Das Ende der medizinischen Versorgung auf dem Land

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neuester Beitrag: 10.11.05 14:08
eröffnet am: 10.11.05 09:11 von: Pieter Anzahl Beiträge: 37
neuester Beitrag: 10.11.05 14:08 von: joker67 Leser gesamt: 3356
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10.11.05 09:11
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2477 Postings, 7545 Tage PieterDas Ende der medizinischen Versorgung auf dem Land

ist gekommen.
Praxen jeder Art auf dem Land werden wohl dicht machen. Grund: Pendlerpauschale.

Meine Freundin arbeitet in einer Praxis. Die Praxis ist in einem Ort im Großraum München. Dorthin fährt aber weder eine U-Bahn, S-bahn, Bundesbahn. Sie selber wohnt ~18 Kilometer von der Praxis weg. Eine Busverbindung gibt es praktisch nicht. Ein Bus morgens hin einer irgendwann zur ungünstigsten Zeit nachmittags zurück. Fahrtzeiten völlig indiskutabel.
Also bleibt nur das Auto um zur Arbeit zu kommen und das ist ohnehin das teuerste Fahrmittel. Es wird aber auch gebraucht für z.B. Hausbesuche.

Der Verdienst ist nicht so hoch, als das sie auf die Steuerersparnis aus der Pendlerpauschale verzichten könnte. Für weniger als den Sozialhilfesatz wird sie auch nicht arbeiten wollen.
Was also tun, wenn die Kilometerpauschale nun wegfällt. Ganz einfach, es gibt 3 Möglichkeiten:
1. In Zunkunft das Geld über Harz beziehen. Die Landbevölkerung muß dann halt weiter zu einer Praxis nach München reinfahren. Bettlägerige die auf Hausbesuche angewiesen sind müssen eben ins Krankenhaus nach München oder verzichten gänzlich auf medizinische Betreuung.
2. Die Pauschal-Sätze für Anwendungen werden entsprechend der zusätzlichen Belastungen erhöht. Das bedeutet steigende Lohnnebenkosten und steigende K-Versicherungssätze.
3. Sie kündigt auf dem Land und zieht um in die Stadt um in den Genuß des öffentlichen Nahverkehrs zu kommen. Wirkung auf die Landbevölkerung wie unter 1.

Ich denke bei einem Nettoverdienst von ~1300? und ~300? Spritkosten im Monat die vom Nettoverdienst zu zahlen sind, ist ein wegfallen der Kilometerpauschale einfach nicht zu verkraften.

Klar, jetzt kommt gleich wieder der Ruf unserer erzschwarzen Gemeinde, wo den sonst das Geld für den Staat herkommen soll.

Dazu sage ich einfach, SPAREN. Warum wird denn z.B. nach wie vor der unsinnige Umzug des Nachrichtendienstes aus Pullach nach Berlin betrieben. Von vorneherein war klar, das der Umzug ersten nix zusätzlich bringt für die Sicherheit Deutschlands, das der Umzug aber mehrere Milliarden ? Steuergeld kosten würde. Aber klar, wenn ein zuständiger Minister scharf darauf ist täglich durch seine Agentenzentrale zu latschen statt an Videokonferenzen teilzunehmen, dann scheut man sich eben nicht die Mehrwertsteuer zu erhöhen und Freibeträge und Pendlerpauschalen abzuschaffen.

Jedenfalls, für mich ist das Ende der medizinischen Versorgung auf dem Lande gekommen. Nun bin ich mal gespannt wie die Blöd-Schmidt darauf reagieren wird.

Pieter
 
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11 Postings ausgeblendet.

10.11.05 09:54

24273 Postings, 7515 Tage 007Bond@eddi

Selbständige kommen im Vergleich zu den Beamten jedoch nicht in den Genuss einer gesetzlich geregelten Altersversorgung (wenn sie zuvor keine Beiträge bezahlt haben).  

