CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/49

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09.12.00 19:44

1125 Postings, 7459 Tage indexCONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/49

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         CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/49
      Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG   Freitag, 08. Dezember 2000

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       THEMEN DIESER AUSGABE:

        1. CONSORS INTERN
        2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT

        3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
        4. CONSORS FAVORITEN

        5. MUSTERDEPOT
        6. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG

        7. EMPFEHLUNGEN INLAND
        8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND

        9. DISCLAIMER

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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte, 50. Woche vom 11. bis zum 15. Dezember 2000

"Immer wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein
Lichtlein her" - dieser kleine Vers paßt aus unserer Sicht nicht nur
zur Adventszeit, sondern diesmal auch ganz gut zur Entwicklung am
Aktienmarkt. Wenn auch die Erholung auf die vorherigen Einbrüche vor
allem technisch bedingt ist, insbesondere bei den kräftig gebeutelten
Werten aus dem TMT-Bereich (Technologie-Medien-Telekommunikation), so
keimt doch langsam neue Hoffnung auf. Die im Rahmen dieser Publikation
zu besprechenden Indices der wichtigsten internationalen Aktienmärkte
zeigten, mit Ausnahme von Japans, trotz uneinheitlichem Wochenverlauf
eine positive Entwicklung. Die Wochenverlauftiefststände sahen wir al-
lesamt am Montag, von da an ging's bergwärts. Dabei trieb das Debakel
um die EM.TV-Aktie die Anleger zuvor regelrecht aus dem Neuen Markt
heraus. Der massive Vertrauens- und Kursverlust belastet nicht nur die
Medienbranche an sich, sondern die Reputation des gesamten Wachstums-
marktes. Auch MobilCom, ebenfalls ein Neuer-Markt-Vorzeigeunternehmen,
kam zuletzt infolge seiner möglicherweise fraglichen Finanzlage kräf-
tig unter Druck, nach dem Motto: "Die zweite EM.TV?". Kein Wunder, daß
die in den BlueChip-Indices, wie dem DAX, enthaltenen Standardwerte
nun wieder besonders gefragt sind.

(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf den 8. Dezember 2000
um 19.52 Uhr MEZ).

Der Deutsche Aktienindex DAX 30 notierte zuletzt mit 6666 Punkten
wieder abgerückt vom Wochenverlaufshoch (6745) um 2,4 % über dem
Vorwochenniveau. Das Wochenverlaufstief lag bei 6343.

Markante Einzeltagesschwankungen bei den DAX-Werten im Wochenverlauf
gab es zum Beispiel in beide Richtungen bei Degussa-Hüls, Schering und
den Versorgertiteln. Auffällige Abwärtsbewegungen machten Dresdner
Bank, FMC, Karstadt-Quelle, Münchener Rückversicherung und Preussag.
Positive Kursausschläge sahen wir bei adidas-Salomon, DaimlerChrysler,
Epcos, Infineon, SAP, Siemens, ThyssenKrupp (Europäischer Stahlsektor
positiv beurteilt) und bei den Bankentiteln allgemein infolge der
bestehenden Zinssenkungsphantasie.

--- 1. Neuer Markt Deutschland ---

Das Aushängeschild des Neuen Marktes ist heruntergefallen. Das bestim-
mende Thema der vergangenen Börsenwoche war ohne Zweifel EM.TV. Be-
reits in den letzten Wochen hatte es Gerüchte um eine angebliche Zah-
lungsunfähigkeit des Unternehmens gegeben. Am vergangenen Montag wur-
den die Zahlen für das abgelaufene Quartal sowie Einzelheiten zum Ein-
stieg des Medienmoguls Leo Kirch bei EM.TV bekannt gegeben. Die Ent-
täuschung der Anleger sprach eine deutliche Sprache, die nur wenig In-
terpretationsspielraum ließ: Ein Kursverlust in der Spitze vom Schluß-
stand Freitag den 01.12.00 bis zum Tief am Donnerstag den 07.12.00 von
-65,7 %. Damit notierte der Kurs 95,4 % unter seinem Jahreshoch bei
120,00 Euro. Der Vertrauensverlust, den der Neue Markt damit bei den
Anlegern erlitt, ist nur schwer meßbar. Entgegen den bisherigen Nega-
tivschlagzeilen zu Unternehmen des Neuen Marktes handelte es sich hier
um einen Blue Chip, dessen Kursentwicklung bisher als repräsentatives
Beispiel für das deutsche Wachstumssegment diente. Im Gefolge von
EM.TV verlor der gesamte Sektor im Wochenverlauf 20 %.

Die Wochenperformance des Nemax 50 lag mit +1,87 % etwas besser als
die des alle Werte umfassenden Nemax All Share (+1,36 %). Die positive
Wochenbilanz steht vor dem Hintergrund eines weiteren Jahrestiefkur-
ses, der mit 2849 am Montag markiert wurde. Die anschließende Erholung
zeigt deutlich, daß die Abwärtsdynamik nachläßt. Der Markt befindet
sich in einer Bodenbildungsphase. Unterstützungen für den Neuen Markt
liegen im Bereich des unbestätigten Jahrestiefs bei 2849 und bei einem
aus der Kursentwicklung September 1999 ableitbaren Supports bei 2810
Punkten. Widerstand bieten die Marken um 3310 und 3665 Punkten. Als
weitere Hürde dient die untere Linie des nach unten verlassenen Ab-
wärtstrendkanals bei derzeit 3600 Punkten. Die technischen Indikatoren
liefern durchweg positive Signale.

Bei den Sektoren ergab sich in der vergangen Woche ein gemischtes
Bild. Während der Medien- (-20 %) und Telekommunikationssektor (-10 %)
deutlich nachgaben, entwickelten sich Aktien aus dem Bereich Technolo-
gie (+8 %) und Finanzdienstleistungen (+7,5 %) wesentlich besser.

