Rente die Produktivität mit einfließen lassen.

Wie erklärst du dir, das im vor 40 Jahren 7 Einzahler für einen Rentner aufkamen, heute 3 Einzahler für einen Rentner aufkommen, aber die Rente heute trotzdem viel höher ist und die Löhne auch? Das hat mit dem Einfluss gesamtwirtschaftlicher Faktoren, besonders der deutlich überproportional steigenden Produktitvität zu tun.
In 30 Jahren werden durch die wieder veränderte Altersstruktur nur noch 2 Einzahler in die gesetzliche Rentenkasse dann ein Rentner versorgt, und auch das wird bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung unserer Gesellschaft aushalten.

Dazu kommt, das es dafür keine Alternative gibt. In GRoßbritanien wurde das Rentensystem vor 20-25 Jahren weitestgehend privatisiert, mit der Folge, das ein Großteil der Rentner heute unter der Armutsgrenze lebt und es teilsweise Auswüchse wie vor dem 2.Weltkrieg nimmt. Und durch die Anlage in Immobilienfonds, die in den letzten 10 Jahren dort immer mehr en vogue wurden, verschärft sich die aktuelle Situation dort für die Rentner noch.

Dazu muss man sich mal über die Alternativen klar werden. Wenn du heute als Kleinsparen (die meisten Leute haben ja kein Vermögen, sondern knapsen von ihrem Monatslohn 50-100 ? für private Altersvorsorge ab) zu einem Vermögensberater gehts, ist das in den meisten Fällen jemand der Dir die Produkte eines großen Versicherungskonzerns oder einer großen Privatbank anbietet. Das sind Fondssparen, Riester und nach wie vor sehr beliebt wie unsinnig die Lebensversicherung. Nachweisbar kann man nach Anzug der Kosten und der Inflation nur dann Gewinne machen, wenn man diese Anlageformen länger als 40-50 Jahre hält bzw. einzahlt.
Dazu kommt noch, das man nicht vergessen darf, das sich auch diese Anlageformen nach der Alterspyramide richten. Die Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen wird regelmäßig gekürzt, je nachdem was die Versicherer erwarten. Deshalb zieht das Argument mit der Alterstruktur als Beispiel für die angeblich unsicherer gesetzliche Rente sowieso nicht.
Beide Rentenformen hängen nämlich an der Alterspyramide. Nur erwähnt die Versicherungswirtschaft das natürlich nur bezüglich der gesetzlichen Rente und vergisst dabei, das es unlogisch ist, einfach nur die Anzahl der Einzahler mit den Rentnern gegenüberzustellen. Auch vor 30-40 Jahren wurde nämlich über die Alterspyramide schon gesprochen.
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 12:30

4747 Postings, 7255 Tage n1608#12

1. Der rentenversicherungsbeitrag hat sich in den letzten 40 jahren mehr als verdoppelt. Ist doch klar, dass dann nur noch die Hälfte der Einzahler benötigt wird, um die gleiche Anzahl Rentner zu versorgen. Wie weit glaubst Du können wir den RV-Beitrag noch erhöhen? Ich behauptet wir sind schon am Ende der Fahnenstange, ab jetzt würde extrem schädlich für unsere Volkswirtschaft.

2. Was schlägst Du denn alternativ zur Av vor. Wer meint mit einem Fondsparplan,  fondsgebundenen RV oder einer Riester Rente keine vernünftige Rendite erzielen zu können, soll sich halt ne Immobilie zu legen. Was hat übrigens eine Fondssparplan oder eine LV mit unserer Alterspyramide zu tun? Nur im Bereich RV spielt das eine Rolle (Sterbetafeln. Wenn die Lebenserwartung alle 10 Jahre um 3-4 Jahre steigt wie in der Vergangeheit, dann kann ein privater Rentenversicherer auch keine gleichbleibend hohe Rente LEBENSLANG auszahlen. Das funktioniert nur bei Nobby Blüm!  

03.04.08 12:31

12175 Postings, 6769 Tage Karlchen_II@Katjuscha - denk mal drüber nach.

Klar steigt die Produktivität. Der Erlös daraus will aber verteilt sein.

