CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2002/06

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10.02.02 10:46

1125 Postings, 7461 Tage indexCONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2002/06

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         CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2002/06
      Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG   Freitag, 08. Februar 2002

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       THEMEN DIESER AUSGABE:

        1. CONSORS INTERN
        2. MARKTANALYSE

        3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
        4. CONSORS FAVORITEN

        5. MUSTERDEPOTS
        6. NEUER MARKT REPORT

        7. EMPFEHLUNGEN INLAND
        8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND

        9. DISCLAIMER


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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte - 07. Woche vom 11. bis zum 15. Februar 2002

(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf Freitag,
den 08. Februar 2002 um 19:50 Uhr MEZ)

--- 1. Europa ---

In dieser Karnevalssaison (bayrisch: Fasching) ist das schweißtreiben-
de Bärenfellkostüm wohl die meistgewählte Verkleidung der Börsenakteu-
re. Die Kursentwicklung der letzten Tage brachte uns ganz schön ins
Schwitzen, als zuletzt wichtige Unterstützungsmarken fielen. Die
Käufer hielten sich bedeckt und überließen dadurch dem Verkaufsdruck
das Börsenfeld. Neben der anhaltenden Vertrauenskrise hinsichtlich der
Aussagekraft von Bilanzdaten beschäftigte die auslaufende Quartalsbe-
richtsaision sowie die anhaltende Unsicherheit über die künftige Kon-
junkturentwicklung. Sogar Mr. Bill Gates, Chef des US-Softwaregiganten
Microsoft, versucht sich in Konjunkturprognosen: Er äußerte sich im
Rahmen des Weltwirtschaftsforums dahingehend, daß er in diesem Jahr
nicht mit einer Konjunkturerholung rechne. Dagegen hielten die letzten
Wirtschaftsdaten, wie US-Produktivitätszahlen, die über den Prognosen
lagen. Im Verlauf des Donnerstags setzte am Aktienmarkt auf dem
zwischenzeitlich deutlich ermäßigten Niveau eine Erholung ein, die die
Aussichten für die vor uns liegende Handelswoche zumindest kurzfristig
verbessert. Unter Druck blieben die Aktienwerte im Telekommunikations-
sektor, nicht zuletzt durch die mögliche Ratingverschlechterung der
France Telecom. Die Deutsche Bank wurde belastet von Sorgen um die
Ertragsentwicklung sowie durch gesenkte Analystenprognosen. Im
Rückwärtsgang bewegten sich die Kurse der Automobilwerte, insbesondere
nachdem die schlechten Ertragsaussichten von DaimlerChrysler als Ge-
winnwarnung gesehen wurde. Preussag sieht sich weiterhin in der Kritik
hinsichtlich der aggressiven Investitionen in den letzten Jahren und
leidet unter Gewinnmitnahmen; übrigens ebenso wie Bayer. Vertreter von
als defensiv geltenden Aktienwerten - wie adidas-Salomon, FMC, Metro,
Schering - profitierten als Anlagealternativen. Die sehr guten
Gewinnpronosen für 2002 bei Allianz brachten nicht nur der Branche,
sondern dem gesamten Markt Auftrieb. Zuletzt rückte auch wieder die
ganze Siemens-Familie ins Anlegerinteresse.

Der Deutsche Aktienindex DAX 30 riß bei seinem Fall um 7,7 % vom
Wochenverlaufshoch bei 5093 auf das Verlaufstief bei 4730 ein Gap
(Kurslücke) bei 4981/4984 am 05.02.2002. Die ab Donnerstag einsetzende
Erholung führte bis zuletzt auf 4811 Punkte. Die Wochenbilanz färbte
sich mit einem Minus von 5,6 % tiefrot. Die gefallenen Unterstützungen
bei 5055 und 4965 wandeln sich nun ebenso zu Widerständen, wie die
durchstoßenen gleitenden Durchschnitte bei 5080 (38 Tage) und 4925 (90
Tage). Unsere Risikomarke bei 4750 konnte schlußendlich doch noch ein
weiteres Abrutschen verhindern, das zumindest in Richtung der nächsten
Supportzone zwischen 4540 und 4360 erfolgt wäre. Der Orientierung
wegen wagen wir einen dritten Versuch mit dem neuerlich gebrochenen
Aufwärtstrendkanal vom Anfang Oktober 2001, den wir nunmehr mit glei-
chem Startzeitpunkt flacher ins Chartbild einzeichnen mit den Kanal-
begrenzungen aktuell zwischen 4740 und 5465. Von den beiden Abwärts-
trendkanälen - erstens vom September 2000 zwischen 5155 und 4330 sowie
zweitens vom März 2000 zwischen 5495 und 4700 - wird letzterer derzeit
an seiner unteren Begrenzung angetestet. Die Marktindikatoren liefern
kurzfristig negative Signale. Die Put/Call-Ratio der Aktienoptionen
auf geglätteter Drei-Wochen-Basis ist im neutralen Bereich. Das
Umsatzvolumen ist nach einem extrem dünnen Wochenstart kräftig
angestiegen. Die Volatilität (Schwankungsbreite) verharrt seit
November um ein Niveau bei 25 % und bereitet sich auf eine kräftigere
Indexbewegung vor, ohne die Richtung dieser zu kennen.

Der europäische DJ-STOXX-50-Index zeigte nach den Wochenverlaufsex-
tremwerten bei 3601 am Montag und 3423 am Donnerstag (Range 5,2 %) mit
zuletzt 3484 Punkten ein Minus von 3,3 % gegenüber seinem Vorwochen-
schluß-Niveau. Das bisher charttechnische Seitwärtsband, dessen obere
Begrenzung von der hartnäckigen Widerstandszone zwischen 3710 und 3760
und dessen untere Begrenzung von der "historischen" Unterstützung bei
3505 markiert wird, ist nach unten verlassen worden. Das erhoffte
Auffangnetz, gebildet aus der 38-Tage-Linie bei 3580 und der 90-Tage-
Linie bei 3565, ist durchgerissen worden. Die darunter liegende
Unterstützungszone zwischen 3400 und 3350, deren untere Begrenzung
unserer Risikomarke entspricht, ist bislang noch nicht berührt worden.
Dafür erfuhr der "alte" Abwärtstrendkanal vom September 2000 zwischen
zuletzt 3435 und 3060 ein weiteres Pull-back an seiner oberen
Begrenzung. Neuerlich gescheitert ist der Rückkehrversuch in den
Aufwärtstrendkanal von Anfang Oktober 2001 zwischen 3535 und 3800, den
wir erst kürzlich flacher mit gleichen Startzeitpunkt ins Chartbild
eingezeichnet hatten. Als kurzfristiges Erholungsziel sehen wir das am
05.02.2002 geöffnete "Mini"-Gap bei 3543/3547. Die Marktindikatoren
liefern kurzfristig noch negative Signale.