Ausblick: Wir befinden uns innerhalb eines intakten Abwärtstrends. Die
Chancen stehen aber nicht schlecht, daß wir uns in der Nähe der
Tiefstkurse befinden. Die auf den Neuen Markt spezialisierten Fonds
berichten von anhaltenden Liquiditätszuflüssen. Hinzu kommt, daß die
Cashbestände dieser Fonds ohnehin relativ hoch sind. Einen Teil dieser
Gelder dürften bei weiterhin freundlicher Entwicklung noch im Markt
angelegt werden und diese Tendenz noch beschleunigen. Davon sollten
vor allem hochkapitalisierte Werte aus dem Nemax 50 profitieren, die
erstens in der Vergangenheit nicht enttäuscht haben und zweitens gute
Gewinne erwirtschaften. Vor allem Werte wie Aixtron, Medion oder Con-
sors könnten in einem solchen Szenario zu den Gewinnern gehören. Aber
auch die eher nicht diesem Bild entsprechende Intershop sollte weiter
zulegen können.

Da die Bodenbildungsphase noch nicht abgeschlossen ist, muß dennoch
auch mit negativen Überraschungen gerechnet werden. Ein gewisses Rest-
risiko ist nach wie vor einzukalkulieren. Besondere Beachtung verdient
weiterhin die Entwicklung an der Nasdaq.

--- 2. Europäischer Aktienmarkt ---

Der europäische DJ STOXX 50 Index notierte zuletzt bei 4725 Punkten
mit einer positiven Wochenperformance von 0,9 %. Damit konnte sich
dieses Aktienmarktbarometer gerade noch mal in die bereits gefährdete,
seit Februar zu beobachtende lange Seitwärtsbewegung zwischen 5160 und
4690 zurückretten: "Totgeglaubte leben länger." Vom Wochenverlaufstief
am Montag bei 4595 ging es bis auf das Hoch bei 4808 um kräftige 4,6 %
nach oben. Die wahlweise als Unterstützung- oder Widerstandsbereich zu
betrachtende Zone zwischen 4820 und 4690 dient nun neuerlich als
Orientierung. Positiv ist, daß der Abwärtstrendkanal vom 24. Oktober
(4750 - 4570) aktuell nach oben verlassen wird. Dort wartet bei 4815
ein seit Anfang September bestehender Abwärtstrend auf Verteidigung
sowie bei 4820 ein "alter" Aufwärtstrend vom Oktober 1998 auf Rück-
kehr, bevor die flache 200-Tage-Linie bei 4930 in Reichweite kommt.
Einige Marktindikatoren haben ins Positive gedreht.

--- 3. US-Aktienmarkt ---

Der amerikanische Dow Jones industrial average zeichnete im Wochen-
verlauf (Extremwerte 10319 und 10917) ein uneinheitliches, mit der Wo-
chenperformance von plus 3,6 % auf zuletzt 10742 Punkte im Endergebnis
ein sehr schönes Bild.

Nachlassender Inflationsdruck und rückläufige Kapitalmarktzinsen kön-
nen jedoch nicht gänzlich über die Sorgen hinsichtlich der Gewinnent-
wicklung infolge nachlassender Wirtschaftswachstumsdynamik hinwegtäu-
schen. Daß das Thema Gewinnwarnungen nicht vom Tisch ist, zeigte sich
beispielsweise an dem gemeldeten Quartalsverlust bei Apple, an der Ge-
winnherabstufung bei Motorola und der Umsatzprognosesenkung durch Mic-
rosoft. Kommen dann noch negative Analystenkommentare, wie bei Yahoo
(schwach erwartete Online-Werbeeinnahmen) hinzu, gibt es schnell wie-
der Abwärtsdruck bei Technologiewerten. Zuletzt war dies mit einer
"Flucht" in Standardwerte verbunden. Qualität wird sich auf Dauer
durchsetzten, nicht nur bei den Blue Chips, sondern auch an der Wachs-
tumsbörse. Alle Marktteilnehmer blicken nun gespannt auf die Ergebnis-
prognosen der Unternehmen für das Jahr 2001. insbesondere vor dem Hin-
tergrund des wegfallenden konjunkturellen Wachstumsdrucks. Das kurz-
fristig belastende Thema US-Präsidentschaftswahlausgang sollte nun
ausgestanden sein.

Technisch betrachtet hat den Dow Jones die wichtige Unterstützungszone
zwischen 10300 und 10500 vor Schlimmerem bewahrt. Der Index wird un-
verändert von seiner flachen 200-Tage-Linie bei 10690 in Bann gezogen.
Aktuell wagt er einen neuerlichen "Blick über diesen Zaun" und ist
damit in die Widerstandszone zwischen 10730 und 10900 eingedrungen.
Auf dem weiteren Weg nach oben muß allerdings zunächst der seit Anfang
September intakte Abwärtstrend bei derzeit 10780 nachhaltig überwunden
werden, bevor eine mögliche Rückkehr in einen alten Aufwärtstrend vom
Oktober 1998 (der im Oktober 2000 nach unten verlassen wurde) bei
aktuell 10905 auf dem Plan steht. An einem Verbleib innerhalb der im
April 1999 begonnenen breiten Seitwärtsbewegung zwischen 10300 und
11300 steht augenblicklich nichts im Wege. Wehrmutstropfen sind einige
Marktindikatoren, die kurzfristig negative Signale senden. Der
US-Aktienmarkt bleibt für andere wichtige internationale Aktienmärkte
tendenzbestimmend.

--- 4. Nasdaq ---

Einem Befreiungsschlag glich der größte Tagesgewinn in der Geschichte
der Nasdaq am vergangenen Dienstag. Mit der kräftigen Aufwärtsbewegung
von ca. 10 % schloß der Index oberhalb des seit Anfang November beste-
henden Abwärtstrendkanals, dessen Begrenzungen zwischen 2690 und 2307
Punkten liegen. Auch in den beiden folgenden schwächeren Tagen konnte
die Nasdaq diesen Ausbruch bestätigen, da die Schlußstände jeweils
oberhalb lagen. Die Wochenperformance der Nasdaq bewegt sich mit 9,5 %
im positiven Bereich (letzter Stand: 2895 Punkte). Ob sich aus dieser
Bewegung ein Aufwärtstrend ausbilden wird, kann aus technischer Sicht
noch nicht abgeleitet werden.