Sagen wir mal, dass das Verhältnis Gewinne zu Löhnen gleich bleibt (was seit Jahren allerdings nicht der Fall war), dann bekommen die Arbeitnehmer ihren Teil vom Produktivitätsfortschritt in Form der Löhne. Von den Löhnen werden allerdings die Kosten für die Rentner abgezogen. Und wenn es mehr Rentner gibt und die Renten steigen, wird der Abzug immer größer. Das kann dann darauf hinauslaufen, dass es zwar einen Produktivitätsfortschritt gibt, der Arbeitnehmer aber nix davon hat, weil er einen immer größeren Teil seines Lohns an die Rentner abdrücken muss.  

03.04.08 12:38
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96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaUnd noch was

Stark risikoaverse Anlegertypen bzw. Berufstätige müssten zudem in einer Privatversicherung eine höhere Prämie zahlen. Der Witz der Privatversicherung besteht ja darin, dass Beiträge risikoadäquat eingenommen werden, so dass die Hochbelasteten, ihrem Risiko entsprechend einen viel höheren Beitrag haben.
Die Riesterrente wird zudem oftmals als risikolos eingestuft. Auch falsch. Es ist nur garantiert, das man nicht weniger rausbekommt als man eingezahlt hat. Im schlimmsten Fall kann das trotz der staatlichen Zuschüsse heißen, das man nach 30 Jahren Einzahlung das gleiche Geld bekommt was man eingezahlt hat. Was das bei 2% Inflation p.a. heißt, kann sich jeder ausmalen. Abgesehen davon, das auch dort Sparpläne enthalten sind, die sich ebenfalls bei der Überschussbeteiligung nach der Alterspyramide und anderen volkswirtschaftlichen Gegebenheiten richten.
Und ich möcht nicht wissen was passiert, wenn wir mal irgendwann japanische Verhältnisse bekommen, also 20 Jahre lang keine steigenden Börsenkurse und ebenfalls ne schlechte demographische Struktur. Sind wir dann mit einer Privatvorsorge schlauer?

Das du mich nicht falsh verstehst. Leute mit einem Vermögen sollten natürlich privat vorsorgen. Auch Mittelständler sollten das. Aber die Hälfte der Bevölkerung hat schlichtweg nichts zum sparen, und wenn müssen sie sich darauf verlassen, das er ihre 50 ? pro Monat in etwas vernünftiges investiert. Und ich will ja nicht zu sehr auf den Anlageberatern rumhacken, aber das ist doch utopisch, das Anlageberater vernünftige Angebote machen. Die profitieren von Provisionen für Modelle der Versicherer und Banken, und diese Angebote müssen sich für den Anbieter rentieren. Allein das Modell Lebensversicherung zeigt die Abzocke doch sehr schön.
Die Kosten, die über die Laufzeit anfallen, werden sofort am Anfang abgezogen. Dadurch kommts dazu, das man bei Auflösung immer erheblich weniger rausbekommt als man eingezahlt hat. Das geht in den ersten 15 Jahren um bis zu 80% des eingezahlten Gelds. Später werden dir dann Briefe geschickt, wonach sich aufgrund der Demographie und anderer Einflüsse der Überschussanteil senkt, und du nicht mehr die angekündigten 70.000 ? nach Laufzeitende rausbekommst, sondern nur noch 55.000 ?. Da fasst du dich natürlich an den Kopf, weil dir nach Inflation nicht mehr viel Gewinn bleibt, wenn du nicht sogar im minus bist. Jetzt willst du das Geld ausgezahlt bekommen, und kriegst nen Bruchteil des eingezahlten Geldes. Schöne tolle Welt Privatvorsorge.




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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 12:56
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96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaRichtig Karlchen

Deshalb muss es ja auch ne gesellschaftliche Umverteilung geben. Das Geld ist vorhanden, nur wirds nicht an die Arbeitnehmer weitergegeben und auch die Mittelständler werden in vielen Fragen benachteiligt. Wie soll da ne Altersvorsorge stattfinden, gesetztlich wie privat, die sich trägt?
Es gibt ja nicht nur ne Veränderung der Altersstruktur, sondern auch des Einkommensgefälles. Solange uns die gleichen Lobbyisten für die Privatvorsorge erzählen, das auch Mindestlöhne und steigende Reallöhne Quatsch sind, diskutiere ich mit denen nicht über Privatvorsorge. Da lacht sich doch jeder Arbeitnehmer kaputt, wenn er sowas hört. Ich weiß ja nicht wie es in deiner Umgebung so ist, aber hier haben es die Leute schwer, noch Geld für die privat Altersvorsorge abzuknöpfen. Es sei denn ihr wollt, das wir die gesetzliche Rente abschaffen und jeder das Geld privat verwenden kann. Dann garantier ich dir, das wir Altersarmut der schlimmsten Sorte sehen werden. Die Ungerechtigkeit wird dann nicht nur in den mittleren Altesgruppen zunehmen, sondern bei den Rentnern noch viel stärker zum tragen kommen. Braucht nur mal ein paar weiter Fälle "Göttinger Gruppe" geben, und dann bin ich mal gespannt, wie die betroffenen Rentner dann versorgt werden.