Mit einer Performance von minus 9,2 % auf 1041 Punkte beim NEMAX-50-
Index und minus 8,0 % auf 1016 Punkte beim NEMAX-All-Share-Index in
der vergangenen Börsenwoche ließ sich der Neue Markt nicht von der
guten Laune zur Faschingszeit anstecken. Teils charttechnisch bedingt,
teils durch die Vorgaben der NASDAQ geprägt, ging es mit dem deutschen
Wachstumswertesegment nach unten. Besonders stark litten die Telekom-
munikationsaktien (-10,38 %) und die Finanzdienstleister (-8,09 %).
Glimpflicher kamen Industrie- (-4,0 %) und Softwaretitel (-4,4 %)
davon. Die Liste der Gewinner in dieser Woche im NEMAX 50 bleibt mit
vier Werten übersichtlich. Mit knapp 3 % verbuchte Pandatel den größ-
ten Zuwachs, nachdem eine Kooperationsvereinbarung mit Tellabs Inc.
geschlossen worden war. Obwohl Analysten die Aktie weiter mit Under-
performer einstuften, wurde die Aktie durch Zocker am Markt getrieben.
Den größten Verlust verbuchte mit über 61 % Carrier 1. Das Unternehmen
hatte vergeblich versucht, eine Anleihe im Gesamtvolumen von rund 230
Mill. US$ zurückzukaufen. Den Inhabern der Anleihe wurde ein Kurs von
18,5 % des Nennwertes zuzüglich Zinsen sowie Aktien angeboten. Wegen
Liquiditätsmangel mußte dieser Rückkauf nun eingestellt werden. Zudem
hat sich das Geschäft weiter verschlechtert, was den Fortbestand des
Unternehmens fraglich erscheinen läßt. Aktuell notiert die Aktie
99,7 % unter ihrem Allzeithoch, das bei 173 Euro lag. An zweiter
Stelle lag Heyde, die um knapp 30 % nachgab. Rhein Biotech verlor
wegen eines enttäuschenden Geschäftsausblicks im Wochenverlauf über
16 %. In der nächsten Woche steht die Neuzusammensetzung des NEMAX 50
an, die für Bewegung bei den auszuwechselnden Kandidaten sorgen
dürfte. Die Änderungen werden per 18. März wirksam. Als Absteiger
werden Carrier 1, Primacom und Heyde genannt. Aufgenommen könnten
Funkwerk, FJA, Nordex und IPC Archtec werden.

In dieser Woche war es nun soweit: Die Unterstützung bei 1140 Punkten
im NEMAX 50 ist gefallen. Im Zuge der danach folgenden Abwärtsbewegung
wurde ein Gap im Bereich zwischen 1111 und 1099 Punkten geöffnet,
welches jetzt unser kurzfristiges Erholungsziel darstellt. Der nächste
Unterstützungsbereich liegt zwischen 1020 und 1000 Punkten. Ab sofort
sind für uns die wichtigen Marken beim NEMAX 50 bei 1140 und 1000
Punkten. Wir gehen davon aus, daß der NEMAX 50 in der nächsten Woche
innerhalb dieses Bereiches bleiben wird. Die technischen Indikatoren
befinden sich teils im neutralen, teils im überverkauften Bereich.
Sorge bereitet der Trendfolger MACD, der einhellig mit dem Markt nach
unten läuft und keinerlei Hinweise auf einen Richtungswechsel anzeigt.
Alle Hoffnungen ruhen nun auf der 1000-Punkte-Marke. Sollte diese in
den nächsten Tagen nicht gehalten werden, droht ein Abrutschen des
Index auf die Unterstützungen bei 870 und 780 Punkten. Danach gibt es
nur noch das Allzeittief. Aber bis dahin ist es (zum Glück) noch ein
weiter Weg. Den Anlegern, die durch unsere Risikomarke bei 1140
Punkten ausgestoppt wurden, empfehlen wir, das Pulver trocken zu
halten und von einem Engagement im Neuen Markt vorerst abzusehen, bis
sich der Markt in einer kalkulierbaren Range etabliert hat. Das Risiko
eines Abgleitens unter die 1000 Punkte erscheint uns derzeit zu hoch.

Der Aktienmarkt hatte sich zuletzt in Winterschlußverkaufslaune
gezeigt, frei nach dem Motto: alles muß raus - oder übersetzte die
Börse die Abkürzung WSV möglicherweise mit "Wir sichern Verluste"? Wie
bereits in der Vorwoche lockten selbst positive Nachrichten aus
Richtung Konjunktur und Unternehmen die Anleger bislang nicht aus der
Reserve. Zum einen steckt den Marktteilnehmern die Skepsis gegenüber
der von der Wirtschaftspresse als "Enronitis" titulierten Wirrungen um
die Verläßlichkeit von Bilanzierungsrichtlinien in den Knochen. Zum
anderen regieren Charttechnik und Psychologie als Faschingsprinzenpaar
über die Börsengemeinde, bringen "Stimmung" (wenn auch negative) in
den Markt und beendeten zunächst die im November 2001 begonnene
Konsolidierungsphase. Nachdem sich die Marktteilnehmer angesichts der
im vergangenen Jahr gemachten schmerzlichen Kurserfahrungen nicht mehr
gerne zum Narren halten lassen, warten die meisten beharrlich auf
klare Fakten und Beweise für eine Ablösung des vorrangig
liquiditätsgetriebenen durch einen ertragsuntermauerten Aufschwung.
Positiv ist aus unserer Sicht daran, daß die teilweise euphorisch
vorweggenommenen Konjunkturerholungshoffnungen zwischenzeitlich wieder
deutlich korrigiert wurden. Dies läßt im weiteren Verlauf des
Börsenjahres Platz für positive Überraschungen. Die unattraktiven
Anleiherenditen, die vorhandene Liquidität und die ersten Anzeichen
für eine konjunkturelle Erholung sorgen zudem für eine anhaltende
Attraktivität der Anlageform Aktie.

Im Bezug auf den europäischen bzw. deutschen Aktienmarkt bestärkt uns
das hauseigene fundamentale Indexbewertungsmodell in unserer Meinung.
Danach liegt das faire DAX-30-Niveau bei 6170 Punkten. Nachdem dieses
Modell gerade bei Extremüber- und Extremunterbewertungen besonders
gute Ergebnisse liefert, ist es gerade jetzt nützlich. Seit 1980, dem
Beginn des Modells, gab es nur vier längere Perioden größerer
Unterbewertungen: November 1984 bis August 1985; November 1987 bis
Juni 1988; September 1995 bis Januar 1996 und seit August 2001 bis
heute. Die von uns gemessenen Unterbewertungsausmaße lagen bei: 17 %
bis 23 %, 15 % bis 34 %, 18 % bis 23 % und schwankten zuletzt zwischen
13 % (Ende Januar 2002) und 42 % (Ende Oktober 2001). Die Daten werden
nur monatlich erhoben, aber faktisch war die größte Unterbewertung
zuletzt am 21.9.2001 beim bisherigen DAX-Tiefstand. Die jetzige
fundamentale Situation ist mit Einschränkungen vergleichbar mit der
ersten Phase (1984/85: Beginn des Konjunkturaufschwungs) und aus
börsenpsychologischer Sicht teilweise vergleichbar mit der zweiten
Phase (1987/88: Oktobercrash an der Wall Street; 2001: Septembercrash
nach Terroranschlag auf USA). Die erste Phase dauerte zehn Monate, die
zweite acht Monate und die jetzt laufende vierte Phase hält auch schon
sieben Monate. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß der extreme
Unterbewertungszustand beim DAX-30 (aktuell über 20 %) nicht mehr
allzu lange anhält. Sieht man sich die Performance des DAX nach
Beendigung einer solch extremen Unterbewertungsphase an, stellt man
Erfreuliches fest: Nach einem Jahr zeigte sich eine Performance von
23 % bis 38 %, nach zwei Jahren sogar von 42 % bis 80 %. Gehen wir nur
vom Minimalziel aus, so dürfte der DAX-30 im Januar 2003 bei 5998
Punkten (+23 %) bzw. im Januar 2004 bei 6940 Punkten (+42 %) stehen.
Dieses sind zwar auf Grund historischer Vergleichsentwicklungen
abgeleitete Prognosen, die erst in der Zukunft auf dem Prüfstand
stehen werden, doch grundsätzlich gilt: Die deutschen Standardaktien
sind momentan äußerst preisgünstig und stellen unter Chance/Risiko-
Gesichtspunkten eine sehr günstige Kaufgelegenheit dar.