Die amerikanische Wachstumsbörse wurde vor allem durch die Rede des
Notenbankchefs Alan Greenspan, die Hoffnung auf die baldige Ernennung
des amerikanischen Präsidenten und durch die stark überverkaufte
Situation an der Börse getrieben. Am heutigen Freitag kamen noch
Arbeitsmarktdaten hinzu, die im Rahmen der Erwartungen lagen und die
Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsanhebungen geringer erscheinen lassen.
Dennoch, vor allem die steigende Zahl von Gewinnrevisionen bereitet
den Börsianern nach wie vor Kopfschmerzen. Die Verluste am Aktienmarkt
werden als Hauptgrund für die Abschwächung der Konjunktur gesehen. Die
hohe Verschuldungsbereitschaft und die negative Sparquote waren die
treibenden Kräfte des Booms. Die gestiegenen Aktienkurse sorgten bei
den Anlegern für Vermögenszuwächse, die den Konsum anheizten. Jetzt,
wo die Kurse im Keller sind, schränken die Verbraucher ihren Konsum
ein, was letztendlich zu weiteren Umsatz- und Gewinnrevisionen führen
könnte. Die Gefahr, daß dieser Trend anhält, besteht weiterhin.

Für den Nasdaq Composite dient aus technischer Sicht er Bereich um
2680 als Unterstützung. Zunächst ist der Weg frei bis an den bereits
angetesteten Widerstand bei 2895. Sollte auch dieser überwunden
werden, sehen wir die nächste zu nehmende Hürde bei ca. 3000. Hier
verläuft eine seit Ende August fallende Abwärtstrendlinie. Für eine
Bodenbildung spricht unserer Ansicht nach die Tatsache, daß z. B. im
Falle Intel negative Nachrichten nicht mehr zu Kursabschlägen führen.
Viele der schlechten Nachrichten dürften mittlerweile in den Kusen
eingepreist sein. Dennoch sollten Käufe bis zum Bruch des genannten
Abwärtstrendes zurückgestellt werden. Erst nach Überwindung dieser
Marke können wir uns aufgrund der reichlich vorhandenen Liquidität
einen Anstieg bis zum Jahresende auf 3500 vorstellen. Waren wir also
zunächst die Nachhaltigkeit der begonnenen Erholungsbewegung ab.

--- 5. Japanischer Aktienmarkt ---

Für den japanische Nikkei 225 Index gilt immer wieder die alte Leier
"Nasdaq-Vorgaben". Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten konnten zwar
durch Nachfrage bei sogenannten "Old economy"-Titeln zeitweise
kompensiert werden. Das japanische Aktienmarktbarometer verzeichnete
als einziger Index innerhalb der in diesem Marktbericht beobachteten
Indices allerdings ein Minus auf Wochenbasis von 0,9 % (Schlußstand:
14696 Punkte). Die im Wochenverlauf mit einem Hoch bei 15109 überwun-
dene 15000-Marke konnte (noch nicht) nachhaltig überwunden werden. Die
Bodenbildung läuft weiter. So lange keine klare Entscheidung fällt,
werden insbesondere ausländische Anleger der Nippon-Börse anhaltend
kritisch gegenüberstehen.

Technisch hatte sich für den Nikkei die Unterstützungszone zwischen
14600 und 13800 bewährt. Der seit Oktober 1998 intakte "alten"
Aufwärtstrend bei 14550 hält. Nach dem Ausbruch nach oben aus dem
Abwärtstrend vom April bei 14450 wird diese Marke möglicherweise als
kurzfristiger Support nochmals angelaufen. Innerhalb des seit Mitte
Juli etablierten Abwärtstrendkanals zwischen derzeit 16350 und 14380
versucht der Nikkei einen Wendeversuch in Richtung Norden. In diese
Richtung besteht zwischen 15500 und 16400 eine Widerstandszone, bevor
der Blick auf die fallende 200-Tage-Linie bei 17010 frei würde. Erst
darüber würden wir von einer generellen Trendwende sprechen. Einige
Marktindikatoren geben positive Signale.

--- 6. DAX-Technik ---

Sehen wir den Beginn einer neuen Hausse, die aus dem schwärzesten
Pessimismus geboren wurde - oder war die Entwicklung in der hinter uns
liegenden Börsenwoche nur eine, wenn auch notwendige, technische Erho-
lung, und anschließend geht es weiter abwärts? Bevor wir aus unserer
Sicht diese Frage beantworten, zunächst die nüchternen charttechni-
schen Fakten: Der DAX bewegt sich innerhalb des seit März intakten
Abwärtstrendkanals zwischen derzeit 7015 und 6280 und im "alten"
Aufwärtstrendkanal vom Januar 1999 zwischen 6045 und 6765, in den der
Index im September zurückgekehrt ist. Die wichtigen Unterstützungszone
zwischen 6470 und 6190 hat bislang ihre Wirkung nicht verfehlt und ein
Weiteres Abrutschen in Richtung 5500 verhindert. Hinzu kommt innerhalb
dieses Bereiches ein Support, der sich aus dem alten Hoch vom Sommer
1998 um 6200 ergibt. Positiv zu vermelden ist, daß der kurzfristige
Abwärtstrend (zuletzt bei 6570), der seit Anfang November Ton angebend
war, nach oben gebrochen wurde. Dies deuten wir als ein erstes Erho-
lungszeichen. Aus der augenblicklichen Chartformation kann folgendes
Szenario entstehen: Der DAX bildet derzeit eine W-Formation bzw. einen
Doppelboden aus, dessen Tiefpunkte im Bereich von 6400 lagen. Der
Index sollte nun, bei leicht ansteigenden Umsätzen, an die Durch-
bruchslinie bei circa 7200 heran laufen, dann kurz konsolidieren, um
schließlich unter starkem Umsatzanstieg diese Chartmarke zu überwin-
den. Das bisherige Umsatzverhalten unterstützt dieses Szenario, ebenso
wie der Aspekt, daß bei Erreichen der 7200-Marke der intakte Abwärts-
trendkanal (siehe oben) verlassen und somit einen Trendwechsel voll-
führt wäre. Vor den Erfolg haben die "Börsengötter" allerdings noch
die von uns als "Schicksalsmarke" bezeichnete Hürde bei 6780 gesetzt.