10.11.05 10:05

2477 Postings, 7545 Tage PieterNeuling, nur mal so nebenbei noch.

Das Auto hat sie von ihren Eltern geschenkt bekommen, als die das Autofahren wegen des Alters aufgegeben haben. Das Auto ist heute rund 15 Jahre alt und alles andere als eine Luxuskarre. Aber trotz pfleglichen umgehens wird auch das Auto mal ersetzt werden müssen und dafür muß man Geld zurück legen. Wenn du beruflich im Sommer und Winter im Aussendienst mit einem Kabinenroller herumfahren magst, dann ist das deine Sache. Zumindest ein bequemes Sitzen ist doch wohl ok. Wenn du sagts, ein Auto b ekommt man auch für 15000? gebraucht, dann stimmt das, nur es ist alt und hält dann vieleicht nicht mehr die 10Jahre und es besucht wahrscheinlich schon öfter die Werkstatt.
Ansonsten, ich sagte ja, wenn sich die Arbeit auf dem Lande nicht mehr finanziell rechnet, dann stellt man die Arbeit eben ein. Nix anderes habe ich auszudrücken versucht. Und genauso wird es kommen , ob nun Leute wie du dagegen rechnen oder nicht.

Übrigens du mußt ihr garnix zahlen. Für die Rentenkasse hat sie selber gesorgt, wahrscheinlich viermal mehr als du. Und das fehlende Geld zwischen ihrem netto und ihren Ausgaben füllt nicht der Staat oder du sondern ihre Eltern.

Pieter  

10.11.05 10:10

8451 Postings, 5931 Tage KnappschaftskassenJetzt weiß ich auch warum es unsere Politiker so

einfach haben die Bürger über den Tisch zu ziehen. Und bei Ariva gibt für solche Bemerkungen auch noch einen Grünen!

 

Unglaublich!

 

ariva.de   3. 36km x 22 Tage =792 km = 300 ?? 8330 Postings, 613 Tage AbsoluterNeuling  10.11.05 09:20 zum nächsten Beitrag springenzum vorherigen Beitrag springen

Fährt die ein Formel 1-Auto?

 

10.11.05 10:19

26159 Postings, 5999 Tage AbsoluterNeuling@Pieter

Lass gut sein - wir reden nicht über dasselbe.

@Knappschaftskassen: nochmal alles lesen, nachdenken, nochmal alles lesen, nachdenken, posten.

Ciao.


Absoluter Neuling

Eine ...be happy and smile findet statt.

geschichtsunterricht ist das eine,
die wahrheit oftmals eine andere.
war in meck/pomm und es gab nur einen,
der bei diesem lehrer je eine 1+
in der mündl. prüfung bekam.
(http://www.ariva.de/board/197085 #228)


 

10.11.05 10:21

21799 Postings, 7557 Tage Karlchen_IEins dürfte doch wohl klar sein.

Wenn die Pendlaerpauschale abgeschafft werden sollte oder erst ab dem 21 km gelten sollte, werde ich bei meiner Steuererklärung für die tatsächlichen PKW-Kosten in Rechnung stellen - alles was man sich denken kann: Sprit, Abschreibungen (natürlich mit Zinsverlusten), Reifen, Reparaturen, Versicherung, KFZ-Steuern etc. Dass dürfte dann locker auf 40 Cent pro km hinauslaufen - dann wird aber nicht nur die einfache Fahrt in Rechnung gestellt, sondern Hin- und Rückfahrt - werden dann also mehr als 80 Cent. Und wenn das Finanzamt die Kosten nicht anerkennt, wird Widerspruch eingelegt. Der ruht dann bis zu einer Entscheidung des BVerfG, und die wird nicht lange auf sich warten lassen. Danach kommt der warme Regen der Steuerrückerstattung.  

10.11.05 10:29

13436 Postings, 7358 Tage blindfish@AN...

weißt du, du verlangst von knappschaftskassen, er soll alles nochmal lesen und dann nachdenken... ich denke es einfach nur mal an: vielleicht bist auch DU einfach zu verbohrt, auch mal über andere (und zudem fundierte) meinungen nachzudenken!? wie wär es mal damit!?

gruß :-)  

10.11.05 10:33

45444 Postings, 6248 Tage joker67Also mein Sohnemann hat einen neuen VW Golf mit

75 PS Klimaanlage ,CD Radio ,Alufelgen elektr.Fensterheber ,etc. für 14990,-
bekommen.

Die Rechnung kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

Der Verbrauch im Stadtverkehr liegt bei ca.8 Litern.

Es ist allerdings müssig darüber zu diskutieren, da ich mir ein Auto ja nicht nur für die Arbeit anschaffe. Oder ?? Die Kosten für Wartung und Instandhaltung fallen so oder so an.
Ich habe ungefähr dieselbe Entfernung zu meinem Arbeitsplatz und fahre ein Auto mit einem etwas höheren Verbrauch. Selbst ich tanke im Schnitt nur 2x im Monat und das sind dann ca. 150?. (Wobei ich da meine Privatfahrten mit abdecke) Jahresschnitt ca.18.000 km.

