Chinas Strategen: Rosneft erhielt Kredit aus China

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eröffnet am: 02.02.05 12:57 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 8
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02.02.05 12:57

129861 Postings, 6033 Tage kiiwiiChinas Strategen: Rosneft erhielt Kredit aus China

Diese Nachricht sollte nicht unbeachtet bleiben!
China sichert sich strategischen Einfluß im Ölmarkt.



Rosneft erhielt Kredit aus China


HANDELSBLATT, 2.2.2005
fs/HB LONDON/MOSKAU. Der staatliche russische Ölkonzern Rosneft hat zur Übernahme des größten Yukos-Förderunternehmens Yuganskneftegaz einen Kredit aus China erhalten.


Russlands Finanzminister Alexej Kudrin bestätigte gestern, dass die russische Außenwirtschaftsbank (Vnesheconombank) bei chinesischen Banken sechs Mrd. Dollar aufgenommen habe. Diese seien dann an Rosneft gegangen. Als Gegenleistung sicherte sich China Öllieferungen für fünf Jahre.


Am 19. Dezember 2004 war das Herzstück von Yukos zur Tilgung der Steuerschulden des Mutterkonzerns an die unbekannte Firma BaikalFinanzgruppe für 9,4 Mrd. Dollar zwangsversteigert worden. Daraufhin schluckte Rosneft diese.


Yukos-Chef Steven Theede gibt sich nach wie vor kämpferisch. Er verwalte nicht nur eine leere Hülle, sagte er in London. ?Yukos ist noch immer der sechstgrößte Ölproduzent des Landes, wir bedienen noch ein Fünftel der Marktnachfrage?. Theede zeigte sich optimistisch, dass Yukos eine Überlebenschance hat und kündigte rechtliche Schritte an, um Kompensationen durchzusetzen. Er habe bis heute keine Benachrichtigung über die Auktion, den Gewinner oder die Zahlung des Geldes für Yugansk bekommen, sagte der Yukos-Chef.

HANDELSBLATT, Mittwoch, 02. Februar 2005, 06:02 Uhr

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MfG
kiiwii  

02.02.05 13:16

8970 Postings, 6086 Tage bammiewar von Anfang an geplant o. T.

05.02.05 09:12

129861 Postings, 6033 Tage kiiwiiChina erhält russisches Öl zum Freundschaftspreis

China erhält russisches Öl zum Freundschaftspreis


Von Mark Böschen, Hamburg

Der staatliche Energiekonzern Rosneft hat mit der Lieferung von Öl zur Hälfte des Marktpreises an Peking begonnen. Außerdem verspricht Rosneft China Gas aus einem von Japan umworbenen Förderprojekt.


Größte Ölförderer in Russland im Oktober 2004


Der staatliche Energiekonzern Rosneft will Gas aus dem ehrgeizigen Förderprojekt Sachalin an chinesische Unternehmen liefern."Wir im Konsortium waren gezwungen, uns einem anderen Markt zuzuwenden - und zwar China", sagte Sergej Bogdantschikow, Chef des staatlichen Energiekonzerns Rosneft. Japanische Unternehmen seien nicht bereit, Gas aus dem Sachalin-Projekt bereits ab 2010 zu kaufen.


Die Erschließung der Öl- und Gasvorräte auf und vor der russischen Pazifikinsel Sachalin ist wegen der geologischen und klimatischen Bedingungen schwierig. Rosneft hält 20 Prozent an dem Projekt, den größten Anteil besitzt mit 30 Prozent der US-Konzern ExxonMobil, weitere 30 Prozent liegen bei japanischen Unternehmen. Die restlichen 20 Prozent hält der staatliche indische Konzern Oil & Natural Gas (ONGC).


Präsident Wladimir Putin geht auf Peking zu


Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen Widerstand gegen erhöhte Energielieferungen an China offenbar aufgegeben. "Der Kreml ist gezwungen, den Chinesen entgegen zu kommen", sagte Frank Umbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der FTD. Aus sicherheitspolitischem Kalkül sei Putin China gegenüber vorsichtig und habe etwa eine private, vom in Haft befindlichen ehemaligen Yukos-Chef Michail Chodorowsky geplante Ölpipeline des Yukos-Konzerns nach China verhindert.