Die Volatilität (Schwankungsintensität) hat sich auf erhöhtem Niveau
stabilisiert. Die Stimmung, gemessen an der Put/Call-Ratio der Aktien-
optionen auf geglätteter Ein-Wochen-Basis, zeigt, daß die kurzfristig
überverkaufte Situation abgebaut wurde. Diesen Kontraindikator bewer-
ten wir aktuell als neutral. Andere Marktindikatoren haben aus ihren
negativen Extrempositionen heraus ins Positive gedreht.

--- 7. Rentenmarkt und Euro ---

Der Euro hat mit seinem raschen Anstieg gegenüber dem US-Dollar, der
kurzzeitig sogar knapp an die 90-$-Cent-Marke heranreichte, die Wende
geschafft. Die europäische Gemeinschaftswährung hat Boden gefunden und
den Abwärtstrend vom Juni bei circa 86 $-Cent nach oben durchbrochen.
Diese Marke dient nun als Unterstützung. Ein langfristiger Abwärts-
trend vom November 1998 stellt sich um 92 $-Cent als Hürde in den Weg.
Auch die 89-Marke zeigt sich als starker Widerstand. Insgesamt gesehen
kommen aber durchaus 95 $-Cent als weitere Zielrichtung in Betracht.
Hauptsächlich reden wir hier natürlich über eine (beginnende?) Schwä-
che des US-Dollars, nachdem die Wirtschaft in Übersee Anzeichen gibt,
den Wachstumspfad zu verlassen. Gut zu dieser Entwicklung paßt auch,
daß der Rohölpreis zuletzt unter Druck geraten ist und deutlich unter
30 US-Dollar pro Barrel notiert! Die makroökonomischen Perspektiven,
die für eine Höherbewertung des Euro sprechen, setzen sich allmählich
durch, mit in der Folge erfahrungsgemäß kräftigen Devisenmarktreaktio-
nen.

US-Notenbankchef Alan Greenspan hatte zuletzt eine Zinswende in den
USA nach unten angedeutet. Die Währungshüter sähen keine Inflations-
risiken mehr, sondern nur noch Wachtumsrisiken und meinten, fallende
Aktienkurse belasten die Konjunktur stärker als die vollzogenen Zins-
anhebungen. Im Hinblick auf die Einbrüche am Aktienmarkt wurden Sorgen
hinsichtlich des künftigen Konsumverhaltens geäußert. Der private
Verbrauch stellte in der langjährigen Aufschwungphase bislang eine
entscheidende Wachstumssäule dar. So ist es nicht verwunderlich, wenn
Anzeichen über eine Konjunkturabkühlung am Markt Freude bereiten. Das
Wiedererstarken des Euro gegenüber dem "Greenback" spicht auf Sicht
gegen eine Fortführung der restriktiven Fed-Politik. Dadurch werden
unweigerlich auch Diskussionen um die nächsten Leitzinsschritte der
Europäischen Zentralbank (EZB) neu auf den Tisch gelegt. Allgemein
geht man dies- und jenseits des Atlantiks von einer Senkung im zeiti-
gen Neuen Jahr 2001 aus. Die nächste EZB-Zentralbankratsitzung ist am
14. Dezember, der nächste US-Offenmarktausschuß tagt am 19. Dezember.

Am Anleihenmarkt ist die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen
unten die Fünf-Prozent-Marke gerutscht. Trotz dieses Rückgangs lockt
diese risikolose Verzinsung Anlagegelder in den Rentenmarkt angesichts
der unsicheren Perspekiven an den Aktienmärkten. Gut beschreibt hier
ein Ausspruch eines Börsenhändlers die Situation: "Die Anleger ver-
stecken sich entweder bei den Bonds oder bei den Standardwerten". Die
Kapitalmarktzinsen bewegen sich sehr stabil innerhalb der seit Januar
bestehenden freundlichen Grundtendenz. Wir empfehlen für Investoren
am deutschen Rentenmarkt unverändert den mittel- bis langfristigen
Laufzeitenbereich.

--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---

Trägt die mit dem Advent begonnene besinnliche Zeit dazu bei. daß
diese auch von den Aktienmärkten genutzt wird, um zur Besinnung zu
kommen? Kehrt nach den chronischen Verwirrung wieder mehr rationelles
Denken in die Köpfe der Anleger zurück? Nervoisität beherrscht zwei-
fellos noch das Tagesgeschehen. Aber es gibt endlich konkrete Anzei-
chen, daß der DAX sich anschickt, sein Aufwärtspotential zu testen.
Wahrscheinlich brauchen wir deshalb unsere zuletzt schwachen Hoffnun-
gen auf eine Aktienmarkterholung, die diesen Bezeichnung auch ver-
dient, nun nicht mehr völlig ins Neue Jahr verschieben. Möglicherweise
helfen die im Blickfeld stehenden Jahresultimodispositionen von
institutionellen Anlegern mit dazu. Es wäre zweifellos an der Zeit,
daß Schluß ist mit dem wahllosen Ausverkauf, der ohne Rücksicht auf
Qualität und erreichten Kursniveaus am Aktienmarkt wütete.

Da sich beim DAX die Unterstützungen massiv zeigen, ist das "Tal der
Tränen" unseres Erachtens größtenteils durchschritten, auch wenn die
Gefahr eines Abrutschens in Richtung 5500 noch nicht völlig abgewendet
ist. Entwarnung geben wir erst über 7200 DAX-Punkte. Nach dem "Herden-
prinzip" liegt die Masse meist falsch. Wenn dann noch in eine Erholung
hinein offene Verkaufsoptionen eingedeckt werden müssen, kann sich die
Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen (sog. Short-squeeze). Wir
erwarten, daß sich der DAX bis Jahresende zwischen 6400 und 7300
Punkten bewegt.