Der in der hinter uns liegenden Woche erfolgte technische Dammbruch
führte den DAX-30-Index kurz und knapp unter die von uns definierte
Risikomarke bei 4750 Punkten. Beim DJ-STOXX-50-Index lag diese Marke,
gemessen am Verlaufstief, nur noch gut 70 Punkte entfernt. Nachdem die
Risikomarken bislang gehalten haben und speziell beim DAX auf diesem
Niveau die Wende nach oben erfolgte, werten wir dies als einen
wichtigen Erfolg im Rahmen der breiten Bodenbildung auf Basis der
erreichten Indexniveaus. Zudem eröffnet die kurzfristig überverkaufte
Lage dem langfristig aufgestellten Investor gute Gelegenheit zum
Positionsaufbau unter Beachtung einer Branchenstreuung in ausgewählte
Aktienwerte. Die Titelvertreter zyklischer Sektoren zeigten bislang
eine dynamische Entwicklung, was zu Gewinnmitnahmen reizt. Auf
ermäßigtem Niveau sehen wir hier jedoch wieder Einstiegschancen. Eine
interessante Investitionsmöglichkeit gerade aufgrund der laufenden
kräftigen Konsolidierung innerhalb der Branchen bieten aus unserer
Sicht Banken. Wir bevorzugen zudem Pharma-, Versorger- und Nahrungs-
mittelwerte sowie selektiv Konsum- und Telekommunikationswerte, wobei
letztere noch immer relative Schwäche aufweisen.

Der mehr auf sogenanntes Stock-picking fixierte tradingorientierte
Spekulant wurde möglicherweise bereits ausgestoppt, andernfalls gelten
die genannten Risikomarken ebenso weiter wie ein kurzfristiges
Erholungspotential von rund 10 %. Unter der Voraussetzung, daß in
einem zweiten oder spätestens dritten Anlauf die bislang dominanten
Abwärtstrends überwunden werden, halten wir an unserer mittelfristigen
Erwartung eines dann nachhaltigen Anstiegs in Richtung der Wider-
standsbereiche 5400 - 5600 (DAX) bzw. 3600 - 3800 (STOXX) fest. Im
Einklang mit dem bekannten Faschingslied "Am Aschermittwoch ist alles
vorbei" hoffen wir dieses auch für die aktuelle Aktienmarktkorrektur.

Die Umfrageergebnisse der Europäischen Kommission zur Lage und
Perspektive der Wirtschaft im Euroland ergab, daß die Stimmung in der
Realwirtschaft besser ist, als von den Finanzmärkten vermutet. Fast
alle Indikatoren für den Monat Januar lagen über den Erwartungen der
Investmentbanker. Lediglich der Sentimentindex für die Verbraucher-
stimmung wurde schlechter als erwartet ausgewiesen. Auch die beiden
Reuters-Konjunkturindikatoren für das Dienstleistungsgewerbe für
Deutschland und Euroland für Januar lagen höher als prognostiziert.
Die schlechten Arbeitsmarktzahlen im Januar in Deutschland mit einer
Arbeitslosenquote von 10,4 % gingen etwas unter, vielmehr konzentrier-
te sich das Interesse auf die internen Probleme der Bundesanstalt für
Arbeit. Die Arbeitslosenquote für Dezember in Euroland lag bei "nur"
8,5 %. Darin taucht Deutschland mit einer Quote von 8 % auf. Der
wesentliche Unterschied in den Berechnungsmethoden dürfte die Tatsache
sein, daß für Deutschland nicht saisonbereinigte Zahlen veröffentlicht
wurden. Eine Überraschung boten die Auftragseingänge im verarbeitenden
Gewerbe in Deutschland im Monat Dezember. Hierbei wurde ein Anstieg um
5 % gegenüber dem Vormonat festgestellt. Auch die Industrieproduktion
war im selben Monat erfreulich mit einer monatlichen Steigerung von
1,9 %. Dies ist mit ein Grund, weshalb sich die fundamentale Unter-
bewertung des deutschen Aktienmarktes momentan auf hohe 21 % beläuft
(siehe fundamentales Indexbewertungsmodell im vorherigen Textabsatz).

Die Erholung am Rentenmarkt konnte sich zunächst dank der
Aktienmarktschwäche fortsetzen. Die hier im Verlauf einsetzende
Gegenbewegung sowie positive Konjunkturdaten setzten die Anleihekurse
wieder unter Druck. Wir empfehlen weiterhin Anlagen im kurzen bis
mittleren Laufzeitenbereich.

Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar bewegt sich an der
unteren Begrenzung des bislang von uns gesehenen Seitwärtsbandes
zwischen 0,87 $ und 0,95 $. Die Zweifel an einer deutlichen
Wirtschaftserholung in den USA bremsten den weiteren Anstieg des
Greenback. Die europäische Gemeinschaftswährung sehen wir weiterhin in
einer ausgeprägten Bodenbildung, die langfristig reelle
Erholungschancen eröffnet.

--- 2. Nordamerika ---

Zwiespältig ausgefallende Konjunkturdaten und Unternehmensberichte
sorgen für Bewegungsmangel an den Aktienmärkten. Dazu kommt, daß ange-
sichts der Verunsicherung hinsichtlich der US-Bilanzierungspraktiken
kein Anleger Aktien eines Unternehmens halten will, das sich als
"zweite Enron" erweisen könnte. Insbesondere die sogenannten
"Growth"-Werte stehen unter Beschuß, an erster Front wie immer die
Technologietitel. Keinerlei Trost spendete auch das "historische"
Ereignis, daß der Dow Jones Index von seinem japanischen Verwandten,
dem Nikkei-225-Index, nach Punktestand gemessen klar unterboten wurde.

Eine negative Wochenperformance von 3,3 % drückte den Dow Jones
industrial average zuletzt bis auf 9582 Punkte. Die Unterstützungszone
zwischen 9790 und 9970 wurde deutlich unterschritten und wandelt sich
damit zum Widerstandsbereich - übrigens ebenso wie die gebrochene 90-
Tage-Linie bei 9705 und die bereits in der Vorwoche verletzte 38-Tage-
Linie bei 9915. Den Weg südwärts begleitete der nunmehr weniger steil
als bisher verlaufende Abwärtstrend vom Januar 2002 bei zuletzt 9830.
Der Wegbegleiter seit Anfang November 2001 in Form eines Aufwärts-
trendkanal (9695 - 10505) ist dadurch akut gefährdet. Ansonsten
bestimmt der Abwärtstrendkanal vom Januar 2000 zwischen 10220 und 9070
das Chartbild. Zur Vorsicht mahnen die kurzfristig negativen Marktin-
dikatoren. Mit dem Wochenverlaufs-Low bei 9603 wurde unsere Risikomar-
ke von 9640 unterschritten. Deshalb tauschen wir diese nun gegen eine
bereits aktivierte Unterstützungszone zwischen 9605 und 9545 aus.