Den Widerstand Putins überwand Peking offenbar durch die kurzfristige Finanzierung der Yuganskneftegas-Verstaatlichung. Die Yukos-Eigner hatten mit einer Klage in den USA gegen die Zwangsversteigerung erreicht, dass ein Bezirksgericht in Houston, Texas den Energiekonzern Gasprom und seine Kreditgeber von der Auktion ausschloss. Das habe den Einsatz einer Tarnfirma nötig gemacht, sagte Umbach. "Der Kreml war in Finanznot. Da sind die Chinesen eingesprungen", sagte Umbach. Russland hat zugesagt, im laufenden Jahr 10 bis 15 Millionen Tonnen Rohöl an China zu liefern. Im vergangenen Jahr waren es nur 6 Millionen Tonnen.   (Das war von Anfang an geplant?? bammie, entschuldige bitte, aber das glaube ich nicht)


Rosneft schickte erste Ladung


Das energiehungrige Wachstumsland China hat seinen Zugriff auf Russlands Energievorräte innerhalb kürzester Zeit erneut ausgeweitet. Der staatliche chinesische Ölkonzern China National Petroleum Corp. (CNPC) erhielt für die Zahlung von 6 Mrd. $ an Rosneft Lieferzusagen für die kommenden fünf bis sechs Jahre. Der russische Staatskonzern hat bereits die erste Rohöl-Lieferung an China auf die Schiene gebracht. "Die ersten Tankwagen wurden bereits versendet", sagte Rosneft-Chef Bodgdantschikow am Freitag. Rosneft werde im laufenden Jahr 4 Mio. Tonnen und in jedem der folgenden fünf Jahre 8,9 Mio. Tonnen Öl an China liefern, berichtete die Nachrichtenagentur Tass.


Der frühere Yukos-Chef Michail Chodorkowskij sitzt seit Oktober 2004 im Gefängnis


Für Rosneft sei die Lieferzusage ein fürchterliches Geschäft, sagten Analysten der Nachrichtenagentur Reuters. Für den Kredit über 6 Mrd. $ seien den Chinesen die insgesamt 48,4 Mio. Tonnen Rohöl zur Hälfte des Marktwerts versprochen worden.


Dass chinesische Kredite den Yuganskneftegas-Deal finanziert haben, hatte der russische Finanzminister Alexej Kudrin am Dienstag mitgeteilt. Zuvor war unklar gewesen, wie die unbekannte Firma Baikalfinans 9,3 Mrd. $ für den Kauf von Yuganskneftegas aufbrachte. Baikalfinans wurde kurze Zeit später von Rosneft übernommen. Das chinesische Außenministerium ließ dementieren, dass chinesische Kredite zum Kauf von Yukos gedient hätten. Dass es Milliardenkredite gegeben habe, wollte ein Ministeriumssprecher jedoch nicht ausschließen.


Neue Milliardenforderungen


Der Preis, den Rosneft für Yuganskneftegas bezahlen muss, ist am Freitag möglicherweise auf 10,2 Mrd. $ gestiegen. Der Yukos-Hauptaktionär Menatep verlangt von Rosneft die Rückzahlung eines Kredits über 900 Mio. $. Die Gesellschaft, die 60 Prozent der Anteile an Yukos hält, hatte das Geld an Yuganskneftegas verliehen. "Wir gehen davon aus, dass wir Rosneft in der kommenden Woche die Aufforderung zustellen, den Kredit sofort zurückzuzahlen", sagte Menatep-Geschäftsführer Tim Osborne der Agentur Reuters.


Rosneft-Chef Bogdantschikow sagte am Freitag, dass die Yukos Aktionäre für Steuerschulden über 5 Mrd. $ von Yuganskneftegas aufkommen müssten. Die Russische Energiebehörde wies die Forderung jedoch umgehend zurück. Die Aufsichtsbehörde teilte mit, das Rosneft die Steuerforderungen begleichen müsse.