Ich geb aber gerne zu, das ich kein Experte bin. Hab kürzlich dazu aber 2 TV-Beiträge gesehen, wo sich weitestgehend die Wissenschaftler einig darüber waren, das die gesetztliche Rente in der Form erhalten bleiben muss. Abgesehen von einem Wissenschaftler, dessen Institut seit Jahren von der Versicherungswirtschaft unterstützt wird, und der auch Meinungsführend in der Diskussion der letzten Jahre war. Dazu kommen Politiker, die auf der Gehaltsliste dieser Versicherungswirtschaft stehen, und in der Zeit der rotgrünen Koalition immer wieder die Ansichten dieses einen Instituts nachgeplappert haben.

Sicherlich werden die Rentenbeiträge weiter steigen, genau wie in den letzten 30 Jahren auch. Deshalb müssen auch die Löhne steigen, damit sowohl der Arbeitnehmer noch gut leben kann als auch der Rentner. Mal abgesehen davon sind die Renten in Deutschland aktuell relativ hoch. Wenn die in 30 Jahren im Vergleich zum Wert der Kaufkraft etwas fallen, hab ich damit kein Problem. Trotzdem ist die gesetztliche Rente für mich die wichtigste Säule des Rentensystem und kann nicht durch private Modell ersetzt werden. Wer privat vorsorgen kann, soll das tun, wobei er dabei keine Sicherheit hat, das Geld in voller Höhe wiederzusehen. Die meisten Leute werden es sich aber einfach nicht leisten können, selbst wenn man einen Teil der gesetztlichen rente dafür verwendet.
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 13:00
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14023 Postings, 4836 Tage Nurmalso#14 Karlchen, was soll das?

"Das kann dann darauf hinauslaufen, dass es zwar einen Produktivitätsfortschritt gibt, der Arbeitnehmer aber nix davon hat, weil er einen immer größeren Teil seines Lohns an die Rentner abdrücken muss."

Das ist doch wieder mal die übliche Angstmache á la Rürup & Co. Hast du jetzt auch einen Beratervertrag bei der Allianz?

Deutschland wird Jahr für Jahr reicher. Dazu braucht man sich nur einmal die Entwicklung des Bruttonationalproduktes ansehen:
http://www.statistik-portal.de/Arbeitskreis_VGR/VR_tab12.asp
Hier sind die Zahlen pro Einwohner von 1991 bis 2003 in Euro:

 18.893 20.11520.46121.228 21.94222.29322.699 23.351  23.94024.59325.05325.315   25.620

In den Zahlen stecken alle vom Baby bis zum Greis, vom Hartz iV-Empfänger bis zu den Aldi-Brüdern.
Da zählt jeder mit. Die Statistik zeigt schlicht, dass das wachsende Einkommen der Deutschen JEDEN wohlhabender machen könnte, auch die Rentner, auch die aus den Mittelschichten, die gerade absinken. Es muss wohl etwas mit der Verteilung zu tun haben. 
Das Gerede von zu viel Rentnern und zu wenig Beitragszahlern ist interessengesteuerter Scheiß.

 

03.04.08 13:02
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96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaIm Übrigen vergesst ihr was wichtiges

Die Rentenversicherung zahlt nicht nur eine Altersrente, das wird bei dem Vergleich nämlich unterschlagen, die zahlt auch eine Witwenrente, eine Waisenrente, die zahlt Rehabilitationen und hat ein ganzes Programm von Leistungen.

