Das CDU-Debakel nimmt kein Ende

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neuester Beitrag: 01.02.08 01:55
eröffnet am: 31.01.08 22:59 von: Happy End Anzahl Beiträge: 55
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31.01.08 22:59
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95440 Postings, 7227 Tage Happy EndDas CDU-Debakel nimmt kein Ende

Das Debakel nimmt kein Ende. Nach dem Wahl-Desaster der hessischen CDU hatten 17 Politiker von CDU und CSU in einem offenen Brief plädiert, die Integrationspolitik aus Wahlkämpfen herauszuhalten und kritisierten damit indirekt den Brachial-Wahlkampf Roland Kochs. Nun ruderten einige Unterzeichner wieder zurück. Und immer mehr stellt sich die Frage nach dem Kurs der CDU.


Das Offenburger Tageblatt ist überzeugt, dass die CDU in Hessen ohne Koch besser dran wäre und schreibt dazu: "Ehrlicher wäre es von den 17 Briefeschreibern gewesen, zu sagen: 'Mein lieber Roland Koch, du bist eine Belastung. Nimm den Hut und gehe in Rente.' Denn ohne ihn hätte die CDU in Hessen eine Chance an der Macht zu bleiben. Beispielsweise mit dem aktuellen Bundesverteidigungsminister Frank Josef Jung, der kein Wadenbeißer ist wie der Amtsinhaber, sondern ein moderat und besonnen wirkender Politiker. Mit dem Polarisierer Koch wird es in Hessen zum Stillstand kommen, weil bis auf die FDP niemand mit ihm etwas zu tun haben will."


"Die 'liberale' CDU, sie hätte ihren Koch ja durchaus früher stoppen können", meint die Tageszeitung aus Berlin. "Aber erst jetzt, wo aus dem hessische Leitkeiler, dem Kampagnenkönig der CDU, ein angeschlagener Eber wurde, da kommen sie aus dem Gehölz. Die Terminierung dieses offenen Briefes, sie ist das eigentlich Peinliche. Vier Tage nach der verlorenen Wahl inszenieren von Beust & Co ein pastorales Moralgesülze, Allgemeinplätze zur Rationalisierung der Integrationsdebatte. 'Integrationspolitik muss über Parteigrenzen hinweg erfolgen.' Jaja. 'Umso mehr müssen wir anerkennen, dass Gewalt kein ethnisches, sondern ein Bildungsproblem ist.' Soso. Nur was, wenn sich damit wieder keine Wahlkämpfe gewinnen lassen? Vielleicht doch wieder einen Keiler wie Roland Koch aus dem Wald holen und an irgendeiner anderen nationalen Offensive basteln?"


Der Express aus Köln bezeichnet die CDU als einen "aufgescheuchten Hühnerhaufen". Das zeige "unter anderem die Abrechnung von einigen CDU-Granden mit Kochs Wahlkampf. Würde der Hesse abdanken, wären die Probleme der CDU allerdings noch lange nicht vom Tisch." Niemand wüsste so recht, wo und wofür sie steht, macht das Blatt das Dilemma der Partei aus. "Auch in der Partei selbst nicht, wie die teils hitzige Debatte um den richtigen Kurs zeigt. In der harten Realität von Wahlen angekommen, ist die auf dem letzten Parteitag zur Schau gestellte Harmonie beim Kuscheltanz um die goldene Mitte vorbei. Die Partei wirkt wie ein unübersichtlicher politischer Gemischtwarenladen. Und was macht die Kanzlerin und Parteichefin? Merkel hält sich bedeckt - wohl in der Hoffnung, dass bis zur Wahl in Hamburg Ende Februar nichts mehr anbrennen wird. Führungsstärke sieht anders aus."


"Fast eine Woche nach dem Hessen-Desaster der CDU pirschen sich immer mehr 'Parteifreunde' aus dem Busch, um gegen den ohnehin schon am Boden liegenden Koch nachzutreten", schreibt die Abendzeitung aus München. "Allein: Wenn 60 Prozent der Hessen ihren Ministerpräsidenten zum Amtsverzicht drängen und selbst die parteinahe Adenauer-Stiftung Kochs Wahlkampf zerpflückt, gehört kein Heldenmut mehr dazu, die populistische Kampagne zu kritisieren. Dem Fass endgültig den Boden aus schlägt ein Zickzackkurs, wie ihn Bayerns CSU-Sozialministerin Christa Stewens vorführt: Erst unterschreibt sie öffentlichkeitswirksam ein Koch-kritisches Plädoyer für moderne Einwanderungspolitik, nur um beim ersten kritischen Hüsteln der Parteispitze nichts mehr damit zu tun haben zu wollen. Schöne Helden haben sie da in der Union."