MfG
kiiwii  

05.02.05 12:01

8970 Postings, 6086 Tage bammie2 sibirische Bahnhöfe können Ölexporte verdoppeln

 Zwei sibirische Bahnhöfe können Ölexporte nach China verdoppeln

MOSKAU, 02. Februar (RIA Nowosti). Die Eisenbahnhöfe Sabaikalsk und Nauschki können die Ölexporte nach China auf 30 Millionen Tonnen im Jahr verdoppeln. Dies erklärte der Präsident der Russischen Eisenbahnen AG (RSchD), Gennadi Fadejew, auf einer auswärtigen Tagung des RSchD-Vorstandes in Tschita (Sibirien).

"Wir wissen, dass 15 Millionen Tonnen Öl im Jahr nicht die Leistungsgrenze der RSchD sind. Deshalb schlagen wir vor, die Lieferungen gemeinsam weiter auszubauen", äußerte Fadejew.

Ihm zufolge plant RSchD im Jahr 2007 auf der Strecke Karymskaja-Sabaikalsk die Jungfernfahrt einer ersten elektrischen Lokomotive.

Die Länge und die Ladekapazität der Züge auf dieser Strecke sollen demnächst erhöht werden.

Im Ergebnis soll die Durchlasskapazität der Bahn auf das 2- bis 2,5-fache steigen. 2010 werden hier täglich bis zu 30 Zugpaare pendeln können.

Für die RschD bedeutet die Erhöhung der Öllieferungen per Eisenbahn nach China vor allem ein Wachstum der allgemeinen Transporte sowie zusätzliche Arbeitsplätze, betonte Fadejew. Den Ölfirmen stellt das Projekt den kürzesten Weg nach China und den Regionen höhere Haushaltseinnahmen in Aussicht.

Das Hauptziel des Projektes besteht darin, die Infrastruktur zu rekonstruieren, den Lok-Park zu modernisieren und auszubauen sowie die Transporttechnologien zu vervollkommnen, um in der ersten Etappe (ab 2006) mindestens 15 Millionen Tonnen Öl nach China transportieren zu können.

"Ich bin der Ansicht, dass die heutige Vorstandstagung ein erster Schritt zur Neupositionierung unseres Unternehmens auf dem Markt der Öltransporte sein muss", betonte der russische Bahnchef.  

05.02.05 17:11

8970 Postings, 6086 Tage bammieRussland wird zur Tankstelle der Welt

Verstärkte Nachfrage aus Asien und den USA birgt Gefahren für die langfristige Energieversorgung Europas

Mit einer ganzen Serie langfristiger Abkommen über die Lieferung von Öl und Gas drängen China, Japan und Indien auf den russischen und iranischen Energiemarkt.Der Zugriff auf die strategischen Energiereserven dieser Länder bringt die Europäer in Zugzwang.

MATHIAS BRÜGGMANN HANDELSBLATT, 4.2.2005 MOSKAU. Das Ringen um rare Güter führt zu hohen Preisen. Diese Erkenntnis wird künftig noch schärfer ins Bewusstsein europäischer Käufer von russischem Erdgas und Erdöl rücken. Russland hat zwar im zweiten Jahr in Folge den Dauerkonkurrenten Saudi-Arabien als weltgrößter Ölproduzent abgehängt, blickt aber inzwischen - mit neuen Energieprojekten in Asien und Amerika - nach Ost und West. Das wird nach Ansicht von Energieexperten deutliche Auswirkungen auf den russischen Dauerkunden Europa haben.