Mit einer Wochenperformance von minus 7,2 % auf zuletzt 1773 Punkte
enttäuschte der NASDAQ Composite in Amerika. Ausschlaggebend war neben
negativen Unternehmensmeldungen vor allem die Vertrauenskrise in die
Bilanzierungspraxis der US-Unternehmen. Diese war durch den Zusammen-
bruch des Energiekonzerns Enron ausgelöst worden. So standen vor allem
Aktien mit komplexen Beteiligungs- und Konzernstrukturen unter Druck.
Der Telekommunikationskonzern Sprint belastete mit einem unerwartet
hohen Verlust im vierten Quartal 2001. Zudem werde das Festnetzge-
schäft im laufenden Jahr Erträge nur am unteren Ende der Erwartungen
generieren. Auch der Ausrüster für Glasfasernetze Ciena warnte vor ei-
nem höher als von Analysten prognostizierten Verlust im ersten Quartal
2002. Der Netzwerkausrüster Cisco Systems meldete einen Gewinn für das
letzte Quartal, der knapp doppelt so hoch war wie die Schätzungen des
Marktes. Gleichzeitig warnte das Unternehmen jedoch vor einem stagnie-
renden Umsatz. Die Unsicherheit bei den Investoren bleibt zunächst
hoch. Das äußert sich in Gewinnmitnahmen und Kaufzurückhaltung. Zu den
unsicheren Konjunkturaussichten gesellen sich zusätzlich Angst und
Skepsis gegenüber den Bilanzierungsregeln US-GAAP. Solange die Anleger
den Zahlen der Unternehmen nur eingeschränkt Glauben schenken, dürfte
der Käuferstreik noch eine Zeit lang anhalten.

Auch wenn es für eine Weile so schien, als wüßte der NASDAQ nicht
wohin, so fiel die Entscheidung letztendlich eindeutig aus. Nach dem
Bruch der Unterstützung bei 1960 vor ca. drei Wochen war das
Gefahrenpotential zunächst auf die Marke bei 1890 Punkten beschränkt.
Fast lehrbuchmäßig schwankte der Markt im Anschluß zwischen dieser
Linie und seiner ehemaligen Unterstützung bei 1960, die mehrmals
getestet, aber nicht überwunden werden konnte. Im weiteren Verlauf kam
es zum Bruch der von uns als bedeutend angesehenen Unterstützung bei
1890 Punkten. Dieser Bereich wurde bereits im November letzten Jahres
über mehrere Wochen mehrmals angelaufen und in seinem Bestand
bestätigt. Nach Unterschreitung dieses Supports beschleunigte sich wie
erwartet die Abwärtsbewegung, die den NASDAQ bis heute auf die nächste
Unterstützung bei 1790 führte. Diese ist aber im Vergleich zur 1890-
Marke bei weitem nicht so massiv. Das Momentum der Kursbewegung ist
nach wie vor hoch, die technischen Indikatoren weisen nach unten. Wir
sehen derzeit wenig Chancen auf Stabilisierung. Wir können uns eine
technische Gegenbewegung in den nächsten Tagen vorstellen, die aber
nicht über die 1890 Punkte hinausführen dürfte. Als nächstes Kursziel
auf dem Weg nach unten deutet sich die Unterstützung bei 1620 Punkten
an. Das erste Gap zwischen 1848 und 1853 Punkten wurde bereits
geschlossen. Ein weiteres wartet zwischen 1759 und 1768 Punkten. Die
Positionen im NASDAQ sollten ausgestoppt worden sein. Neuengagements
stehen zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf dem Plan. Die nächste
Unterstützung liegt erst ca. 170 Punkte tiefer, woraus sich ein
weiteres Abwärtspotential von 10 % ergibt. Die Marke bei 1790 Punkten
scheint noch nicht verloren, das Risiko hat aber deutlich zugenommen.

Die US-Konjunkturindikatoren von dieser Woche konnten die sich in den
letzten Wochen anbahnende Besserung für die US-Wirtschaft nicht
stützen. Der Konjunkturindex der Chicagoer Fed für Dezember lag noch
mit 0,77 Punkten im Minus, was weiterhin auf eine rezessive Phase
hindeutet, wenngleich die Verbesserung zum Novemberwert schon deutlich
war. Der Einkäuferindex im Servicesektor des ISM lag im Januar mit
49,6 Punkten ebenfalls leicht auf der Rezessionsseite. Werte unter 50
Punkten signalisieren Schrumpfung, während bei über 50 Punkten
Expansion angesagt ist. Wie schnell solche Zahlen revidiert werden und
dabei ihren ursprünglichen Aussagewert verlieren, zeigt die Revision
für Dezember. Zuerst wurde der Index mit 54,1 Punkten veröffentlicht.
Gegenüber November mit 49,8 Punkten war dies eine deutliche
Verbesserung. Nun wurde der Dezemberwert auf nur noch 50,1 Punkte
gesenkt. Damit könnten die Konjunkturhoffnungen leicht platzen, wenn
solche Revisionen sich in anderen wichtigen Indikatoren häufen
sollten. Der Dienstleistungssektor zeigt jedenfalls seit November 2001
nur eine Stabilisierung an. Die Industrieaufträge für Dezember lagen
um 1,2 % höher als im November und damit im Rahmen der Erwartungen.
Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg im vierten
Quartal des letzten Jahres um 3,5 % und damit deutlich höher als die
erwarteten 2,9 %. Die Lohnkosten lagen um 1,1 % unterhalb des Niveaus
des dritten Quartals. Überraschend war der Rückgang der
Verbraucherkredite im Dezember um 5,1 Mrd. US-$. Die Erwartung des
Marktes lag bei plus 6,8 Mrd. US-$. Dies ist ein Zeichen, daß die
Verbraucher nun endlich risikobewußter die Konjunkturlage einschätzen.