Die Mittelbayerische Zeitung aus Regensburg gibt folgende Tipps: "Dinge, die man vermeiden sollte, wenn man zwar rein rechnerisch gerade noch so vorne liegt, aber Verluste im zweistelligen Bereich eingesteckt hat: 1. Hinterher so zu tun, als hätte man es eigentlich besser gewusst. 2. So zu tun, als hätte man es schon vorher sagen wollen, aber mit Rücksicht auf den Wahlkämpfer wollte man ihm nicht in den Rücken fallen. 3. Nach einem offenen Brief so zu tun, als wäre man trotz eines handfesten Beweisstücks falsch verstanden worden." Und an die Adresse der Unionsparteien gerichtet, sagt sie: "Das ist sehr heuchlerisch. Und eine vertane Chance. Koch jetzt aus der Schusslinie zu nehmen, indem man behauptet, er sei gar nicht gemeint gewesen, ist falsch verstandene Loyalität. Es wäre richtig gewesen, zu der klaren Kante zu stehen, die mit dem Brief gezogen wurde. Damit, dass nun eine Aussage relativiert oder gar abgestritten wird, verspielt die Union eine Chance. Vielleicht sogar auch das Vertrauen der Wähler."


Der Münchner Merkur ist überzeugt: "Es wäre besser gewesen, wenn Kochs Parteifreunde ihn beizeiten vor Zuspitzungen gewarnt hätten, statt hinterher den Stab über ihn zu brechen. Der Hesse ist mit Hurra in die D ämonisierungsstrategie seiner Gegner hineingelaufen: Aus einem angesehenen Regierungschef ist eine Unperson geworden, die selbst von Freunden für aussätzig erklärt wird - ein atemberaubender Vorgang in der Union, der die Einheit des konservativen Lagers zersetzt. Und das für Grüne und SPD unbequeme Thema Ausländerkriminalität ist fortan mit einem Tabu belegt. Totaler hätte der Triumph des Ypsilanti-Lagers nicht ausfallen können."

(...)

"Ich bleibe so lange Ministerpräsident wie kein anderer gewählt ist, klingt nur vordergründig plausibel und stark", so die Allgemeine Zeitung aus Mainz. "Faktisch ist das unhaltbar und schwach, weil dem hessischen Regierungschef offensichtlich nicht mehr einfällt, als eben solche spröden Bockigkeiten. Das in der Rückschau auf den Wahlsonntag für ihn besonders Bittere am eigenen Absturz ist weniger das Ereignis selbst, als vielmehr die Tatsache, dass die populistischen Sprüche, mit denen Koch sein politisches Harakiri beging, ihm eigentlich gar nicht ähnlich sehen."


Die Angst vor der eigenen Courage bemängelt die Stuttgarter Zeitung: "Da ermannen sich endlich einige führende Unionspolitiker und prangern die Kampfrhetorik an, mit der ihr Parteifreund Roland Koch in Hessen um konservative Stimmen geworben hat. Kaum wird ihnen jedoch bewusst, welche Botschaft sie damit vermitteln, welche Schlagzeilen sie provozieren, da distanzieren sich einzelne schon wieder von der eigenen Distanzierung." Das trage nicht gerade zu Glaubwürdigkeit bei: "Dabei war es ohnehin peinlich, ja geradezu scheinheilig, sich zu einem solchen Appell erst aufzuraffen, als längst klar war, welche verheerende Selbstbeschädigung Koch mit seiner Kriminalkampagne angerichtet hat. Ein Signal dieser Art zur rechten Zeit hätte der Kanzlerinpartei gut angestanden auch wenn es dem hessischen Wahlkämpfer so wenig ins Konzept gepasst hätte wie Wolfgang Clements Rüffel für die Energiepolitik seiner Noch-Genossin Ypsilanti."


"So wohltuend es auch ist, dass in der Union nach langem Schweigen endlich die Stimme der Vernunft vernehmbar wird", schreibt die Pforzheimer Zeitung, "man fragt sich doch, wer sich geregt hätte, hätte Roland Koch in Hessen ein gutes Ergebnis eingefahren. Vermutlich gar niemand. Nun aber wollen alle wieder die Freunde der Integration sein einschließlich der Kanzlerin. Ein bisschen spät, um den Vorwurf des Opportunismus einfach beiseite zu wischen."


Die Lübecker Nachrichten sehen Kanzlerin Merkel gefragt: "Am Montag, bei der Wahlnachlese der Parteispitze, hatte die CDU-Vorsitzende Ruhe zur ersten Christdemokraten-Pflicht erklärt. Die Vergatterung wirkte keine 24 Stunden trotz des nahtlosen Übergangs in den Hamburger Wahlkampf. Ein Zeichen, wie tief die Verunsicherung geht. Die Fragen, die Angela Merkel gar nicht mag, werden wieder gestellt und diskutiert: Fragen nach dem Kurs der CDU und ihrer Rolle in der Großen Koalition. Es sind Fragen, die sich letztlich an die Vorsitzende richten. Auf dem Parteitag vor zwei Monaten lautete Merkels Antwort: Wir sind die Mitte. Eine unscharfe, ja ratlose Standortbestimmung, geprägt vom Bestreben, alle irgendwie mitzunehmen und niemanden zu verprellen. Jetzt ist es vorbei mit der Unverbindlichkeit. Nach Roland Kochs Rambo-Wahlkampf muss die CDU ein paar Dinge klarziehen."

