China bekommt Tor nach Indien...

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neuester Beitrag: 27.06.06 09:28
eröffnet am: 27.06.06 08:57 von: börsenfüxlein Anzahl Beiträge: 3
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27.06.06 08:57
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18298 Postings, 7123 Tage börsenfüxleinChina bekommt Tor nach Indien...

"Ideale Kombination"

Für Indien und China entstehen ökonomische Vorteile.China, die neue "Fabrik der Welt", wie sie Experten bereits nennen, sucht einen Weg nach Indien. Und auch Indien ist an näheren Kontakten zum riesigen Nachbarland interessiert.

Indien gilt bereits jetzt als eines der globalen Dienstleistungszentren. Eine ideale Kombination, so die Wirtschaftsstrategen der beiden Länder. Westliche Experten träumen bereits von "Chindia", wie die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") schreibt.


Annäherung nach zaghaften Versuchen
Während die beiden Staaten auf militärischer Ebene bereits eine engere Zusammenarbeit beschlossen, blieb die wirtschaftliche Zusammenarbeit in den letzten Jahren meist in zaghaften Versuchen stecken.


Langsamer Seeweg, teurer Luftweg
Nachdem in den letzten Jahren das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern jedoch angezogen hatte, die Waren allerdings über den langwierigen Seeweg oder teuer per Flugzeug transportiert wurden, entschied man sich jetzt für einen weiterführenden Schritt.


Historisches Abkommen
China und Indien haben soeben ein Abkommen unterzeichnet, das sie als historisch bezeichneten, so die "SZ".


Alter Handelsweg wird wieder geöffnet
Die beiden Länder wollen eine uralte Handelsroute über den Himalaja wieder eröffnen.


Es handelt sich dabei um eine Nebenstrecke der legendären Seidenstraße. Wichtigster Punkt ist dabei der Grenzübergang über den 4.300 Meter hohen Natu-La-Pass. Jahrhundertelang wurden Wolle und Seide nach Indien und Salz und Gewürze von Karawanen nach China transportiert.


Durch annektierte Gebiete
Pikantes Detail: Die Route geht durch das von China annektierte Tibet und durch das von Indien annektierte Sikkim, so die "SZ".


Bisher kein offizieller Übergang
Die Grenze zwischen China und Indien ist rund 3.500 Kilometer lang. Es gibt jedoch bisher keinen offiziellen Übergang zwischen den beiden Mächten.


Landkarten stillschweigend geändert
Auch ist die Grenzziehung umstritten. Seit 1962, als ein kurzer, aber heftiger Krieg über den Verlauf der Demarkationslinie geführt wurde, stehen einander die Armeen in der Himalajaregion feindlich gegenüber.


Zum Grenzkonflikt trug laut "SZ" bei, dass die beiden Länder die Annexion nicht anerkannten. Stillschweigend wurden die Landkarten jedoch bereits geändert.


Auch Straße geplant
Nun soll der gegenseitige Handel über den Pass angekurbelt werden. Auch der Ausbau der Straße ist geplant.


"Gewaltige Entwicklung"
Der Natu-La-Pass soll das Tor zum indischen Subkontinent werden.


"Wenn nur zehn Prozent des Handelsvolumens von rund 19 Mrd. Dollar über Sikkim und Indien abgewickelt werden, bedeutet es bereits eine gewaltige Entwicklung für die beiden Regionen", zitiert die "SZ" Hao Peng, den Vizeregierungschef der Region.


Chinas Weg zum Golf von Bengalen
Für China würde sich allerdings dabei nicht nur der Handel in Tibet steigern, sondern das riesige Land sichert sich dadurch auch einen Zugang zum Golf von Bengalen.


Zugang zum Arabischen Golf
China baut unterdessen ebenfalls seine Beziehungen zum ehemaligen "Erzfeind Indiens", Pakistan, aus.


Durch den von China finanzierten Ausbau des pakistanischen Hafens Gwadar erschließt sich für das Land auch das Arabische Meer. Der "Rote Drache" erwartet sich davon ebenfalls neue Absatzmärkte.