Ist unsere Argumentation nun als Einstiegsaufforderung zu interpretie-
ren nach dem Motto "Kaufen was das Zeug hält - Hauptsache in Qualität
investieren"? Eine gar so extrem optimistische Aussage unsererseits
wäre für den regelmäßigen Leser dieser Publikation sicher "sehr unge-
wohnt" und vielleicht fast schon "verdächtig". Das Hauptproblem bleibt
wie immer das richtige Timing. Deshalb relativieren wir unseren Rat
und stellen fest: Es gehörte in den letzten Tagen und voraussichtlich
auch bis zum Jahresende viel Mut dazu, in dieser "leidgeprüften"
Situation vorhandene Bestände durchzuhalten oder neu zu investieren -
übrigens ebenso, wie noch im Frühjahr Courage dazu gehörte, in den
anscheinend nicht enden wollenden Kaufrausch Verkaufsorders zu
plazieren.

In zwei Wochen ist Weihnachten und es ist höchste Zeit, den Wunsch-
zettel an das Christkindl zu schreiben. Aus Sicht der Aktienanleger
formulieren wir unsere Wünsche wie folgt:

"Bitte steigende Aktienindices an allen wichtigen Börsen: Den DAX bis
mindestens 7000, der DJ STOXX 50 bei 5000, der Dow Jones um 11000, den
Nikkei 225 Richtung 17000, den Nemax 50 bzw. Nemax All Share um .....
und den Nasdaq bei 3500."

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, daß viele Ihrer Weihnachtswünsche
war werden. Ihr SchmidtBank-Researchteam aus Nürnberg.

Quelle: SchmidtBank Research
Verfasser: Alois Bauer, Mike Otto, Thomas Brodehl


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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 01.12.2000 bis 08.12.2000 [15:24 Uhr]

Wochen-Hits              01.12.00   08.12.00     %
--------------------------------------------------
Novasoft                    6,10      11,95    +95,90
Datasave                   10,00      16,80    +68,00
Wapme Systems               8,35      12,90    +54,49
Kretztechnik               12,20      17,45    +43,03
OAR Consulting             17,10      24,10    +40,94
BioLitec                   11,40      16,00    +40,35
Pandatel                   43,80      58,80    +34,25
InternetMediaHouse.com      3,90       5,20    +33,33
Jobs & Adverts             15,50      20,40    +31,61
b.i.s. Börseninf           13,60      17,80    +30,88

Wochen-Flops             01.12.00   08.12.00     %
--------------------------------------------------
EM.TV & Merchandising      16,00       7,40    -53,75
DataDesign                 16,85       9,00    -46,59
edel music                 11,85       6,35    -46,41
Ravensberger                0,90       0,50    -44,44
Splendid Medien            17,50      11,20    -36,00
CinemaxX                    7,16       4,60    -35,75
Atoss Software             16,00      10,50    -34,38
Tiscon Infosysteme         18,20      12,00    -34,07
Eurobike                   11,35       7,60    -33,04
Freenet.de                 33,50      22,50    -32,84

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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (01.12.2000 - 07.12.2000)

1. INTERSHOP COMMUNICATIONS AG   622700
2. EM.TV & MERCHANDISING AG      568480
3. NOKIA CORP.                   870737
4. MOBILCOM AG                   662240
5. BROADVISION INC.              901599
6. THIEL LOGISTIK AG             931705
7. SIEMENS AG                    723610
8. COMMERCE ONE INC. DEL.        924107
9. DEUTSCHE TELEKOM AG           555750
10. EVOTEC BIOSYSTEMS AG          566480


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5. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
IPC Archtec          525280    600     66,00    63,80
Internationalmedia   548880   1250     40,00    45,00
Condomi              544490   1000     23,50    24,00

Der Aktionär - Bernd Förtsch

Aktie                WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
Juniper Networks     923889     80    262,00   176,00
Millenium            900625    400     64,00    59,90
Vertex               882807    400     62,50    83,00
Astropower           912953    450     48,00    36,50


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6. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
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NICE*Letter vom 8.12.2000

EM.TV: die zweite Ausstiegschance

Die Spekulationen rund um EM.TV haben mit den Kirch-Einstieg ein Ende?
Mitnichten. Jetzt geht's erst los. Betrachten Sie dazu mal ein paar
Facts. Erstens: Auf Grund von Fonds-Verkäufen erwischte es alle großen
Neuen-Markt-Titel, EM.TV konnte hier keine Ausnahme machen. Zweitens:
Der Verrechnungsfehler in den Halbjahreszahlen war schon peinlich ge-
nug, aber ein neuer Finanzvorstand musste zwangsläufig noch mehr auf-
decken. Wir schätzen, der jüngste Gewinnabsturz war erst die Spitze
des Eisberges. Drittens: Viele Börsianer hofften auf den weißen Ritter
Kirch. Aber der ist bekannt als knallharter Geschäftsmann und nicht
als Samariter für Aktionäre. Wie geschickt er die "Formel 1"-Rechte
aus dem ganzen EM.TV-Imperium jetzt herausfiletierte, zeigt lediglich,
wie es um den einstigen Neuen-Markt-Liebling bestellt ist: Es ist der
Offenbarungseid schlechthin! Viertens: Damit wird EM.TV definitiv we-
niger wert. Es dürfte nur noch eine Frage von Wochen, günstigstenfalls
von Monaten sein, bis Analysten ihre Kalkulationsprogramme anwerfen
und vollkommen neue 2001er und 2002er Gewinnreihen errechnen. Lassen
Sie sich also von den derzeit optisch günstigen KGVs nicht blenden -
die sind jetzt schon Makulatur. Wenn die Gewinnzehntelung fortge-
schrieben wird, müssen Sie KGVs von 10 ad acta legen, und wieder mit
100 leben. D. h., Sie sind weiterhin in einen extrem hoch bewerteten
Titel engagiert! Wenn Sie diese Facts jetzt auf sich wirken lassen,
dann müssen Sie zwangsläufig zu der Frage kommen, warum Kirch dieses
Unternehmen zum aktuellen Börsenkurs vollständig übernehmen sollte. Er
hat keinen Grund, Thomas Haffa oder irgendwelchen Aktionären einen
Gefallen zu tun. Aber er hat jetzt überall den Fuss so drin, dass ihn
ein anderer Konkurrent nicht mehr reinsetzen kann.