Dieses andauernde Gejammer ist manchmal echt nicht zu ertragen. Sorry, aber das ist meine Meinung.Das gleiche gilt im übrigen auch für die Eigenheimzulage. Warum soll ich die Finanzierung für andere abdecken die sich ein Haus bauen ??

greetz joker
 

10.11.05 10:38

26159 Postings, 5999 Tage AbsoluterNeulingIch habe mich an die Zahlen von Pieter gehalten

und die Rechnung angezweifelt.

Da waren es plötzlich nicht mehr 300 Euro Spritkosten, sondern nur noch 100.

Das Auto kostete nicht mehr 25.000 Euro, sondern war geschenkt.

Da soll ich das also ernst nehmen und zusätzlich seine Freundin bedauern, dass sie jetzt lieber Hartz-IV bekommt statt zu arbeiten?

Zumal berufliche Fahrten zu den Patienten (also nicht unbedingt Fahrten zur Arbeitsstätte) immer als Kosten abgesetzt werden können.

@joker: genau, Golf meinte ich - aber für den Durschnitts-ARIVA-Millionär, dessen Freundin von der Steuerbefreiung ihres Autos lebt, sind das ja Kabinenroller.


Absoluter Neuling

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10.11.05 10:38

21799 Postings, 7557 Tage Karlchen_ITja joker - Du bist eben fast ein guter deutscher

Bürger. Damit Du perfekt wirst, solltest Du aber an den Staat pro Monat vielleicht noch so 200 Euro als Zuwendung überweisen.  

10.11.05 10:41
1

13436 Postings, 7358 Tage blindfishjoker...

was du und andere wohl nicht verstehen wollen, ist, daß die menschen bereits am anschlag oder drüber mit ihrer leistungsfähigkeit SIND!! jeder zusätzliche monatliche betrag ist ein tritt in die eier (um es mal deutlich zu sagen)! und wenn unternehmer geschäftsreisen geltend machen können, warum sollen es arbeitnehmer nicht tun!? MICH kotzt dieses abtun als "gejammer" gewaltig an! das ist einfach ekelerregend!  

10.11.05 11:08

4503 Postings, 7170 Tage verdiAN hat recht! Wir sollten doch mit reellen Zahlen

diskutieren.Tagtäglich werden uns schon genug Lügen untergejubelt!;-)

Ich habe bis vor 4 Monaten noch einen Golf,VR6 gefahren.Habe nun einen
Jahreswagen(16 Monate) Golf TDI,100 PS mit allem drum und dran,außer Leder,
15000 km.

Preis:13.400,-EUR

Spritverbrauch im Schnitt:5,3L

;-))  

10.11.05 11:11
2

7990 Postings, 7174 Tage maxperformanceEine Steuerbefreiung beruflicher Fahrten

gibt es nicht zumindest nicht für Arbeitnehmer. Man kann einen Teil
der Aufwendungen gegenrechnen, der allerdings aufgrund steigender Energiepreise und sinkender Kilometersätze immer geringer wird und mittlerweile weit unter
50% liegen dürfte.
Während Unternehmen und Selbständige 100% Aufwand gegenrechnen können.
- Verfassungswidrig -

Die Politik und Energiewirtschaftslobby schafft es immer wieder Gruppen der Beschäftigten gegeneinander aufzuhetzen - Pendler gegen Nichtpendler, Junge gegen Alte -
um Ihre choatische sich selbst verschonende Gurkerei fortzusetzen. Oder hat irgendjemand noch etwas über die Abschaffung der Steinkohlemilliarden oder die Entkoppelung des Gas- vom Ölpreis gehört?? Ich nicht

NIEMAND der zu Hause arbeitet oder ein Miniauto fährt finanziert das Häuschen im grünen oder Luxuskarossen irgendwelcher Pendler. Das tun die schon selber.

