Chemieunfall in Schweden

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eröffnet am: 04.02.05 09:57 von: Happy End Anzahl Beiträge: 2
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04.02.05 09:57

95440 Postings, 7090 Tage Happy EndChemieunfall in Schweden

Helsingborg (APA/dpa) - Aus einer Chemiefabrik im schwedischen Helsingborg entweichen seit Freitag früh 20.000 Tonnen hochgiftiger Schwefelsäure. Als Ursache für das Unglück wurde ein Tankleck in einer Anlage des Kemira-Konzerns genannt. Die Behörden riefen zunächst alle 120.000 Bewohner der Großstadt in Südschweden auf, nicht ins Freie zu gehen.  
 

09.02.05 10:24

95440 Postings, 7090 Tage Happy End...damit es nicht ganz untergeht

Acht Verletzte bei Chemie-Unfall in Schweden

Stockholm (AFP) - Ein schwerer Chemie-Unfall hat die Einwohner der Stadt Helsingborg in Süd-Schweden in Atem gehalten. Rund 11.000 Tonnen Schwefelsäure traten in der Nacht aus einem Tank auf dem Fabrikgelände der finnischen Chemie-Firma Kemira aus. Mindestens acht Mitarbeiter wurden durch die Säure verletzt und mit Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert. Über dem Gelände bildete sich eine große Gaswolke mit Tropfen der stark ätzenden Chemikalie.

Die Polizei sperrte am frühen Morgen die gesamte Küstenstadt am Öresund ab und forderte die rund 110.000 Einwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Gegen Mittag wurde Entwarnung gegeben und die Absperrung aufhoben; allerdings blieb zunächst ein Sicherheitsring um die Fabrik in einem Umkreis von einem Kilometer bestehen. Eine Sprecherin des örtlichen Krankenhauses sagte, keiner der eingelieferten Arbeiter sei schwer verletzt. Alle hätten "leichte Atemschwierigkeiten", aber es sei "nichts Ernstes".

Nach Einschätzung von Experten hätte der Unfall noch weitaus schwerwiegendere Folgen haben können, als es den Anschein hat. Die extrem ätzende Schwefelsäure könne leicht tödlich wirken, sagte der Chemiker Ulf Rick. Die Folgen für die Umwelt seien vergleichbar mit denen des sauren Regens. "Nichts überlebt diese starke Säure, wenn sie vom Boden aufgenommen wird", sagte Rick. Die Wohngebiete von Helsingborg liegen nur 1,5 Kilometer von der Chemiefabrik entfert. Die städtischen Behörden erwägen nun, den Standort des Werkes zu verlegen.


Aufräumarbeiten nach Säureunfall in Schweden dauern an

Stockholm (AP) Dutzende Bewohner der südschwedischen Hafenstadt Helsingborg konnten auch am Samstag noch nicht wieder in ihre Wohnungen, weil die Aufräumarbeiten nach dem Säureunfall in einer Chemiefabrik ihrer Stadt weiter andauerten. Acht Personen wurden von der Stadt untergebracht, Dutzende weitere kamen bei Verwandten unter.

Der von dem Unfall betroffene Stadtteil mit seinen 4.500 Einwohnern war nicht evakuiert worden. Diejenigen aber, die nicht zuhause waren, durften auch nicht wieder in ihre Wohnungen.

Aus der Chemiefabrik waren am Freitag rund 11.000 Tonnen Schwefelsäure ausgetreten. Über der Anlage bildete sich eine große giftige Wolke, die aber nach drei Stunden vom Wind aufs Meer hinausgetragen wurden. Offiziellen Angaben zufolge wurden 13 Menschen wegen Reizungen der Augen und Atemproblemen im Krankenhaus behandelt, darunter sechs Angestellte der Fabrik und zwei Polizisten.  

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