Deutschland bezieht bisher rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland und deckt dort gut ein Drittel seines Ölbedarfs. Die neuen mitteleuropäischen EU-Mitglieder sind sogar teilweise zu 90 Prozent von russischen Energielieferungen abhängig. Der Rückgang der Ölförderung in der Nordsee wird Europa noch enger an Moskau binden: Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte deutsche Energiekonzerne während seines letzten Besuchs dazu aufgefordert, sich stärker mit Energieprojekten in Russland zu engagieren. Dies wird auch nötig sein, wenn Europa weiter größter Kunde Moskaus bleiben will. Russlands erklärte Strategie, mehr Länder als bisher zu beliefern, fügt sich nicht nur ein in die Pläne der USA und asiatischer Länder, sich bei ihren Energie-Importen unabhängiger vom Nahen Osten zu machen. Sie ist auch Teil der von Außenminister Sergej Lawrow zur politischen Doktrin erhobenen "multipolaren Weltordnung": Statt der einzigen Supermacht USA sieht sich Moskau mit Washington, Peking und Europa als Welt-Machtzentrum. So wird die Energiepolitik des Kremls immer mehr zum strategischen Instrument.

Das Wettrennen um Russlands Reserven birgt für die Europäer Gefahren: Bislang für EU-Staaten vorgesehene neue Gasvorkommen im russischen Eismeer will Moskaus staatlich kontrollierter Energieriese Gazprom plötzlich verflüssigen (LNG) und in Tankschiffen in die USA bringen. Gazprom-Chef Alexej Miller hat gerade mit Mexiko Verhandlungen über den Bau eines LNG-Flüssiggaswerks geführt, wo das russische LNG in Gas rückverwandelt und in Pipelines in die USA gepumpt werden soll. Weitere LNG-Projekte werden vor Russlands Pazifikinsel Sachalin verfolgt.

Dabei ist für Europa dramatisch, dass Gazproms Riesengasfelder gefährlich zur Neige gehen: Die bestehenden Vorkommen seien "zu 60 bis 70 Prozent ausgebeutet", heißt es bei der Schweizer Großbank UBS. Und während nach Gazprom-Berechnungen die bisherigen Förderkosten bei drei Dollar pro 1 000 Kubikmeter Erdgas liegen, könnten sie bei neu zu erschließenden Feldern im Eismeer auf bis zu 30 Dollar hochschnellen. Hinzu kommen die milliardenteuren Erschließungskosten der Gas- und Ölreserven Sibiriens. Diese können nach Ansicht von Analysten nur aufgebracht werden, wenn schnell neue Pipelines gebaut werden. Denn Russland fördert Erdöl bereits am Limit seiner Exportkapazitäten, und ohne Ausfuhren käme nicht genug Geld für Investitionen in die Kasse.

Brüggmann, Mathias
 

25.06.05 16:27

8970 Postings, 6086 Tage bammieGazprom wird nun aus dem Kreml regiert

Der Staat übernimmt die Mehrheit am Gasmonopolisten - Ausländer dürfen Aktien kaufen

von Jens Hartmann

Moskau - Der russische Staat hat nun offiziell die Aktienmehrheit beim weltgrößten Erdgasmonopolisten Gazprom übernommen und will aus dem Konzern einen internationalen Energiemulti formen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Alexej Miller auf der Gazprom-Hauptversammlung in Moskau.

Der Kaufpreis für das Aktienpaket von 10,74 Prozent, das zur Mehrheitsbeschaffung notwendig war, liegt bei 5,9 Mrd. Euro. Die Kaufsumme werde in mehreren Tranchen bis Ende des Jahres an Gazprom überwiesen, sagte Miller. Der russische Staat will das Geld dafür auf den internationalen Kapitalmärkten aufnehmen. "Die Formel ist einfach: Der Staat hat nun das Kontrollpaket. Die übrigen Aktien werden von privaten Investoren gehalten", sagte Miller. Der Gazprom-Chef kündigte an, den Konzern zu einem weltweit führenden Energiemulti mit den Säulen Erdöl, Erdgas und Strom umzubauen.

Der Anteil der Erdölproduktion am Konzernumsatz muß Miller zufolge, wie bei Exxon Mobil oder BP, auf etwa 55 Prozent gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werde Gazprom Ölaktiva in Rußland und im Ausland erwerben. Ein entsprechendes Strategiepapier hatte die Deutsche Bank für Gazprom im vergangenen Jahr entworfen.