Unsere Meinung: Die Kapitalerhöhung war nicht die "zweite Chance" zum
Einstieg, sondern die erste Chance zum Ausstieg. Wenn Sie den verpasst
haben, haben Sie jetzt in diesen gerüchtevollen Zeiten eine zweite
Ausstiegschance. Wenn das ganze Debakel der Abzocke erst mal offen-
sichtlich wird, steht die nächste Rutschpartie ins Haus - verkaufen.

Quelle: NICE*LETTER  

09.12.00 19:46

1125 Postings, 7459 Tage indexCONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/49

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7. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Lehman Brothers: Degussa-Hüls Kursziel 47 Euro

Die Analysten von Lehman Brothers stufen die Aktie des Chemiekonzerns
Degussa-Hüls von "Neutral" auf "Outperform" hoch. Nach Einschätzung
der Wertpapierexperten befindet sich das Unternehmen nach dem Zusam-
menschluss mit SKW Trostberg in einer ausgezeichneten Position. Aus
diesem Grund sollten die verfolgten Ziele erreichbar sein. Daraufhin
revidieren die Analysten ihr ursprünglich veranschlagtes Kursziel von
41 auf 47 Euro nach oben. Angesichts der verbesserten Geschäftsaus-
sichten verspreche der DAX-Titel dem Anleger eine marktüberdurch-
schnittliche Kursentwicklung.

Degussa-Hüls

Quelle: Aktiencheck

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Sal. Oppenheim: Deutsche Bank Kursziel 125 Euro

Die Analysten des Bankhauses Sal. Oppenheim stufen die Aktie der
Deutschen Bank (WKN 514000) unverändert auf "Buy" ein. Die Wertpapier-
experten sind nicht der Auffassung, dass sich die Kursentwicklung bei
EM.TV auf den Gewinnsituation des Kreditinstituts auswirken würde.
Dementsprechende Gerüchte würden seit dem 07.12.2000 im Markt kursie-
ren. Die Deutsche Bank habe erklärt, sie würde Anteile an dem Film-
rechtehändler durch den Privat Equity Fund der Tochter Morgan Grenfell
halten. Demnach dürften sich die Kursverluste bei dem Medienkonzern
nur im Investmentfonds der Tochterfirma niederschlagen. Die Gewinn-
und Verlustrechnung des Kreditinstituts sei davon nicht berührt.
Allerdings könne damit gerechnet werden, dass die Reputation der Deut-
schen Bank Equity Funds leiden würde und dem Institut in dieser Sparte
somit weniger Mittel zufließen könnten. Dem Investor könne nach wie
vor ein Engagement in den DAX-Titel nahegelegt werden. Das Kursziel
betrage 125 Euro.

Deutschen Bank (WKN 514000)

Quelle: Aktiencheck

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J.P. Morgan: SGL Carbon kaufen

Die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan empfehlen, die Aktie des
Graphitelektrodenherstellers SGL Carbon (WKN 723530) zu kaufen. Auf-
grund der jüngsten Kursrückgänge sei das Papier momentan mit dem 7,7-
fachen der EBITDA-Prognose für das Jahr 2002 von 232 Mio. Euro gehan-
delt, was einen deutlichen Preisabschlag gegenüber dem historischen
Durchschnitt von 9,9 darstelle. Die Bewertung des Unternehmens auf Ba-
sis der Einzelsparten liefere einen Unternehmenswert von 78 Euro. Die
DCF-Analyse ergäbe einen Wert von 28 Euro für das Hochtechnologiege-
schäft und eine Nettoverschuldung pro Aktie in Höhe von 21 Euro. Nach
Einschätzung der Wertpapierexperten reflektiere der momentane Aktien-
kurs nicht die Entwicklung der Neutechnologie des Unternehmens. Zudem
dürfte die Bestätigung eines Preisanstiegs bei Graphitelektroden und
die Trennung des Hochtechnologiegeschäfts für Kursimpulse sorgen. Dem
Anleger könne ein Engagement in den MDAXX-Titel empfohlen werden.

SGL Carbon (WKN 723530)

Quelle: Aktiencheck

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Focus Money: MorphoSys spekulativ kaufen

Dem spekulativ ausgerichteten Investor empfiehlt derzeit das Anleger-
magazin Focus Money die Aktien von MorphoSys (WKN 663200) zum Kauf.
"Wir stehen am strategischen Kreuzungspunkt", sage Simon Moroney. Nach
dem Aufbau einer ersten US-Vertriebsniederlassung im Februar 2000 wol-
le der Chef der Biotech-Schmiede MorphoSys weiter expandieren. Bran-
chenkenner würden Akquisitionen in einem der amerikanischen oder euro-
päischen Biotech-Mekkas erwarten und ein Listing an der Nasdaq nicht
ausschließen. Moroney bremse noch: "Wir erwägen auch ein Wachstum aus
eigener Kraft." MorphoSys baue auf ein breit angelegtes Geschäftsmo-
dell. Bislang liefere das Unternehmen hauptsächlich maßgeschneiderte
Antikörper an Kooperationspartner. Doch Moroney wolle mehr: "Mittel-
bis langfristig werden wir uns stärker in der eigenen Medikamentenent-
wicklung engagieren." Derzeit habe MorphoSys aber kein Produkt, das es
in der klinischen Forschung testen könnte. Hier gelte es, den Vor-
sprung von US-Konkurrenten aufzuholen. "Dabei dürfte MorphoSys' Anti-
körpertechnologie HuCAL einen entscheidenden Beitrag leisten", meine
Alexander Burger, Analyst der Landesbank Baden-Würtemberg, "die Metho-
de ist schneller und billiger als andere." Jetzt wolle die Firma diese
durch ein neues Screening-Verfahren kompletieren. Der Technologievor-
sprung habe auch die Kooperationsverträge mit Pharmariesen wie Bayer
oder Roche gebracht. "Das ist ein Vertrauensbeweis", urteile Karl-
Heinz Scheunemann, Analyst beim Bankhaus Metzler. Allerdings seien
zwei bis drei weitere große Kooperationen und ein Präparat in der For-
schungspipeline nötig, um die hohe Bewertung der Aktie zu rechtferti-
gen. Moroney sei zuversichtlich: "Bis Ende des Jahres kommt mindestens
noch eine neue Kooperation."