Mammutprojekt Gwadar
In Gwadar entsteht seit März 2002 ein chinesisches Mammutprojekt, ein gewaltiger Öl- und Containerhafen, der für die Verschiffung der chinesischen Bodenschätze nach Übersee genutzt werden soll.


 

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18298 Postings, 7123 Tage börsenfüxleinVertiefung der Beziehungen...

Militärische Zusammenarbeit

Keine näheren Details über Abkommen wurden bekannt.Die beiden ehemaligen Kriegsgegner China und Indien wollen ihre militärische Zusammenarbeit ausbauen.

Das hätten der indische Verteidigungsminister Pranab Mukherjee und sein chinesischer Kollege Cao Guangchuan bei einem Treffen Ende Mai in Peking vereinbart, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Einzelheiten wurden nicht bekannt.


"Strategische Fragen"
Das chinesische Außenministerium teilte mit, Mukherjee habe zudem bei einem Treffen mit Außenminister Li Zhaoxing eine Vertiefung der Beziehungen in strategischen und anderen Fragen der Zusammenarbeit zugesagt.


Pakistan als Dorn im Auge Indiens
Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt führten 1962 einen Grenzkrieg gegeneinander.


Zudem waren der Regierung in Neu-Delhi stets die traditionell engen Beziehungen zwischen dem indischen Erzrivalen Pakistan und China ein Dorn im Auge.


Konflikte beigelegt
Im vergangenen Jahr konnten Indien und China ihren Konflikt über ihre 3.500 Kilometer lange gemeinsame Grenze aber im Grundsatz beilegen.


Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern mit einem jährlichen Handelsvolumen von umgerechnet rund 19 Milliarden Dollar haben sich verbessert.

 

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18298 Postings, 7123 Tage börsenfüxleinEntspannung im Kaschmir-Konflikt...

Busverbindung als Annäherung

Ghandi: Schritt soll Beziehungen stärken.Zweieinhalb Jahre nach der Aufnahme von Friedensgesprächen zwischen Indien und Pakistan haben die beiden Länder in der umstrittenen Region Kaschmir eine zweite Buslinie eröffnet.

Die Buslinie solle die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan stärken, sagte die Chefin der regierenden Kongresspartei, Sonia Ghandi, am Dienstag an der Kontrolllinie.


Strengste Sicherheitsvorkehrungen
Die Einweihung der Strecke von Poonch über die Kontrolllinie bis nach Rawlakot fand unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.


Die Busverbindung soll die Zusammenführung von Familien ermöglichen, die auf der jeweils anderen Seite der Kontrolllinie leben.


Der Regierungschef des pakistanischen Teils von Kaschmir, Sardar Sikandar Hayat, wertete die Einweihung als "gutes Omen" für die getrennten Familien.


Zu Fuß am Kontrollpunkt vorbei
Im April vergangenen Jahres war bereits eine erste Buslinie eröffnet worden. An Bord des indischen Busses waren 66 Insassen, an Bord des pakistanischen 55.


Die Verbindung ist jedoch nicht durchgängig, sondern die Passagiere beider Seiten müssen den eigentlichen Kontrollpunkt zu Fuß überqueren und dann - je nach Fahrtrichtung - in einen indischen oder pakistanischen Bus umsteigen.


Symbol für Annäherung
Obwohl die Busse nur 14-tägig verkehren, gelten sie als bedeutendes Symbol für die Annäherung der beiden Länder. Seit Anfang 2004 führen beide Seiten wieder Friedensgespräche.


Fast 40.000 Tote
Im Kampf radikalislamischer Rebellen für die Loslösung Kaschmirs von Indien wurden seit 1989 nach amtlichen Angaben fast 40.000 Menschen getötet. Indien warf Pakistan immer vor, die Extremisten zu unterstützen.


Die beiden Atommächte führten schon mehrfach Krieg um die zwischen beiden Ländern geteilte Himalaja-Region.


 

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