Cash is King in griechischen Apotheken

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eröffnet am: 11.01.12 13:27 von: permanent Anzahl Beiträge: 3
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11.01.12 13:27
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20752 Postings, 6156 Tage permanentCash is King in griechischen Apotheken

Krankenkassen schulden Millionen

Kranke Griechen brauchen Bares

Die Finanzkrise zieht in Griechenland immer weitere Kreise. Da die Krankenkassen ihre Schulden bei Apotheken häufig nur mit monatelanger Verzögerung begleichen, haben Patienten ein großes Problem: Sie bekommen Medikamente nur dann, wenn sie das Geld vorstrecken.

Die Griechen bekommen selbst in Apotheken die Konsequenzen der finanziellen Probleme des Landes zu spüren. Seit einigen Tagen geben viele Apotheker Medikamente nur noch gegen Bargeld aus, wie griechische Medien berichten. Rezepte würden häufig nicht akzeptiert, weil die staatlichen Krankenkassen ihre Schulden bei den Apothekern seit Monaten nicht mehr bezahlt haben.

Die Patienten müssen das Geld selbst vorstrecken und mit der Quittung dann zur Krankenkasse gehen, um es zurückzubekommen. Wegen des Geldmangels bei den Kassen dauert das aber in der Regel Monate oder sogar bis zu einem Jahr.

"Wir bekommen schon ein Bild dessen, was uns bevorsteht, wenn wir endgültig pleitegehen", sagte Theodoros Ioannidis, Angestellter eines Pharmaunternehmens. Nach Ansicht der Apothekerin Ioanna Kimpezi ist ein Teufelskreis entstanden. Denn auch die Apotheker bekommen Medikamente nur noch gegen Sofortzahlung vom Großhandel. Der wiederum muss sofort zahlen, um die Arzneimittel von der Pharmaindustrie zu bekommen. "Uns bleibt keine andere Wahl, als Bargeld zu verlangen", meinte die Apothekerin.

Medikamente werde knapp

Der Bargeldzwang soll mindestens bis Freitag dauern. Dann wollen die Apotheker neu entscheiden, wie es im Streit um die Schulden der Krankenkassen weitergehen soll. Der Apothekerverband spricht von einer offenen Summe in Höhe von 330 Mio. Euro.

Mittlerweile werden in Griechenland einige Medikamente knapp. Dem Apothekerverband zufolge ist das bei der Hälfte der 500 meistgenutzten Medikamente der Fall. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Eine der Hauptursachen ist der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, dass die griechische Regierung die festgelegten Preise für viele Medikamente gesenkt hat. Deshalb würden viele Großhändler die Medikamente ins Ausland verkaufen, da dort höhere Preise gezahlt werden.

Quelle: jga/dpa

 

11.01.12 13:35

50458 Postings, 6155 Tage SAKUPasst doch.

Survival of the fittest. Darwin for life oder so! Die Reichen, die sich das Steuern zahlen gespart haben, haben offenbar alles richtig gemacht. Glückwunsch!
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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

11.01.12 13:37
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69017 Postings, 6174 Tage BarCodeDie Apotheker in Griechenland

gehören ja auch zu jenen Unterprivilegierten, die unter der Versteuerungsgrenze dahindarben.
Man könnte ja einführen: Geld gegen Steuerprüfung...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)

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