MorphoSys (WKN 663200)

Quelle: Aktiencheck

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Hornblower Fischer: Trius Software "Trading Buy"

Trius Software (WKN 527030) ist ein führender Anbieter von computerge-
stützten Telefonie-Lösungen, charakterisieren die Analysten von Horn-
blower Fischer das am Neuen Markt gelistete Unternehmen. Als erster
Wert in der Geschichte des Neuen Marktes sei Trius über ein Auktions-
verfahren am Neuen Markt emittiert worden. Anleger, die den Titel "er-
steigert" hätten, hätten allerdings wenig Grund zur Freude, denn vom
Ausgabepreis bei 36,50 Euro habe der Wert rund 70 % an Wert verloren.
Auf dem gegenwärtigen Niveau um 10 Euro sehen die Analysten von Horn-
blower Fischer jedoch eine Bodenbildung als wahrscheinlich an, so dass
sich eine spekulative Kurschance ergebe. Aus fundamentaler Sicht stel-
le sich die Situation bei Trius positiv dar. Das Unternehmen plane in
diesem Jahr einen Umsatz von 11,8 Millionen DM, was gegenüber dem Vor-
jahr eine Verdreifachung darstellen würde. Allerdings werde für 2000
noch ein negatives EBIT von 9,4 Millionen DM erwartet. Der break even
sei für das kommende Jahr geplant. Im ersten Halbjahr habe Trius den
Umsatz um 341 % gegenüber dem Vorjahr auf 3,79 Mio. DM gesteigert, was
Unternehmensangaben zufolge über der eigenen Planung gelegen habe. Mit
einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27 für 2001 und einer Marktkapitali-
sierung von 25 Millionen Euro sei der Wert günstig bewertet. Zudem
verfüge das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 63 Mio. DM,
was 36 % über dem aktuellen Börsenwert liege. Das Rating laute daher
"Trading Buy".

Trius Software (WKN 527030)

Quelle: Aktiencheck

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Neuer Markt Inside: Umweltkontor klarer Kauf

Nach Ansicht der Experten von Neuer Markt Inside ist der Kurssturz bei
Umweltkontor (WKN 760810) unbegründet. Die jüngst veröffentlichten
Geschäftszahlen hätten die positive Unternehmensentwicklung verdeutli-
chen können. So seien zudem die Planzahlen für das laufende Geschäfts-
jahr nach oben revidiert worden. Die Gesellschaft rechne nach einem
Umsatz von 120 Mio. DM nun mit Erlösen in Höhe von 157 Mio. DM. Im
darauf folgenden Jahr würden es dann schon 300 Mio. DM sein, so die
Angabe von Unternehmenschef Heinrich Lohmann. Nach Einschätzung der
Spezialisten von Neuer Markt Inside würden selbst diese Zahlen zu
konservativ sein. Daher sei der Titel den Anlegern als klarer Kauf
ans Herz zu legen.

Umweltkontor (WKN 760810)

Quelle: Aktiencheck


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8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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J.P. Morgan: Alcatel bleibt kaufenswert

Die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan empfehlen die Aktie von
Alcatel (WKN 873102) weiterhin zum Kauf. Der französische Telekommuni-
kationsausrüster habe am 29.11.2000 eine positive Analystenkonferenz
abgehalten. Dabei sei die Wachstumsprognose für das kommende Jahr von
25 Prozent bestätigt worden, wobei sich gleichzeitig die Rate für das
Ertragswachstum verdoppeln sollte. Für die Sparten optische Transmis-
sion, Datenverarbeitung und Breitbandzugang prognostiziert der Konzern
für das Jahr 2001 ein Wachstum von 35 Prozent. Die Profitabilitätszu-
wächse würden weiterhin für den Aufwärtstrends verantwortlich sein.
Die Gesellschaft strebe bei optischen Transmissionen und dem Zugangs-
bereich eine geringere Kostenbasis an. Als positiv bewerten die Exper-
ten außerdem das erfolgreiche Abringen von Marktanteilen von Lucent
auf den ATM-Märkten. Zudem würden weitere Produkte in den Bereichen
optische Transmission und Datenverarbeitung erwartet. Angesichts der
guten Geschäftsaussichten könne dem Anleger ein Engagemet in den EURO-
STOXX-50-Titel unverändert nahegelegt werden.

Alcatel (WKN 873102)

Quelle: Aktiencheck

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Société Générale: Eramet Kursziel 51 Euro

Die Analysten von Societe Generale empfehlen die Aktie von Eramet (WKN
892800) zum Kauf. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Legierungen, die
mögliche Expansion der Nickel-Produktion und Synergien im Magnesium-
geschäft sei ein starkes Umsatzwachstum beim Unternehmen gesichert.
Infolge der hohen Preise für Magnesiumlegierungen dürfte diese Sparte
weiterhin dominant bleiben. Sowohl die Magnesium- als auch die Legie-
rungsdivision würden die Profitabilität auch dann garantieren, wenn
andere Nickelproduzenten unter schwachen Umsätzen leiden würden. Die
Legierungssparte habe sich durch hohe Nachfrage seitens der Aeronau-
tik, Werkzeug- und Gasturbinenfabrikanten stabilisieren können. Da
sich die Umsätze bereits stabilisiert hätten, erwarte man für das kom-
mende Jahr deutliche Umsatzsteigerungen. Das Papier des französischen
Metall- und Minenunternehmens verspreche dem Anleger gute Kurschancen.
Das Kursziel veranschlagen die Analysten auf 51 Euro.