--- 3. Japan ---

Auch die vergangene Handelswoche stand im Zeichen der Banken. Der
Nikkei-225-Index verlor 1,1 % auf 9686 Punkte und ging damit deutlich
erholt von seinem Wochenverlauftiefstand bei 9421 Punkten aus dem Han-
del. Damit fiel der Nikkei auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren.
Zweifel an der Reformfähigkeit der Regierung hatten den Markt zum
Wochenauftakt ins Minus gedrückt. Die japanische Regierung kündigte
angesichts des drastischen Vertrauensverlustes in das japanische
Bankensystem entschiedene Gegenmaßnahmen an. Vor allem ausländische
institutionelle Anleger hatten sich in jüngster Zeit massiv von ihren
japanischen Aktienbeständen getrennt. Ein Grund mag unter anderem eine
weitere Herabstufung der japanischen Banken durch die Ratingagentur
S&P gewesen sein. Die gestiegene Zahl der notleidenden Kredite und die
immer schwächer werdende Kapitaldecke der japanischen Banken waren
Gründe für die Reduzierung der Bonitätseinstufung. Besonders negativ
ist, daß S&P auch beim Ausblick ein düsteres Bild malt. Die Agentur
schloß weitere Herabstufungen bei fortschreitender negativer
Entwicklung der Banken nicht aus. Im zweiten Teil der Woche unterbrach
jedoch der Index seine Abwärtsfahrt und drehte nach oben.
Spekulationen, daß die Regierung durch den Kursverfall an Japans Börse
schon bald zu den angekündigten Gegenmaßnahmen gezwungen sein könnte,
ließen die Kurse ansteigen. Zusätzlich kam es zu Shorteindeckungen,
die "künstlich" für zeitlich begrenzte Nachfrage sorgten. Vor allem
Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, schlossen ihre
Positionen zum Teil. Enttäuschung machte sich jedoch über die
fehlenden Äußerungen der Regierung breit, unter welchen
Voraussetzungen sie bereit wäre, dem Bankensystem zu helfen. Am Markt
wurde spekuliert, daß dies bei einem Indexstand unter 9000 Punkten im
Nikkei der Fall sein könnte. Die teils erwartete Schützenhilfe seitens
der Notenbank blieb am heutigen Freitag aus. Sie beschloß einen
unveränderten Kurs ihrer Geldpolitik, erklärte sich aber bereit, bei
Finanzmarktinstabilität eine erhöhte Liquiditätsnachfrage zu bedienen.

Nachdem die 10000-Punkte-Marke nachhaltig nach unten durchbrochen war,
ging es im Laufschritt bis zur nächsten Unterstützung bei 9400 Punkten
abwärts. Sein Wochenverlaufstief hatte der Nikkei bei 9421 Punkten
fast genau auf dieser Marke. Nachdem die Bären sich ausgetobt hatten,
setzte zunächst eine technische Gegenbewegung ein, die noch nicht als
abgeschlossen angesehen werden kann. Wir rechnen damit, daß der
japanische Aktienmarkt nun seine neuen Grenzen, die wir zwischen 10000
und 9400 Punkten sehen, austestet. Infolge der in den letzten beiden
Tagen einsetzenden Erholung könnte der Nikkei bis an die
10000-Punkte-Marke heranlaufen. Auf eine positive Tendenz deuten auch
die technischen Indikatoren hin. Sie befinden sich in ihren
überverkauften Bereichen und haben bereits nach oben gedreht. Die
Aussagekraft der Oszillatoren ist jedoch aufgrund des Ausbruchs aus
der Tradingrange eingeschränkt. Der Trendfolger MACD läuft zwar noch
nach unten, seine Signallinie hat aber bereits nach oben gedreht. Mit
dem Fall der 10000-Punkte-Marke sollten die kurzfristigen Positionen
im Nikkei ausgestoppt worden sein. Tradingpositionen in Richtung 10000
Punkte im Nikkei erscheinen aussichtsreich. Die Risikomarke bei 9400
Punkten sollte jedoch dringend beachtet werden. Der japanische
Aktienmarkt ist noch instabil. Ob die jüngste Kurserholung über das
Niveau einer technischen Gegenreaktion hinausgeht, erscheint fraglich.
Zwischen 10441 und 10359 besteht noch ein offenes Gap, was ein derzeit
"fernes" Erholungsziel markiert.

--- 4. Schlußgedanke ---

Über den "Nachteil" eines großen Vermögens lasen wir kürzlich in der
Presse: Das finnische Strafsystem, bei dem sich die Höhe der
Geldstrafen nach Einkommen und Vermögen des Betroffenen richtet, hat
ein weiteres prominentes Opfer gefunden. Im Oktober 2001 rauschte das
Nokia-Vorstandsmitglied Anssi Vanjoki mit seiner Harley Davidson mit
25 Stundenkilometer mehr als erlaubt durch Helsinki. Dafür wurde ihm
jetzt ein Strafzettel über 116.000 Euro ausgestellt.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allzeit Zufriedenheit auch mit
kleinem Vermögen, zu dessen Entstehung die "närrische"
Börsenentwicklung derzeit mal wieder Ihren Beitrag leistet. Ihr
SchmidtBank-Researchteam aus Nürnberg.

Verfasser: Alois Bauer, Dieter Mäckler, Mike Otto
Quelle:    SchmidtBank-Research


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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 04.02.2002 bis 08.02.2002 [15:07 Uhr]

Wochen-Hits                 04.02.2002   08.02.2002       %
--------------------------------------------------
Kinowelt Medien                 0,25         0,56      +124,00
Met@Box                         0,34         0,48       +41,18
ProSiebenSat.1 Media VZ         4,85         6,49       +33,81
MediClin                        3,95         5,05       +27,85
Brilliant                      18,00        23,00       +27,78
Deutz                           2,14         2,60       +21,50
MSH International Service       9,50        11,00       +15,79
WWL Internet                    1,02         1,18       +15,69
Media                           2,56         2,95       +15,23
mb Software                     0,07         0,08       +14,29

Wochen-Flops                04.02.2002   08.02.2002       %
--------------------------------------------------
Elsa                            1,85         0,68       -63,24
Carrier 1                       1,20         0,47       -60,83
Rösch                           7,50         3,70       -50,67
Softmatic                       0,83         0,43       -48,19
Heyde                           1,09         0,76       -30,28
Audi                          289,50       204,00       -29,53
Herlitz ST                      1,95         1,40       -28,21
SER Systems                     1,24         0,91       -26,61
AmaTech                         1,63         1,20       -26,38
Tomorrow Focus                  3,05         2,25       -26,23

Quelle: Börse Online


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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (01.02.2002 - 07.02.2002)

1. DEUTSCHE TELEKOM AG        555750
2. ALLIANZ AG                 840400
3. INFINEON TECHNOLOGIES AG   623100
4. SIEMENS AG                 723610
5. SAP AG                     716460
6. DAIMLERCHRYSLER AG         710000
7. SOFTWARE AG                724264
8. MLP AG                     656990
9. DEUTSCHE BANK AG           514000
10. RHEIN BIOTECH N.V.         919544


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5. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe:

Aktie              WKN      Stück   Kaufkurs    Kurs
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DAIMLERCHRYSLER    710000   1.050     38,30    42,95
HUGO BOSS AG VZ.   524553   1.800     22,00    25,00
K+S AG AKTIEN      716200   1.700     23,55    22,50
DEUTSCHE BANK AG   514000     560     72,00    67,35
IDS SCHEER AG      625700   4.440      9,00     8,80

Der Aktionär - Bernd Förtsch:

Aktie              WKN      Stück   Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
GILEAD SCIENCES    885823     500     79,50    73,00
LABOPHARM INC.     901564   2.000      5,09     7,20
BIOMARIN PHARM.    924801   2.500     14,40    13,60
NET AG,INFRASTR.   786740   7.500      5,98     4,50


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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:

Kapitän Hübner verläßt den angeschlagenen D.logistics-Dampfer

Die besten Tage hat die Aktie des Logistikdienstleisters D.logistics
schon lange hinter sich - jetzt schockt Firmengründer und
Vorstandsvorsitzender Detlef Hübner mit seinem Abgang. Wie die
Erfahrung zeigt, ist Vorsicht geboten, wenn ein Vorstandschef und
Hauptaktionär kurz vor Bekanntgabe von Geschäftszahlen ohne
Vorwarnung ausscheidet. Oft folgen dann eine Gewinnwarnung oder
ähnlich unerquickliche Nachrichten. Eine weitere unangenehme
Begleiterscheinung für die Aktionäre ist, daß Hübner, der 50 % der
Anteile hält, jetzt seine Aktien ohne Wissen des Finanzmarkts
verkaufen kann. Es ist damit zu rechnen, daß Hübners Aktienpaket
demnächst auf den Markt kommen und die Kurse belasten wird. Schon wird
D.logistics als Übernahmekandidat gehandelt. Unruhige Zeiten stehen
also ins Haus. Doch das ist nichts Neues: Bereits im vergangenen Jahr
wurden Vorstand und Aufsichtsrat ausgetauscht. Außerdem fiel das
Unternehmen immer wieder wegen seiner Öffentlichkeitsarbeit und
Bilanzpolitik negativ auf. Die zahlreichen übernommenen Gesellschaften
sorgten für Intransparenz. Außerdem binden sie einen Großteil der
Management-Kapazitäten. Seit längerem wird spekuliert, das Unternehmen
habe sich bei der Expansion übernommen. Zu den hausgemachten
Schwierigkeiten kommen Probleme infolge der Anschläge auf das World
Trade Center. D.logistics leidet unter dem starken Engagement im
Luftfrachtbereich. Das Wachstumspotential im laufenden Jahr ist daher
begrenzt. Der neue Vorstandsvorsitzende Ernst Grumrich wird alle Hände
voll zu tun haben, die Firma auf den Erfolgspfad zurückzuführen und
verlorenes Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen.

Rofin-Sinar strahlt trotz Ergebnis- und Umsatzrückgangs Optimismus aus

Obwohl die Laserbranche mit etwas Verspätung auch vom Wirtschaftsvirus
befallen wurde, weiß Rofin-Sinar Technologies Inc., wie man die
gewinnlahme Phase für die Börsenwelt überbrücken kann. Der Hersteller
von Lasertechnik und laserbasierten Systemlösungen verliert die
Zukunft nicht aus dem Auge und erwartet im Geschäftsjahr 2002/03
Umsatzsteigerungen von knapp 17 %, im Jahr 2003/04 von etwa 12 %. In
der Tat ist Ende 2002 mit einem konjunkturellen Aufschwung und
insofern mit einer verbesserten Auftragslage auch für die Laserbranche
zu rechnen. Rofin-Sinar hat gute Chancen, sich davon einige Scheiben
abzuschneiden. Denn das weltweit positionierte Unternehmen trotzt
schon jetzt seinen eigenen negativen Quartalszahlen. Schrumpften im
ersten Quartal 2001/02 gegenüber Vorjahr einerseits sowohl Umsatz-
(-9,5 % auf 48,7 Mill. Dollar) als auch Ergebniszahlen (nach Steuern:
-90 % auf 0,3 Mill. Dollar), konnte das Unternehmen andererseits einen
Anstieg der Auftragseingänge um 22,7 % auf 51,4 Mill. Dollar
(gegenüber Vorquartal) verbuchen. Doch selbst Vorstandschef Dr. Peter
Wirth will von einer Trendwende noch nicht sprechen. Mit einer
Erholung der schwachen, den Geschäftsbereich Marking beutelnden
Halbleiter- und Elektronikindustrie sei nicht vor dem zweiten Halbjahr
zu rechnen. Für das laufende Q2 erwarten die Hamburger daher nur
Umsätze zwischen 45 und 50 Mill. Dollar. Für das Geschäftsjahr 2001/02
(Ende: 30.9.) stapeln sie sogar recht tief und liegen mit ihrer
Prognose um 14 % unter Vorjahresniveau (2000/01: 220,6 Mill. Euro).
Gleichwohl hofft der an der NASDAQ und am Neuen Markt notierte
Rofin-Sinar auf eine gute Gewinnentwicklung im folgenden Jahr. Nachdem
das Quartalsergebnis pro Aktie (aktuell 11,10 Euro H/T 16,25/7,10) auf
0,02 Dollar (-92,3 %) sank, soll der Gewinn pro Aktie in 2001/02 auf
0,17 Dollar absacken und in 2002/03 wieder auf 0,55 Dollar steigen. Ob
die Hamburger hierbei nicht etwas zu hoch gestapelt haben, wird sich
zeigen. Doch angesichts der ungewissen Prognosen scheint die Aktie für
langfristig orientierte Anleger derzeit nicht geeignet zu sein.

Tips und Termine

Am Aschermittwoch könnte dem ein oder anderen Unternehmen, das derzeit
noch dem Qualitätssegment des Neuen Marktes - dem NEMAX 50 - angehört,
das Lachen wirklich vergehen. Dann entscheidet nämlich die Deutsche
Börse über die Zusammensetzung des Stimmungsbarometers für deutsche
Wachstumswerte. Zwar hat der NEMAX 50 zweifellos an Bedeutung
eingebüßt, einen Prestige-Verlust stellt der Rauswurf für die
betroffenen Unternehmen aber allemal auch heute noch dar.

"Erwischen" könnte es diesmal PrimaCom, Heyde, Trintech oder
Carrier 1, die unter Experten als gefährdet gelten. Als heiße
Aufstiegskandidaten werden Nordex, FJA, Funkwerk und IPC Archtec
gehandelt. Seit die Deutsche Börse den Auswahlindex ins Leben rief,
gehören diesem übrigens 21 Unternehmen durchgehend an, darunter auch
"angeschlagene" Dinos wie EM.TV oder Intershop.

Quelle: Czerwensky intern / www.czerwensky.de


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7. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Allianz: Neutral (Baden-Württembergische Bank)

Die Analysten der BW-Bank sehen die Aktien des deutschen
Versicherungsriesen auch weiterhin als "Neutral" an.

Der Allianz-Konzern habe gestern Nachmittag gemeldet, im Geschäftsjahr
2001 auf Basis vorläufiger Zahlen einen Jahresüberschuss von 1,7 Mrd.
Euro erwirtschaftet zu haben. Der starke Rückgang sei fast
ausschließlich auf die Terroranschläge in Amerika zurückzuführen, die
das Ergebnis auf Vorsteuerbasis mit ca. 1,5 Mrd. Euro belastet hätten.
Für 2002 würden ein Wachstum von 4 % und ein Jahresüberschuss von
mindestens 3 Mrd. Euro erwartet.

Während die veröffentlichten Zahlen für 2001 voll im Rahmen der Erwar-
tungen gelegen hätten, sei der gegebene Ausblick mit einem angestreb-
ten Jahresüberschuss von gut 3 Mrd. Euro an der Börse sehr positiv
aufgenommen worden. Der Ausblick sei dagegen weniger euphorisch: Da im
Jahr 2001, bereinigt um die einmaligen Belastungen aus den Terror-
anschlägen, ein Jahresüberschuss von ca. 2,7 bis 2,9 Mrd. erreicht
worden wäre, sei man für 2002 ohnehin von einem Jahresüberschuss von
rund 3 Mrd. Euro ausgegangen, so dass der geschilderte Ausblick keine
unerwartet positive Überraschung beinhaltet hätte.