Jemand der 50 km zur Arbeit fährt bezahlt aufgrund seiner Berufstätigkeit

- auf den Arbeitsweg entfallende indirekte Steuern hauptsächlich Mineralöl- und MwSt. für Sprit und sonstige Betriebs- und Verschleißteile
- direkte Steuern reduziert um erhöhte Werbungskosten

Jemand der zu Fuß in die Arbeit geht bezahlt:
- direkte Steuern reduziert um die Werbungskostenpauschale

In jedem Fall leistet der Pendler mehr für die Allgemeinheit die geopferte Freizeit
unberücksichtigt gelassen. Je größer sein Auto desto höher seine Kosten pro km und desto größer sein Beitrag für die Allgemeinheit.

Der Politik ist es jedoch gelungen die teilweise Annerkennung der Aufwendungen als Subvention zu verkaufen und sogar gebildete Leute fallen darauf rein. Wenn Pendler jetzt aufgrund einer einfachen Opportunitäskostenrechnung "lohnt sich der
ganze Stress noch?" zu Hause bleiben, dann zahlen sie nicht nur keine Steuern mehr
sondern erhalten auch noch Transferleistungen, wir habens ja!

Vorfahrt für Arbeit? No
Vorfahrt für rumhängen? ja


gruß Maxp.  

10.11.05 11:18

954 Postings, 6012 Tage kater123;o(

a) Soll Se den teuren Fahrkasten verkaufen und ein billigeres Modell wählen, dann hat se sogar noch zu verzinsendes Kapital übrig;
b) Die Sozialhilfe liegt deutlich unter 1500,-- € netto;
c) Der gute Pieter führt ja mit ihr eine Bedarfsgemeinschaft und gleicht aus.
Heulen auf höchstem Niveau!  

10.11.05 11:18

16568 Postings, 6601 Tage MadChartMobilkostenberechnung

http://www.thoreau.de/oeko/mobilkosten.html

Wie wäre es, wenn alle mal auf dieser Basis weiterdiskutieren würden?

P.S. Bitte beachten: Die Tabelle ist von 2000. Heute ist Mobilität erheblich teurer.


 

10.11.05 11:29

13436 Postings, 7358 Tage blindfishguter vorschlag, mad...

dann stellen wir doch mal eine diskussionsgrundlage hier rein:

VW Lupo 1.0
(Fahrzeugklasse Kleinstwagen) Neuwagenpreis  9.615 EUR
KFZ-Steuer/Jahr 51 EUR/Jahr
Typklasse (Vers.) 12/12/16
Fixkosten 66 EUR/Monat
Betriebskosten 97 EUR/Monat
Werkstattkosten 27 EUR/Monat
Wertverlust 108 EUR/Monat

Gesamtkosten:  
299 EUR/Monat bzw. 24 Ct/km  

10.11.05 11:35
1

21799 Postings, 7557 Tage Karlchen_I@kater - Heulen?

Das geht hier um ökonische Vernunft - und die orientiert sich daran, welche Anreize vom Steuersystem ausgehen und wie sie wirken.

Am besten wäre es folgendermaßen:

Bruttoeinkommen

- Existenzsicherungsfreibetrag

- berufliche Aufwendungen

= zu versteuerndes Einkommen.


Dadurch könnte man das ganze Einkommensteuergesetz massiv vereinfachen, denn dann wären sämtliche Ausgaben draußen, die mit der Einkommenserzielung nichts zu tun haben - wie:
Anrechnung der Kirchensteuer, Parteispenden, Übungsleiterpauschalen usw. Ist alles Privatsache. Aber das wollten ja nicht einmal die großen Steuervereinfacher wie Kirchhof oder Merz. Werbungskostenpauschale gäbe es auch nicht mehr - die ist doch zu einem großen Teil ein Steuergeschenk.


Dann hätten wir ein einfaches und transparentes Steuersystem - was auch dem Arbeitnehmer signalisieren würde, dass sich Leistung und räumliche Mobilität (dazu müsste aber die Pendlerpauschale erhöht werden)lohnt.

Wenn jetzt aber die Pendlerpauschale tritt genau der gegenteilige Effekt ein - räumliche Mobilität lohnt sich immer weniger - und der Einkommensabstand zwischen einem Berufstätigen und einem Arbeitslosen verringert sich. Leistung lohnt sich also weniger.

 

10.11.05 11:40

13436 Postings, 7358 Tage blindfishkarlchen...

ich fürchte, verständliche erklärungen sind in diesem thread "perlen vor die säue geworfen"... deine argumentation ist doch wirklich einfach nachzuvollziehen - und trotzdem KAPIEREN es diese "helden" hier einfach NICHT...  