Eramet (WKN 892800)

Quelle: Aktiencheck

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Lehman Brothers: Vodafone weiter kaufen

Die Analysten der Investmentbank Lehman Brothers empfehlen, die Aktie
von Vodafone (WKN 875999) nach wie vor zu kaufen. Nach Ansicht der
Wertpapierexperten ist der Konzern der bestpositionierte global agie-
rende Mobilfonanbieter. Die Geschäftszahlen für die Zwischenergebnisse
seien von den Analysten revidiert worden, während sie ihre EBITDA-
Schätzung für das Jahr 2001 in Höhe von 7,4 Mrd. GBP kaum verändert
hätten. Die Befürchtungen in Bezug auf Finanzierung, Kosten für Dritt-
generationslizenzen und Erlös sowie hinsichtlich der Perspektiven im
Bereich Mobildaten und Internet seien nicht gerechtfertigt. Das Papier
sei im Vergleich zu den Konkurrenten und bezüglich des fairen Wertes
günstig zu haben. Ein Bewertungsaufschlag gegenüber dem Marktsektor
sei sogar vertretbar. Die jüngsten Kursrückgänge halten die Analysten
für überzogen, wobei sie den FTSE-100-Titel nach wie vor für empfeh-
lenswert halten. Das Papier würde den besten Wert in diesem Sektor
darstellen.

Vodafone (WKN 875999)

Quelle: Aktiencheck

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Fuchsbriefe: Ebay spekulativ kaufen

Nach Angaben von den Experten von Fuchsbriefe ist eBay (WKN 916529)
ein erfolgreiches Online-Auktionshaus. Nach einem Kurssturz habe sich
der Kurs der Aktie eBay wieder kräftig erholt und somit bewiesen, dass
sie als Sieger aus dem derzeitigen "Stock Picking" hervorgehen werde.
Die Experten sagen, dass eBay im nächsten Jahr einen satten Gewinn
einfahren werde, im Gegensatz zu manchen anderen "Dotcoms". Daher
lautet die Empfehlung der Experten von Fuchsbriefe, die Aktie eBay
spekulativ zu(zu-)kaufen, da es sich immer noch lohnen müsste, in dem
Titel engagiert zu sein.

Ebay (WKN 916529)

Quelle: Aktiencheck

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Technical Investor: Nokia mit Aufwärtspotential

Nach Ausbildung einer charttechnischen Doppeltop-Formation fiel Nokia
(WKN 870737), das Schwergewicht im Euro STOXX 50, bis auf ein Tief bei
32,70 Euro und bildete anschließend an der im Oktober 1998 beginnenden
mittelfristigen Aufwärtstrendlinie ein positiv zu interpretierendes
Reversal aus, berichtet Dietmar Rübsamen, Analyst bei Delbrück Asset
Management im Technical Investor. Dieses markante Tief sei durch die
Ausbildung einer positiven Divergenz des Slow Stochastik im überver-
kauften Bereich bestätigt worden. Der Analyst erwarte nun nach dieser
Bodenbildung am heutigen Freitag einen Wochenschlusskurs über dem
Baisse-Überdeckungsmuster vom 10.11. bei 51 Euro und ein aus dieser
Kursentwicklung resultierendes weiteres prozyklisches Longsignal. Im
Daily-Chart würden RSI und On Balance Volume weiteres Aufwärtspoten-
zial der Aktie bei gleichzeitiger markanter relativer Stärke im
Vergleich zum Euro STOXX 50 zeigen. Wichtiger sei jedoch die im Chart
ersichtliche umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation und das da-
raus resultierende Kursziel von 66 Euro, knapp über dem 65er All-Time-
High vom Sommer 2000. Eine kurzfristige Konsolidierung werde bei 58,60
Euro erwartet. Die mittelfristige Key Supportzone liege bei 51,30/00.
Diese sollte als Stoplevel für strategische Longpositionen strikt
beachtet werden.

Nokia (WKN 870737)

Quelle: Aktiencheck

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Merrill Lynch: EMC kaufen

Die Analysten von Merrill Lynch stufen die Aktie EMC Corp (WKN 872526)
auf kaufen ein. EMCs Eintritt in die Märkte für NAS (Network Attached
Storage) mittlerer Größe werde wahrscheinlich den Gesamtmarkt für NAS
ausweiten und das Wachstum dank des Engagements durch EMC beschleuni-
gen. Diese neuen Produkte würden aber wohl nicht als "NetApp Killer"
in Erscheinung treten. EMC plane, eine problemlösungsorientierte
Vorgehensweise für den gesamten Einzelhandel zu wählen. Die Analysten
glauben, dass Network Appliance einem verstärkten Wettbewerb von Sei-
ten EMC ausgesetzt sei, aber man sehe keine neue Software am Markt,
die ernsthaft gefährlich werden könne. Es sei für Investoren wichtig,
sich immer vor Augen zu halten, dass die Möglichkeiten am Markt für
2003 oberhalb von $ 7 Mrd. lägen. Die Analysten gehen davon aus, dass
für Network Appliance noch für die nächsten paar Jahre jährliche
Wachstumsraten von ca. 100 % möglich seien. Es werde in dem Segment
zwar einen größeren Wettbewerb geben, dies helfe aber eher Network
Appliance. Die neuen Konkurrenten würden eine schwierigere Zeit vor
sich haben, so das Fazit einiger Untersuchungen der Analysten. Die
Analysten würden beide Unternehmen zum Kauf empfehlen. Die Aktie von
Network Appliance würde vermutlich nach Jahresende über $ 100 liegen.

EMC Corp (WKN 872526)

Quelle: Aktiencheck


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9. DISCLAIMER
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10.12.00 12:46

1015 Postings, 7292 Tage schneeseit wann

ist Condomi im Platow Musterdepot?
Danke  

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