Trotz der aufgekommenen Phantasie aus der Aufdeckung stiller Reserven
durch die Möglichkeit steuerfreier Beteiligungsverkäufe belassen die
Analysten der BW-Bank ihr Rating auf Neutral: Der gegebene Ausblick
veranlasse auch nur zu einer marginalen Änderung der
Ergebnisschätzungen. Neben der im Branchenvergleich fairen Bewertung
treffe die Allianz auch eine abnehmende Wachstumsdynamik: Während im
Jahr 2001 die Beitragseinnahmen u. a. durch Preiserhöhungen im
Schadens- und Unfallversicherungsgeschäft um über 8 % gesteigert
werden konnten, werde in 2002 wohl - trotz Riester-Rente - aufgrund
des Basiseffekts nur noch eine Steigerung von 4-5 % möglich sein.

Allianz (WKN 840400)

Quelle: Aktienresearch

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BMW: Marketperformer (Merck Finck & Co)

Die Analysten von Merck Finck & Co. haben den deutschen
Automobilhersteller BMW als "Marketperformer" bestätigt.

Die Verkaufszahlen seien im Januar um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr auf
70?073 Einheiten gestiegen, durch den Verkauf von 7?734 Minis betrage
der Anstieg sogar 18 %. Besonders der asiatische Raum mit Fokus auf
China habe sich mit einem Umsatzplus von 21,3 % m Januar erfreulich
entwickelt, allerdings sei die Vergleichsbasis eher gering gewesen.

Um das Geschäft in China anzukurbeln, habe BMW begonnen, in Joint
Ventures mit der Brilliance China Automotive Holdings Ltd. zu inves-
tieren, um den Import von Fahrzeugteilen aus Thailand und Malaysia zu
umgehen. Im Gegensatz zum weltweit von Überkapazitäten und nachlassen-
der Nachfrage geprägten Automobilmarkt werde China als Wachstums-
bereich angesehen. Besonders der Mini sollte die Umsätze dort treiben.

Trotz der positiven Aussichten werde nicht mit einer
überdurchschnittlichen Performance des Titels gerechnet, da das meiste
Potenzial schon im Kurs eskomptiert sei.

BMW (WKN 519000)

Quelle: Aktienresearch

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Puma: Übergewichten (Bayerische LB)

Die Analysten der Bayerischen Landesbank bewerten die Aktien von Puma
mit "Übergewichten".

Puma profitiere als Sport-Lifestyle-Marke von einer Annäherung
zwischen Mode und Sport. So habe das Unternehmen 2001 alle Erwartungen
übertroffen. Der Jahresüberschuss sei um beachtliche 142 % auf 29
Mill. Euro gestiegen. Der Auftragsbestand habe Ende September 48 %
über dem Vorjahreswert gelegen, so dass die Analysten von einer
nachhaltigen Entwicklung ausgehen. Für die Jahre 2002/03 rechnen die
Analysten mit einem Gewinnwachstum auf operativer Ebene von 21 % bzw.
16 %.

Neben der Kompetenz für das klassische Segment des Sportartikelmarktes
konzentriere sich Puma auf modeorientierte Produkte und
Trendsportarten. Diese Strategie ermögliche eine erfolgreiche
Geschäftsentwicklung neben der scheinbar übermächtigen Konkurrenz der
Global Player in der Sportartikelbranche. Ein Nachteil der
Puma-Strategie sei jedoch ein höheres Risiko aufgrund der Abhängigkeit
von schnelllebigen Trends. Hohe Wachstumsraten, eine konsequente
Kostenkontrolle und ein solider Auftragsbestand sollten den Analysten
zufolge ein positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2002 ermöglichen. Im
Vergleich zur Konkurrenz sei Puma attraktiv bewertet.

Puma (WKN 696960)

Quelle: Aktienresearch

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Adidas-Salomon: Outperform (Morgan Stanley Dean Witter)

Die Analysten von Morgan Stanley sehen die Aktien des deutschen
Sportartikelherstellers Adidas-Salomon als "Outperformer".

Die Ergebnise von 2001 seien im Rahmen der bereits Anfang des Jahres
bekannt gegebenen Ziele geblieben. Dies habe das Vertrauen in das
Management gestärkt, auch in schwierigen Zeiten Ergebnisse zu treffen.
Die Aktie habe in letzter Zeit gegenüber Reebok und Nike
underperformed, was zu einem Bewertungsabschlag von inzwischen 32 %
geführt habe. Hier sei nach Ansicht der Analysten ein maximaler
Abschlag von 25 % gerechtfertigt.

Die Aussichten blieben nach wie vor weitgehend unverändert. Man müsse
die Gewinnschätzung für 2002 jedoch aufgrund des anhaltenden Drucks
bei der Brutto-Marge leicht senken. Am 7. März werde Adidas hohe
einstellige Wachstumszahlen präsentieren, was auf die vorangehende
Kaufzurückhaltung in den Staaten zurückzuführen sei.

Adidas-Salomon (WKN 500340)

Quelle: Aktienresearch

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Rhein Biotech: Akkumulieren (Nord LB)

Die Analysten der Nord LB haben Rhein Biotech mit dem Anlageurteil
"Akkumulieren" eingestuft.

Rhein Biotech sei eines der wenigen profitabel arbeitenden
Biotechnologieunternehmen. Der Impfstoffmarkt, auf den sich die
Gesellschaft spezialisiert habe, wachse mit jährlich zweistelligen
Wachstumsraten. Dazu trage ein wachsendes Bewusstsein der Bevölkerung
für Vorsorgemaßnahmen sowie die Auflegung zahlreicher Impfprogramme
durch nationale und supranationale Organisationen und die
Verfügbarkeit neuer und sicherer Impfstoffe bei.

Zusätzliche Impulse erhalte der Markt durch die Genomforschung. Dank
der eigenen Technologie-Basis könne Rhein Biotech Impfstoffe zu sehr
günstigen Produktionskosten herstellen. Mit der Übernahme von
GreenCross Vaccine habe die Gesellschaft nicht nur eine ausgezeichnete
Marktstellung erreicht, sondern auch die Voraussetzungen für die
Entwicklung, Vermarktung und den Vertrieb neuer Produkte erheblich
verbessert.

Derzeit sei allerdings die Präsenz in Europa und den Vereinigten Staa-
ten noch gering. Die aktuelle Bewertung biete Potenzial für weitere
Kurssteigerungen, entsprechend lautet das Rating auf "Akkumulieren".

Rhein Biotech (WKN 919544)

Quelle: Aktienresearch

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Beiersdorf: Hold (ABN Amro)

Die Analysten von ABN Amro stufen die Aktie von Beiersdorf weiterhin
mit "Hold" ein.

Gestern habe Allianz angekündigt, ihren Anteil an Beiersdorf verkaufen
zu wollen. Dabei sollten 20 % an Tchibo veräußert werden, und die
restlichen 23,6 % seien für den Markt bestimmt.