Hier gehts nämlich auch um Gemeinwohl, für das das Rentensystem steht. Bei der Privatvorsorge gehts nur um 2 Dinge. Erstens für den Traum jedes Einzelnen, zum Lebensabend sich ein schönes Vermögen angespart zu haben. Dabei werden Risiken oft ausgeblendet. Kennen wir Börsianer ja.
Und zweitens gehts um den Profit der Banken und Versicherungen. Und nun erzählt mir bitte nicht, das Banken zu allererst ans Gemeinwohl denken! Klar spielen sie im Wirtschaftskreislauf ne entscheidende Rolle und deshalb kann niemand für Profite der Banken sein, aber denkt mal nach wie der Thread begonnen hat!
Auch die Energiekonzerne denken nicht zu allererst an das Allgemeinwohl, geschweige den Verbraucher. Nein, alle großen Konzerne müssen für ihre Aktionäre möglichst stetig den Gewinn steigern. Und da fließt wenig bis gar nichts in die Gesellschaft zurück. Im Gegenteil, der Steuerzahler muss auh noch für die Finanztransaktionen der Banken aufkommen. Wobei ich in den Börsenthreads schon schrieb, das uns aktuell nichts anderes übrig bleibt. Da hat Herr Ackermann leider recht.
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 13:06

96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaSollte eben natürlich heißen

"kann niemand gegen Profite der Banken sein"
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 13:20
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4747 Postings, 7255 Tage n1608@ Nurmalso - schon mal was von Inflation

gehört? Dein Beispiel, dass D jedes Jahr reicher geworden wäre, ist das Dümmste was ich seit langem gelsen habe.

BSP pro Kopf 1991: ? 18.893
BSP pro Kopf 2003: ? 25.620

Unstellt man 2% Inflation über 12 Jahre ergibt sich ein Faktor von 1,27

D.h. das BSP pro Kopf nach Kaufkraft im Jahr 2003 betrug ? 20.173. Das entspricht einer jährlichen Steigerung seit 1991 von 0,8%!!! Mann, sind wir alle reich geworden. Übrigens hättest Du die Werte noch bis 2006 angeben, wäre die Rechnung wegen der gesunkenen Nettolöhne noch bitterer ausgefallen.  

03.04.08 13:51

96665 Postings, 7184 Tage KatjuschaDie Inflation trifft aber eben auch die private

Altersvorsorge bzw. trifft sie die gesamte Gesellschaft.

Übrigens sind 0,8% nach Inflation gar nicht so wenig. Besser wirds wohl nicht mehr werden. Das gesamte Vermögen ist jedenfalls vorhanden. Die Frage ist wo man ansetzt.

Man braucht sich ja nur an der Börse umschauen. Da wird eine Abgeltungssteuer durchgesetzt, die eher der Altersvorsorge schadet und den Spekulanten nutzt. Ich persönlich werde als Kleinanleger, der seine Aktieninvestments vor allem zur Altersvorsorge betreibt, ab 2009 benachteiligt sein, sowohl gegenüber den letzten Jahren als auch gegenüber dem Spekulanten, der jetzt mit nem niedrigeren Steuersatz von 25% traden kann.
Dabei wird auch nicht etwa drüber nachgedacht, eine minimale Steuer auf wirkliche Spekulationen am Devisen-oder Rohstoffmarkt eingeführt. Der Devisenmarkt ist der größte Markt überhaupt. Nur eine minimale Steuer von 0,2% auf die Transaktionen am Devisenmarkt würde dem Staat jährlich Milliarden bringen. Das ist nur ein Beispiel.
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"Unpolitische Sportvereine sind die erste Anlaufstelle für Rechtsradikale"  Dr. Theo Zwanziger.

03.04.08 14:01

15130 Postings, 6623 Tage Pate100ich finde das energie Kartell klasse

ihr müßt nur für die arbeiten*gg*

 

03.04.08 14:05

12175 Postings, 6769 Tage Karlchen_IIDas Problem bei der Altersvorsorge ist doch,

dass überall die Geier lauern.

Bei der privaten Vorsorge wollen die Versicherungs- und anderen Finanzfuzzies kräftig verdienen, und bei der gesetzlichen Rente greifen die Politiker in die Kasse, um Wahlgeschenke zu verteilen und sich damit ebenfalls selbst was Gutes zu tun.

Das funktioniert natürlich nur, weil den Bürgern systematisch vorgegaukelt wird, dass sie viel zu blöd sind, um sich selbst um ihre Finanzen zu kümmern.

Ich habe überhaupt nichts gegen eine gesetzliche Rentenversicherung, allerdings sollte sie dem Zugriff de Politiker entzogen werden - und fair und für jedermann nachvollziehbar berechnet werden. Kann man eigentlich ganz einfach machen, indem jedem gemäß seiner Einzahlungen bestimmte Punkte gutgeschrieben werden. Und alle versicherungsfremden Leistungen gehören ausgeklammert. Und die gesetzliche Rente ist auch nix für die Umverteilung - das kann man über Steuern machen.  