10.11.05 11:45

13436 Postings, 7358 Tage blindfish@checker...

ich hab noch kein "witzig" für #27 und #29 - was ist los mit dir!? schwächelst du schon!?

*ggg*  

10.11.05 12:01
1

3051 Postings, 7566 Tage ruhrpottIst Deine Tussi zu dusselig ein Fahrtenbuch

zu führen??
Wenn sie für den Arbeitgeber den Privatwagen einsetzt, dann bekommt sie auch Kilometergeld vom Chefe.
Also Fahrtenbuch führen und private und berufliche Kilometer anteilig ermitteln.
Alle Kosten aufführen:
Abschreibung, Versicherung; KFZ Steuer, Reperaturen und Sprit.
Strich drunter und den beruflichen Anteil ermitteln, Kilometergeld vom Chefe abziehen und den Rest in die Steuererklärung. Fertig ist der Fisch.
Ist ein wenig Arbeit, aber hier rumnörgeln ist schlimmer.


Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße

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........('(...´...´.... ¯~/'...')
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..........................(
.............................

aus dem Ruhrpott

 

10.11.05 12:01

45444 Postings, 6248 Tage joker67Die Frage ist doch eine ganz andere.

Das Ausnutzen von Tatbeständen, von denen die es gar nicht nötig hätten.

Ein Kollege von mit hat direkt gegenüber seiner Arbeitsstätte gewohnt und ist mit seiner Familie aufs Land gezogen in ein "schickes" Einfamilienhaus was er aufgrund der Eigenheimzulage (aufgrund der Anzahl der Kinder) dann auch leisten konnte.

Das hat den charmanten "Vorteil" das er jeden Tag 59 km hin und 59 km zurück fahren muss.

Er freut sich jedes Jahr auf seine fette Steuerrückerstattung aufgrund seiner Fahrtkosten.

Findet das einer gerecht?? Hat man ihn gezwungen aufs Land zu ziehen??
Musste er den Arbeitgeber wechseln und kam aufgrund dessen in solch eine Lage??

NEIN!!

Aus freien Stücken hat er dies so gewollt und mit diesen Einnahmen gerechnet, damit er sich von den Steuergeschenke so ein Haus leisten kann.

Jetzt ist das Zähneklappern groß und der Frust auf die Parteien noch größer,denn die Gefahr wächst,das ICH mit meinen Steuergeldern ihm nicht mehr sein Haus in gänze finanzieren muss.

Also erzählt mir hier nichts davon,ich würde nichts kapieren,ich kapiere das sehr genau... und finde das zum Kotzen!!!  

10.11.05 12:07

8451 Postings, 5931 Tage KnappschaftskassenMensch Karlchen_I, Du übertriffst ja sogar

Paul Kirchhoff!



Und Gewerkschaftbeiträge haben in der Steuer natürlich auch nichts mehr verloren. Und um die ganze Sache abzurunden dürften dann die Beiträge zu Innungen, die Zwangsbeiträge der Handwerkkammern und der IKK ebenfalls nicht mehr steuerlich annerkannt werden!  

10.11.05 12:07

21799 Postings, 7557 Tage Karlchen_IJoker - hier ist ein größerer Bäckereibetrieb

aus der Innenstadt von Berlin ins Berliner Umland gezogen. Der hat für seine Brötchen- und Kuchenfahrten zu seinen Filialen in der Stadt jetzt längere Anfahrtwege. Der setzt die höheren Kosten jetzt von von der Steuer ab. Findest Du das gerecht?




Aber mal was Grundsätzliches zum Verhältnis von Staat und Bürger: Sollte der Staat etwa über die Steuergesetzgebung darauf Einfluss nehmen, wo es dem Bürger beliebt, zu wohnen? Ich glaube, so eine Diskussion wie über die Pendlerpauschale gibt es nur in einem so vom Untertanengeist geprägten Gemeinwesen wie Deutschland.  

10.11.05 12:26

45444 Postings, 6248 Tage joker67Karlchen, das ist doch genau das Problem,

viel zu viele Personen machen sich Gedanken darüber wie Sie sich über den Staat finanzieren können.

Ob das der Bäckereibetrieb ist oder die Privatperson , die sich eigentlich kein Haus leisten kann dies aber über solche "Modelle" dann doch leistet.

Wer zahlt dies?? Wir ALLE und darin sehe ich keine Notwendigkeit.