Aufgrund dieser Ankündigung stelle sich die Frage: Wie hoch sei der
Tchibo-Anteil an Beiersdorf vor dem 31.12.2001 gewesen? Falls deren
Anteil unter 30 % gelegen habe, müsste Tchibo auch für die
verbleibenden Beiersdorf-Aktien ein Angebot abgeben. Wenn Tchibo über
30 % verfügt habe, dann könnte das Unternehmen die 20 % von Allianz
ohne weitere Investitionen übernehmen, und die Beiersdorf-Aktie würde
ihre Spekulationsprämie verlieren.

Für das Geschäftsjahr 2001 rechnen die Analysten mit einem Gewinn in
Höhe von 3,24 Euro je Aktie. Für 2003 gehe man von einem Gewinn von
3,73 Euro je Aktie aus. Somit sei die Aktie mit einem KGV?02 von 34,1
bewertet.

Beiersdorf (WKN 520000)

Quelle: Aktienresearch


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8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Nobel Biocare: Outperform (Morgan Stanley Dean Witter)

Die Analysten von Morgan Stanley sehen die Aktien des schwedischen
Healthcare-Unternehmens Nobel Biocare als "Outperformer".

Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten die untere Range
der Analystenschätzungen geschlagen, obwohl das Wachstum bei
Implantaten enttäuschend gewesen sei. Die operative Marge sei
unerwartet gut ausgefallen.

Obwohl es ein paar kleine negative Punkt bei Nobel Biocare gebe,
bleiben die Analysten von Morgan Stanly bei ihrer positiven
Einschätzung der Aktie und sehen auch weiterhin starkes Wachstum sowie
ein Kursziel von 500 SKr.

Nobel Biocare (WKN 890272)

Quelle: Aktienresearch

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Nokia: Outperformer (Merck Finck & Co)

Die Analysten von Merck Finck & Co haben den finnischen
Mobilfunk-Riesen Nokia erneut als "Outperformer" eingestuft.

In einem Interview mit einer englischen Nachrichtenagentur habe der
Verantwortliche für die Mobiltelefon-Sparte angedeutet, die
durchschnittlichen Verkaufspreise (ASPs) für Nokia-Handys würden trotz
des schwierigen Marktumfelds steigen. Diese Ankündigung habe einen
wesentlich bullisheren Charakter als das Statement von CEO Ollila vor
zwei Wochen, die Preise würden gleich bleiben oder sinken.

Höhere ASPs könnten womöglich mit dem geplanten Verkaufsstart von
rekordverdächtigen zwanzig neuen Handy-Modellen im ersten Halbjahr
2002 realisiert werden. Für den Rest des Jahres plane das Unternehmen,
neue Produkte mit einer ähnlichen Frequenz auf den Markt zu bringen.

Nokia (WKN 870737)

Quelle: Aktienresearch

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BSkyB: Reduzieren (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die Aktien von BSkyB weiterhin mit
"Reduzieren".

Die am heutigen Tage präsentierten Zahlen würden insgesamt leicht über
den Markterwartungen liegen: Umsatz 1,32 Mrd. Pfund, operativer Gewinn
70 Mill. Pfund, Vorsteuerverlust -67 Mill. Pfund. Geschäftsfeld
Entwicklungen: DTH +27 %; Großkundengeschäft -1 %, Werbung -12 %,
Interactive +149 %.

Die 22%ige Beteiligung an Kirchs Pay TV sei von 985 Mill. Pfund auf
null abgeschrieben worden. Das Unternehmen habe nicht beziffern
können, wie hoch der Betrag sein werde, den es bei einer möglichen
Ausübung der Put-Option realisieren könnte. Potentielle Risiken sehen
die Analysten derzeit in der kritischen Situation um NTL - der Anteil
des Firmenkundengeschäftes am Gesamtumsatz der Gruppe betrage ca.
15 %, und NTL sei der größte und wohl profitabelste Firmenkunde von
BskyB - und einem zu erwartenden Aktienüberhang durch den Verkauf
eines 13,5-%-Aktienpaketes durch Vivendi (im Dezember 2002).

Die zuletzt gesehene Kursschwäche der Aktie halte die WGZ-Bank jedoch
für übertrieben, da sich u. a. die Position von BskyB auf dem UK-Markt
deutlich verbessert habe (ca. 25 % aller Haushalte wählen BskyB).

BSkyB (WKN 893517)

Quelle: Aktienresearch

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Ryanair: Hold (Credit Suisse First Boston)

Die Analysten von Credit Suisse First Bosten bewerten die Aktie von
Ryanair weiterhin mit "Hold".

Das Unternehmen habe ein gleichbleibendes Wachstum über eine lange
Zeit hingelegt, so die Analysten. Credit Suisse First Bosten
prognostiziere für die nächsten drei Jahre ein jährliches Wachstum der
Passagieranzahl von 29 %, was zu einem EBITDAR-Wachstum von 21 % und
einer EBIT-Steigerung von 25 % führe. Des weiteren habe Ryanair eine
starke Performance in den letzten Jahren hingelegt. Das DCF-Modell
habe einen fairen Wert bei 6 Euro festgelegt, wenn Ryanair es schaffe,
bis zum März 2009 40 Mill. Passagiere zu befördern beziehungsweise 7,1
Mrd. Euro Umsatz zu erwirtschaften.

Ryanair (WKN 907191)

Quelle: Aktienresearch

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Wal Mart: Übergewichten (Delbrück Asset Management)

Die Analysten von Delbrück Asset Management stufen die Wal-Mart-Aktie
auf "Übergewichten".

Der Umsatz sei in 2001 um 14 % auf 218 Mrd. Dollar gestiegen. Die
Niedrigpreisstrategie habe sich besonders in einer schwachen
Konjunkturphase bewährt. Des Weiteren habe man die Marktführerschaft
auf Grund des weiteren Ausbaus der Marktanteile erneut gestärkt. Laut
den Analysten würden weitere Details über das Geschäftsergebnis 2001
am 19. Februar 2002 bekannt gegeben.

Wal Mart (WKN 860853)

Quelle: Aktienresearch

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Elan Corp. PLC: Market Performer (Goldman Sachs)

Das Investmenthaus Goldman Sachs stuft den Titel des amerikanischen
Chemie- und Pharmakonzerns Elan Corp. PLC von ehemals "Recommended
List" auf "Market Performer" herunter.

Das Unternehmen habe die Zahlen für das Gesamtjahr 2001 gestern
bekannt gegeben. Schockierend sei dabei die Tatsache gewesen, dass das
Unternehmen die Einnahmeprognosen für 2002 drastisch gesenkt habe.
Dies sei auf höhere Ausgaben im Bereich Forschung & Entwicklung sowie
auf höhere Infrastrukturaufwendungen zurückzuführen. Bedingt durch die
Unklarheit in Bezug auf die kommende Einnahmensituation hielten die
Analysten es für angebracht, die Bewertung auf "Market Performer"
herunterzusetzen. Entsprechend seien auch die Gewinn-je-Aktie-
Erwartungen reduziert worden. Bei einem aktuellen Aktienpreis in Höhe
von 14,85 Dollar rechne man nunmehr mit einem EPS von 1,06 Dollar in
2002 und 1,22 Dollar in 2003.

Elan Corp. PLC (WKN 871331)

Quelle: Aktienresearch


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9. DISCLAIMER
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