Es gilt als wahrscheinlich, daß sich der Erdgasriese um Vermögenswerte des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos bemühen wird. Dort stehen womöglich in Kürze noch zwei Förderunternehmen Tomskneft und Samaraneftegaz sowie mehrere Großraffinerien zum Verkauf. Außerdem hat Gazprom Interesse an Ölförderprojekten vor der Pazifikinsel Sachalin und in Ostsibirien angemeldet. Berichte, Gazprom könnte den Erdölkonzern Sibneft des russischen Multimilliardärs Roman Abramowitsch übernehmen, werden von beiden Seiten nicht kommentiert.

Gazprom war im Frühjahr damit gescheitert, die staatliche Erdölgesellschaft Rosneft zu übernehmen. Die Pläne, Gazprom zum staatlichen Öl- und Gasriesen auszubauen, galten damals als ad acta gelegt. Nun verfolgt Gazprom für viele überraschend dieselbe Strategie weiter.

Bislang fördert der Erdgaskonzern lediglich zwölf Mio. Tonnen Erdöl im Jahr. Branchenführer Lukoil produziert rund 85 Mio. Tonnen. Gazprom ist dafür mit einer Erdgasförderung von 547 Mrd. Kubikmetern 2005 die Nummer eins weltweit. Gemessen an den Öl- und Gasreserven ist Gazprom bereits heute der mit Abstand größte Energiekonzern der Welt.

Die Liberalisierung des Gazprom-Aktienmarktes soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dann sollen Nicht-Russen beim Aktienerwerb dieselben Rechte wie Russen haben. Bislang dürfen Ausländer in Rußland keine Gazprom-Aktien erwerben und müssen mit teureren Anrechtsscheinen (ADR) vorlieb nehmen. Auch soll die Beschränkung, daß Ausländer maximal 20 Prozent an Gazprom halten dürfen, fallen.

Gazprom erhofft sich von dieser Öffnung für Investoren eine deutlich höhere Marktkapitalisierung. Gegenwärtig ist der Konzern rund 58 Mrd. Euro wert. Finanzchef Andrej Kruglow sagt: "Gazprom kann in drei Jahren das Niveau von BP oder Exxon Mobil erreichen. Ich denke, daß die Kapitalisierung von Gazprom in drei bis fünf Jahren 250 Mrd. Euro betragen wird."

Analysten kritisieren das mangelhafte Kostenmanagement und fragen, ob sich Gazprom mit dem Umbau zu einem Energiemulti nicht verheben könnte.

Artikel erschienen am Sa, 25. Juni 2005



Gazprom hat weltweit Verträge, in Kooperation mit China, Indien, naher Osten bis nach Südamerika, beispielsweise Venezuela. Das Gegengewicht zur USA wird immer stärker.

 

25.06.05 18:25

25551 Postings, 6948 Tage Depothalbiererda kann der theede rechtliche schritte ankündigen,

wie er will.

die ex-yukos-spinner haben endgültig verkackt! hähä.

es lassen sich eben nicht alle so leicht abzocken, wie die gesamten südamerikanischen länder.

das lernen die amis auch noch, besonders gut in irak.  

05.07.05 08:22

8970 Postings, 6086 Tage bammieRußlands größter Coup

Gazprom soll Übernahme des Ölkonzerns Sibneft ins Auge fassen

von Jens Hartmann

Moskau - Es wäre die größte Firmenübernahme in der russischen Geschichte: Der staatliche Erdgasmonopolist Gazprom steht möglicherweise kurz vor einer Übernahme der Mehrheit am russischen Erdölkonzern Sibneft. Das berichten russische Nachrichtenagenturen und die Zeitung "Kommersant" unter Berufung auf Verhandlungskreise. "Kommersant" zufolge will Gazprom zusammen mit dem Ölmulti Royal Dutch/Shell die Erdölgesellschaft Sibneft aufkaufen.