Die Steuergelder sollten auch für die ALLGEMEINHEIT verwand werden und nicht für persönliche Annehmlichkeiten von diversen Privatpersonen. Darunter zähle ich im übrigen auch andere Ausnahmetatbestände im Steuerrecht.

Die Deutschen haben sich viel zu sehr an solche "Annehmlichkeiten" gewöhnt und dadurch den Blick für die Realität verloren.
Diese "Steuergeschenke" auf ein Mindestmaß zurückfahren und dadurch die Arbeit wieder gerechter besteuern,dann geht es allen auch besser.

Aber das wollen einige Kreise ja nicht wahr haben.Ich bin bestimmt für sozialverträglichkeit,aber alles im Rahmen und das was wir uns in Deutschland leisten ist m.e. nicht mehr im Rahmen.

greetz joker  

10.11.05 12:49
1

7990 Postings, 7174 Tage maxperformance@joker 67

Dein Kollege, wenn er wirklich so denkt, ist strunzdumm
wahrscheinlich verkauft er Euch den Mist nur in der Kantine
und ihr fallt darau rein.

118 km pro Tag kosten ihn bei einem Lupo 0,24*118=  28,32
macht bei 220 Arbeitstagen  6.230,40
59 km kann er pro Tag mit 0,3 ? absetzen 0,30*59=   17,70
macht bei 220 Arbeitstagen  3.894 ? um die er sein zu versteuerndes Einkommen
senken kann. unterstellen wir einen konstanten Grenzsteuersatz von 30%
(Da er mit Frau und vielen Kindern ausgestattet ist eher zu hoch angesetzt)
so bekommt er ein "Steuergeschenk" von 0,3* 3894= 1168,20 ?

Er zahlt also für seine Mobilität 5.000 ? im Jahr drauf
tolle Einnahme mit der er da gerechnet hat. Selbst wenn man die Fixkosten für* Auto abzieht, weil er die auch hätte wenn er zu Fuß zur Arbeit geht ein legendäres draufzahlergeschäft

Wäre er nicht auf's Land gezogen wäre der Staat ärmer und er reicher.
Natürlich ist das gerecht - es hat Ihn ja niemand gewzungen auf's Land zu ziehen.





gruß Maxp.  

10.11.05 14:08
1

45444 Postings, 6248 Tage joker67Ich habe mich vielleicht ein wenig zu ungenau

ausgedrückt, aber die Rückerstattung bezieht sich natürlich nicht nur auf die Fahrtkosten. Da kommen noch andere Ausnahmetatbestände dazu + die Eigenheimzulage etc.

All das was er legal nach heutigem Steuerrecht nutzen und absetzen kann .

Es führt jedes Jahr zu einer netten Summe, die ihn in die Lage versetzt sich neben dem Urlaub auch andere Annehmlichkeiten leisten zu können und dennoch über den Staat zu schimpfen.

Diese Klagerei und Jammerei kotzt mich einach nur an. Meine Frau und ich haben  Steuerklasse 4 und zahlen einen Haufen an Steuern ein, was mir natürlich auch nicht gefällt, aber immer deswegen die Klagelieder anzustimmen und zu erzählen wie schlecht es uns allen geht, das ist doch bullshit.

Alle haben Geld für den Urlaub, jeder Arsch hat mindestens ein Handy und ich kenne fast keine Familie die sich nicht ein Auto leistet.Aber allen geht es schlecht, ja ne ist klar!!!

Natürlich gefällt mir auch nicht auch nicht alles , aber dieses ewige Jammern geht mir auf den Sack!

Mein Vater hat damals mit einem Bruchteil des Kindergeldes und oftmals mit einem 14 Stundentag Arbeitstag und ohne Auto es geschafft eine Familie am Kacken zu halten.
Er ist Kilometer zu Fuß zur Arbeit und hat im Vergleich zu Heute (auch unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskostensteigerung) bedeutetnd weniger verdient.

Trotzdem war es eine super Zeit, da meine Eltern immer für mich da waren.Da gab es keine Jammerei, das alles nur Scheisse ist .

Man war Zufriedener als heute !
Aber das scheint mit unserem heutigen Zeitgeist zusammenzuhängen, das man sich mit möglichst wenig Arbeit Maximales leisten kann und wenn der Staat mir dabei noch hilft umso besser.

Das ist das eigentliche Übel der heutigen Zeit.

greetz joker
 

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