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weiter: http://www.n-tv.de/912669.html

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Der User kiiwii wird gebeten, keine beleidigenden Boardmails an mich zu schicken!
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29 Postings ausgeblendet.

01.02.08 00:55
2

24972 Postings, 4915 Tage zockerlillypinguin,

dein posting reizt geradezu bösartiges zu schreiben.  

01.02.08 00:56
1

69017 Postings, 6195 Tage BarCodeHau rein!

01.02.08 00:58
1

24972 Postings, 4915 Tage zockerlilly:-)

keine sorge- ich bin und bleibe heute sehr nett. keine chance:)  

01.02.08 00:59

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Schon gut...

ich halt die Schnauze!  

01.02.08 01:00

10251 Postings, 5989 Tage lumpensammlerdas wollen wir doch mal sehen

lilly ist doof :-)  

01.02.08 01:00

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Weiter machen.

01.02.08 01:02
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24972 Postings, 4915 Tage zockerlillymein lieber lumpi-

ich finde dich auch sehr lesenswert, intelligent und vor allem sehr humorvoll.


gut so? wie mache ich mich?  

01.02.08 01:03
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11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665* ähm *

ach, vergesst es.  

01.02.08 01:05

69017 Postings, 6195 Tage BarCodeSaftschubsenverächterin!

01.02.08 01:05

10251 Postings, 5989 Tage lumpensammlerach du bist das?

01.02.08 01:07

24972 Postings, 4915 Tage zockerlillybarcode....

könntest du bitte das nächste mal auf unser geheimes zeichen warten.....muss ja nicht jeder wissen, dass du meine doppel-id bist!



*g*  

01.02.08 01:12
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10251 Postings, 5989 Tage lumpensammlerübrigens, jetzt ist es amtlich

wollte mir heute n bier im flieger bestellen. antwort: sorry, nur saft oder wasser.

zuerst die ziggis verboten,
jetzt sukzessive das bier,
am ende schaffen sie das fliegen ganz ab.  

01.02.08 01:14
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26159 Postings, 6072 Tage AbsoluterNeulingfind ich gut

nicht so lange schlangen vor den toiletten...
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Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage,
nicht für das, was Du verstehst.

01.02.08 01:15

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Was musst du unbedingt beim fliegen saufen?

01.02.08 01:16
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24972 Postings, 4915 Tage zockerlillyprobier's mal mit tomatensaft:-)

01.02.08 01:19

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Fencheltee...

is gut gegen blähungen.  

01.02.08 01:29
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29411 Postings, 4983 Tage 14051948KibbuzimMimose paßt jetzt net zu Tomaten

nee angelam,wieso Mimose,war doch nicht sauer !
Zwischendurch kommt immer mal so was in der Art,das den Umfang vieler Postings erklären oder entschuldigen soll...
Und daniel - hat vermutlich eh ne Art Narrenfreiheit bei mir erworben,der darf alles,Hauptsache er setzt öfters mal wieder ein paar Elektro Sound Videos rein...
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"Ein Deutscher ist ein Mensch,der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben"

01.02.08 01:32

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Wisst ihr...

von was der redet?  

01.02.08 01:36
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69017 Postings, 6195 Tage BarCodeVon danjels ufz-ufz-videos

01.02.08 01:38

29411 Postings, 4983 Tage 14051948KibbuzimNaNa..

ich hoffe doch,du verwechselst Techno / House ... nicht mit Kirmes Musik, Scooter oder so nem Dreck.

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"Ein Deutscher ist ein Mensch,der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben"

01.02.08 01:40

69017 Postings, 6195 Tage BarCodeWas soll man da verwechseln...

01.02.08 01:41

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665danjelshake ?

01.02.08 01:46

29411 Postings, 4983 Tage 14051948KibbuzimWieso,was hörst du denn so ?

Ich eben Techno,Tribal,TripHop,House in allen Variationen --  neben Jazz und allem möglichen.

Aber so gar traditionalistisch,die elektronische Revolution in der Musik auf Scooter BummBumm reduzieren...
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"Ein Deutscher ist ein Mensch,der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben"

01.02.08 01:49

11023 Postings, 5384 Tage pinguin260665Sorry...

wer sowas hört, der hat mit der Aussenwelt abgeschlossen.  

01.02.08 01:55

29411 Postings, 4983 Tage 14051948Kibbuzimpinguin,wäre Quatsch,über Musik

sich zu ereifern.
Aber "sowas" zeugt von Unkenntnis,unabhängig,daß jeder hörenmag,was er will.
Ich habe ja nicht gesagt,überall,wo Techno oder sonstwas draufsteht,ist geile Musik drin.

Und mit der Außenwelt abschließen:
Ja,zugegeben,das mache ich und auch sehr gerne.Geht in einem cooolen,kleinen Club -
aber ich mach das auch zu Harfenmusik von Allen Stivell,Kristen Noguess oder z.B. gregorianischen Gesängen,nebst vielem anderen....
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"Ein Deutscher ist ein Mensch,der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben"

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