Sibneft gehört mehrheitlich der Investitionsgesellschaft Millhouse Capital des Multimilliardärs Roman Abramowitsch und hat eine Marktkapitalisierung von rund 13 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr förderte Sibneft 34 Mio. Tonnen Erdöl. Außerdem hält Sibneft einen 50-Prozent-Anteil an der Ölfirma Slavneft, die 2004 insgesamt 22 Mio. Tonne produzierte. Sibneft gehört damit zu den sechs größten russischen Ölgesellschaften.

Weder Gazprom, Royal Dutch/Shell noch Sibneft bestätigen, daß überhaupt miteinander gesprochen wird. Tatsächlich gibt es in der russischen Ölbranche seit längerem Gerüchte, Sibneft stehe zum Verkauf. "Kein Kommentar. Das Sibneft-Management hat genug damit zu tun, die Ölgesellschaft weiterzuentwickeln", sagte Sibneft-Sprecher John Mann auf Anfrage.

Sollte das Milliardengeschäft über die Bühne gehen, hätte der russische Staat binnen eines halben Jahres durch Zukäufe seinen Anteil an der Erdölproduktion von etwa sechs auf fast 30 Prozent gesteigert. Ende 2004 übernahm nach einer Zwangsversteigerung die staatliche Ölgesellschaft Rosneft bereits das Herzstück des Yukos-Konzerns, Yuganskneftegaz. Rußland wird in diesem Jahr insgesamt rund 460 Mio. Tonnen Erdöl produzieren. Das Vorhaben, alle staatlichen Erdölaktivitäten unter das Dach von Gazprom zu bringen, scheiterte im Frühjahr, als sich Rosneft erfolgreich gegen eine Übernahme durch Gazprom wehrte.

Das hindert Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller nicht daran, Pläne für eine Expansion seines Erdgaskonzerns in den Ölsektor zu schmieden. Auf der Hauptversammlung am 24. Mai sagte Miller, er wolle den Anteil von Erdöl am Konzernumsatz auf 55 Prozent steigern und damit in einer Liga wie die Multis ExxonMobil, BP oder Royal Dutch/Shell spielen. Dazu bedarf es aber Akquisitionen.

Welchen Part Royal Dutch/Shell bei einer möglichen Übernahme von Sibneft spielen kann, ist unklar. Juristische Unwägbarkeit birgt die Eigentümerstruktur von Sibneft. 34,5 Prozent der Aktien gehören dem angeschlagenen Yukos-Konzern und sind wie alle Yukos-Aktiva auf einen Gerichtsbeschluß hin eingefroren. 2003 hatten Yukos und Sibneft eine Fusion vereinbart. Der Zusammenschluß wurde rückgängig gemacht, als Yukos-Chef Michail Chodorkowski inhaftiert wurde und Steuerforderungen in Milliardenhöhe gegen Yukos aufliefen.

Sibneft ist ein Unternehmen, das in den wilden Jahren der Privatisierung entstand. Für gerade einmal 100,3 Mio. Dollar übernahm der Oligarch Boris Beresowski 1995 den Ölkonzern. Er holte sich den früheren Ölhändler Roman Abramowitsch an Bord - und wurde später von ihm ausgebootet. Beresowski war beim Kreml in Ungnade gefallen und mußte kurz nach dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin 2000 außer Landes fliehen. Er lebt nun als politischer Flüchtling in London.

Seine Anteile in der Öl- und Aluminiumindustrie seien ihm für gerade einmal eine Mrd. Dollar abgepreßt worden, sagte Beresowski. "Das war kein Verkauf, sondern eine Erpressung, durchgeführt von Präsident Putin, seinem früheren Stabschef Alexander Woloschin und Abramowitsch", behauptet Beresowski. Er will ein Gerichtsverfahren in London anstrengen.

Artikel erschienen am Di, 5. Juli 2005




Hier können wir den Traum sehen, woran Daimler scheiterte. Gazprom, Ölkonzern von Welt.
 

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