03.04.08 15:09

14023 Postings, 4836 Tage Nurmalson1608

Da du es ganz genau wissen willst, hier die aktuellen Zahlen aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2008 der Bundesregierung  - preisbereinigt:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/...bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf

Schau dir die Kurve mal hübsch an, setz die Bevölkerungsentwicklung in Gedanken dazu und erkläre mir dann bitte, wo die kanpp 8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (UND DAS IST PREISBEREINIGT !!!) von 2004 bis heute geblieben sind. Die Mittelschichten sind real ärmer geworden, die Rentner auch. 

Preisfrage: Wer durfte sich den realen Zuwachs des Nationaleinkommens unter den Nagel reißen, der für das ganze Land in nur 4 Jahren rund 8 % betrug, wenn die Mehrzahl aus der Mittelschicht und die Rentner sogar abgegeben haben? Wer kriegte hier die richtig fette Knete?

 

03.04.08 15:10

198 Postings, 4780 Tage Fifastar#18

Wenn die gesetzliche Rentenversicherung (in welche ich zwangsweise bis zur Beitragsbemessungsgrenze einzahlen muss) zur Absicherung des Gemeinwohls (aller Deutschen?) dienen soll, dann bitte ich doch darum die Finanzierung derselben aus sozialversicherungspflichten Gehaltsbestandteilen der abhängig Beschäftigten auf ein steuerfinanziertes System umzustellen. Analog wird ja schon bei pensionierten Beamten verfahren, deren Pensionen auch einfach aus den laufenden Steuereinnahmen (also Anteilig auch von mir) gezahlt werden.

Dies hätte dann auch den Vorteil, dass man dem "Kind" Rentenversicherung endlich den richtigen Namen "Rentenabgabe" geben könnte und wirklich alle anteilig an den Kosten beteiligt werden könnten.

Gruß
 FS  

03.04.08 15:21

198 Postings, 4780 Tage Fifastar#24

Um eine Aussage treffen zu können ob die Rentner in den letzten Jahren eher zu den finanziellen Gewinnern oder Verlieren gehören müsste man sich die Gesamtleistung der Rentenkassen ansehen. Also wieviel Mrd. Euro wurde z.B 1991 insgesamt an Rentner ausgezahlt und wie hat sich dieser Gesamtbetrag von Jahr zu Jahr entwickelt.

Gruß
 FS  

03.04.08 15:46

14023 Postings, 4836 Tage Nurmalso#24 Ähh Fifastar,

die Rentner hatten im Jahre 2000 erstmalig nach kriegsende einen realen Kaufkraftverlust, dann gab es mehrere Nullrunden, allein drei seit 2004, und jetzt ist die beschlossene Rentenerhöhung gerade mal ein Drittel so hoch wie die Inflation.
Tatsächlich sinkt die Kaufkraft der Rente damit seit 2000.

Besser sieht es bei der Deutschen Bank aus. Die hatte allein 2006 ein Plus von 32 % vor Steuern und von 29 % nach Steuern.

Die Kosten der "Rentenanpassung 2008" (1,1 %) werden für die nächsten zwei Jahre auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Sie sind für alle deutschen Rentner zusammen also jährlich etwa so hoch wie der Nachsteuergewinn der Deutschen Bank im Jahre 2006. Und jetzt sollen wir Idioten glauben, dass Deutschland an diesem bisschen außerplanmäßiger Rentenerhöhung zugrunde gehen wird.  

03.04.08 17:11

198 Postings, 4780 Tage Fifastar@Nurmalso

Mir geht es nicht um die 1,1% Rentenerhöhung (dem einzelnen Rentnern natürlich schon), sondern um die Veränderung der Gesamtrentensumme. Die Gesamtrentensumme wird beeinflußt durch die pozentuale Rentenanpassung, sowie die Zu- (Neurentner) und Abgänge (Sterbefälle). Der jährliche Zuwachs der Gesamtrentensumme ist für mich der Maßstab nach dem ich Bewerten kann wie es um die Renten in Deutschland bestellt ist. Ausserdem ist es die Gesamtrentensumme welche vom jetzigen Beitragszahler zu stemmen ist und zu dieser trägt die Rentenerhöhung nur einen Teil bei.

Was die Gewinne der Deutschen Bank mit der Rente zu tun haben erschließt sich mir allerdings nicht.

Gruß
 FS    
 

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